Schlussfolgerung aller Artikel

Nach den vielen Erkenntnissen der Arbeit über Alterssicherung folgende Zusammenfassung, die immer wieder erneuert wird (Beginn dieser Erarbeitung: 20. Oktober 2016):

A. Erkenntnisse

  1. Wir Bürger werden mit treuherzigstem Gesicht bezüglich Alterssicherung belogen; seien Sie bewusst, man dachte es werde noch gut sein – man erlebte, es wird furchtbar für die meisten Bürger
  2. Das derzeitige Rentensystem ist am Ende, das wusste man bereits bei der Einführung. So kommt es, dass man über die Einführung des “Bedingungslosen Grundeinkommens” redet – eine Schimäre
  3. Das derzeitige Rentensystem ist auch deshalb am Ende, weil unsere westlichen Gesellschaften in der erforderlichen Ausgeglichenheit versagt
    – fehlende Innovationen, fehlende private Nachfrage, Sättigung der Haushalte an Gebrauchsgegenständen
    – unzureichende Lohn- und Gehaltseinkommen, Reiche werden reicher – Arme werden ärmer
    – Industrie 4.0 einerseits, sogenannter Klimawandel andererseits wird Milionen Arbeitsplätze kosten; die Jugendarbeitslosigkeit und Altersarmut werden sich verstetigen
  4. Wir leben in einer Zeit unzureichender Wirtschaftsentwicklung; durch die zunehmende Automatisierung und den zunehmenden Robotereinsatz wird die Beschäftigungsquote von der BIP Entwicklung immer unabhängiger; es ist eine idiotische Vorstellung von Phantasten, dass es ein unendliches Wirtschaftswachstum gäbe
  5. Es ist eine Illusion zu glauben, dass der Umbau des Wirtschaftssystems in eine Dienstleistungsgesellschaft (linke Tasche – rechte Tasche) funktionieren könnte
  6. Es ist eine Illusion zu glauben, dass der Migrantenzustrom Wirtschaftswachstum brächte
  7. Es ist eine gigantische Illusion zu glauben, dass die Beschäftigung von Frauen Wirtschaftswachstum brächte
  8. Es ist eine gigantische Illusion zu glauben, dass der Brüsseler Verbot- Dirigismus bezüglich dieses und jenes zu produzieren Wirtschaftswachstum brächte
  9. Viel zu wenige Mitbürger sorgen um die Deckungslücke (vermutliche Ausgaben im Alter zu Einnahmen im Alter) vor; insbesondere werden die monatlichen/jährlichen Kostensteigerungen des Lebenshaltungsniveaus nicht beachtet
  10. Niemand sollte sich der Illusion hingeben, dass wir nicht wieder einen Wirtschafts- und/oder Währungszusammenbruch erleben. Unseriös wäre, ein Datum dafür zu nennen
  11. Viele Mitbürger, die an Alterssicherung denken, vertrauen zu sehr Empfehlungen von Banken und Versicherungen, die mit schönsten von Psychologen erarbeiteten Bildern und Texten Anlagewillige zu ihren Produkten verführen wollen
  12. Der Finanzmarkt bietet eine Vielzahl an Produkten zur finanziellen Alterssicherung an; die wenigsten eignen sich wirklich; oft helfen Internetseiten mit dem Spezialgebiet “Finanzen” oder “Sparen” nicht weiter, weil oft nicht ersichtlich ist, welche Querverbindungen zwischen dem Berichtenden und dem Finanzinstitut mit Alterssparangeboten besteht
  13. Es sei davor gewarnt, dass man Anlageforen, in denen genau die dort vertretene Anlageart fast sektiererisch angepriesen wird, zu sehr vertraut

Unser Weltwirtschaftssystem (der Industriestaaten) funktioniert nur, wenn ausreichend großes Wirtschaftswachstum (prozentual höher als die jährlichen Rationalisierungserfolge der Unternehmen) vorhanden ist; ABER: unendliches Wachstum ist krank und kranke Organismen sterben IMMER!

B. Mögliche kurzfristige Strategie zur Alterssicherung aus Sicht dieser Schrift (Tipps enthalten keine Handlungsempfehlung)

  1. Sind Sie in Aktien oder Wertpapieren, die einen Zusammenhang mit der Industrie haben, engagiert, dann beachten Sie Hinweise zu Investitionsvorhaben; sinken die, ist damit zu rechnen, dass die Unternehmen eine gesunkene Zukunftsperspektive sehen – Vorboten eines Abwärtstrends
  2. Betrachten Sie bitte genau die Statistik der Deutschen Bundesbank, Auftragseingänge der Deutschen Industrie; seit 2012 wird ein steigender Auftragseingang verzeichnet. Senkt sich diese Kurve, dann ist zu erwarten, dass wir einen schon lange prognostizierten Einbruch erleben – Vorboten eines Abwärtstrends, der deutlicher als 2008 ausfallen könnte. Ebenso wichtig ist zu betrachten die Umsätze der deutschen Industrie. Senkt sich diese Kurve, dann ist zu erwarten, dass wir einen schon lange prognostizierten Einbruch erleben – Vorboten eines Abwärtstrends, der deutlicher als 2008 ausfallen könnte. Was könnten wir machen, um unser Vorsorgevermögen in Wertpapieren zu schonen? Positionen verkaufen – nicht alle auf einmal, sondern den abgesenkten Niveaus entsprechend.
  3. Ich warne davor, den Aussagen des Geschäftsklimaindex zu vertrauen! Im Internet finden sich Hinweise, dass die GfK (Gesellschaft für Konsumgüterforschung) sehr industriefreundlich ist, um nichts anderes zu sagen.
  4. Schaffen Sie sich ein Vorratslager an Lebensmitteln und Alkohol an – zumindest 3 Monate
  5. Beobachten Sie die Preisentwicklung, die Ihnen aus IHREM Haushalt bekannt ist; stellen Sie eine Preiszunahme von mehr als 3 % in einem Monat fest, dann kaufen Sie zusätzlich 6 Monate hinzu (Nudeln, Reis … Dosen- Lebensmittel). Beträgt die Preiszunahme mehr als 10 % in einem Monat, kaufen Sie zusätzlich 12 Monate hinzu
    (Nudeln, Reis … Dosen- Lebensmittel) – egal, wohin Sie das stapeln.
  6. Barvermögen bei einer allgemeinen Preiszunahme mehr als 10 % in einem Monat, müssen um eine andere Vermögensart umgetauscht werden – siehe unten – (sinnvoll: minimale 3 Monatsausgaben im Bestand halten).
  7. Für Vorsorge ist langfristig nichts so unsicher wie Währungen, insbesondere Währungen, die bei Sparkassen oder Banken liegen – Zugriff des Staates ist sicher!
  8. Für andere Arten der Vermögensrücklage erfindet der Staat immer neue Zwangsmaßnahmen, um diese Vermögensrücklage einzuziehen
  9. Für Vorsorge ist langfristig Gold in Form von Barren oder Münzen zu bedenken, dass Gold schon sehr oft vom Staat konfisziert wurde
  10. Eine Anlageform, die maximale Vermögenskonzetration je m³ beinhaltet, ist  besonders sinnvoll, weil es durchaus vorkommen kann, dass dieses Vermögen von dem Vermögensbesitzer vergessen werden kann, insbesondere dann, wenn über den Kauf des Vorsorgevermögens kein Dokument existiert.
  11. Bill Holter, ehemaliger Anlageberater, stellt seine Meinung in einem Interview dar, die ich voll teile und die bereits an einigen Stellen dieser Veröffentlichung aufgezeigt wurde: “Jim und ich raten den Leuten zu “GOTS” (get out of the system – steigen Sie aus dem System aus). Das heißt – werden sie ihr eigener Banker/Verwalter. Halten sie so wenig Geld wie möglich im Bankensystem. Bewahren sie Vermögen in Gold und Silber außerhalb der Banken, entweder im persönlichen Bestand oder in Nicht-Banken-Verwahrung. Wenn sie Aktien haben, dann verlangen sie lieber Zertifikate, anstatt sich darauf zu verlassen, dass der Broker nicht pleitegeht.”
    Ich ergänze es: vertrauen Sie niemals einem Bankangestellten! Er will nur Ihr Bestes, nämlich Ihr Bargeld.

C. nn

1.0 Einführung ins Thema „Alterssicherung“

Das Thema “Alterssicherung” ist derzeit neben den aktuellen geopolitischen Themen ein von vielen heißt diskutiertes Thema. Es gibt nicht nur die RUV- Versicherung auch FinanceScout hat sich diesem Thema durch Befragungen gewidmet. Einen Satz von FinanceScout sollte man hier als Einleitung vorstellen: “Zwar meint über die Hälfte (54 Prozent) der 1.036 Befragten, dass sie auch im Rentenalter ausreichend Geld zur Verfügung haben werden, um ihren Lebensstandard finanzieren zu können. Aber nur jeder Zehnte (9 Prozent) ist der Überzeugung, dass dafür die gesetzliche Rente ausreicht.“. Es ist erschütternd zu erleben, dass Millionen älterer Leute mit offenen Augen ins Unglück rennen: “die Hälfte (54 Prozent) der 1.036 Befragten, dass sie auch im Rentenalter ausreichend Geld zur Verfügung haben werden”. Woher wissen diese das? Haben sie gerechnet? Kennen sie die Kostenentwicklung der nächsten 25 Jahre? Kennen sie die Zinsentwicklung der nächsten 25 Jahre? Wie stabil ist dieses Währungs- und Finanzsystem, dass diese Bürger antworten können, sie seien der Meinung dass …? Wie stabil ist die Weltwirtschaft? Wie stabil ist die Geopolitik? Wie stabil ist die Gesellschaftspolitik? Werden wir in 25 Jahren noch unsere heutige Demokratie haben und wenn nein, welche Veränderungen sind zu erwarten? Solche und ähnliche Fragen finden sich zum Beispiel in dem Forum talk50plus.de, in dem besonders intensiv diskutiert und sicherlich auch gestritten wird.
Zu der politischen kommt noch die mediale Hilflosigkeit, die RT Deutsch beschreibt: “Statt sich der sichtbaren Not anzunehmen, verliert sich die Diskussion allzu oft in abstrakten Fragestellungen wie „Was ist Armut?“ und „Wie misst man sie?“

Das Thema „Alterssicherung“ nur aus der finanziellen Sicht zu betrachten, ist eindeutig zu dürftig, weil das Thema Alterssicherung deutlich mehr Betrachtungsebenen beinhaltet.
Zu jedem Zeitpunkt des Lebens gilt die folgende “Pyramide der Lebenszufriedenheit”, die ursprünglich von dem Amerikaner Dr. Abraham Maslow (Psychologie) als hierarchische Bedürfnispyramide entwickelt wurde. Maslow arbeitete lange mit Kurt Goldstein, dem Urheber des Konzepts der Selbstverwirklichung, zusammen, so dass der Schritt zu der Bedürfnispyramide nur recht klein war:

eigenes Schaubild auf der Basis der Maslow’schen Bedürfnispyramide
#23 eigenes Schaubild auf der Basis der Maslow’schen Bedürfnispyramide

Wenn also „Alterssicherung“ betrachtet wird, dann ist der finanzielle Aspekt nur ein Teil dessen, was uns Menschen zufrieden macht. Betrachten wir nur den Wortteil “Sicherung” (“Versicherung”), dann kann man den psychologischen Hintergrund erkennen: es geht um  Risikoabsicherung, es geht darum, dass die innere Stabilität, die Ausgeglichenheit und Berechenbarkeit für die Zukunft im Alter das Ziel der Alterssicherung ist. Es geht darum, für Menschen das Lebensrisiko möglichst klein zu halten.

Wenn wir über die gesellschaftlichen Veränderungen reden, betrachten wir oft zu sehr die Alterspyramide, die vom Statistischen Bundesamt herausgegebene Altersverteilung in Deutschland und negieren dabei, dass auch die Alten nicht nur ein Recht auf Lebenszufriedenheit haben, sondern dass diese Gesellschaft genau denen verpflichtet sein sollte, die dieses heutige Deutschland groß und stark gemacht haben und die man derzeit teilweise verteufelt:

Altersaufbau-der-Bevölkerung-2013-StatBuAmt-2016-1
# 2 Altersaufbau-der-Bevölkerung-2013-StatBuAmt-2016-1

Sicherlich, dieses Bild der Bevölkerungsstruktur zeigt, dass ab dem Jahre 2028 viele Mitbürger von dem System zu bewältigen sind: sie werden dann den Ruhestand beginnen. Leider ängstigen sich immer mehr Bürger, dass sie vielleicht im Alter nicht genügend Geld zum würdevollen Leben zur Verfügung haben. An dieser Verängstigung haben oft auch Medien einen großen Anteil, zum Beispiel wenn wieder einmal das Thema “Altersarmut” in den Fokus der Betrachtungen gerät. Es wird bei den hier erörterten Sachverhalten auch um Altersarmut gehen: berechtigt, diese Sorgen, oder nicht?

Warum, das scheint sich niemand aus den großen Zeitungen zu fragen, haben wir Bürger die Politiker gewählt, die eigentlich die Aufgabe haben, dieses Land mit funktionsfähigen LÖSUNGEN zu organisieren. Aber nichts passiert. Wundert es irgendjemanden, dass die Bürger dieses Landes aufgrund der Unfähigkeit der Politiker immer mehr auf Distanz zur Politik gehen.

Dem Versicherungskonzern R+V ist es zu danken, weil dieser seit vielen Jahren eine Umfrage betreibt, um herauszufinden, was die Bürger in Deutschland denken, befürchten, was sie ängstigt.

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#4 Quelle: R+V Versicherung, jährliche Umfrage 2016, https://www.ruv.de/presse/aengste-der-deutschen

Es zeigt sich zunehmend, dass, bezogen auf die obige Bedürfnispyramide, immer mehr umfassende Sicherheitsbedürfnisse der Bürger bestehen:

  • die allgemeinen Ängste werden als individuelle Bedrohung des Lebens und der Lebensqualität wahrgenommen,
  • die finanziellen Folgen allgemeiner Ängste entwickeln sich zu potentiellen individuellen Einschränkungen aufgrund politischer Entwicklungen.
Ängste-der-Deutschen-RV-Versicherung-2016
#5 Quelle: R+V Versicherung, jährliche Umfrage 2016, https://www.ruv.de/presse/aengste-der-deutschen

Die Kategorisierung der R+V Versicherung in

  • wirtschaftspolitische Themen,
  • externe Bedrohungen,
  • persönliche Sorgen und
  • Umweltängste

ist individuell zurückführbar auf persönliche Beeinträchtigungen für jetzt und für die Zukunft. Beispielweise sind die genannten Ängste „Terrorismus“ und „politischer Extremismus“ zu weit weg von dem Individuum. Diese gefühlt weit weg liegenden Ängste kommen jedoch sehr nahe, wenn man weiß, dass diejenigen, die „Terrorismus“ und „politischer Extremismus“ als besonders wichtige Ängste genannt haben, die eigentliche Befürchtung haben, sie würden im Falle „Terrorismus“ und „politischer Extremismus“ zu freiheitlichen oder finanziellen Beeinträchtigungen kommen. In einem Leben, in dem es plötzlich zu freiheitlichen oder finanziellen Beeinträchtigungen kommt, werden frühere Lebenskonzeptionen hinfällig. Wenn Professor Rohmert, Universität Darmstadt, (ich hatte das Vergnügen, in den 1970er Jahren die Vorlesungen zu hören und von ihm eine Dissertation angeboten bekommen zu haben – später war ich wenigstens Lehrbeauftragter für das FH- Fach Arbeitswissenschaften) in seinen Vorlesungen Arbeitswissenschaft über das Alter sprach, erwähnte er immer den Vorteil  persönliche Stabilität, nicht vergessend, die Kehrseite zu erwähnen, begrenzte Flexibilität. In erster Näherung kann man sagen: ältere Menschen, insbesondere jene des letzten Lebensabschnittes, tendieren dazu, Lebenskonzeptionen zu beizubehalten, weil sie in Jahren entstanden sind und diese Menschen das innere Gefühl haben, dass das, was sie erdacht haben, auf einem langen Erfahrungswissen beruht; dieses Gefühl erzeugt eine gewisse Inflexibilität, der jüngere oft ratlos und kopfschüttelnd gegenüber stehen.

Kommen wir nochmals zurück auf die Bedürfnispyramide, dann sehen wir, dass sich „Terrorismus“ und „politischer Extremismus“ in der Bedürfnispyramiden- Kategorie „Sicherheitsbedürfnisse“ zuordnen lassen.

Wo Sicherheitsbedürfnisse als Mangel, gar als Angst, empfunden werden, da darf es doch nicht wundern, dass zwischen vielen Bürgern und Politikern ein Vertrauensverlust eingekehrt ist, der inzwischen sogar die Demokratie untergräbt.
Man kann der R+V Versicherung nur danken, über viele Jahre eine solche unabhängige Analyse zu erstellen, weil deutlich wird, in welchem Zustand diese Gesellschaft sich befindet: Bürger gehen auf Distanz – Politiker agieren durch restriktive Maßnahmen – Bürger gehen verstärkt auf Distanz.

Dramatisch ist, dass Bürger laut der R+V- Erhebung aber auch eigener Erfahrungen sich ängstigen, weil sie der Überzeugung sind, dass Politiker überfordert zu sein scheinen. Ein 70 Jahre funktionsfähiges “System Deutschland” mit seinen Teilsystemen, zu denen auch das Rentensystem zählt, hat sich überholt, weil Politiker basteln, anstelle sorgfältig eine grundsätzliche Reformation der Systeme, angepasst auf die Rahmenbedingungen der heutigen Zeit, anzugehen:

  • Grundbedürfnisse
  • Sicherheitsbedürfnisse
  • Soziale Bedürfnisse
  • ICH Bedürfnisse
  • Selbstverwirklichungsbedürfnisse.

Diese Ebenen, die im folgenden erklärt werden, erwarten Bürger zur Lebenszufriedenheit. Dafür sollten Politiker arbeiten, kämpfen … aber sie versagen und dieses Versagen zeigt sich in den Ergebnissen der R+V Versicherung. Aber genau in dieser Lage sind die Bürger, wissend, dass ihre Zukunft, ihre Alterssicherung, immer mehr zur Disposition steht.

Genau um diese Unsicherheiten nach den vorgenannten Hauptmerkmalen geht es in dieser Veröffentlichung. Genau um Vermeidung der Unsicherheiten geht es in dieser Veröffentlichung. Genau um die Forderung an die Politik zur Schaffung altersgerechter Politik geht es in dieser Veröffentlichung.

1.1 Vorwort 1

Der Autor, Bernd Müller …

Wissen Sie, wer diese Internetseite, wer diese Texte schrieb und schreibt? Natürlich nicht. Das Vorwort 1 soll bewirken, dass Sie wissen, wer diesen Text schrieb. Vielleicht hilft Ihnen diese Autorenvorstellung die Texte besser einzuschätzen.

Wenn jemand wie ich 70 Lebensjahre überblicken kann, geboren im Jahr des Kriegsendes, also die totale Zerstörung Deutschlands erlebte, dann kann man schon über eine Entwicklung berichten, die jeden von uns nachdenklich machen könnte. Ich habe mir erlaubt, kein Jubelsystemer zu sein, habe mir erlaubt, Dinge kritisch zu hinterfragen, habe mir erlaubt, meinen Kopf weitestgehend frei von 70 Jahren laufender Propaganda zu halten. Wenn man so will, ich habe meine jugendliche Bockigkeit und Frische nie aufgegeben.

In den ersten Lebensjahren sah ich täglich dieses zerbombte Deutschland. Auf dem Wege sah ich auch, wie junge Frauen, so alt wie meine Mutter, in den Trümmern Steine sammelten und sie diese in langer Reihe von Frau zu Frau wandern ließen, um sie auf den Bürgersteigen aufzustapeln.

Ich hatte die Aufgabe in unserer Familie, täglich allein eine Kanne Milch in einer Holzbaracke für zehn Pfennige zu holen, die die Bedienung hinter der provisorischen Theke aus einem Glas mit einer schrägen großen Öffnung grabbelte. Bei der Milch“tante“ bekam ich manchmal ein süßes rotes Bonbon; auf dem Wege nach Hause habe ich dann oft den verbeulten Aluminiumdeckel der Kanne geöffnet und einen tiefen Schluck an Milch „geklaut“.

Die Nachkriegsrealität: Wikipedia-Trümmerfrauen
#24 Die Nachkriegsrealität: Wikipedia-Trümmerfrauen

In der 68er Zeit habe ich erkannt, dass ich ein Kind der Gegenwart war, so bewusst habe ich die Zeit aufgenommen. Wir waren Kinder einer zerbombten Kindheit, Kindheit, die wir nicht verstanden und die von unseren Eltern zwanghaft neu gestaltet werden sollte. Unsere Eltern haben uns Kinder nicht „mitgenommen“, sie haben Wege erklärungslos bestimmt, ganz im Geiste ihrer Vergangenheit.

Zur Ehrenrettung der Eltern sei gesagt: sie sind im ersten Weltkrieg geboren und ihre Eltern, meine Großeltern, stammen aus der Kaiserzeit mit gänzlich anderem Weltbild. Es darf niemals vernachlässigt werden: einen Teil der Vergangenheit trägt jeder Mensch in sich; daher relativiert sich der Vorbehalt „ganz im Geiste ihrer Vergangenheit“.

Freiheit, ha! Hier hatte ich erstmals erkannt: vollkommen von äußeren Einflüssen sich zu separieren, das geht nicht. Daraus wuchs das Lebensprinzip: sei offen und bleibe dennoch kritisch mit dem, was andere von dir verlangen zu denken, zu empfinden, zu handeln. Ich gebe zu, dass ich oft genug Risse zwischen dem, was von außen kam und dem, wie ich empfand spürte.

Aus den Rissen in mir wuchs der besonders intensive Drang nach innerem Frieden und Freiheit und respektvolle Distanz zu den Eltern. So kam ich zur ständigen Suche der Lebensprinzipien im Austausch mit mir und denen Draußen, denen Draußen mit mir … und immer wieder lernen lebenslang.

Besondere Beziehung entstand zu meinem Großvater mütterlicherseits, Soldat im ersten Weltkrieg, dem ersten Textilingenieur unserer Stadt. Er hatte seinen Textilbetrieb aufgebaut und betrieb ihn mit höchster Intensität. Oft habe ich meinen Großvater gebeten ihm helfen zu dürfen.

Maikäfer, flieg!
Der Vater ist im Krieg.
Die Mutter ist im Pommerland.
Pommerland ist abgebrannt
Maikäfer, flieg!

Meine Mutter hatte im zweiten Weltkrieg ihre Meisterprüfung im Friseurhandwerk mit Bravour abgelegt und hatte kurz vor Kriegsende gegen den Widerstand der NSDAP aber mit Unterstützung der Industrie und Handwerkskammer Düsseldorf ein Damen-Friseurgeschäft übernommen. Der Kampf gegen die NSDAP- Funktionärsriege war ganz in der Historie der Familie: bereits der Vater meiner Mutter war verdeckter Gegner der NSDAP; er hatte, was damals eine Todsünde war, auf dem Speicher seines Wohnhauses die ehrenwerte SPD Fahne aufbewahrt.

Meine Mutter kämpfte sanft und beruflich sehr erfolgreich und hatte Kunden auch aus höheren gesellschaftlichen Kreisen. Dass der berufliche Erfolg nicht unbedingt auch gleichbedeutend mit wirtschaftlichem Erfolg war, das lernte ich als Kind oft genug kennen. Es war zwischen den Eltern ein fast täglicher Dauerkonflikt: reicht das Ersparte für die Lebenssicherung im Alter.

Die geschäftliche Begeisterung über den Erfolg verdeckte oft kühles Nachdenken: Viele Jahre später berichteten meine Eltern immer noch, dass sie einmal eine reiche Fabrikantin nach dem Frisieren auf die Villa Hügel fahren mussten, weil ihr Chauffeur ausgefallen war.

Und ich erlebte als Kind, dass sanft zu kämpfen nicht nur beruflich sehr erfolgreich war. Wenn man die Kindheit zusammenfassen darf: ich bin in einem gutbürgerlichen Umfeld aufgewachsen. In jedem Jahr nach 1945 erlebte ich in meinem Elternhaus den wachsenden Wohlstand: jährliche Familienurlaube in Italien mit dem Auto, ein Wochenendhaus, der Sohn konnte ein humanistisches Gymnasium besuchen. In allen meinen Jahren, insbesondere in der Zeit, als auf der Schule das sogenannte Dritte Reich erwähnt wurde und die ewige Schuld versucht wurde einzuimpfen, begann ich zu opponieren: ich, der ich nach dem Zweiten Weltkriege aufgewachsen war, der im Bauch der Mutter, wie sie später erzählte, nach einem Bombenangriff die im Teer der “Friedrich Engels Allee” in Wuppertal verbrennenden Körper der Mitbürger nicht erleben musste, bin nicht für die Taten der Machthaber und Diktatoren der Zeit verantwortlich; ich bin auch nicht verantwortlich dafür, dass das gesamte mediale System systemtreu zum Diktator Hitler stand; ich bin auch nicht verantwortlich dafür, dass Juden ermordet wurden; ich bin auch nicht verantwortlich für Mordtaten im Ersten Weltkriege oder im Dreißigjährigen Krieg (irgendjemand könnte diese Betroffenheitskonzeption durchführen). Ich lehne Erbschuld ab – wenngleich ich das Unrecht im Dritten Reich niemals entschuldigen würde, im gesamten fürchterlichen Umfang.

Dass ich dieses Prinzip zu kämpfen nicht immer durchhielt, kann man daran ablesen, dass ich ohne Abschluss das Gymnasium verließ, es war mir offen gesagt zu langweilig, eine Lehre begann um nach drei Angestelltenjahren als Detailkonstrukteur auf dem Abendgymnasium mein Abitur nachzumachen. Danach führte es mich an die Technische Hochschule Darmstadt, wo ich meinen Abschluss als Diplomingenieur des Maschinenbaus mit bestem Erfolg ablegte. Um meine Eltern finanziell nicht zu belasten, nahm ich bis zu drei Jobs neben dem Studium an. Da ich bereits älter war, habe ich schweren Herzens zwei Dissertationsangebote ausschlagen müssen; wer will in der Industrie einen „D“ Punkt „R“ Punkt im Alter von 40 Jahren?

Wenn ich ein Lebensprinzip, das mich durch die gesamte Kindheit begleitete darstellen sollte, so dieses: Ich erlebte aber nicht nur den Wohlstand, sondern auch, dass einem „die gebratenen Tauben nicht in den Mund fliegen“. Daraus wuchs das Lebensprinzip: wenn du etwas erreichen willst, kämpfe um das Ziel! Und weil ich oft genug um Freundschaften ringen musste, ist eine mitfühlende Sozialkompetenz entstanden, die immer wieder gegen die Härte des Erreichenwollens ankämpfte.

Künstlerin Ruth Weidenfeld/Schwelm
#25 Künstlerin Ruth Weidenfeldt/Schwelm

1.2 Vorwort 2

Es war eigentlich geplant, ein gesamtes Buch herauszugeben; darin sollten die Kapitel

1. Alterssicherung unsere Sorge
2. Alterssicherung und Lebenssicherheit
3. Alterssicherung und Lebenswirklichkeit
4. Alterssicherung und Staat / Politik
5. Alterssicherung und Wirtschaftssystem
6. Alterssicherung und Inflation/Teuerung
7. Alterssicherung und Finanz- und Geldsystem
8. Alterssicherung und Geopolitik
9. Alterssicherung und Anlagearten

in neun Kapiteln mit jeweiligen Unterkapiteln und deren systematischen Untergliederung erscheinen. Durch die vielen Statistiken und Nachweise zeigte es sich aber, dass ein gesamtes Buch für den normalen Leser nicht überschaubar wäre. Die mögliche Unübersichtlichkeit der vielen Informationen, der Versuch, alles zu begründen und herzuleiten, um nicht als „Verschwörungstheoretiker“ zu gelten, hat dann dazu geführt, jedes Kapitel in einem eigenen Büchlein oder hier im Internet in Kapiteln und Unterkapiteln darzustellen.

Ein wichtiger Hinweis soll an dieser Stelle angebracht sein: sollten gewisse Änderungen in der politischen Lage oder systemseitig mit Auswirkungen auf die Ableitungen/Konsequenzen entstehen, so werden textliche Anpassungen vorgenommen. Diese Änderungen sollen der Aktualität dienen, so dass die Texte dieser Internetseite nicht als veraltet anzusehen sind. Es wird um Verständnis gebeten, dass es nicht gepant ist, Hinweise auf Veränderungen zu geben.

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Es ist nun einige Wochen her, dass diese Darstellungen begonnen wurden; ich möchte denen, die es überhaupt lesen, nur sagen, dass erste Gespräche mittels Foren über dieses Thema sehr negativ verlaufen sind. Selbst in Seniorenforen wird dieses Thema kaum richtig geschätzt. Sicherlich, ich habe mit Konzepten gegen die Altersarmut, also dem Teil Finanzen, argumentiert. Aber es scheint denen, die über eine sehr aussagefähige Headline zu den Texten im Forum gekommen sind, nicht eingängig zu sein, dass man denen, die Deutschland mit aufgebaut haben, einen würdevollen letzten Lebensabschnitt zubilligen sollten.

Ist in der heutigen Zeit (2016) Empathie dem Kampf um das Überleben im Leben der Welt- Schlangengrube gewichen?

1.2.1 Wahrheit

Wahrheit ist ein ethischer Grundwert unserer Gesellschaft. Wahrheit ist die Voraussetzung dafür, dass wir Bürger unsere Zukunft gestalten können. Wahrheit ist somit auch die Grundvoraussetzung für Lebenszufriedenheit.

Die real existierende Wirklichkeit in unserem heutigen System ist, dass wir Unwahrheit, systematischen Betrug, ein Netzwerk der Organisierten Kriminalität feststellen müssen. Und das Drama ist: der Staat schützt die Bürger zu wenig!

Die real existierende Wirklichkeit in unserem heutigen System ist, dass wir ein politisches System der relativen Wahrheit haben, wie später anhand von veröffentlichten Statistiken aufgezeigt wird. Betrachten Sie nur die vom Staat veröffentlichten Statistiken über Arbeitslosigkeit oder Preissteigerung – fast alles wird geschönt, um die Bürger bei Laune zu halten.

Ich frage Sie, Bürger: können Bürger eine sichere Zukunft aufbauen, wenn sie sich nicht auf Zahlen, Daten, Fakten verlassen können? Ich frage Sie, Politiker: wie verantwortungslos gehen Sie mit der Wahrheit um; fühlen Sie sich nicht denen gegenüber zur Wahrheit verpflichtet, die Sie als Volksvertreter wählten?

1.2.1.1 Wahrheit durch Statistik schönen

Die einfachste Form der Unwahrheit ist uralt: das Schönen von Statistikdaten. Um es deutlich zu sagen: es gibt Statistiken, die sollen vorgeblich die Wahrheit des täglichen Lebens widerspiegeln. Angeblich soll Winston Churchill gesagt haben: „Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe“ und meinte die persönliche Einschätzung zu Statistiken aus dem sogenannten Dritten Reich. Unabhängig davon, ob Winston Churchill tatsächlich diesen Satz gesagt hatte, er ist heute mehr denn je richtig. Wollen Sie ein aktuelles Beispiel sehen? Und woher kommt die Differenz?

# 27 https://deutsch.rt.com/inland/38110-arbeitslosenzahl-atypische-jobs-auf-hochsten/

Juristisch spitzfindig wird man „gefälscht“ heute differenzieren müssen, weil selbst Zahlen- oder Methodeninterpretationen immer eine Tendenz der Interpretationsrichtung haben. So wird die Partei DIE LINKE eine Einkommensstatistik wahrscheinlich anders (verbal) interpretieren als der Verband der Arbeitgeber.
Die Erkenntnis daraus: Es gibt die Interpretationswahrheit, die jedoch von der Tendenz des Interpretierenden abhängig ist.

Zudem, wie sind Statistiken zustande gekommen? Wer hat sie erhoben? Wer wurde wann und wie befragt? Wurde beispielsweise nur über das Handy angerufen, so erwischt man jene nicht, die gar kein Handy haben, zum Beispiel ältere Mitbürger haben seltener ein Handy. Also kommen in erster Näherung die Meinungen älterer Mitbürger in der Statistik gar nicht zum Tragen.
Die Erkenntnis daraus: Es gibt eine Statistik“wahrheit“, die methodisch nicht die vollständige Wahrheit abbildet.

Zudem, wie viele Mitbürger wurden zu einer Statistik befragt? Heute erleben wir immer mehr, dass 1.000 bis 1.200 Personen befragt werden und die Statistikmacher nennen diese Methodik eine „repräsentative Befragung“. Überlegen wir einmal: angenommen, es gäbe nur 50 unterschiedliche Personengruppen, zum Beispiel

  • Personengruppe Militär
  • Personengruppe Politik
  • Personengruppe Recht
  • Personengruppe Religion
  • Personengruppe Unternehmer
  • Personengruppe Wissenschaft
  • Personengruppe Rentner
  • Personengruppe Nichtdeutscher
  • Personengruppe Arme
  • Personengruppe Reiche
  • Personengruppe Immobilienbesitzer
  • Personengruppe Akademiker
  • Personengruppe Arbeitslose
  • Personengruppe Facharbeiter
  • Personengruppe Angestellte
  • Personengruppe Alleinstehende
  • Personengruppe Double Income no Kids
  • Personengruppe Alleinlebende
  • Personengruppe Geschwister
  • Personengruppe Selbstständige
  • Personengruppe Kranke, Invalide
  • Personengruppe Arbeitszufriedene
  • Personengruppe Arbeitsunzufriedene

leicht wird es uns fallen, diese 50 Personengruppen mit ihren individuellen Sichtweisen aufzulisten.

Es ist sehr wohl vorstellbar, dass jede Person aus diesen unterschiedlichen Personengruppen unterschiedliche Ansichten/Positionen hat; teilt man nun 1.200 durch 50 bedeutet das, dass nur 24 Personen die Repräsentativität für 81 Millionen Mitmenschen darstellen. Ich wage das zu bezweifeln, das heißt, Umfragen mit 1.200 Personen sind nicht repräsentativ und stellen nicht die Wahrheit eines Sachverhaltes dar!

Quantitativer vor qualitativer Repräsentativität?

Ein besonders interessantes Beispiel für Statistik- Manipulationen bietet unwissentlich ein Artikel des Berliner Tagesspiegels, in dem folgender Absatz steht: “64 Prozent der Befragten haben Vertrauen in die Demokratiefähigkeit der nachfolgenden Generation. Am ausgeprägtesten ist diese Zuversicht bei Gutverdienern und unter den über 60-Jährigen. Von denen, die mehr als 3000 Euro im Monat nach Hause bringen, äußern sich nur 29 Prozent skeptisch, bei Geringverdienern mit weniger als 1500 Euro waren es 43 Prozent. Auch im Osten ist das Vertrauen in die Verantwortlichkeit der nachfolgenden Generation mit 58 Prozent weit geringer ausgeprägt als im Westen (65 Prozent). Ansonsten zweifeln vor allem diejenigen an der Jugend, die ihr noch am nächsten sind: die 18- bis 29-Jährigen.”

Wir lernen aus diesem Absatz, dass das Ergebnis einer Befragung abhängig ist von

  1. Alter der befragten Person
  2. Einkommen der befragten Person
  3. Wohnregion der befragten Person
  4. Parteitendenz der befragten Person (im weiteren Verlauf zu lesen).

Also vier Kriterien sind in diesem Artikel genannt, die Einfluss auf das Untersuchungsergebnis haben. Es erscheint wahnwitzig, wenn man eine Untersuchung als repräsentativ nennt: der Manipulation werden Tür und Tor geöffnet.

“Sage mir, wer die Statistik beauftragte und ich sage dir das Ergebnis!”

Der nächste mögliche Fehler in Befragungen ist, dass diejenigen, die eine Umfrageerhebung durchführen, davon ausgehen (müssen), dass Antworten die Wahrheit darstellen. Jedoch: falsche Einschätzung eines Befragten zu einer Frage – bewusst – unbewusst ergeben falsche Ergebnisse. Das heißt, Ergebnisse mit falscher Einschätzung stellen oft nicht die Wahrheit eines Sachverhaltes oder den Kern einer Befragung dar!

Ein wichtiges Thema und eine Fehlermöglichkeit bei Umfragen ist die Antwort- Skalierung in Fragebögen. Für Spezialisten folgende Antwort: Wollen wir in den Befragungen eine Kopf- oder Bauchantwort haben?

Bei Kopfantworten sollte man eine Punkteskala verwenden, wobei die Benennung der Punkte den Grad der Übereinstimmung darstellt. Indem Anwender den Text erkennen, nutzen sie eher Logik als Gefühle, auch, wenn ein Text immer auch eine Emotion enthält: beispielsweise die Befragung “fühlen Sie sich auf der Insel Rügen wohl”. Diese Frage enthält den emotionalen Anteil “wohlfühlen”; aber wer befragt wird, wird im Hintergrund sachliche Erfahrungen haben: die (schöne) Architektur der Ostseebäder, die (angenehmen) Wellness- Häuser, die (opulenten) Hotelschlösser.

Es gibt eine gedankliche Antwortsystematik: man vergleicht den textlichen Inhalt, zum Beispiel „ich stimme vollständig zu“, also das „vollständig“ mit dem (unscharfen, subsummierenden) Erfahrungswissen.

Bei Bauchantworten sollte man eine gleitende Skala nehmen. Durch Verschieben eines Reglers ist die Übereinstimmung als Antwort anzugeben. Es hat sich gezeigt, dass eine solche Skala an den Endpunkten benannt werden sollte, Beispiel „ich stimme vollständig zu“, „ich stimme nicht zu“: ein Antwortender wird gefühlsmäßig einen Regler zwischen den Positionen „ich stimme vollständig zu“, „ich stimme nicht zu“ zur besseren Einschätzung der Empfindung oder Überzeugung verschieben.

Ich hatte in einer inzwischen von mir verkauften Forschungs- GmbH Schieberegler als Antwort genutzt. Das System wurde an einer Hochschule eingesetzt und von dem einsetzenden Professor wurde die Antwortkorrektheit mit über 90% angegeben. Übrigens: wahrscheinlich ist es die beste Methode, zu beantwortende Fragen durch eine gute Computerstimme vorlesen zu lassen und die Antwort durch EEG- oder Herzfrequenzeingabe dem Computersystem einzugeben.

Eine alte Erkenntnis ist: Sage mir, wer die Statistik beauftragte und ich sage dir das Ergebnis. Kaum ein Statistikunternehmen wird eine Statistik veröffentlicht lassen, die mit dem Beauftragenden nicht abgestimmt ist. Das heißt, wer beauftragt, legt indirekt fest, dass seine Zielsetzungen sich im Statistikergebnis widerspiegeln.

Statistik schönen durch Manipulation

Ein besonders schönes Beispiel für Meinungsmanipulation brachte unlängst n-tv bei der Diskussion Zinserträge für Sparer erhöhen mittels Zinsverlustausgleich durch den Staat mit folgendem Text: “Wer sich die Mühe macht, über die Vorschläge kurz nachzudenken, bemerkt schnell, dass sie nicht besonders sinnvoll sind. Denn wenn der Staat den Bürgern das Geld zurückgibt, dann profitieren davon am ehesten die Banken, wenn sie bei steigenden Zinsen die höheren Anlagezinsen nicht weiter geben müssen und somit ihre Zinsdifferenzgeschäfte wieder ausweiten können. Gelebte Bürgernähe sieht anders aus.”

Das Trickreiche an dieser Argumentation ist, dass Sparer und Banken gegeneinander gehetzt werden. Sparer sollen gegenüber Banken (deren Ansehen derzeit laufend sinkt) eine Position einnehmen ‘denen gönnen wir nicht das Schwarze unterm Fingernagel, daher: NEIN’. Das ist reine Meinungsmanipulation! Klar, der Schreiberling ist ein Finanzberater und wenn Verzinsungen wieder attraktiv sind, dann entgeht dem Beratungspotenzial (und Umsatz).

Ein besonderes Beispiel könnte sich Anfang 2017 darstellen: Es geht darum, dass das Meinungs”forschungs”institut INSA herausgefunden haben will, dass die SPD, zuvor immer bei etwa 20%, die CDU, zuvor immer bei etwa 35%, überholte. Ein Aufschrei geht los: „Dass die SPD stärker wird als die Union, daran glaube ich nicht, und das halte ich auch bei der Bundestagswahl eigentlich nicht für möglich“, sagte Schöppner der „Berliner Zeitung“ vom Dienstag, schreibt die empfehlenswerte Epoch Times. Dieser “Kurs”anstieg ist natürlich ein Geschenk der SPD an den neuen SPD- König, Herrn Schulz. Niemand wird belegen können, dass die SPD die Firma INSA mit 100.000 Euro bestochen hat, um dieses Ergebnis zu erzielen.

Daher: seien Sie überlegt und cool, wenn Sie solche oder ähnliche Meldungen lesen.

Erkenntnis zu diesem Kapitel
Die Internetseite STATISTICA kommt daher zu dem Schluss: „Befragungen bringen daher in der Regel ungenauere Ergebnisse als Beobachtungen oder Experimente“. Geschätzt 95 Prozent aller Statistiken kommen aus Befragungen, weil diese wesentlich kostengünstiger herzustellen sind. Wir können also daraus schließen, dass die Ungenauigkeit der Statistiken, die nicht aus komplexen Datenbanken mit Millionen Datensätzen abgeleitet sind, recht hoch ist. Meine Schlussfolgerung: ich glaube das, was ich sehe oder erlebe – ich glaube nicht Statistiken (Hinweis: eine solche Veröffentlichung kommt ohne Statistiken nicht aus – wenn Statistiken angewendet werden, dann ist diesen immer mit ausreichender Kritik zu entgegnen).

1.2.1.2 Politiker- Wahrnehmung

Die ehrlichste und zugleich entwaffnendste Äußerung eines Politikers zum Thema Politik und Ehrlichkeit äußerte im Jahre 2006 der SPD- Politiker Müntefering: „Wir werden an den Wahlversprechen gemessen – das ist unfair.“ Müntefering hat mit diesem Satz die Verlogenheit der Politiker laut vernehmlich (ungeschickterweise) ausgesprochen. Um es deutlich zu sagen: Unehrlichkeit ist keine Systemfrage, bedenke man den verhängnisvollen Satz von Walter Ulbricht am 15. Juni 1961 in einer Pressekonferenz „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“ Man kann es drehen und wenden, wie man will: Politik und Verlogenheit gehören wie Zellen zu demselben Körper.

Und geschickterweise hat die Politik eine neue Strategie eingeschlagen:

  • Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufwiegeln, indem die jeweiligen divergierenden Interessenlagen herausgestellt werden und von jeder Bevölkerungsgruppe aufgenommen werden;
  • besonders perfide ist, dass Politiker diese Strategie als demokratisch definieren, man würde ja sich bemühen, es jeder Bevölkerungsgruppe recht zu machen
  • inhaltsleeres Zeug reden – nur ja keine nachprüfbaren Zahlen, Daten, Fakten, andernfalls könnte man der Politik Unehrlichkeit beweisen
  • nichts zu gewissen kritischen Themen sagen – wer keine Informationen sagt, dem kann man Unehrlichkeit nicht nachweisen
  • immer intensiver werden die privatwirtschaftlichen Medien in die Veröffentlichung von Informationsfälschungen einbezogen; „Lügenpresse“ ist daher der Begriff jener, die diese Strategie sorgfältig verfolgen
  • die Öffentlich Rechtlichen FernsehAnstalten, ARD und ZDF, werden schamlos ausgenutzt, es werden in die Verwaltungsgremien dieser FernsehAnstalten willfährige Systempersonen eingeschleust, so dass eine systemstützende Propaganda tagtäglich auf die Bürger prasselt; der italienische Präsident Berlusconi erkannte die Macht von FernsehAnstalten und missbrauchte seine Privatsender höchst erfolgreich über viele Jahre.

Erkenntnis zu diesem Kapitel
Man muss leider feststellen: in dieser real existierenden Demokratie kann man nicht von Ehrlichkeit oder Transparenz der Politiker ausgehen. Denken Sie einfach einmal an den Satz des CDU- Politikers Norbert Blüm „Die Rente ist sicher“, ein Satz, der JETZT vielen Bürgern die Verlogenheit des Systems aufzeigt. Politische Wahrheit ist leider immer relativ. Meine Schlussfolgerung: ich glaube das, was ich sehe oder erlebe – ich glaube nicht Politikern.

1.2.1.3 Parteiensystem

Insbesondere in den heutigen sogenannten Volksparteien weiß man, dass es für jede Interessengruppe einen Flügel gibt:

  • Rechter Flügel gegen Linker Flügel (eine mehr als dumme Bezeichnung)
  • Realos gegen Fundis
  • Arbeitnehmer gegen Arbeitgeber (Mittelstandsvereinigung)
  • Seeheimer Kreis gegen Parlamentarische Linke
  • (beliebig viele andere parteiinterne Flügel) …

Die real existierende Demokratie hochhaltend scheiben gewisse Kräfte in Wikipedia „Parteiflügel tragen durch – vor allem innerparteiliche – Diskussionen zur Lebendigkeit und Weiterentwicklung des Politischen Spektrums bei“.
Die andere Sichtweise ist die, dass innerparteilich willkommen ist, dass Flügel existieren, die gewährleisten, dass eine Parteileitung mit diesen Flügeln – ähnlich wie Interessengegensätze in der Bevölkerung – spielen können. Letztlich kann eine Parteiführung eigene Interessen oder Prioritäten erzielen.

Ich sage immer gern: in den Zimmern der Parteistrategen werden beliebig viele Argumente für Tun oder Nichttun erfunden, die möglichst plausibel klingen – hören Sie auf, diesen blank polierten Argumenten zu glauben (in China ist wieder ein Sack mit Argumenten umgefallen – grins)! Meine Schlussfolgerung: ich glaube das, was ich sehe oder erlebe – ich glaube nicht Politikern.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, den man bei den Diskussionen über Politiker nicht vergessen darf: alle Parteien (hier sind jedoch die Personen und nicht die Institutionen gemeint) haben die Aufgabe, die Mitbürger in IHRE Richtung zu beeinflussen. Grundsätzlich heißt das nicht nur “Recht auf freie Meinungsäußerung” es kann durchaus von gewissen Mitmenschen als Propaganda verstanden werden. Wie kommt es, dass, extrem gesagt, den Politikern das Recht auf Propaganda eingeräumt wurde?

Ursache ist hier das sogenannte Parteiengesetz, dessen wichtiger Artikel 1 am 23. August 2011 (BGBl. I S. 1748) geändert wurde:

§ 1
Verfassungsrechtliche Stellung und Aufgaben der Parteien
(1) Die Parteien sind ein verfassungsrechtlich notwendiger Bestandteil der freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Sie erfüllen mit ihrer freien, dauernden Mitwirkung an der politischen Willensbildung des Volkes eine ihnen nach dem Grundgesetz obliegende und von ihm verbürgte öffentliche Aufgabe.

(2) Die Parteien wirken an der Bildung des politischen Willens des Volkes auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens mit, indem sie insbesondere auf die Gestaltung der öffentlichen Meinung Einfluß nehmen, die politische Bildung anregen und vertiefen, die aktive Teilnahme der Bürger am politischen Leben fördern, zur Übernahme öffentlicher Verantwortung befähigte Bürger heranbilden, sich durch Aufstellung von Bewerbern an den Wahlen in Bund, Ländern und Gemeinden beteiligen, auf die politische Entwicklung in Parlament und Regierung Einfluß nehmen, die von ihnen erarbeiteten politischen Ziele in den Prozeß der staatlichen Willensbildung einführen und für eine ständige lebendige Verbindung zwischen dem Volk und den Staatsorganen sorgen.

Hier erleben Sie, wie Propaganda rechtlich abgesichert wird: “Die Parteien wirken an der Bildung des politischen Willens des Volkes auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens mit, indem sie insbesondere auf die Gestaltung der öffentlichen Meinung Einfluß nehmen, die politische Bildung anregen und vertiefen”. Den Politikern, Parteien als Verwaltungsinstitutionen schreiben oder sprechen nicht, das tun nur Menschen, also hier Politiker, wird zugestanden, auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens  Einfluß auszuüben. Man weiß inzwischen, gewisse Einladungen von Presseorganen im Bundeskanzleramt weisen darauf hin, dass Politiker inzwischen die wichtigsten Presseorgane als Hilfstruppe nutzen. Diese Hilfstruppe macht die Hilfestellungen nicht uneigennützig: jedes Presseorgan ist auf Informationen, möglichst aus erster Hand, angewiesen. Somit eröffnen sie die gewissen Diener der Politik selber die Tür für laufende Informationsgewinnung. Politiker können somit besser beeinflussen – die Hilfstruppe Medien kann durch aktuelle Informationen weiterleben.

Die Zukunft für unsere Parteien sieht alles andere als rosig aus. Wenn man die Daten der Bevölkerungsentwicklung des Statistischen Bundesamtes nimmt und nur die Mitbürger, die wählen dürfen, addiert, dann ergibt sich (absolut) folgende Entwicklung:

Daten des Statistischen Bundesamtes - Bevölkerungsentwicklung Deutschland (mäßiger Zuzug)
Daten des Statistischen Bundesamtes – Bevölkerungsentwicklung Deutschland (mäßiger Zuzug)

Von heute ca. 68,5 Millionen Wahlberechtigten sinkt diese Zahl auf 57,8 Millionen im Jahre 2060. Gegenüber dem Jahre 2016 ist das eine Verminderung von 15,7 Prozent. Da die Parteien über die Wählerköpfe finanziert werden, ist zu erwarten, dass neben der Inflation zusätzlich (für keinen Bürger sichtbar) die Reduktion der Wahlbevölkerung eingefügt wird. Weiterhin besteht die Gefahr, dass bei abnehmender Zahl der Wahlberechtigten die politische Stabilität sinkt, weil kleinere Gruppen eine relativ höhere Chance haben werden.

Eine interessante Entwicklung zeigt sich hier: “Neue Partei “Bündnis Grundeinkommen” will Deutschlands erste Partei für das Bedingungslose Grundeinkommen werden“, Bündnis Grundeinkommen -Partei in Gründung-. Diese werdende Partei könnte eine Alternative zum bestehenden Rentensystem bieten; das bedingungslose Grundeinkommen will nach bisherigen Verlautbarungen jedem Bürger einen Betrag von 1.500 Euro je Monat, auch Rentnern, leistungslos zukommen lassen. Zum Thema “bedingungslose Grundeinkommen” (BGE) schreibt Wikipedia: “Das Konzept des BGE sieht eine Zuwendung für jedermann vor. Es würde weder eine sozialadministrative Bedürftigkeitsprüfung erfolgen, noch würde eine Bereitschaft zur Erwerbstätigkeit gefordert. Auf der anderen Seite entfallen alle allgemeinen steuer- und abgabenfinanzierten Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld, Sozialhilfe oder Kindergeld. Inwieweit besondere soziale Bedürftigkeit gesondert berücksichtigt wird, unterscheidet sich in den verschiedenen Modellen.” Dieses Thema sollte vertieft nicht hier betrachtet werden.

Die Schwächen des Parteiensystems
Man muss diesen Abschnitt dadurch beginnen, dass man die Systematik der demokratischen Vertretung des deutschen Volkes aufzeigt; schauen wir uns dazu das deutsche Grundgesetz an:

“Artikel 20
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.”

Es ist ordnungsjuristisch bedenklich: Artikel 79 Absatz 3 GG lautet:
“Eine Änderung dieses Grundgesetzes, durch welche die Gliederung des Bundes in Länder, die grundsätzliche Mitwirkung der Länder bei der Gesetzgebung oder die in den Artikeln 1 und 20 niedergelegten Grundsätze berührt werden, ist unzulässig.“

Also ist theoretisch der Artikel 20 unänderbar, es sei denn, der Artikel 79 würde dergestalt geändert, dass die Ewigkeitsgarantie nicht mehr festgeschrieben wird. Was ist daran bedenklich? Dass nicht festgeschrieben ist, dass alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht. Dass nicht festgeschrieben ist, dass die Staatsgewalt in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt wird. Ein Juraforum diskutierte genau diesen Sachverhalt: “Die ganz herrschende Auffassung in der Rechtswissenschaft, das Art. 79 GG ebenfalls der Ewigkeitsgarantie unterliegt, weil die Regelung andernfalls bedeutungslos wäre, wenn der Gesetzgeber sie aufheben könnte. Sollte sich diese Auffassung in Zukunft einmal ändern, wäre das anders.”

Grundsätzlich versteht man nun die Aussage von Frau Dr. Merkel am 16. Juni 2005 zum 60. Geburtstag der CDU “Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit”? Wenn eine Mehrheitspartei oder einen Mehrheitenkoalition beschließt, ab morgen gibt es nicht mehr Demokratie, ab morgen gilt nicht mehr, dass alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht, dann beginnt von dem Zeitpuntk ab eine neue politische Zeitrechnung. Der Irrsinn ist, dass Politiker nicht einmal das Volk befragen müssen, um diese wichtige gesellschaftspolitische Veränderung durchzuführen.

Fast geht in dieser Darstellung unter, dass die Formulierng “alle Staatsgewalt geht vom Volke aus” nicht allein auf Parteien beschränkt ist, obwohl es keine entsprechend umfangreiche juristische Festlegung zum “Gesetz über die politischen Parteien” für Einzelpersonen gibt! Auch Einzelpersonen können Repräsentanten des Volkes in Parlamenten sein, die sogenannten Direktkandidaten. Das Wort “Direktkandidaten” kommt in dem “Gesetz über die politischen Parteien” nicht vor. In dem folgenden Wahllexikon findet sich:

“Ein Direktkandidat erhält ein durch die Mehrheit der Erststimmen in einem Wahlkreis erworbenes Mandat im Bundestag. Der sogenannte Wahlkreisabgeordnete muss keiner Parteien I Partei angehören. Er ist Repräsentant und Ansprechpartner seines Wahlkreises. Jeder, der über 18 Jahre alt ist und eine bestimmte Anzahl von Unterschriften für seinen Wahlvorschlag einreicht, kann für dieses Mandat kandidieren. Wer über eine Partei antreten will, muss sich auf einer entsprechenden Delegiertenversammlung wählen lassen. Wahlkreisabgeordnete behalten ihr Mandat unabhängig vom Gesamtergebnis der Parteien.”

Das “Gesetz über die politischen Parteien” legt fest:
Ҥ 17
Aufstellung von Wahlbewerbern
Die Aufstellung von Bewerbern für Wahlen zu Volksvertretungen muß in geheimer Abstimmung erfolgen. Die Aufstellung regeln die Wahlgesetze und die Satzungen der Parteien.”

Ob in dieser Festlegung bereits das Kernproblem der von oben gelenkten Demokratie enthalten ist, mag jeder Leser selber entscheiden. Es ist schlichtweg wenig vorstellbar und die politische Praxis zeigt es, dass Wahlbewerber, die “von oben” politisch nicht gewünscht werden, eine faire Chance haben. Man kann vielleicht auch von dem System der politischen Inzucht sprechen, die durch das Parteiengesetz vorgegeben ist, wenn man die politische Realität der real existierenden Parteiendemokratie betrachtet.

Deutschland, das Mehrparteiensystem
In der Bundesrepublik Deutschland haben wir ein Mehrparteiensystem; die Parteien sind insgesamt beim Bundeswahlleiter, ein spezieller Bereich beim Statistischen Bundesamt, gelistet. Zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Beitrags sind 109 Parteien angemeldet (ändert sich laufend). Wer in diesem Link die Parteien prüft, wird feststellen, dass wir
a) Einthemenparteien und
b) Vielthemenparteien
haben. Es zeigt die Praxis der vergangenen Jahre, dass manche Parteien als Einthemenparteien begonnen haben, zum Beispiel die GRÜNEN als Anti- AKW- Initiative (Petra Kelly u.a.), und letztlich als Vielthemenpartei firmieren. Der Grund ist darin zu suchen, dass die Einthemenparteien zumeist durch exzellente Fachleute aufgebaut wurden, dass aber mit zunehmender Verbreitung in der Wählerschaft die Forderungen entstanden, dass auch andere Lebensbereiche abgebildet werden sollten.

Es ist politische Tatsache, dass das Konfliktpotenzial in Einthemenparteien deutlich geringer ist als in Mehrthemenparteien, weil in Letzteren durch innerparteiliche Flügel Interessenkollisionen entstehen. Diese Interessenkollisionen sind oft nicht medial schadlos darstellbar und werden durch Kompromisse (jede Demokratie MUSS Kompromisse zulassen) gelöst. Wer also die Positionierung einer Vielthemenpartei betrachten will, der sollte sich die Kompromisslösungen unter Beachtung der potentiellen Interessenkollisionen sehr genau anschauen. Deutlich muss man auch hier feststellen, dass innerparteiliche Machtverhältnisse in den Vielthemenparteien bestimmen, ob ein Interessenausgleich überhaupt eine Chance hat.

Deutschland, das System politischer pseudodemokratischer Manipulationen
Zitat nochmals des Grundgesetzes, immerhin das hierarchisch höchste Gesetz Deutschlands:

“Art. 38. (1) Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.

Ich zitiere Wikipedia: “Ein förmlicher Fraktionszwang ist in Deutschland, Österreich, der Schweiz und vielen anderen Ländern verfassungswidrig[1], da er gegen das Prinzip des freien Mandats verstößt. Trotzdem wird bei einem Großteil der Abstimmungen im Parlament den Abgeordneten von der Fraktionsführung ihr Abstimmungsverhalten vorgeschrieben. In einer Parteiendemokratie existiert immer ein informeller Fraktionszwang, da eine Partei indirekte Sanktionen androhen oder ausüben kann, etwa indem sie die Wiederwahl eines „Abweichlers“ nicht unterstützt.”

Die Fortsetzung dieses illegitimen Verfahrens ist das sogenannte Beichtstuhlverfahren; in diesem Artikel schreibt die Frankfurter Rundschau: ” Es gehört zum Geschäft, dass Fraktionsführungen versuchen, zweifelnde Abgeordnete zu überzeugen, und dass sie bei hartnäckigem Widerstand auch mal drohen – mit einer schlechten Platzierung auf der nächsten Wahlliste zum Beispiel. Beichtstuhlverfahren heißen solche Gespräche, der Name macht klar, wer das Sagen hat – oder wer meint, es zu haben. Und dass der Inhalt solcher Beichtgespräche meist geheim bleibt.”

Die Logik für Parteien dahinter: Parteien treten mit einem Wahlprogramm zu einer Wahl an; es werden in dem Wahlprogramm auf der Basis der Parteienprogramme bestimmte Ziele definiert. Würden zu viele Parteimitglieder sich in elementaren Abstimmungen entgegen den Aussagen im Wahlprogramm entscheiden, würde das für die Öffentlichkeit zu einer maximalen Irritation führen. Die Gefahr einer Unwählbarkeit für die nächsten Wahlen wäre groß. Das heißt also: machtpolitische Erwägungen der Parteien führen zur Einschränkung der demokratischen Praxis bei Abgeordneten.

Erkenntnis zu diesem Kapitel
1. Eine bessere demokratische Praxis könnte sich durch die Direktkandidaten ergeben; diese Praxis wird den rechtlichen Forderungen des Grundgesetzes mehr gerecht (Nachteil: schwierige Kontinuität).
2. Man muss leider feststellen: das heutige Parteiensystem hat inner- und außerparteilich für Prioritäten gesorgt und hat es geschafft, die Demokratie zu einem großen Irrenhaus mit Dauerinfiltration zu machen, DDR II sagen einige Mitbürger. Und das alles total legal!

1.2.1.4 Die Gläubigkeitsstrategie

Es ist eine Strategie aus der jesuitischen Schule, wie ich sie einmal in einem Rhetorikseminar gelernt hatte:

zitieren Sie eine Autorität (einen anerkannten Experten) und die meisten Menschen glauben Ihnen. Sollte Ihnen nicht geglaubt werden, drehen Sie den Spieß um: „respektieren Sie nicht einmal anerkannten Experten? Sie sind ein Querulant!“ Ersatzweise wird man demjenigen nicht nur Querulantentum sondern eine psychopathologische Persönlichkeitsstörung vorwerfen.

In der medialen Öffentlichkeit wird dieses Strategie öfters angewendet, als Sie denken

genutztes Argument  Wirkung auf uns
 „die Deutschen sind der Überzeugung“ wollen Sie gern außerhalb der Gemeinschaft sein und argumentieren?
 „der Experte Professor Dr. Dr. Meierdetering wies nach, dass …“ was, Sie respektieren nicht eine anerkannte wissenschaftliche Persönlichkeit und gerade eine solche mit einem Professorentitel?
„Was Deutschland denkt“ aber ich bin doch auch Deutscher, denke ich anders als alle anderen? Könnte es sein, dass ich falsch denke?
„Es liegen vertrauliche und geheime Informationen vor, die …“ oh je, vertrauliche Informationen, das sind doch genau die, die für OBEN bestimmt sind und nun darf ich diese Informationen mitlesen; ich fühle mich geehrt!
In dem Expertenwerk xyz auf Seite 1285765767; dort kann man den Beweis nachlesen, dass … nn wenn Experten das sagen, dann muss ich meinen Standpunkt überlegen

Die Perfidie dieser Strategie ist die, dass man Sie als jemanden, der gegenteiligen Ansicht ist, als Extremist, Randfigur, Pack oder gar als Idiot darstellt. Das Ziel ist: wollen Sie Extremist, Randfigur oder gar Idiot genannt werden und Ihre soziale Umgebung sieht, wie man mit Ihnen umgeht und Sie befürchten, dass Freunde sich von Ihnen abwenden? Natürlich wollen Sie nicht Extremist, Randfigur, Pack oder gar Idiot genannt werden und daher überdenken Sie Ihre argumentative Position. Mission accomplished.

Seien Sie sicher: je härter die Angriffe auf Non-Mainstream- Positionen, je intensiver geht es der heutigen Macht an den Kragen. Wenn also vor Monaten Sigmar Gabriel Protestierende eines legal angemeldeten Protestes “Pack” nannte, dann geht es den Volksparteien richtig an den Kragen, wie auch die stark gesunkenen Mitgliederzahlen und auch die Zustimmungsquote zur außerparlamentarischen Oppisition zeigen.

Wenn man also über Wahrheit nachdenkt, wenn man Wahrheit in dieser Welt betrachtet, dann muss man mit Copyright © by Peter Möller, Berlin, übereinstimmen, der sagt „Viele Philosophen sind im Verlaufe ihrer Überlegungen zu dem Schluss gekommen, dass objektive Wahrheit für den Menschen nicht erreichbar sei oder die Menge der objektiven Wahrheiten, die ein Mensch haben könne, im Vergleich zu dem nicht Erkennbaren und den Vermutung sehr gering sei. Im Ergebnis dieser Auffassungen entstanden dann Begriffe wie subjektive, relative oder praktische Wahrheit.“ Oft meinen wir die Wahrheit erkannt zu haben und die ist dann als individuelle Wahrheit eine als objektiv empfundene Wahrheit. Wenn wir uns zu einer Wahrheitsbewertung entschlossen haben, dann rütteln wir nicht an dem Beschluss, wir stellen ihn nicht infrage, die subjektive Wahrheit. Wahrheit wird zumeist viele Facetten haben, Facetten, die wir bei einer Bewertung eines Sachverhaltes auf Wahrheit kapazitativ gar nicht alle berücksichtigen können, es entsteht eine relative Wahrheit, die gleichzeitig auch eine praktische Wahrheit werden kann, weil eine Wahrheitsbewertung ohne Ergebnis unbefriedigend ist; man muss praktischerweise zum Schluss der Bewertung um Wahrheit kommen.

Meine Schlussfolgerung: ich glaube das, was ich sehe oder erlebe – ich glaube nicht selbsternannten oder von Autoren bezeichneten Experten.

1.2.1.5 „Ich bin Fachmann“

Total überfordert sind die meisten Menschen, wenn es darum geht, Geldanlagen zu machen:

  • „So funktioniert die beste Börsen-Strategie der Welt“ aber „Steht Aktien-Crash bevor? Dann würde der Dax auf unter 4.000 Punkte zurückgehen“
  • Finanzexperte der Verbraucherzentrale Bayern rät den Kunden
    „Für die Altersvorsorge sind Aktien die ideale Anlage-form“ aber „Diese vier Auslöser bringen uns das Chaos am Finanzmarkt – und das noch in diesem Jahr“ dennoch
    „Diese 10 Aktien überstehen jeden Crash“
  • „Nichts ist sicherer als physisches Gold“ aber „Vorsicht vor neuen Tiefs beim Goldpreis“
  • „Soros erwartet Aktien-Crash und kauft Gold“
  • „AUSGEZEICHNET: Vermögensaufbau nur mit der xy- Bank“
    „Sicherheit
    Garantiert
    Lebenslang“
  • „Nicht mehr warten, schon heute die Zukunft planen“

Die Anzahl und Argumente der Verlockungen, Geld unbedingt bei X anzulegen, sind vielfältig und kaum zu überblicken. Insbesondere die Argumente werden sowohl hinsichtlich emotionaler als auch rationaler Inhalte sorgfältigst konstruiert.

Es gibt tausende Artikel monatlich, die die Weisheit der Geldanlage gepachtet zu haben scheinen. Unlängst saß ich mit Freunden einen Abend zusammen und wir haben über Geldanlagen für das Alter gesprochen: alleswissend meinte einer „es gibt doch nur kaufe Grund und Boden“. Herr Allwissend war wenig empfänglich für Argumente, er hatte SEINE Strategie gefunden, alles andere war Teufelszeug.

„Nicht immer ist der Bankberater die erste Wahl“ schreibt die FAZ und empfiehlt, einen unabhängigen Finanzberater zu suchen, sagt aber gleichzeitig, dass viele Finanzberater nicht so unabhängig sind, wie sie scheinen. Wenn wir uns klar werden, dass Finanzberater insbesondere davon leben, dass sie Finanzprodukte vermitteln; das heißt, nur über einen erfolgreichen Abschluss kann der Finanzberater überleben und vermittelt oft dementsprechend. Unübersichtlich erscheint auch die Organisation der Finanzberater:

  • Verbund deutscher Honorarberater
  • Verband deutscher Versicherungsmakler
  • Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute
  • Verband der unabhängigen Finanz-Experten
  • Deutscher Bankangestellten Verband
  • Sparkassenverband
  • Bundesverband Deutscher Banken
  • Verband der Direktbanken
  • Genossenschaftsverband e.V.
  • Deutscher Derivate Verband
  • Verein Freie Bankberater
  • Verband unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland e. V.
  • Verband Deutsche Kreditwirtschaft

  • Man könnte den Eindruck haben, Deutschland ist beherrscht von einem Vereins- und Verbandsklüngel, zu denen sich außerdem noch sogenannte „ThinkTanks“ gesellen.

Wenig bekannt ist, dass die Bundesanstalt für Finanzdienst-leistungsaufsicht (BaFin) am 1. November 2012 eine Datenbank veröffentlichte, in der alle Bankberater dokumentiert wurden, insgesamt mehr als 180.000 Personen. Vor rund 25 Jahren sagte mir ein Seglerfreund: „die wollen alle nur Dein Bestes – Dein Geld“.

Meine Schlussfolgerung: ich glaube das, was ich sehe oder erlebe – ich glaube nicht selbsternannten oder von Autoren bezeichneten Experten.

1.2.1.6 Gesellschaftliche Strömungen

Vielleicht braucht es das Alter zu erkennen, was wirklich gesellschaftlich ablief und welche gesellschaftlichen Veränderungen bis ins heute alles überragende Thema Alterssicherung reinragen:

Die ersten 20 Jahre nach dem fürchterlichen und in Deutschland durch Flächenbombardement alles zerstörende Zweiten Weltkrieg erforderten härtestes Aufbauarbeiten. Der Kampf um das Überleben, um Lebensmittel, war langsam vorbei. Schon in den 1950er Jahren konnte man erkennen: es ging vorwärts, die Mühen begannen sich zu lohnen, die gedankliche Ausrichtung war, wie wir GEMEINSAM die Zerstörung besiegen würden. Als Mitte/Ende der 1960er Jahre dann die ersten Nachkriegskinder sich an den Hochschulen einschrieben, als man erleben konnte, dass auch das Provisorium lebenswert war, als viele der Jungend erkannten, dass das Grundgesetz eine Beschreibung der individuellen Freiheit enthielt (als Reaktion auf das obrigkeitsstaatliche Denken der Kaiser- und Hitler- Zeit), begann eine Zeit, die wir heute noch spüren.

Es wurde “in” Mitte/Ende der 1960er Jahre zu protestieren. Anlässe gab es genug. Man hatte ja ein verbrieftes Recht dazu.

Individualismus statt Gemeinsinn

Und dieses verbriefte Recht führte dann auch dazu, dass immer mehr der Jugend sich fragten, wie kann ich MEINE Freiheit erleben und durchsetzen. Die Frauenemanzipation wuchs als breite Bewegung. Der Widerstand gegen kirchliche Ethik war Dauerthema. Die sexuelle “Befreiung” begann Mitte/Ende der 1960er Jahre: “Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment”, “Petting statt Pershing”; da passte es, dass die Anti-Baby-Pille erfunden und auf dem Markt war. Die gesellschaftliche Distanz von der Ehe wurde ebenfalls eine breite Bewegung, es war “in” nicht zu heiraten. Immmer mehr Jugend machte das Recht auf freie Entfaltung IHRES Lebensweges zum Dauerthema. Die Anti- AKW Bewegung, Kern der heutigen Partei der GRÜNEN, begann im Bonner Hofgarten. Die Jugend brodelte und begann im Rauschgiftkonsum die totale Flucht von der Realität, während die alten Herren im Bonner Bundestag sich um die aufstrebende DDR, um die Wiederbewaffnung, um die Wehrpflicht kümmerten.

Eine staatliche Ordnung begann erst zu dem Zeitpunkt sichtbar zu werden, als ein kleiner Teil der studentischen Jugend den individuellen Freiheitsdrang in einen gesamtgesellschaftlichen Freiheitsdrang auch gewaltsam zu verändern begannen – die RAF (Rote Armee Fraktion als APO – Außerparlamentarische Organisation) war geboren. Um es deutlich zu sagen, die RAF konnte sich entwickeln, weil führende Köpfe in Deutschland versagten, weil führende Köpfe in Deutschland sich nicht ausreichend positionierten: Individualismus oder Gemeinsinn. Die Parole “Unter den Talaren – Muff von Tausend Jahren” war eine der gedanklichen Kämpfe. Es sollte hinweggefegt werden. Und die zunächst einzelne Bewegung der gesellschaftlichen Veränderungen wurde immer mehr getragen auch von führenden Köpfen in Universitäten und Parteien. Benno Ohnesorg, Rudi Dutschke und andere waren rhetorisch mitreißende Köpfe, die ihre Freunde zu dem Kampf gegen die obrigkeitsstaatliche Ordnung aufriefen.

Ich habe als Student nie die Diskussion um den Nationalsozialismus erlebt; viele wollen gern die Veränderungsbereitschaft als Reaktion auf das “Dritte Reich” verstanden wissen; in der Tat wurden die studentischen Diskussionen verallgemeinert: es ging allein ganz allgemein gegen die obrigkeitsstaatliche Ordnung:

  • die Ehe, eine antiquierte Form des Zusammenlebens
  • Kinder stören die individuelle Selbstentfaltung
  • der Bürger als Verantwortungsträger gegenüber der Gemeinschaft, dieses Denken verhindert Freiheit – Notstandsgesetzgebung, der Versuch zum gesellschaftlichen Zwang wurde auch brutal bekämpft
  • Frauen, die Unterdrückten seit undenklichen Zeiten mussten sich aus den Zwängen befreien, total

das waren einige der Strömungen. Bis in die Jahre 78/80 hinein wurde dieser Kampf geführt. Die “Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland” veröffentlichte die Zahlen zur Entwicklung der Eheschließungen:

http://fowid.de/aktuelles/einzelansicht/artikel/eheschliessungen-und-trauungen/
Quelle: http://fowid.de/fileadmin/datenarchiv/Eheschliessungen_Trauungen_1953_2008.pdf

Sicherlich ist die Tendenz zur verminderten Eheschließung bereits 1963 erkennbar, aber wir sehen, dass bis in die heutige Zeit insbesondere die kirchlichen Trauungen deutlich zurückgegangen sind. Mit dem Anstieg der Kirchenaustritte ist auch die Gesamtzahl der Ehen, trotz des Zwischenhochs 1978 bis 1991, immer weiter zurückgegangen: Die “Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland” schreibt in ihrer Analyse “In 2008 werden nur noch 27 % der Ehen auch kirchlich getraut“. Dieser Rückgang ist nicht allein eine politische Antwort der Mitbürger, dieser Rückgang kennzeichnet den Verlust der Kirchen, für junge Bürger eine ethische Leitlinie zu sein. Ich behaupte, die seit Ende der 1960er Jahre einsetzende Tendenz, dass keine gefühlte Obrigkeit mehr Leitlinien setzen darf, hat die Auswirkungen bis in die Zukunft:

Bevölkerungsentwickung - Kinder - Statistisches Bundesamt - Prognose
Bevölkerungsentwickung – Kinder – Statistisches Bundesamt 2016 – Prognose

Es ist aus Daten der Vergangenheit festzustellen:

Kinder je Frau, historische Daten - Deutschland Daten: Weltbank http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.TFRT.IN?
Kinder je Frau, historische Daten – Deutschland. Daten: Weltbank http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.TFRT.IN?

Die Kinderrate ging 1968 bis 1980 dramatisch und kontinuierlich zurück. Meine Behauptung: Individualität hatte Vorrang vor gesellschaftlichen Notwendigkeiten.

Und die Konsequenz ist eindeutig:

Bevölkerungsentwicklung - Daten Statistisches Bundesamt 2016
Bevölkerungsentwicklung – Daten Statistisches Bundesamt 2016

Mit dem Rückgang der Bevölkerung durch Rückgang der Kinderhäufigkeit beginnt das Problem Rentenzahlungen und Rentensystem in aller Schärfe.

Bevölkerungsentwicklung, Berufstätige je Rentner - Daten Statistisches Bundesamt 2016
Bevölkerungsentwicklung, Berufstätige je Rentner – Daten Statistisches Bundesamt 2016

Unter der Maßgabe, dass weiterhin 58,34 Prozent aller Bürger im berufsfähigen Alter einer arbeitsvertraglichen Tätigkeit nachgehen, entwickelt sich die Quote der Anzahl arbeitsvertraglicher Personen je Rentner von derzeit 2,286 auf 1,513 arbeitsvertraglicher Personen je Rentner. Dieser Rückgang entspricht – 33,82 Prozent. Damit stehen 33,82 Prozent weniger umzuverteilendes Geld den Rentenkassen zur Verfügung. Ein gewaltiger Fehlbetrag beu heutigen 213.551 Millionen Euro in der Größenordung von jählich 72.223 Milliarden Euro. Dieser Fehlbetrag ist nach heutigem Bundeshaushalt 299.100 Milliarden 24,15 Prozent – allein für den Ausgleich des Fehlbetrages der Rente durch – ja, verminderte Kinderhäufigkeit.

 

1.2.1.7 Wahrheit und Irrungen – unendliches Wachstum

Da schreibt Prof. Dr. Thorsten Polleit folgenden Absatz (Link): “Das Absenken der Zinsen löst bekanntlich eine Wirtschaftsexpansion aus, die allerdings auf einem trügerischen Anreiz beruht. Investitionen werden in Angriff genommen, für deren Verwirklichung die Ersparnisse nicht ausreichen. Die Volkswirtschaft beginnt, auf Pump und damit über ihre Verhältnisse zu leben. Die märchenhafte Reichtumsillusion verpufft, sobald die Zinsen wieder ansteigen, und aus dem Boom droht ein Abschwung (“Bust”) zu werden.”

Polleit, Professor, behauptet, dass niedrige Zinsen eine Wirtschaftsexpansion nach sich zieht.

Welch ein verkürzender Unsinn! Wahr ist, “bekanntlich”, dass jeder dieses Glaubensbild nachplappert, auch der hoch dekorierte Polleit. Dieser volkswirtschaftliche Glaubenssatz galt noch zu einer Zeit, als der Markt recht ungesättigt war, als Unternehmen ihre Produkte massenhaft verkaufen konnten. In diesen Zeiten war eine Erweiterungs- und Ersatzinvestition doppelt nutzvoll: nicht nur konnten erweiterte Produktionskapazitäten erstellt werden, diese neuen Produktionskapazitäten waren auch wirtschaftlicher, weil jeweils neueste Technologie Stückkostensenkungen mit sich brachten.

Nur, die gleißende Nachfrage besteht heute nicht mehr

  • zu wenige Kinder
  • Sättigung der Haushalte mit Waren (siehe DESTATIS)
  • ältere Menschen brauchen nicht so viel Neues
  • mangelnde Innovationen an Gebrauchsfähigem.

Im April 2017 wurde von der Bundesregierung ein Programm aufgelegt, durch das Innovation in Deutschland gefördert werden sollen. Man denkt auch über US- ähnliche Think Tanks, also Institutionen zur Entwicklung von Innovationen, in Deutschland nach. Dieses Förderprogramm zeigt, was auf dieser Seite mehrfach gesagt wurde: Wirtschaftsentwicklung kann nur durch Innovationen an Gebrauchsfähigem (Massenprodukte) kommen.

Wenn nun Anfang 2017 der n-tv schreibt “Das deutsche Wachstum veranschlagen die Fachleute für die nächsten Jahre moderat auf durchschnittlich eineinhalb bis eindreiviertel Prozent pro Jahr, wie aus IWF-Kreisen am Freitag verlautete”, dann  wird den Mitbürgern so viel Sand in die Augen gestreut, noch ein paar Jahre, dann werden sie nichts mehr erkennen können: 1,5 % Steigerung – diese Zahl ist ein Dokument des steten und sicheren Untergangs der arbeitenden Klasse, weil man wie Wirtschaftsentwicklung der betrieblichen jährlichen Rationalisierung gegenüberstellen muss. Geht man davon aus, dass 50 Prozent der jährlichen Rationalisierung personalwirksam ist, berücksiche ich eigene Industrieerfahrungen mit jährlichen Rationalisierungsquoten von ca. 3 bis 5 Prozent, so werden Wirtschaftsentwicklungen unterhalb von 3 Prozent zur Personalmaßnahmen führen, das heißt, der Arbeitsmarkt kann nur noch vermindert Arbeitsplätze anbieten. Die heutige Art Wirtschaftssystem hat sich pervertiert: wir kämpfen nur noch in der Weltglobalisierung um unsere Lebensexistenz und haben realiter KEINE Chance, diesen Kampf zu gewinnen.

Wenn es in einem Artikel der Süddeutschen ZeitungAdidas lässt Schuhe komplett von Robotern herstellen” heißt, “Wo in anderen Fabriken Nähmaschinen rattern, surren hier Roboter, deren Arme Turnschuhe wie Trophäen halten”, dann erkennen wir das Drama, das sich beginnend abspielt. Schauen Sie in die Automobilindustrie, zum Beispiel die Halle 54 von Volkswagen, dann sehen Sie, in sehr vielen Branchen findet der Abbau der körperlichen Arbeit statt. Und was machen die ehemals dort Beschäftigten? Das Handelsblatt beschrieb es bestürzend über unser Vorzeigeland USA: “Ich tue was immer nötig ist, um Arbeit zu finden. Aber es gibt keine, beteuert sie. 23 Jahre lang hat sie ununterbrochen gearbeitet, zuletzt für ein Gehalt von 65 000 Dollar. Jetzt sind die Ersparnisse aufgebraucht, die Arbeitslosenhilfe läuft aus, und sie steht bei der “Food Bank” zum Essen an: “Entwürdigend” sei das.”

Es ist ein Totalversagen der Fagebiete Volks- und Betriebswirtschaft, dass es kein wirtschaftspolitisches Modell gibt, in dem sehr geringe Wirtschaftswachstumsraten bestehen und dennoch Beschäftigung und Wohlstand erhalten bleibt.

Bestehendes Alternativmodell: Frauenbeschäftigung soll Familieneinkommen stärken und damit die Privatnachfrage verbessern

Das sind die Versuche, das Wirtschaftswachstum auf ein Neveau oberhalb der durchschnittlichen Rationalisierungsquote der Industrie (der Gesellschaft) zu bringen:

  1. Verbote der Brüsseler Kommission zu Güterprodukten (Glühlampenverbot, Staubsaugerverbot, Ächtung Verbrennungsmotoren …) —> gescheitert, weil teilweise unbezahlbar
  2. Intensivierung der Frauenarbeit, damit mehr finanzielle Mittel in den Familien sind und eher Güter gekauft werden —> gescheitert, weil die Kinderquote ständig sinkt und damit auch die zukünftige Nachfrage
  3. Intensivierung der medizinischen Versorgung und Längerlebigkeit der Menschen zur vermehrten Nachfrage —> gescheitert, weil das soziale Sicherungssystem crasht
  4. Massenmigration, die die private Nachfrage anheizt —> gescheitert, weil teilweise unbezahlbar, teilweise undurchführbar (dazu verwenden Wirrköpfe gern das Thema Integration)
  5. Zinssystem auf Null herunterfahren, um die Menschen zu Ausgaben zu verführen (sparen lohnt sich nicht) —> gescheitert, weil Bürger, die die Mittel zum Kauf haben, ohnehin schon alles haben .

Die reißerische Internetseite mmnews.de brachte einen Beitrag “Deutschland stirbt aus” und dort findet sich zum Thema Massenmigration folgende Darstellung: “Deutschland hat jahrzehntelang den Geburtenmangel mit Immigration kompensiert. Das waren die Zeiten der deutschstämmigen Rückkehrer aus dem Osten. Danach kamen die Polen und Balten, die diese Lüken füllten … Die von der Bundesregierung „zugeteilten“ Flüchtlinge der letzten großen Flüchtlingswelle können diese Lücke nicht oder nur mangelhaft schließen, meint der zuständige Koordinator Uwe Schulze. Gerade ein Drittel dieser Flüchtlinge sind „arbeitsfähig“. Sprachliche Barrieren, Unverständnis der westlichen (Arbeits-) Kultur, religiöse und ethische Unterschiede und mangelnde handwerkliche Qualifikationen verschärfen die Probleme noch.”

Und nun kommt der Überflieger:

6. Weltklimakatastrophe, die einen gigantischen Umbau und babylonische Investitionen erfordern wird —> noch nicht gescheitert, weil Egozentriker der Weltklimakatastrophe sich in einem Meer von informationell Verirrten schwimmen.

Ich würde sagen: “Das Absenken der Zinsen in einem von Produkten ungesättigten Markt löst bekanntlich eine Wirtschaftsexpansion aus, wenn die Wirtschaftlichkeit der Investitionen unternehmensintern nachgewiesen wird.”

Was ist so schlimm daran, dass das Wirtschaftswachstum nicht ausreichend ist? n-tv schreibt die Meldung: “Im Sommer steigt ihre Wirtschaftsleistung lediglich um 0,2 Prozent.” Das Problem daran ist, dass wenn das Wirtschaftswachstum kleiner ist als das Produktivitätswachstum, ein Arbeitsmarkt an Arbeitsstellen verliert.

1.2.2 Rentner und ihre Lobby

Was wirklich Sorge macht ist, dass Rentner nur sehr begrenzt eine Lobby haben; sicherlich, in den Parteien gibt es Flügel, die auch Rentnerinteressen vertreten – aber die Wirklichkeit ist die, dass diese Flügel aufgrund der Vielschichtigkeit aller Politikebenen untergehen; am ehesten sieht man den Ansatz der Beachtung der Rentner- Personengruppe dann, wenn unter allgemeinem medialen Aufschrei eine Rentenerhöhung stattfindet. Die Rentner sollten sich keiner Illusion hingeben: solche Rentenerhöhungen sind Trostpflästerchen, die dazu geschaffen sind, das große Netz Stimmenfang auszuwerfen.

Spezielle Parteien, die sich um Belange der Rentner kümmern, sind fast ausgestorben: allein die Partei Graue Panther erhebt den Anspruch, sich um Belange der Rentner zu kümmern. Dabei hat diese Partei nicht nur die Alten, sondern auch die Jüngeren im Blick, weil durch die umverteilende Konstruktion des Rentensystems die Gesellschaft insgesamt von Änderungen oder Anpassungen betroffen ist. Aber diese Partei ist bezüglich der Mitgliederstäke nicht sehr erfolgreich, obwohl in Deutschland fast 17 Millionen Bürger über 65 Jahre alt sind (Statistisches Jahrbuch 2015, Abschnitt 2.1.10 Bevölkerung nach Altersgruppen).

Altersaufbau der Bevölkerung 2013 - StatBuAmt 2016
# 1 Altersaufbau der Bevölkerung 2013 – StatBuAmt 2016

Zählt man die Ü60- Personen insgesamt, haben wir rund 22 Millionen Bürger in dieser Altersgruppe. Würden die Grauen Panther nur 10% Mitglieder haben, dann müssten 2,2 Millionen Mitglieder sich dort versammeln. Diese Überlegung zeigt, wie wenig Druck derzeit im Kessel ist, dass die Alten den Eindruck haben, sie müssten politisch durch eine besondere Partei vertreten sein.

Man kann als Schlussfolgerung mitnehmen:

  1. Rentner haben keine Lobby.
  2. politische Systemanpassungen werden derzeit von den Volksparteien so geschickt durchgeführt, dass bei den Bürgern kein politisches Aufbegehren entsteht, wissen doch die Volksparteien, dass 22 Millionen Alte mit einem hohen Gerechtigkeitsgefühl eine wichtige Wählergruppe darstellen.
  3. Rentner (dasselbe Verfahren wird auch bei HARTZ IV und Alterssicherung angewandt) wird gerade einmal so viel Geld zugestanden, dass sie NICHT protestieren, sondern brav auf ihrem Heimatsesselchen verbingen … und weiter die wählen, die sie sanft und mit süßesten Worten quälen!

1.2.2.1 Die Unternehmerrepublik Deutschland

Interessant, was der Bundesfinanzminister Schäuble zu den Steuerplänen des amerikanischen Präsidenten Trump sagte: “Deutschland hat noch immer wettbewerbsfähige Steuersätze für Unternehmen. Ich spüre keinen Druck, jetzt die Körperschaftsteuer zu senken“. Es geht nach diesen Sätzen nicht um Steuergerechtigkeit, es geht darum, Steuersätze für Unternehmen möglichst mundgerecht zu machen. Unternehmen sollen schließlich in der Unternehmerrepublik Deutschland bleiben, sollen Arbeitsplätze sichern und dafür tut die Politik wirklich alles – und lässt dafür im Gegenzug jene, die wenig haben, durch Maximalsteuern und -abgaben ausbluten, wie unlängst sogar die OECD sagte.

Deutschland ist und bleibt eine Unternehmerrepublik. Mächtige, allzu mächtige Organisationen wurden mit den Geldern der Kunden (!) aufgebaut, nicht nur einzelne Unternehmen gegenüber der Politik vertretende Organisationen, sondern sauber hierarchisch strukturierte Organisationsstrukturen, deren unterste Ebene Länder, deren oberste Ebene Welt darstellen.

Man sollte nicht glauben, dass nur Begriffe wie Vereine, Vereinigungen oder Verbände Namen der Macht darstellen, auch Stiftungen, Institute, Gesellschaften, Think Tanks, Initiative, Forum … das sind Begriffe, hinter denen sich die Macht versteckt.

Beispiel: schreibende Zunft, oft genannt “Lügenpresse”

  • Landesebene Verband der Zeitungsverleger in Rheinland-Pfalz und Saarland e. V.
    • Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V. (BDZV) ist die Spitzenorganisation der Zeitungsverlage in der Bundesrepublik Deutschland
      • ENPA is an international non-profit organisation representing publishers of newspaper and news media on all platforms
        • WAN IFRA World Association of Newspapers and News Publishers

Die Partei “Deutsche Mitte” schreibt: Die tatsächlichen globalen oder regionalen, nationalen Machthaber heißen nicht Obama oder Merkel. Wir haben es mit global vernetzten Konzernkartellen zu tun, deren schlimmstes und mächtigstes schon „traditionell“ und seit mehr als 100 Jahren das Finanzkartell ist. Zum hundertsten Male sei auch hier gern noch einmal auf die entsprechende Studie der weltweit renommierten Schweizer Eidgenössisch-Technischen Hochschule (ETH) verwiesen. Alle Banken weltweit bilden EIN Kartell, sagt diese Studie zur globalen Konzernvernetzung – unter anderem.”

So kann man feststellen, dass nicht nur Deutschland eine Unternehmerrepublik ist, die Welt wird von Unternehmen und deren Leitungsstrukturen bestimmt. Wer erinnert sich nicht an die Volksweisheit

“Geld regiert die Welt”.

Wikipedia: Diese sprichwörtliche Redensart findet sich bereits in Georg Henischs 1616 gedrucktem Wörterbuch Teütsche Sprach und Weißheit und in ähnlicher Form in der Oper Margarete von Charles Gounod, wo es im Rondo vom goldenen Kalb heißt:

„Ja, das Gold regiert die Welt.
Sie baut Throne,
Gott zum Hohne,
der Macht, die sie gefesselt hält.“

Und das ist das Fußvolk der Macht für Deutschland und Europa:

  1. 6000 Lobbyisten in Berlin
  2. Schätzungsweise 20.000 Lobbyisten in Brüssel

das ist nur “lokal”; völlig unklar ist, wie viele Wirtschaftslobbyisten in anderen Ländern oder höheren UN- Organisationen aufhalten.

Professor Christoph Butterwegge schrieb im FOCUS: “Selbst eine so banale Erkenntnis wie die, dass zumindest sehr Reiche politisch einflussreicher als Arme sind, sorgte für Konfliktstoff zwischen den Regierungsparteien … Nicht mehr oder bloß noch am Rande thematisiert werden in der Endfassung des Berichts [Hinweis: der 5. Armuts- und Reichtumsbericht] die Negativeffekte der sozialen Ungleichheit, die Notwendigkeit einer Behebung der Verteilungsschieflage, die Möglichkeit der Einflussnahme wohlhabender Bevölkerungsgruppen auf politische beziehungsweise Regierungsentscheidungen und die Beeinträchtigung der politischen Repräsentation durch eine sinkende Wahlbeteiligung armer Bevölkerungsschichten.”. Die sehr Reichen, wie Butterwegge sagt, haben ihre Beauftragten, die Lobbyisten, die dafür sorgen, dass die Unternehmerrepublik Deutschland in ihrer Substanz erhalten bleibt. Oben bleibt oben und Unten bleibt unten. Wundern wir uns, dass die Mittelschicht zwischen die Mühlsteine Oben und Unten gekommen ist?

Wenn der OECD-Chef Ángel Gurría im April 2017 betont “Gleichzeitig brauchen wir einen Rahmen, in dem wir die Globalisierung gestalten und sicherstellen, dass alle von ihren Früchten profitieren”, dann gibt Gurría damit zu, dass an der Globalisierung NICHT alle von ihren Früchten profitierten – genau die Position, die Trump vertritt (Hinweis: OECD = Industrieländerorganisation, vertritt also die Industriellen, klar ein soziales Mäntelchen auf der Internetseite: ‘Das Ziel der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Co-operation and Development, OECD) ist es, eine Politik zu befördern, die das Leben der Menschen weltweit in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht verbessert’).

Von der Landesebene bis zum Weltverband … alles bestens organisiert. Und nicht nur bezüglich der Presse, sondern fast jede wichtige Branche, zum Beispiel auch die Automobilindustrie oder die Finanzwirtschaft, hat dieses Lobbygeflecht aufgebaut.

Hoteltreffpunkt für meetings

Glauben Sie nicht, dass vertrauliche Treffen in aller Öffentlichkeit stattfinden! Glauben Sie nicht, dass sich Verbandsmitglieder treffen, um bei einem Kaffee über das schöne Wetter zu sprechen! Hier werden knallharte Machtinteressen besprochen, die einzig und allein mit dem Hauptziel Liberalismus zu benennen sind.

Die Unternehmerrepublik Deutschland hat ihren Zugriff auf alle, wirklich alle Organisationseinheiten in Deutschland; hier ein paar Beispiele:

Wohnungsnot in Berlin

Wohnraum in Berlin kann man nur noch sehr beschränkt bekommen und wenn, dann nur zu Höchstpreisen. Normalverdiener können sich kaum noch Wohnungen auf dem liberalisierten Markt erlauben. Die SPD hatte zur Eindämmung des Wohnraum- Engpasses untersagt, dass Eigentümer ihre Wohnung nicht mehr Touristen vermieten dürfen. Eigentümer haben geklagt (was denn sonst); nun heißt es “Die besondere Gefährdung der Wohnraumversorgung rechtfertige es nicht, Eigentümer zu zwingen, gewerblich genutzte Räumlichkeiten in Wohnraum zurück zu verwandeln”, siehe FOCUS.

In dem höchsten Deutschen Gesetz, dem Grundgesetz, heißt es:

Artikel 14
(1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.
(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
(3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.

Was unsere Väter einmal den Menschen Deutschlands verpflichtet meinten in Stein zu meißeln, wird nun ins Gegenteil verkehrt. Besitz bekommt Recht. Dass Eigentum verpflichtet und zum Wohle der Allgemeinheit dienen soll, findet keine Beachtung.

Stromabzocke

Leider ist es so, dass jeder Bürger, jeder Haushalt, Wasser, Strom, Essen, Wohnungen braucht – alternativlos. Auch Stromkonzerne wissen das. Seit Jahrzehnten wird den Bürgern immer mehr Geld abgeknöpft. Es ist zwar richtig, was FOCUS schreibt, Steuern seit 2007 um 17 Prozent gestiegen aber 17 Prozent sind nur die halbe Wahrheit!

Strompreisentwicklung nach Wikipedia; Darstellung eigene Bearbeitung

Diese wirkliche Strompreisentwicklung zeigt, dass seit 2007 der Strompreis um 41 Prozent gestiegen ist – während FOCUS, unternehmerfreundlich, nur die 17 Prozent erwähnt. 24 Prozent der Strompreisentwicklung stammt aus den Verteuerungen durch die Unternehmerrepublik Deutschland. Andererseits wird auch klar, dass der Begriff “Lügenpresse” zwar nicht vollständig aber halbwegs stimmt.

Verbraucherpreisindex für Deutschland insgesamt und für ausgewählte Produkte, Auszug aus dem Datenreport 2013, StatBuAmt

Sehen Sie, wie die Strompreisentwicklung allen anderen Preisen (Kosten für die Haushalte) davon läuft? Und wer verdient daran? EVUs. Und wer lässt es zu, dass EVUs Privathaushalte beim Nötigsten ausrauben: Die sogenannten Volksparteien, CDU UND SPD.

Und der nächste Stromhammer wird gerade erstritten: die Strommaut. Nachdem Bauern als Urheber einer Bürgerbewegung, sehr schön im fränkischen Fichtelgebirge zu erleben, schärfstens dagegen protestierten, dass Stromtrassen oberirdisch laufen sollen, wurde nun von eben denselben Bauern gefordert, dass wenn (auf deren Betreiben hin) Erdstromkabel verlegt werden, jährlich eine Abgabe für die unterirdische Nutzung erhoben werden sollte. FOCUS schreibt: “Ende 2015 wurde deshalb das Erdkabelgesetz erlassen. Darin wird festgehalten, dass die geplanten Nord-Süd-Verbindungen hauptsächlich unter der Erde verlegt werden sollen. Doch gegen diesen Beschluss laufen die deutschen Bauernverbände nun Sturm … Bereits aktuell zahlt ein durchschnittlicher Haushalt 59 Euro im Jahr von seiner Stromrechnung, weil Energieversorger den Kommunen dafür Geld zahlen, die öffentlichen Netze zu nutzen. Diese Kosten würden sich mit der Strom-Maut erneut erhöhen.” Warum fordert die Unternehmergruppe Bauern die Strommaut (jetzt wird es wirklich abenteuerlich): um potenzielle Ernteausfälle und Schäden beim Verlegen der Erdkabel geben sollte. Die Bürger sollen also für etwas zahlen, was vielleicht eintritt, wobei ungeklärt aber nachzuweisen ist, dass Ernteausfälle ursächlich auf die Erdkabel zurückzuführen sind. Die Unternehmergruppe Bauern produziert eine Luftnummer, wird sie auch erhalten, weil Bauern sind Wähler und Wähler dürfen nicht verschreckt werden!
WAS SOLLEN DIE EINZELNEN HAUSHALTE EIGENTLICH NOCH ALLES ZAHLEN? SIND LETZTLICH DIE BEVÖLKERUNGSTEILE DIE DUMMEN, DIE MITTELLOS SIND UND DIE KEINE MÖGLICHKEITEN HABEN, IRGENDWO FORDERUNGEN ABZURUFEN? ARME HABEN DIE CHANCE, DASS DER STAAT ÜBER SOZIALE ZUWENDUNGEN HILFT – ABER DER MITTELSTAND? ER BLUTET LANGSAM ABER SICHER AUS.

Gesetz “Vereinbarungen über die Miethöhe bei Mietbeginn in Gebieten mit angespannten Wohnungsmärkten” –  Mietpreisbremse, ein Geschenk an die Immobilienwirtschaft

Schon allein die BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) Gesetzesbezeichnung “Vereinbarung” ist eine Täuschung der Bundesbürger: eine Miete ist nicht verhandelbar, sie wird diktiert. Daher ist die formale juristische Bezeichnung “Vereinbarung” ein Hohn auf die realen Verhältnisse.

Nach außen wurde die “Vereinbarungen über die Miethöhe bei Mietbeginn in Gebieten mit angespannten Wohnungsmärkten” den Bürgern als Mietpreisbremse verkauft, weil, wie beim Strom oder Wasser, die Politik weiß, dass das Leben in einer gemieteten Immobilie alternativlos für Millionen Bürger ist und insbesondere sozial Schwache hilflos der Immobilienwirtschaft ausgeliefert sind. Es ist Tatsache, dass Miete inzwischen zu der höchsten Position an monatlichen Ausgaben zählt:

Aufwand Wohnungsmieten – Statistisches Bundesamt, Fachserie 15, Reihe 1, LWR 2014

Wir sehen an den Daten bis 2014 (das Statistische Bundesamt arbeitet leider sehr langsam, so dass neuere Zahlen nicht zur Verfügung stehen), dass die jährlichen Mietsteigerungen erheblich über den jährlichen Preissteigerungen liegen. Ebenso liegt das Haushaltsnettoeinkommen über den Mietpreissteigerungen, das heißt, die Mieterhaushalte müssen prozentual immer mehr Geld für Mieten ausgeben. Engpass und Nachfrage regeln den Preis – das ist Kapitalismus.

Das Statistisches Bundesamt, Fachserie 15, Reihe 1, LWR 2014, ermittelte in der Tabelle “Ü1 Erfasste und hochgerechnete Haushalte sowie durchschnittliche Haushaltsgröße nach ausgewählten Merkmalen 2014”, dass 19,703 Millionen Mietwohnungen bei 16,947 Millionen Wohneigentum besteht (unklar ist, wo die Differenz zu den ca. 40 Millionen Haushalten bleibt, weil mit diesen Zahlen nur 36,6 Millionen Haushalte abgebildet sind).

Auch die Politik kennt diese Zahlen und weiß, dass Mieter, dass gerade die sozial Schwachen, gnadenlos der Wohnungswirtschaft ausgeliefert sind. Daher das Gesetz “Vereinbarungen über die Miethöhe bei Mietbeginn in Gebieten mit angespannten Wohnungsmärkten”, das vorgeblich die Situation retten sollte.

Die Realität: der Berliner Tagesspiegel schreibt 2016 “Den Studien zufolge überstiegen in mehr als 100.000 Fällen die geforderten Mieten die Obergrenzen der Mietpreisbremse um 28,7 Prozent bis 49,3 Prozent”. Das Abendblatt wird deutlicher: “Der Eigentümerverband Haus und Grund verlangte, die Mietpreisbremse abzuschaffen. Sie nutze Gutverdienern, die sich Zweit- und Drittwohnungen in begehrten Stadtvierteln nehmen, kritisierte Präsident Kai Warnecke”; die Mietpreisbremse, eigentlich gedacht zum Schutz von Mietern, nutzt Gutverdienern.

FOCUS schreibt: “Börsennotierte Immobilienkonzerne sind Giganten auf dem deutschen Wohnungsmarkt. Kritiker werfen ihnen vor, sie würden die Mieten mit ihrer Marktmacht übermäßig anheben”. Es geht jedoch nicht nur über die paar hunderttausend Mietwohnungen der großen Immobilienkonzerne, es geht über den Mietspiegel, der ja die Mietsteigerungen der Wohnungen der näheren Umgebung berücksichtigt, jede Mietwohnung an. Es heißt zwar im BGB

BGB § 556d (neu eingefügt)

Zulässige Miethöhe bei Mietbeginn; Verordnungsermächtigung

(1) Wird ein Mietvertrag über Wohnraum abgeschlossen, der in einem durch Rechtsverordnung nach Absatz 2 bestimmten Gebiet mit einem angespannten Wohnungsmarkt liegt, so darf die Miete zu Beginn des Mietverhältnisses die ortsübliche Vergleichsmiete (§ 558 Absatz 2) höchstens um 10 Prozent übersteigen.

Aber besonders elegant ist, wenn die mächtigen Immobilienkonzerne plötzlich das Verfahren zum Mietspiegel nicht anerkennen oder gar vor Gericht bringen und damit Zeit schinden, während dieser dann Mieterhöhungen gelten.

Niemand wird nachweisen können, dass diese Entwicklung des Mietsektors, getrieben von den sogenannten Volksparteien, nicht gewollt ist – aber Vermutungen (durch Nichtkorrektur der gesetzlichen Fehler) sind mehr als angebracht.

Lebensversicherer verkaufen die Sicherheit der Bürger

Im April 2017 wurde bekannt, was schon längere Zeit unter der Hand als Verschwörungstheorie stigmatisiert wurde, dass Lebensversicherer Policen der Bürger weiterreichen:

  • Geschäftsfelder werden aufgelöst und an Dritte weitergegeben, auch Ihre persönliche Altersversorgung
  • Unternehmen, insbesondere Bausparkassen, drängen ihre Kunden bis zur Vertragskündigung aus bestehenden Verträgen und unser Rechtssystem hilft denen teilweise sogar, dass Verträge aufgelöst werden oder bleiben
  • alte Vertragsbestände samt Eigenmitteln und Kapitalanlagen werden an ein Abwicklungsunternehmen übertragen und dann findet nur noch die Rückbezahlung an den Vertragsschließenden im Nirwana statt
  • im schlimmsten aller Fälle befinden sich die Policen in einem Ausland, in dem andere Rechtsregeln als in Deutschland herrschen.

„Lebensversicherer haben derzeit keine Chance, sich aus Verträgen herauszuwinden, sagt Peter Link, Chefsyndikus der Policen-Direkt-Gruppe, die sich auf den Ankauf von Lebensversicherungspolicen spezialisiert hat” schreibt FOCUS zu den mehr als zweifelhaften Verfahren. Besonders kritisch wird es, wenn die Pensionskasse transferiert wird: dann kann es sein, dass plötzlich nichts mehr für die Betriebsrente übrig ist.

 

(wird durch andere Fälle ergänzt)

1.3 Überblick über die Thematik „Alterssicherung“

Der folgende Überblick gewährleistet, dass Sie wissen, welche Themenbreite insgesamt die Frage der Alterssicherung umfasst. Wenn wir uns vergegenwärtigen, dass wir uns teilweise unsere Gelder zur Alterssicherung vom Mund absparen müssen, die Daten über Sparquoten der Nettoeinkommen der Haushalte zeigen es, dann sollten wir der Verantwortung für sinnvolles Handeln von allen beeinflussenden Seiten in der Gesellschaft unserem Leben gegenüber gerecht werden.

Jahrelang haben uns Politiker geimpft: SPART! Das Sparen zur Alterssicherung soll die Gewissheit geben, dass das Ziel, eine sichere Zukunft im Alter, auch tatsächlich erreicht werden kann. Jeder Bürger sollte das Grundrecht haben, aktiv seine Lebensphasen zu planen und so zu gestalten, dass das angestrebte Ziel realisierbar ist; das ist das Mindeste einer freiheitlichen Grundordnung. Politiker sollten dafür eintreten, dass Bürger ohne Ängste der Zukunft gegenüber und insbesondere dem letzten Lebensabschnitt entgegen sehen können.

Ein Geschäftsmann sagt: “wir sollten von ihm lernen – Ich spende 60 Prozent meines Gehalts – weil es mich zu einem glücklicheren Menschen macht” (das war die Headline). Spenden für eine Stiftung zum Beispiel lassen sich mit bis zu einer Million Euro als Sonderausgaben geltend machen. Lassen Sie uns einmal rechnen: Jahres- Durchschnittseinkommen Deutschland, 2015: 35.363 Euro. Dieser Herr empfiehlt also, 21.218 Euro zu spenden. Verbleiben also jährlich 14.145 Euro (brutto). Nehmen wir an, verheiratet, keine Kinder, Steuerklasse IV, so ergeben sich
Lohnsteuer 304,00
Solidaritätszuschlag 0,00
Kirchensteuer 0,00
9,35% Rentenversicherung 1.322,56
8,4 % Krankenversicherungsbeitrag 1.188,18
1,175% Pflegeversicherung 166,20
1,5% Arbeitslosenversicherung 212,18
Abzüge 3.193,12
Nettolohn 10.951,88 jährlich oder 912,65 Euro/Monat netto! Das ist wieder einmal Propaganda auf allermiesestem Niveau.

Wenn wir über die Gestaltung des Lebensabends reden, dann reden wir in Deutschland über das deutsche Sozialsystem als Teil des Sozialstaates. “Das Grundgesetz legt fest, dass die Bundesrepublik Deutschland ein demokratischer und sozialer Bundesstaat ist (Art. 20 GG)”, schreibt die Bundeszentrale für politische Bildung. Ziel des Sozialstaatsgedankens ist die soziale Sicherheit und Gerechtigkeit aller Bürger durch präventive und auch akute finanzielle Zuwendungen. Der Sozialstaatsgedanke geht zurück auf die beginnende “Industrielle Revolution” im 19. Jhd., über die sich Friedrich Engels  “Die Lage der arbeitenden Klasse in England” (mein Abiturthema im Fach Deutsch; Probleme in England ab Mitte des 18. Jhd. durch wachsende Lohnarbeit) und Gerhard Hauptmann “Die Weber” literarisch mit den sozialen Auswirkungen der Veränderung des Arbeitslebens durch Mechanisierung auseinandersetzen. Rechtliche Konsequenz war 15. Juni 1883 zunächst das „Gesetz betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter“, wobei es Otto von Bismarck nicht um die Anerkennung der sozialen Notwendigkeiten ging, es ging ihm nach heutigem Wissen darum, die aufstrebende Sozialdemokratie zu bekämpfen.
Um das deutsche Sozialsystem besser zu begreifen, sollte hier zwei Erkenntnisse aus Wikipedia genannt werden: “Der Begriff des Sozialstaats, der vor allem in der politischen und juristischen Diskussion Verwendung findet, dient häufig zur Selbstbeschreibung und Abgrenzung der deutschen Sozialordnung vom Versorgungs- bzw. Wohlfahrtsstaat nach skandinavischem Vorbild … Bereits in der Antike und im Mittelalter gab es vereinzelt Versuche von Seiten des Staates, die materielle Not seiner Bürger oder Untertanen zu lindern. Dahinter stand seit jeher der Gedanke, Unruhen und Aufstände zu verhindern und für politische Stabilität zu sorgen.” Bernt Engelmann, Günter Wallraff schrieben “Ihr da oben – wir da unten” und wiesen 1973 damit auf die Jahrtausende währende Wurzel sozialer Spannungen hin.
Otto von Bismarck hatte 1883 nicht nur das soziale Teilsystem Krankenversicherung sondern auch die Rentenversicherung, die “Alters- und Invaliditätsversicherung”, im Mai 1889 eingeführt:

Die Abhängigkeiten in einem fast ausschließlich auf Umverteilung konzipierten Rentensystem machen jegliche Änderungen überaus schwierig: Schwerpunktverschiebungen gehen zu Lasten derer, die nicht Nutznießer der Verschiebung sind. Was in den ersten Jahrzehnten nach dem zweiten Weltkriege ein Bestandteil des Lebensgefühls war, nämlich Solidarität, wird angesichts des bürgerlichen individuellen Gerechtigkeitsgefühls immer schwieriger. Der Kampf um die als gerecht empfundene Mittelverteilung gerät zu einem Kampf um die letzten Krümel auf einer Tochtenplatte. Die Solidarität ist der individuellen Vorteilsnahme gewichen. Und auch das ist systemrelevant: Sieger in dem Verteilungskampf sind die Stärksten, “Survival of the Fittest”, das Verdrängungsprinzip, ist die Realität. Dieser Ausdruck aus dem Jahr 1864 bedeutet im Sinne der Darwin’schen Evolutionstheorie das Überleben der am besten angepassten und durchsetzungsfähigsten Individuen.

Heutige Politiker machen bei politischen Änderungen mit Auswirkungen für die Bevölkerungsgruppe der Rentener einen Ritt auf der Rasierklinge: sie wollen niemandem weh tun, wissend, dass Veränderungen immer einseitig schmerzen.

Horst Seehofer, Vorsitzender der CSU, sagte im Interview mit der Süddeutschen Zeitung: „Wähler haben doch einen Instinkt dafür, was wahr und ehrlich gemeint ist und was nur Schönrederei und Ausreden sind. Unsere Haltung kann auch nicht sein: ‚Wir haben in allem Recht, und ihr Bürger habt es nur nicht verstanden‘, sondern: ‚Wir Politiker haben verstanden‘“.

Seehofer hat damit den Finger auf die Wunde gelegt: mit Schönrederei und Ausreden besänftigen Politiker sehr oft die Bürger, anstelle sehr deutliche und sicherlich oft konfrontative Positionierungen zu betreiben. Immer wieder hört man von Schönrednern, man müsse den Bürgern Sachverhalte “sinnvoll erklären”, wissend, dass solche Erklärungsversuche sorgfältig ausgeklügelte Meinungsbeeinflussungen sind.

Derartige Schönredereien werden sogar durch ein Gesetz legitimiert: das Gesetz über die politischen Parteien (Parteiengesetz) in der Fassung der Bekanntmachung vom 31. Januar 1994 (BGBl. I S. 149), besagt im ersten Abschnitt, Allgemeine Bestimmungen, Paragraph 1, „Verfassungsrechtliche Stellung und Aufgaben der Parteien“,

„Die Parteien sind ein verfassungsrechtlich notwendiger Bestandteil der freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Sie erfüllen mit ihrer freien, dauernden Mitwirkung an der politischen Willensbildung des Volkes eine ihnen nach dem Grundgesetz obliegende und von ihm verbürgte öffentliche Aufgabe.“

Das Entscheidende hier ist: „… freien, dauernden Mitwirkung an der politischen Willensbildung des Volkes“, was nichts anderes heißt, dass dieses Gesetz die Legitimation zur ideologischen Massenbeeinflussung darstellt. Die bedauerliche Konsequenz, Seehofer hat darauf hingewiesen, in der heutigen Zeit ist die, dass Bürger Politikern immer weniger glauben und vertrauen, weil sich Gesagtes und selbst Erlebtes zu deutlich voneinander unterscheiden; Horst Seehofer hat verstanden. Besonders kritisch wird es, wenn Politiker sagen: ‚Das zu beurteilen ist viel zu kompliziert für Bürger‘, dann wird der rechtlich zulässigen und sogar geforderten Manipulation der Bürger Tür und Tor geöffnet. Ich plädiere hingegen dafür, dass auch bei dem Thema Alterssicherung jeder seine eigenen Überzeugung finden sollte.

Die gesamte Komplexität wurde in folgenden Büchern/Kapiteln unterteilt:

eigene Darstellung
#26 eigene Darstellung – Übersicht

Dieses Bild zeigt, welche Betrachtungen zum dem schwierigen und von vielen Einflüssen beladenen Thema „Alterssicherung“ in diesen Büchern/Kapiteln angestellt werden. Um es sogleich zu sagen: Bürger haben Sorgen mit der Alterssicherung und Sorgen sollte man, werte Politiker, ernst nehmen und nicht einfach so tun, als existierten diese gar nicht oder sie seien durch einfache beruhigende Sätze wegzuwischen, nochmals: Seehofer hat verstanden.

Jeder Punkt soll wie folgt vertieft werden, um in anderen Kapiteln detailliert zu betrachten.

1.3.1 Alterssicherung und Lebenssicherheit

Was wollen wir Bürger mehr als Lebenssicherheit? Was wollen wir Bürger mehr als Einschätzbarkeit zukünftiger Entwicklungen, um eine Kalkulierbarkeit im Leben zu haben?

Es reicht nicht aus nur die folgende Plattitüde zu sagen: “Das Leben ist generell eine Unsicherheit”. Gerade alte Menschen können das nicht akzeptieren, weil ihre altersbedingte Inflexibilität keine großen Veränderungen zulässt.

Das wollen wir Bürger im Wesentlichen:

eigenes Schaubild auf der Basis der Maslow’schen Bedürfnispyramide
#23 eigenes Schaubild auf der Basis der Maslow’schen Bedürfnispyramide

Der amerikanische Wissenschaftler Maslow, 1908 bis 1970, erkannte, dass Menschen fein abgestufte Bedürfnisse haben, die insgesamt zu seiner Lebenszufriedenheit führen:

Grundbedürfnisse unterteilen sich in
Lebens- Grundbedürfnisse (z.B. Essen, Trinken, Schlafen, körperliches Wohlbefinden, Schmerzfreiheit, Überleben, Sex)
Grundbedürfnisse ermöglichen das Leben, das Überleben und stellen die Basis für die menschliche Existenz dar (es erstaunt schon, dass Maslow Sex als Grundbedürfnis ansieht, weil Sex im Allgemeinen eine besondere soziale Kommunikation darstellt). Lebenszufriedenheit ohne die Erfüllung der Grundbedürfnisse ist existenziell schlichtweg nicht machbar. Es ist jedoch nicht einfach zu definieren und individuell sehr unterschiedlich, in welcher Quantität und Qualität das Minimum an Vorhandensein der Grundbedürfnisse zur Lebenszufriedenheit führt.

Sicherheitsbedürfnisse unterteilen sich in
Materielle, ideelle Sicherheit (z.B. Existenzsicherung, Gesetze und Regeln, berufliche Sicherheit, geregelte Alterssicherung)
Materielle Sicherheitsbedürfnisse definieren die Möglichkeiten und deren Realisierung zum Erwerb der Lebens- Grundbedürfnisse in jeder Lebensphase. In der

  • Juvenilphase,
  • Erwerbsphase,
  • Nichterwerbsphase und
  • Rentenphase

muss ausreichender und als fair empfundener materieller Erwerb gesichert sein. Diese materiellen Sicherheitsbedürfnisse dürfen nicht nur kurzfristig sondern langfristig gesichert und als solche von den Menschen als sicher empfunden sein; nur Zuverlässigkeit ist eine positiv wahrgenommene Qualität.

Ideelle Sicherheitsbedürfnisse sind solche, die die vorgenannten Lebensphasen unterstützen und deren Existenz die Mitbürger beruhigend als Basis eines zufrieden empfundenen momentanen und perspektivischen Lebens empfinden. In allen Phasen ist es die Rechtssicherheit möglichst konkret beschriebener Rechte (im Sinne von Garantien), die das Gefühl von Lebenszufriedenheit ermöglicht. Allgemeine Formulierungen, wie man sie im Grundgesetz findet, die oft genug Formulierungen wie „Näheres kann durch Bundesgesetz bestimmt werden“, „Das Nähere regeln Bundesgesetze“ oder „Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist“ (wer will die primäre Forderung nach „andere Abhilfe“ vor im Zweifel von staatlichen Institutionen anweisenden Gerichten durchsetzen?), nutzen überhaupt nicht, weil sie implizite Ausnahmen enthalten (können), die eine scheinbare Garantie widersprechen.

Wenn FOCUS am 11.09.2016 resignierend schreibt „Worauf können sich Fondsanleger überhaupt noch verlassen? Zumindest nicht auf den Gesetzgeber“, weil die Politiker sich nicht an eine Rechtszusage bei der Einführung der Abgeltungsteuer 2009 gehalten haben, Wertzuwächse bei Aktienfonds bleiben auch nach Jahrzehnten steuerfrei, dann kennzeichnet das genau den Verlust ideeller Sicherheitsbedürfnisse. Ein Bürger, der sich nicht mehr auf staatliche Zusagen verlassen kann, der wendet sich vom Staat ab, der wird frustriert gegebenenfalls sich auch von dem staatlichen Rechtssystem verabschieden! (Sagen Sie bitte nicht, ‚wegen eines „kleinen“ politischen Fehlers ist es doch nicht vorstellbar, dass Bürger derartig radikale Schritte unternehmen – doch, es ist möglich, es ist nicht nur möglich sondern wahrscheinlich, weil das Sich-betrogen-Fühlen sehr individuell empfunden wird).

Ganz kritisch wird es bei dem Thema ideelle Sicherheitsbedürfnisse, wenn die Bundeskanzlerin Angela Merkel zur 60 Jahrfeier ihrer CDU öffentlich verkündet: die Deutschen hätten keine Garantie auf Demokratie; Frau Merkel, das wurde im Internet sehr oft besprochen, gibt die Grundlage unserer Gesellschaftsordnung preis! Suchen Sie einmal in dem höchsten Gesetz, das Deutschland hat, dem Grundgesetz, nach dem Wort „Demokratie“ – Sie werden es nicht finden! Tatsächlich werden die ideellen Sicherheitsbedürfnisse durch die real existierende Demokratie mit Füßen getreten. Stattdessen gibt es hohle Sprüche der Politiker, von denen einer der Bedeutendsten ist: „Die Rente ist sicher“. Semantisch analysiert muss man sagen, Herr Blüm hatte recht. Renteneinzahlungen sind sicher; was aber macht ein Rentner mit einer Rentenauszahlung, deren Höhe gerade einmal dazu reicht, eine Wasserrechnung zu bezahlen? Was dieser Politiker wollte, war klar: er wollte dem ideellen Sicherheitsbedürfnis der Bürger nachkommen, die immer öfters sich seit Jahrzehnten fragten „reicht meine Rente für das Alter aus?“

Sehr konkret gesagt: Politiker stehen vor dem Problem, eine ideelle Sicherheitsgarantie abzugeben, die 30 oder sogar 50 Jahre gilt; eine solche Sicherheitsgarantie würde eine perspektivische Vorausschau für solche Zeiträume erfordern. Noch wird die letzte Trumpfkarte der Politiker nicht gezogen „das Leben ist immer ein Risiko“;

# 2: Internetseite pixabay.de
# 3: Internetseite pixabay.de

mit diesem Argument wird die Verantwortung auf die Bürger abgewälzt. Ist es das, was wir als Befriedigung der ideellen Sicherheitsbedürfnisse erwarten? Ich habe meine Zweifel.

Soziale Bedürfnisse unterteilen sich in
emotionale Sicherheit, kulturelle Sicherheit (z.B. Liebe, Freundschaften, Zugehörigkeit zu einer Gruppe, kulturelle Stabilität, Gerechtigkeitsgefühl).
Die sozialen Bedürfnisse gehören zur untersten Gruppe der immateriellen Bedürfnisse. Theoretisch kann die Spezies Menschen ohne Kontakte zu anderen überleben, vielleicht nicht beliebig lange, so jedoch für einen bestimmten Zeitraum. Es gibt ja auch Mitbürger, die etwas weniger intensiv andere Mitbürger suchen, die sich nur begrenzt wohlfühlen, wenn sie mit anderen Mitbürgern in engem Kontakt stehen. Man kann daraus ableiten, dass soziale Bedürfnisse von jedem Mitbürger anders definiert werden; jeder entwickelt sein eigenes Erfüllungsprofil der Befriedigung.

Zur emotionalen Sicherheit gehören zum Beispiel die Merkmale

  • Liebe
  • Freundschaften
  • Zugehörigkeit zu einer Gruppe

Zufriedenheit, Glücksgefühl des Lebens entsteht bei einem als kongruent wahrgenommenen Liebesgefühl. Quelle dieses Liebesgefühls kann zum Beispiel sein Partnerschaft/Ehe in ihren kongruenten prioritären Ausprägungen.
Die Merkmale Freundschaften, Zugehörigkeit zu einer Gruppe sind sicherlich individuell verschieden; es gibt Mitmenschen, die nur einen sehr geringen Bedarf an diesen Merkmalen haben, die sich nicht glücklicher fühlen, wenn sie sehr zurückhaltende Freundschaften und keine stringente Zugehörigkeit zu einer Gruppe haben – das gilt auch im gegensätzlichen Sinne.

Zur kulturellen Sicherheit gehören zum Beispiel die Merkmale
Systembeständigkeit, Veränderungen alters- und niveaugerecht vermitteln, “Altes” nur sehr bedingt ändern …
Wenn man unlängst die Schlagzeile bei n-tv lesen konnte “Ist es Zeit für einen muslimischen Bundespräsidenten?”, dann wachsen bei mir Zweifel, dass diese Politik von den älteren Mitmenschen beaht wird, weil gleichzeitig ca. 70 Prozent der Bürger, entsprechend einer Umfrage, sagen, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört. Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen DGVN schreibt auf ihrer Internetseite “Kanada hat sich zum Anwalt einer Definition gemacht, die Menschenrechte und unmittelbare Bedrohungen der persönlichen Sicherheit in den Mittelpunkt ihrer Konzeption stellte und legte damit den Schwerpunkt auf die Freiheit von Furcht”. Was ist aber eine “unmittelbare Bedrohung”? Unmittelbarer Schaden nach dem US- Recht ist ein direkt eigetreter Schaden, eine direkt eingetretene Bedrohung. In Analogie (nicht juristisch belegt) wäre eine unmittelbare Bedrohung eine direkt eigetretene Bedrohung. Die nächste Schwierigkeit folgt sofort: “Bedrohung”. Das ist ein höchst individuelles Gefühl und daher nicht vollständig juristisch definierbar. Das deutsche Strafgestzbuch besagt (beachte Absatz 2):

§ 241 Bedrohung
(1) Wer einen Menschen mit der Begehung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bedroht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer wider besseres Wissen einem Menschen vortäuscht, daß die Verwirklichung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bevorstehe.

Bedrohung wird also lediglich unter der Rubrik “Verbrechen” definiert. Das Grundgesetz besagt zwar (beachte Absatz 2):

GG Artikel 2
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

einen gewissen Persönlichkeitsschutz, der aber nach dem StGb nur relativ ist.

Innerhalb des Feldes „Soziale Bedürfnisse“ ist das Element „Gerechtigkeitsgefühl“ höchst problematisch: was ist gerecht? Gerechtigkeit wird individuell empfunden; es wird sowohl der eigene Status (Erfahrungen, Vergleiche mit der eigenen Historie, u.a.) als auch der Vergleich zu Dritten bemüht, um eine Einschätzung zur persönlichen Gerechtigkeit zu treffen. Nichts ist zerstörender als das Gefühl, ungerecht behandelt zu werden. Keine Frage ist schwieriger als die Definition „Gerechtigkeit“. Wenn Hayek der Überzeugung ist „es gebe für die Ergebnisse des Marktprozesses keine Kriterien, an denen sich eine gerechte Verteilung messen ließe“, so kennzeichnet dies die Schwierigkeit, Gerechtigkeit auf einen allgemeingültigen Stand zu setzen. Wenngleich eine solche Hayek- Betrachtung aus wissenschaftlicher Sicht richtig sein mag, für den individuell betroffenen Bürger hilft eine solche Betrachtung nicht: er wird Ungerechtigkeiten für sich spüren.

ICH Bedürfnisse unterteilen sich in
Wertschätzungsbedürfnisse (z.B. Anerkennung, Ruhm, Aufmerksamkeit oder Selbstbestätigung)
Wertschätzungen entstehen aus intakten sozialen Beziehungen, indem ein Dritter Elemente der Persönlichkeit oder eine bestimmte Leistung verbal oder nonverbal würdigt und die Persönlichkeit, die diese Würdigung erfährt

  • in der Lage oder willig ist, Würdigungen vorurteilslos zu empfangen,
  • Würdigungen als wahr anzunehmen und zu verarbeiten und
  • Würdigungen nach bewusstem Wahrnehmen nicht umzudeuten.

Bei den Reportagen über die Paralympics in Rio de Janeiro 2016 ist mir ein paralleler Gedanke aufgefallen: Wertschätzungsbedürfnisse bedürfen auch dem eigenen Respekt vor der eigenen Leistungsfähigkeit. Aber gerade ältere Mitbürger stellen sich die Fragen

  • was konnte ich „damals“?
  • was kann ich „heute“?

und können genau an dieser Differenz verzweifeln. In unserer Gesellschaft haben wir nicht gelernt alt zu werden, weil am Alter verdient die Ökonomie kaum, insbesondere, wenn es um Seinsfragen geht. In dieser ach so perfekten Gesellschaft ist nur dann ein Thema wichtig und aufzunehmen, wenn dieses Thema marktwirtschaftlich verwertbar ist; ideelle Fragen sind außen vor.

Selbstverwirklichungsbedürfnisse unterteilen sich in
Selbsterfüllung und Freiheit der Lebensgestaltung, Maslow ging davon aus, dass erst dann eine höhere Stufe angestrebt wird, wenn die Bedürfnisse der darunterliegenden Stufe erfüllt sind. Ob das in unserem heutigen Informationszeitalter noch richtig ist, kann bezweifelt werden, weil wir mit allen diesen Ebenen fast täglich konfrontiert sind und wir uns damit beschäftigen; allein die Beschäftigung verursacht den partiellen Wunsch nach Elementen der jeweiligen Ebene.

eigene Darstellung: Überlappung der Bedürfnisebenen
#28 eigene Darstellung: Überlappung der Bedürfnisebenen

Eine aus Sicht des Autors verbesserte Darstellung ist vorherstehende.

Grundbedürfnisse, Sicherheitsbedürfnisse, Soziale und ICH Bedürfnisse überlagern sich zu jeder Zeit des Lebens. So macht zum Beispiel oft die Beschaffung der Grundbedürfnisse ohne Realisierung ausreichender Sozialen Bedürfnisse wenig Sinn.

Grundsätzlich können wir sagen, dass Lebenssicherheitsgefühle auf einer gewissen und gefühlten Berechenbarkeit im Leben fußen; Zukunft sollte nicht zu drastischen und unbeherrschbaren Einschnitten führen. Die Vielfalt der äußeren Einflüsse auf unser Leben sollten nicht zu einer völlig neuen Lebenskonzeption zwingen, die insbesondere die ehemaligen Maßnahmen des frei gestalteten Lebens überflüssig machen.

Wir sollten uns bewusst sein: was immer wir tun im Leben schätzt unser Erfahrungsgehirn ein, bewusst oder unbewusst (gibt es das wirklich? sicherlich gibt es das bewusst-gesteuerte Denken wie auch das unbewusst-ungesteuerte Denken), ob das, was wir tun, unserer Sicherheit oder unserem Wohlbefinden nützt.

Wir haben eine gute Grundlage uns wohlzufühlen, wenn wir im Leben nicht allzu viele Einschnitte erleben, insbesondere solche, von denen wir das Gefühl haben, ihnen nicht Herr werden zu können: die Unwägbarkeiten (Imponderabilien) des Lebens. Oft genug jedoch holt uns die Realität im Leben ab, das ist die Lebenswirklichkeit; manche Mitbürger wollen die Lebenswirklichkeit durch Lebensträume verdrängen; manche Politiker und insbesondere auch Verführer aus dem Privaten oder der Industrie wollen uns in den Lebensträumen emotionale gefangen nehmen – das ist einfacher und für Verführer nützlicher, als die Lebenswirklichkeit zu vergegenwärtigen.

1.3.2 Alterssicherung und Lebenswirklichkeit

Alterssicherung – was ist das?

Reden wir von einer sozialen (Ab)Sicherung? Wer das unter Alterssicherung ansieht, der hat die persönliche und ehrlich gemeinte Nähe anderer im Alter im Blick. Die Realität sieht jedoch so aus, dass durch den wachsenden Egoismus und den wachsenden finanziellen Engpass der Nächste nur noch als Geber zumeist angesehen wird. Und auch die Philosophen der kirchlichen Hohepriester, die jeden Sonntag ihre Segnungen sprechen, sehen in denen, die in die Kirchen rennen, nichts als Geber des herumgereichten Klingelbeutels. Schöne Visionen vom gnadenvollen Leben danach sollen uns alle bereit machen im Hier und Jetzt zu geben. Kirchen von heute haben den modernen Ablasshandel erfunden.

Und Lebensfreunde? Sie relativieren sich, wenn die letzten Jahre, Monate, Stunden beginnen. Wer schon einmal erlebt hat, dass die Familienmitglieder einen Lebensfreund nur noch als potentiellen Testamentbeteiligten höchst misstrauisch ansieht, nicht wahr, Natascha (oder wie du auch immer heißen mögest), der erlebt den sozialen zwischenmenschlichen Verbund verdammt anders: der Humanismus verkommt zum pekuniären Element.

Und der Ehepartner? Ja, hier unterscheidet sich Lebensliebe! Bei wie vielen Ehen wird der Lebenspartner als Goldesel angesehen! Bei wie vielen Ehen wird der Lebenspartner als Treuester aller Treuen, als Selbstverwirklichung und -erfüllung in der Gemeinsamkeit angesehen? An der Zahl der Tränen bei der Bestattung wird man die Wahrheit nicht erkennen. Und wenn dann bei dem sogenannten Leichenschmaus sich die Verwandten um die letzten Lachsbrötchen zanken, dann weiß man, wie viel soziales Miteinander im Leben wirklich vorlag.

Und der Staat? Bei dem Gedanken schüttle ich mich vor Lachen! Der Staat sieht in uns Bürgern nichts als wandelnde Geldbeutel. Und wenn dann im Regierungsfernsehen Beerdigungszeremonien von politischen Honoratioren übertragen werden, dann deshalb, um dem politischen Theater einen Anstrich von Humanismus mitzugeben.

Das Leben geht weiter – auch ohne ihn/sie.

Wie realistisch sollte man Lebenswirklichkeit betrachten?

Oh je, wenn wir eben den sozialen Weg beschritten haben, wenn wir gesehen haben, dass fast jeder den Anderen nur als Bereicherung im wahrsten Sinne des Wortes ansieht, dann sind wir verdammt nahe an der desillusionierten Lebenswirklichkeit. Ja, zugegeben, diese Position hat etwas Bedrückendes, etwas Zerstörendes aber sie ist fast hundertprozentig richtig. Wir alle, die wir auf dieser realen Welt uns temporär aufhalten sind wandelnde Geldbeutel – für jeden.

Wer hat nicht in seinem familiären Umfeld die Aussage gehört: ich hoffe, dass Gott mich bald abholt (zu sich nimmt). Wenn das Leben nur noch zur Last geworden ist, der Sohn, die Tochter leben 600 Kilometer entfernt, weil der Arbeitgeber dort Arbeitsplätze zum Lebensunterhalt angeboten hat, dann relativiert sich Lebensglück, dann kannst du die 1550 Seiten der sogenannte “Heiligen” Schrift, 624.952 Wörter, von insgesamt etwa 40 Herren- Autoren geschrieben, in die Tonne schmeißen (ich weiß, für diese Worte werde ich einmal in der Hölle Qualen erleiden). Wer ehrlich und total nüchtern auf sein Leben zurückblickt, der ist weit, weit entfernt von Lebensglück.

Nehmen Sie sich bitte die Zeit zu lesen, was vor mehr als einhundertsiebzig Jahren geschrieben, publiziert in deutscher Sprache 1845 und 1892, wurde:

Vor der Einführung der Maschinen geschah die Verspinnung und Verwebung der Rohstoffe im Hause des Arbeiters. Frau und Töchter spannen Garn, das der Mann verwebte oder das sie verkauften, wenn der Familienvater nicht selbst es verarbeitete. Diese Weberfamilien lebten meist auf dem Lande, in der Nähe der Städte, und konnten mit ihrem Lohn ganz gut auskommen, da der heimische Markt noch für die Nachfrage nach Stoffen entscheidend, ja fast der einzige Markt war und die mit der Eroberung fremder Märkte, mit der Ausdehnung des Handels später hereinbrechende Übermacht der Konkurrenz noch nicht fühlbar auf den Arbeitslohn drückte. Dazu kam eine dauernde Steigerung der Nachfrage im heimischen Markt, die mit der langsamen Vermehrung der Bevölkerung Schritt hielt und also sämtliche Arbeiter beschäftigte, und dann die Unmöglichkeit einer heftigen Konkurrenz der Arbeiter gegeneinander, die aus der ländlichen Vereinzelung ihrer Wohnungen entstand. So kam es, daß der Weber meist imstande war, etwas zurückzulegen und sich ein kleines Grundstück zu pachten, das er in seinen Mußestunden und deren hatte er so viele als er wollte, da er weben konnte, wann und wielange er Lust verspürte bearbeitete. Freilich war er ein schlechter Bauer und betrieb seine Ackerwirtschaft nachlässig und ohne viel reellen Ertrag; aber er war doch wenigstens kein Proletarier, er hatte, wie die Engländer sagen, einen Pfahl in den Boden seines Vaterlandes eingeschlagen, er war ansässig und stand um eine Stufe höher in der Gesellschaft als der jetzige englische Arbeiter.

Auf diese Weise vegetierten die Arbeiter in einer ganz behaglichen Existenz und führten ein rechtschaffenes und geruhiges Leben in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit, ihre materielle Stellung war bei weitem besser als die ihrer Nachfolger; sie brauchten sich nicht zu überarbeiten, sie machten nicht mehr, als sie Lust hatten, und verdienten doch, was sie brauchten, sie hatten Muße für gesunde Arbeit in ihrem Garten oder Felde, eine Arbeit, die ihnen selbst schon Erholung war, und konnten außerdem noch an den Erholungen und Spielen ihrer Nachbarn teilnehmen; und alle diese Spiele, Kegel, Ballspiel usw., trugen zur Erhaltung der Gesundheit und zur Kräftigung ihres Körpers bei. Sie waren meist starke, wohlgebaute Leute, in deren Körperbildung wenig oder gar kein Unterschied von ihren bäurischen Nachbarn zu entdecken war. Ihre Kinder wuchsen in der freien Landluft auf, und wenn sie ihren Eltern bei der Arbeit helfen konnten, so kam dies doch nur dann und wann vor, und von einer acht oder zwölfstündigen täglichen Arbeitszeit war keine Rede.

Was der moralische und intellektuelle Charakter dieser Klasse war, läßt sich erraten. Abgeschlossen von den Städten, in die sie nie hineinkamen, da das Garn und Gewebe an reisende Agenten gegen Auszahlung des Lohns abgeliefert wurde, so abgeschlossen, daß alte Leute, die ganz in der Nähe von Städten wohnten, doch nie hingingen, bis sie endlich durch die Maschinen ihres Erwerbs beraubt und gezwungen wurden, in den Städten sich nach Arbeit umzusehen, standen sie auf der moralischen und intellektuellen Stufe der Landleute, mit denen sie ohnehin noch durch ihre kleine Pachtung meistens unmittelbar verknüpft waren. Sie sahen ihren Squire – den bedeutendsten Grundherrn der Gegend – für ihren natürlichen Vorgesetzten an, sie frugen ihn um Rat, legten ihm ihre kleinen Zwiste zur Entscheidung vor und gaben ihm alle Ehre, die dies patriarchalische Verhältnis mit sich brachte. Sie waren “respektable” Leute und gute Familienväter, lebten moralisch, weil sie keine Veranlassung hatten, unmoralisch zu sein, da keine Schenken und liederlichen Häuser in ihrer Nähe waren, und weil der Wirt, bei dem sie dann und wann ihren Durst löschten, auch ein respektabler Mann und meist ein größer Pächter war, der auf gutes Bier, gute Ordnung und frühen Feierabend hielt. Sie hatten ihre Kinder den Tag über im Hause bei sich und erzogen sie in Gehorsam und der Gottesfurcht; das patriarchalische Familienverhältnis blieb ungestört, solange die Kinder noch nicht selbst verheiratet waren; die jungen Leute wuchsen in idyllischer Einfalt und Vertraulichkeit mit ihren Gespielen heran, bis sie heirateten, und wenn auch geschlechtlicher Verkehr vor der Ehe fast durchgängig vorkam, geschah dies doch nur, wo die moralische Verpflichtung zur Ehe von beiden Seiten anerkannt war, und die nachfolgende Heirat brachte alles wieder ins gleiche. Kurz, die damaligen englischen Industriearbeiter lebten und dachten auf dieselbe Weise, wie man es in Deutschland noch hie und da findet, in Abgeschlossenheit und Zurückgezogenheit, ohne geistige Tätigkeit und ohne gewaltsame Schwankungen in ihrer Lebenslage. Sie konnten selten lesen und noch viel weniger schreiben, gingen regelmäßig in die Kirche, politisierten nicht, konspirierten nicht, dachten nicht, ergötzten sich an körperlichen Übungen, hörten die Bibel mit angestammter Andacht vorlesen und vertrugen sich bei ihrer anspruchslosen Demut mit den angeseheneren Klassen der Gesellschaft ganz vortrefflich. Dafür aber waren sie auch geistig tot, lebten nur für ihre kleinlichen Privatinteressen, für ihren Webstuhl und ihr Gärtchen und wußten nichts von der gewaltigen Bewegung, die draußen durch die Menschheit ging. Sie fühlten sich behaglich in ihrem stillen Pflanzenleben und wären ohne die industrielle Revolution nie herausgetreten aus dieser allerdings sehr romantischgemütlichen, aber doch eines Menschen unwürdigen Existenz. Sie waren eben keine Menschen, sondern bloß arbeitende Maschinen im Dienst der wenigen Aristokraten, die bis dahin die Geschichte geleitet hatten; die industrielle Revolution hat auch nur die Konsequenz hiervon durchgesetzt, indem sie die Arbeiter vollends zu bloßen Maschinen machte und ihnen den letzten Rest selbständiger Tätigkeit unter den Händen wegnahm, sie aber eben dadurch zum Denken und zur Forderung einer menschlichen Stellung antrieb. Wie in Frankreich die Politik, so war es in England die Industrie und die Bewegung der bürgerlichen Gesellschaft überhaupt, die die letzten in der Apathie gegen allgemein menschliche Interessen versunkenen Klassen in den Strudel der Geschichte hineinriß.

Wenn Sie diese geschichtliche Schilderung lesen und erkennen, dass in überaus überschaubarem Rahmen auch vor mehr als einhundertsiebzig Jahren das Leben ein einziger Kampf war, dann erkennen Sie, dass sich gesellschaftlich nicht sehr viel geändert hat. Alles findet heute pekuniär auf etwas höherem Niveau statt – der relative Unterschied hat sich vergrößert. Friedrich Engels hat diese Worte in seiner Beobachtung “Die Lage der arbeitenden Klasse in England” zeitgemäß geschrieben aber wir würden heute nur ein paar Begriffe ändern und schon hätten wir eine höchst moderne Zustandsbeschreibung.

Wenn Friedrich Engels den Prediger von St. Philip’s, Bethnal Green über den Zustand seiner Pfarre zitiert:

Sie [die Pfarre] enthält 1.400 Häuser, die von 2.795 Familien oder ungefähr 12.000 Personen bewohnt werden. Der Raum, auf dem diese große Bevölkerung wohnt, ist weniger als 400 Yards (1.200 Fuß) im Quadrat, und bei solch einer Zusammendrängung ist es nichts Ungewöhnliches. daß ein Mann, seine Frau, vier bis fünf Kinder und zuweilen noch Großvater und Großmutter in einem einzigen Zimmer von zehn bis zwölf Fuß im Quadrat gefunden werden, worin sie arbeiten, essen und schlafen. Ich glaube, daß, ehe der Bischof von London die öffentliche Aufmerksamkeit auf diese so höchst arme Pfarre hinlenkte, man da am Westende der Stadt ebensowenig von ihr wußte wie von den Wilden Australiens oder der SüdseeInseln. Und wenn wir uns einmal mit den Leiden dieser Unglücklichen durch eigne Anschauung bekannt machen, wenn wir sie hei ihrem kargen Mahle belauschen und sie von Krankheit oder Arbeitslosigkeit gebeugt sehen, so werden wir eine solche Masse von Hülflosigkeit und Elend finden, daß eine Nation wie die unsrige über die Möglichkeit derselben sich zu schämen hat. Ich war Pfarrer bei Ruddersfield während der drei Jahre, in denen die Fabriken am schlechtesten gingen; aber ich habe nie eine so gänzliche Hülflosigkeit der Armen gesehen wie seitdem in Bethnal Green. Nicht ein Familienvater aus zehnen in der ganzen Nachbarschaft hat andere Kleider als sein Arbeitszeug, und das ist noch so schlecht und zerlumpt wie möglich; ja viele haben außer diesen Lumpen keine andere Decke während der Nacht und als Bette nichts als einen Sack mit Stroh und Hobelspänen.

wie weit sind wir vom heutigen Zustand entfernt, wissen wir doch, dass

  • Millionen Mitbürger zu privaten (!) Stellen gehen müssen, um sich dort täglich den Teller Suppe kostenlos abzuholen
  • Millionen Mitbürgerim Dreck nach etwas Essbarem grabbeln, um letztlich nicht zu verhungern
  • Millionen Mitbürger zu Kleiderstellen gehen, um altes Zeug der Wohlhabenden aufzubrauchen
  • Millionen Mitbürger in der Altersarmut untergehen und niemand, auch nicht die Lügenpresse oder das Regierungsfernsehen Wahrheiten berichtet
  • Millionen jugendliche Mitbürger arm sind – arm geboren, arm gestorben
  • unsere Politiker vom “Bildungsdeutschland” schwafeln aber gleichzeitig die Wissensniveaus so weit absenken, dass Bildungszertifikate zum Bekleben von Wänden taugen
  • unsere Politiker den Untergebenen immer intensiver einreden wollen, es reichen doch kleine Wohnställe und man müsse doch nicht so große Wohnungen haben …

diese Aufzählung könnte man ohne Ende fortsetzen. Nein, in den vergangenen 170 Jahren hat sich realiter nichts geändert. Und was sich geändert hat, die Besitztümer von Autos oder Fernsehen (das muss zu dem Erhalt immer wieder nachgekauft werden, weil die Lebensdauer nicht unendlich ist), die Möglichkeit zu Reisen, die Partizipation an Kultur (oder was man dazu zählt), alles das hat uns in der heutigen Gesellschaft noch tiefer in die Abhängigkeit im Hamsterrad gebracht. Gottseidank ist die chemische Industrie so weit, dass wir in der heutigen Zeit länger leben dürfen – um länger im Hamsterrad zu rennen. Früher waren die Mitbürger Sklaven der näheren Herrlichkeit, heute sind die Mitbürger Sklaven des Systems, das heißt, Sklaven derer, die politisch und finanziell höher gestellt sind.

Alterssicherung und Lebenswirklichkeit ist in diesem Blickwinkel betrachtet jämmerlich! Vor 170 Jahren wurden die einfachen Bürger der niedersten Kaste von den Besitzenden ausgebeutet, heute beutet sie jeder aus. Das Leben, der Kapitalismus (beschönigend spricht die Politik von Sozialer Marktwirtschaft) hat sich zu einem Raubtierkäfig entwickelt.

Und unsere hochwohllöbliche sogenannte Demokratie – ein Etikettenschwindel schlimmster Art, getragen von der unheiligen Einigkeit aus Demoskopen und Psychologen. Die Demoskopen haben die Aufgabe, dem Volk aufs lutherische Maul zu schauen und die Psychologen haben die Aufgabe, beginnendes Mißfallen der unteren Kaste in besänftigende Strategien zwecks Beruhigung zu wandeln. Und vorn stehen, wie in der Institution Kirche, gutmütig aussehende Giftschlangen, PolitikerInnen, und leiten die Sklaven zur funktionellen Fortsetzung im gesellschaftlichen Getriebe. Und wehe, Du machst da nicht mit!

dieser Beitrag ist in laufender Bearbeitung!

1.3.2.1 Eigentums-und Einkommensverteilung

Die Eigentumsverteilung in der westlichen Welt zeigt, dass immer weniger Mitmenschen Vermögen (in welcher Größenordnung oder Anlageform auch immer) haben. Die Vermutungen liegen nicht fern, dass damit immer weniger Mitbürger eine ausreichende Alterssicherung aufbauen können. Die Werbesprüche der Banken und Versicherungen klingen hohl; wenn nun Anfang 2017 die EU Kommission beklagt, “die deutsche Politik (hat) im hohem Maße zur Vergrößerung der Armut beigetragen“, wenn auch zudem kritisiert wird, die Angemessenheit der Renten werde voraussichtlich weiter abnehmen, dann hat diese EU Kommission die Agenda 2010 und die Rentenpolitik der Bundesrepublik Deutschland nicht verstanden: sowohl SPD als auch CDU haben aus Deutschland eine Unternehmerrepublik gemacht, in der die Beschäftigten und die Rentner nicht gelten, weil eine bessere Förderung der Beschäftigten und Rentner zur verminderten Wettbewerbsfähigkeit führen. Leitgedanke von SPD und CDU war, dass eine maximale Beschäftigung zur politischen Stabilität führt und unterstützt, dass das gesamte System der sozialen “Sicherheit” möglichst lange erhalten bleiben kann. Wenn der BDI-Präsident Ulrich Grillo davor warnt, dass der “freie” Welthandel durch den amerikanischen Präsidenten Trump verändert werden könnte, dann zeigt sich hier die Stärke der Unternehmerrepublik Deutschland: sie will weiterhin zu Lasten der Beschäftigten und Rentner ihr weltweiten Gewinne einfahren.

Kurz und knapp gesagt: die Unternehmerrepublik Deutschland schröpft mit Wissen und Genehmigung der sogenannten Volksparteien SPD und CDU Beschäftigte und Rentner, um Deutschland zur dominierenden wirtschaftspolitischen Größe zu führen.

Die Einkommensverteilung in Deutschland und die in den Einkommensgruppen dokumentierten Summen zeigen, dass so große Teile der Bevölkerung keine Alterssicherung betreiben können, dass mit schwersten sozialen oder gar politischen Verwerfungen gerechnet werden muss.

  • Der Lebenstraum vom Tellerwäscher zum Millionär oder die Meldung bei FOCUS
  • “Wie sich diese Mutter von der Sozialhilfe zur Millionärin hocharbeitete”

sind eine dumme Illusion zum Erhalt dieses Wirtschaftssystems; Zahlen, Daten, Fakten, die nun folgen, zeigen, was wirklich in unserer Gesellschaft abgeht.

1.3.2.1.1 Eigentums-und Einkommensverteilung Schwerpunkt nicht- Rentnerhaushalte

A Einkommensverteilung

Sie fragen sich sicherlich, wie kommt es zu dieser “schiefen” Vermögensverteilung. Ein Grund liegt auch, aber nicht nur, in dem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen:

#20 Eigene Berechnung: Einkommens- und Verbrauchsstichprobe und Sparquote, Statistisches Bundesamt, Fachserie 15, Heft 4, EVS 2013
#19 Eigene Berechnung: Einkommens- und Verbrauchsstichprobe, Statistisches Bundesamt, Fachserie 15, Heft 4, EVS 2013

In den wesentlichen Knackpunkten:

  • 20,1 Millionen Haushalte, das sind 51 Prozent aller Haushalte, haben ein Nettohaushaltseinkommen von weniger als 2.000 Euro – können sich gerade einmal das Überleben gönnen, sind also als arm zu bezeichnen,
  • 12,8 Millionen Haushalte, das sind 32 Prozent aller Haushalte, haben ein Nettohaushaltseinkommen zwischen 2.000 Euro und 3.600 Euro – stehen auf der Kippe arm zu werden – und, nach meiner Theorie, sparen, um der Armut zu entgehen,
  • 6,9 Millionen Haushalte, das sind 17 Prozent aller Haushalte, haben ein Nettohaushaltseinkommen von mehr als 3.600 Euro – sind als altersabgesichert anzusehen.

Wenn es bei RT Deutsch nun, 2016, heißt “Es geht noch ärmer – Höchste je gemessene Armut in Niedersachsen … Dass die Wachstumsraten der Wirtschaft kaum noch etwas mit den Lebensbedingungen weiter Teile der Bevölkerung zu tun haben, ist mittlerweile eine Binsenweisheit. So zuverlässig wie jedes Jahr eine weitere schlechte Nachricht zum Thema Armut eintrifft, so zuverlässig ist bedauerlicherweise auch das Achselzucken in der Politik als Reaktion darauf“, dann kann man sich ein komplettes Bild von der sozialen Situation in Deutschland machen: die SPD, genauer, Herr Gerhard Schröder, hatte als Boss aller Bosse den Niedriglohnsektor eingeführt. Ihm war wohl von den Arbeitgeberverbänden verdeutlicht worden, dass zur Wahrung und zur Verbesserung der Angebotschancen deutscher Produkte auf dem Weltmarkt ein reduziertes Lohnniveau erforderlich wäre. Und schon hat der Herr Sozialdemokrat die Hacken zusammengeschlagen und die Bürger Deutschlands in die Knechtschaft geführt.
Ein Hinweis zu RT Deutsch: in deutschen Systemmedien finden sich solche Berichte nicht, weil wir eine Zeitungswelt haben, in der nur und nur positive, die persönliche Stimmung der Bürger verzierende Berichte gewünscht sind (DDR II läßt grüßen).

Nur eines ist sicher: die Armen von heute sind die Altersarmen von morgen – garantiert!

Dass Millionen Mitbürger mit geringem Haushaltsnettoeinkommen nicht für ihr Alter durch Geld- oder Sachvermögen ansparen können, sehen Sie hier (Daten von 2013):

Eigene Berechnung: Einkommens- und Verbrauchsstichprobe und Sparquote, Statistisches Bundesamt, Fachserie 15, Heft 4, EVS 2013
#20 Eigene Berechnung: Einkommens- und Verbrauchsstichprobe und Sparquote, Statistisches Bundesamt, Fachserie 15, Heft 4, EVS 2013

Im Gegenteil, das zeigt folgende Gesamtbetrachtung. Während Schaubild #20 allein das Sparen aufführt, zeigt folgendes Schaubild die finanzielle Gesamtsicht:

Datenreport 2015 Stat BuAmt, Seite 171 - Bruttoeinkommen, eigene Berechnung Private Konsumausgaben nach Nettoeinkommensklassen 2012
#42 Datenreport 2015 Stat BuAmt, Seite 171 – Bruttoeinkommen, eigene Berechnung Private Konsumausgaben nach Nettoeinkommensklassen 2012

Hier sehen Sie, dass erst ist der Einkommensklasse 2.600 bis 3.600 Euro verschulden sich Haushalte nicht mehr! Weil wir mit Nettoeinkommen nicht umgehen können, habe ich für Sie die Nettoeinkommen in Bruttoeinkommen umgerechnet (Basis: 1 Person, keine Kinder, Steuerklasse 4):

netto Euro / Monat brutto Euro / Monat
1.340 1.920
3.099 5.380
5.577 9.500
7.989 14.272
21.904 40.306

Sie erleben bei der Umrechnung in Nettoeinkommen, bei welchen Brutto- Einkommensklassen man sparen kann!

Haushaltstyp durchschnittliches monatliches Sparen Jahre für Vorsorge- Sparsumme von 100.000 Euro bei 2 Prozent Zinsen
arm oder armutsnah 101 Euro 49 Jahre
Mittelstand 241 Euro 27 Jahre
Bestverdiener 921 Euro 9 Jahre

Arme oder armutsnahe können fast nichts sparen; der Mittelstand hat sehr lange zu sparen; Bestverdiener dagegen können Alterssicherung recht bequem betreiben.

Was diese offiziellen Statistik etwas problematisch macht ist, zieht man das Sparen für Geld- und Sachvermögen vom Haushaltseinkommen ab, dann müsste sich der Mindestbedarf eines Haushaltes in Abhängigkeit von der Einkommensklasse ergeben:

Eigene Berechnung aus: Einkommens- und Verbrauchsstichprobe, Statistisches Bundesamt, Fachserie 15, Heft 4, EVS 2013 Mindestbedarf
#21 Eigene Berechnung aus: Einkommens- und Verbrauchsstichprobe, Statistisches Bundesamt, Fachserie 15, Heft 4, EVS 2013 Mindestbedarf

Die Verifikation der Verbraucherstichprobe kann wegen dieses Ergebnisses leider nicht erfüllt werden.

Fazit bezüglich Alterssicherung und Lebenswirklichkeit und Eigentumsverteilung:

17 Prozent der Familien Deutschlands befinden sich heute auf der Sonnenseite des Lebens. Finanziell relativ sorglos können sie der Zukunft entgegegen sehen. Für den Rest aller Familien Deutschlands sieht die Welt ziemlich dunkel aus; der Mittelstand, das ist in dem Schaubild #19 gelb gekennzeichnet, besteht die Gefahr, dass diese Haushalte in die Armut abgleiten. Es kann geschätzt werden, dass bis zur Einkommensklasse 1.500 bis 2.000 Euro/Monat, das sind 9.6 Millionen Haushalte, höchst armutsgefährdet sind. Würde diese Prognose Realität, würden wir in Deutschland rund 21 Millionen verarmte Haushalte, das ist rund jeder zweite Haushalt, haben. Aus diesen Zahlen kann man erkennen, dass die Angst der Bürger vor dem sozialen Abstieg nicht nur individuell gefährlich ist, sondern sich zu einem gesellschaftspolitischen Sprengstoff entwickeln würde. Aus dem Grund versucht die herrschende Politik alles, im das Märchen vom reichen Deutschland zu erhalten, weil sehr viele Mitbürger sich gern so sehen würden.

Es ist bestürzend, was ein Leser zu einem Artikel kommentierte: “Altersarmut ist die Zukunft für die Mehrheit der Bevölkerung, daran wird keiner was ändern. Die Leistungsträger der Gesellschaft werden geschröpft wo es nur geht und stehen am Ende genau so blöde da wie einer, der sich ein Leben lang den Gemütlichen auf Kosten eben jener gemacht hat.
Die einzige Möglichkeit diesem staatlichen Raubzug zu entgehen ist auszuwandern, was auch bereits über 100.000 Hochqualifizierte jedes Jahr tun, Tendenz rapide steigend!
So wird der allgemeine Niedergang noch weiter beschleunigt, was dazu führt das die jenigen, die bleiben noch stärker ausgeraubt werden müssen um das marode System weiter künstlich am Leben zu halten!”

B Eigentumsverteilung

Damit Sie, aufmerksamer Leser, wissen, über welche Eigentumsverteilung wir hier sprechen, ein Schaubild aus einem Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom März 2016

Verteilung der Nettovermögen der privaten Haushalte in Deutschland - Deutsche Bundesbank Monatsbericht März 2016
#11 Verteilung der Nettovermögen der privaten Haushalte in Deutschland – Deutsche Bundesbank Monatsbericht März 2016

Ich hoffe, Sie verstehen diese Grafik! Über Median und Mittelwert haben wir ja bereits gesprochen … reicht das, diese Grafik zu verstehen?

Für das Geldvermögen gibt es eine einfacher lesbare Darstellung:

#15 Eigene Darstellung: Bargeldvermögen in deutschen Haushalten im Jahr 2013 Statistisches Bundesamt, Fachserie 15, Heft 2, EVS 2013, Seite 20
#15 Eigene Darstellung: Bargeldvermögen in deutschen Haushalten im Jahr 2013
Statistisches Bundesamt, Fachserie 15, Heft 2, EVS 2013, Seite 20
#15 Eigene Darstellung: Bargeldvermögen in deutschen Haushalten im Jahr 2013 Statistisches Bundesamt, Fachserie 15, Heft 2, EVS 2013, Seite 20 - Tabelle
#16 Eigene Darstellung: Bargeldvermögen in deutschen Haushalten im Jahr 2013
Statistisches Bundesamt, Fachserie 15, Heft 2, EVS 2013, Seite 20 – Tabelle

Sie erkennen hier, dass 54 Prozent der Privathaushalte ein Bargeldvermögen von 0€ … 25 T€ haben (im Mittel sind das in der Gruppe der Armen 6.243 Euro) und dass sehr wenige Personen sehr große Bargeldbestände haben (100€ … 500+€).

Das HANDELSBLATT schrieb einen interessanten Beitrag über die Vermögens- und Einkommensverteilung mit der Frage “Müssen Sparer das Zinstief ausbaden, um Banken zu Gewinnen zu verhelfen” und erstellte die Zahlen, wie sie auch in der obigen Grafik #11 sein sollten:

Vermögensverteilung Deutschland - Haushalte Steigerungsbeträge
#41 Vermögensverteilung Deutschland – Haushalte Steigerungsbeträge

Wenn man die Grafik #41 betrachtet, erscheint es etwas merkwürdig, dass eine Steigerung des jährlichen Nettoeinkommens von 19 Prozent eine Steigerung des Nettovermögens von 153 Prozent nach sich zieht (Bereich “40 % … 50 %”). Merkwürdig.

Es schreibt die Süddeutsche Zeitung (Printausgabe Nr. 241, Seite 7) folgende Headline:

“Die Tafeln versorgen 1,5 Millionen Kunden mit kostenlosen Lebensmitteln – und nun stellen sich auch noch Tausende Flüchtlinge an. Diese Konkurrenz löst Ängste aus bei jenen, die schon lange angewiesen sind auf den Überfluss eines reichen Landes”

  1. es mag haarspalterisch sein: das Land (Deutschland, besser: die juristische Person Deutschland GmbH) ist keineswegs reich sondern hoch verschuldet
  2. wenn die Süddeutsche Zeitung vom Überfluss eines reichen Landes spricht und die Bürger meint, gleichzeitig mittels öffentlicher Zahlen festgestellt wird, dass 54 Prozent der Privathaushalte, also mehr als die Hälfte aller Haushalte in Deutschland, ein Bargeldvermögen von 6.243 Euro haben, wo, Süddeutsche Zeitung, ist der Reichtum?

Das ist es grundsätzlich, dass wir von einer sehr großen Schieflage des Reichtums sprechen. Kritiker sagen: können die Reichen nicht mit ihrem Geld besser umgehen? Warum haben die so hohe private Geldbestände?

Schauen wir uns einmal die Situation der Privathaushalte, die eine Versicherung abgeschlossen haben, an:

Haushalte mit Angaben
Versicherungsguthaben
von bis unter
Prozent Haushalte
unter 1 500 14,00%
1 500 – 2 500 7,40%
2 500 – 3 500 5,90%
3 500 – 5 000 7,50%
5 000 – 7 500 9,30%
7 500 – 10 000 7,20%
10 000 – 15 000 10,40%
15 000 – 25 000 12,60%
25 000 – 50 000 14,10%
50 000 – 100 000 8,30%
100 000 und mehr 3,50%

#17 Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 15, Heft 2, EVS 2013, Seite 21

51,3 Prozent der Haushalte (das ist die Durchschnittsbetrachtung) haben ein Versicherungsvermögen kleiner als 10.000 €. Das reicht gerade für eine Beerdigung! Diese Haushalte, wie wir später sehen werden, sind NICHT für ihr Alter abgesichert. Noch deutlicher wird die Situation in folgender Tabelle:

Geld-, Immobilienvermögen und Schulden privater Haushalte am 1.1.2013
Seite 25
Summe Haushalte 54.949.000
Haushalte mit Angaben zu
Bruttogeldvermögen 35.300.000 64,24%
Konsumentenkreditrestschulden 8.245.000 15,00%
Ausbildungskreditrestschulden 2.609.000 4,75%
Nettogeldvermögen 36.349.000 66,15%
Verkehrswerte 19.015.000 34,60%
Hypothekenrestschulden 10.208.000 18,58%
Bruttogesamtvermögen 36.152.000 65,79%
Gesamtschulden 17.271.000 31,43%
Nettogesamtvermögen 37.022.000 67,38%

#18 Geld-, Immobilienvermögen und Schulden privater Haushalte am 1.1.2013, Fachserie 15 Heft 2, Artikelnummer: 2152602139004

In den wesentlichen Knackpunkten:

  • rund 40 Prozent aller Haushalte haben gar kein Barvermögen; auch hier kann man sagen: die Mittellosen von heute sind die Altersarmen von morgen
  • rund 20 Prozent aller Haushalte haben Konsumenten- oder Ausbildungskredite, die nach den Erfahrungen teilweise in die Privatinsolvenz führen; wenn man liest, dass in rund 30 Prozent aller Haushalte Gesamtschulden bestehen, dann muss man auch hier sagen: die Mittellosen von heute sind die Altersarmen von morgen.

 

Was ist die Konsequenz für unser Thema Alterssicherung? Die Armen von heute sind die Altersarmen von morgen! Kann sich Deutschland erlauben, mehr als 50 Prozent verarmte Haushalte zu haben?

1.3.2.1.2 Eigentums-und Einkommensverteilung Schwerpunkt Rentnerhaushalte

A Einkommensverteilung

Folgende Zahlen zeigen die Zahlbeträge an Renten: Rentenschichtung (die Bundeszentrale für politische Bildung schreibt zum Thema Rentenschichtung: “Einen differenzierteren Einblick über die Höhe der Renten gewinnt man, wenn aufgeschlüsselt wird, wie sich die Zahlbeträge der einzelnen Renten in ihrer Höhe verteilen: Wie hoch ist der Anteil der Renten, die als Niedrigrenten – wie immer man solche abgrenzt – anzusehen sind? Welche Bedeutung haben recht hohe Renten bei den Rentenzahlbeträgen?”) nach monatlichem Zahlbetrag am 31.12.2014, alte Bundesländer

a) alte Bundesländer

Rentenversicherung in Zahlen 2015 - Statistik der Deutschen Originaldokument Rentenversicherung, Stand: 12. Juni 2015, Seite 38 und 39, alte Bundesländer
#29 Rentenversicherung in Zahlen 2015 – Statistik der Deutschen Originaldokument Rentenversicherung, Stand: 12. Juni 2015, Seite 38 und 39, alte Bundesländer

b) neue Bundesländer

Rentenversicherung in Zahlen 2015 - Statistik der Deutschen Originaldokument Rentenversicherung, Stand: 12. Juni 2015, Seite 38 und 39, neue Bundesländer
#30 Rentenversicherung in Zahlen 2015 – Statistik der Deutschen Originaldokument Rentenversicherung, Stand: 12. Juni 2015, Seite 38 und 39, neue Bundesländer
Rentenversicherung in Zahlen 2016 - Deutsche Rentenversicherung - Rentenschichtung nach monatlichem Zahlbetrag am 31.12.2014, alte Bundesländer
#31 Ausschnitt zur eigenen Berechnung aus: Rentenversicherung in Zahlen 2016 – Deutsche Rentenversicherung – Rentenschichtung nach monatlichem Zahlbetrag am 31.12.2014, alte Bundesländer

Hier ist der Link zu dem offiziellen Zahlendokument (Link).

Schauen wir uns die Verteilung der Tabelle “alte Bundesländer” als Schaubild an; die Anzahl der Zahlungsempfänger je Auszahlbetrag ist hier angegeben:

Rentenversicherung in Zahlen 2016 - Deutsche Rentenversicherung - Rentenschichtung nach monatlichem Zahlbetrag am 31.12.2014, alte Bundesländer - Graph
#32 Rentenversicherung in Zahlen 2016 – Deutsche Rentenversicherung – Rentenschichtung nach monatlichem Zahlbetrag am 31.12.2014, alte Bundesländer – Graph

Das Ergebnis ist erschütternd: 56 Prozent, 11.381.458 Rentner, aller 19.996.188 Rentenbezieher, erhalten eine Rente von maximal 600 bis 750 Euro/Monat, im Mittel sind es effektiv 380 Euro/Monat. Das ist eine Armutsrente! Ist das das, was die Gesellschaft denen, die Deutschland aufgebaut haben, zugesteht? Über welche Daten reden wir immer, wenn insbesondere der Konflikt jung-alt gepusht wird? An die jungen Leute: ist eine Rente von maximal 600 bis 750 Euro/Monat, im Mittel sind es effektiv 380 Euro/Monat, zu viel, Ihren Eltern zuzugestehen?

Und folgendes Bild zeigt den Vergleich neue/alte Bundesländer, die prozentuale Häufigkeit je Zahlungsbetrag ist hier angegeben (Original pdf – siehe das Dokument der Deutschen Rentenversicherung):

Rentenversicherung in Zahlen 2015 - Statistik der Deutschen Rentenversicherung, Stand: 12. Juni 2015, Seite 38 und 39
#33 Eigene Darstellung zur Verteilung der Zahlbeträge aus: Rentenversicherung in Zahlen 2015 – Statistik der Deutschen Rentenversicherung, Stand: 12. Juni 2015, Seite 38 und 39

Hier die Daten von 2016:

Man sieht, 2014 zu 2016 keinen Unterschied.

Betrachten Sie folgendes Schaubild, das macht das Thema Altersarmut deutlicher:

Rentenauszahlungsbeträge im Jahre 2016; kumuliert; offizielle Daten

Schauen wir uns doch einmal an, ob die Regierung recht hat mit der Behauptung, noch nie sei es den Rentnern in Deutschland so gut gegangen:

Selbst wenn der Mindestrentenbetrag auf 1.000 Euro ansteigen würde, es würden immer noch 73% sozial Schwache übrig sein!

Hinweis: es geht nicht darum, eine Neiddebatte Ost/West zu eröffnen, es geht darum, die offiziellen Zahlen zu verdeutlichen:

  • die niedrigen Auszahlbeträge finden sich verstärkt in den alten Bundesländern
  • die höheren Auszahlbeträge finden sich verstärkt in den neuen Bundesländern (Ausnahme: die Auszahlungsklasse 1.500 Euro und höher).

In jedem Fall kann man sagen: sowohl bei den neuen als auch alten Bundesländern werden Renten gezahlt, die bereits heute unterhalb des Sozialniveaus sind. Damit ist das Thema Altersarmut bewiesen.

Die FAZ kommt im Jahre 2013 in der Bewertung zu folgendem Schluß: “Die Durchschnittsrente sagt wenig über den Rentnerwohlstand. Zwar liegt jede zweite Rente unter 700 Euro. Doch die Statistik ist verzerrt durch Selbständige, Hausfrauen und Beamte. Derzeit ist Altersarmut noch nicht verbreitet.” Ja, es ist richtig, dass in der obigen Statistik Selbständige und Beamte enthalten sind (Hausfrauen sind enthalten) und es völlig unklar ist,

  1. welche Vermögen Normalrentner haben und im Alter davon zehren und
  2. welche Vermögen Selbständige und Beamte haben und im Alter davon zehren.

Wenn wir uns vorstellen, dass in diesen Tabellen noch gar nicht die Millionen SPD- Niedrigverdiener enthalten sind, dann können wir uns den sozialen Sprengstoff der Zukunft vor Augen führen.

Diese Zahlen führen einen nachdenklichen Bundesbürger nicht zu der Haßdebatte bezüglich jener, die meinen, zu viel an Beiträgen zu zahlen, diese Zahlen verdeutlichen, dass den Politikern, die mit ihrer Wahl die Aufgabe gestellt bekamen, Dinge für Bürger sattelfest zu lösen, total versagt haben! Das System ist krank und an einem kranken System zu basteln, SPD und CDU, macht ein System nicht gesund.

Der Hauptfehler liegt meines Erachtens darin, dass unser heutiges Rentensystem ein Umverteilungssystem ist: heutige Einzahlungen werden für heutige Auszahlungen verwendet. Angesichts nicht nur der Altersentwicklung sondern auch der Entwicklung

  1. der durchschnittlichen Einkommens- Zahlbeträge und
  2. fortschreitenden Automatisierung mit immer weniger Menschen

ist ein solches Umverteilungssystem nicht haltbar. Die Differenzen werden in der Zukunft immer mehr von der Gesellschaft über die allgemeinen Steueraufkommen getragen.

Eine weitere Frage ergab sich im Forum talk50plus.de, wie die Rente der Frauen sind:

Rentenversicherung in Zahlen 2016 - BND_BR_611330_00, am 31.12.2015, Seiten 34 bis 37 Rentenzahlbeträge der laufenden Renten - Männer / Frauen
#39 Rentenversicherung in Zahlen 2016 – BND_BR_611330_00, am 31.12.2015, Seiten 34 bis 37 Rentenzahlbeträge der laufenden Renten – Männer / Frauen

Dramatisch sieht eine vertiefte Analyse Mann/Frau – Ost/West allein/als Paar aus:

Rentenversicherung in Zahlen 2016 - BND_BR_611330_00, am 31.12.2015, Seiten 34 bis 37 Rentenzahlbeträge der laufenden Renten - Männer - Frauen im Vergleich
#40 Rentenversicherung in Zahlen 2016 – BND_BR_611330_00, am 31.12.2015, Seiten 34 bis 37 Rentenzahlbeträge der laufenden Renten – Männer – Frauen im Vergleich

Was sagen uns die Tabellen (Hinweis: das sind die Zahlen)?

  • Männer in Ost/Westen erhalten fast dieselbe durchschnittliche Rente insgesamt, ca. 970 Euro/Monat
  • Frauen im Osten (im Durchschnitt 783 Euro/Monat) erhalten rund 24% höhere Rente als Frauen im Westen (im Durchschnitt 592 Euro/Monat); auf der Grundlage, dass die Lebenshaltungskosten im Osten deutlich geringer sind als im Westen, ergibt sich eine zusätzliche Ungleichheit Ost/West
  • die Renten der Frauen sind, wenn sie allein leben, im Bereich der Armutsgrenze, sowohl im Osten als auch im Westen
  • ein verheiratetes Paar mit durchschnittlicher Rente hat im Osten eine rund 12 Prozent höhere Rente als im Westen; eine unverheiratete Frau mit durchschnittlicher Rente hat im Osten eine rund 24 Prozent höhere Rente als im Westen.

B Eigentumsverteilung

Zunächst ist zu sagen, dass wir bei denjenigen, die im Ruhestand sind, unterscheiden müssen zwischen Rentnerhaushalten und Pensionshaushalten. Hier einen Überblick über die Zahlenwelt:

Geld-, Immobilienvermögen und Schulden privater Haushalte Rentner-Pensionäre am 1.1.2013 - Statistisches Bundesamt, Statistisches Jahrbuch 2015
#34 eigene Tabelle zur weiteren Berechnung aus: Geld-, Immobilienvermögen und Schulden privater Haushalte Rentner-Pensionäre am 1.1.2013 – Statistisches Bundesamt, Statistisches Jahrbuch 2015
  • Rentnerhaushalte sind am 1.1.2013 19.996.188 (rund 20 Mio), Pensionshaushalte sind am 1.1.2013 1.559.500 (rund 1,5 Mio). Auf 13 Rentnerhaushalte kommt 1 Pensionshaushalt.
  • 54 Prozent aller Rentnerhaushalte, 94 Prozent aller Pensionärshaushalte haben sich zu ihrem Vermögen geäußert (es liegt die Vermutung nahe, dass sich nur die geäußert haben, die ohne Scham ihre Daten mitteilen).
  • Die niedrigsten Rentnerhaushalte (bis 50%), die sich geäußert haben, haben ein mittleres Barvermögen von 9.020 Euro
  • Rund 4 Millionen von 21,5 Millionen Rentner- und Pensionärshaushalte sind Haushalte mit Lebensversicherungen
  • Rund 6,4 Millionen von 21,5 Millionen Rentner- und Pensionärshaushalte sind Haushalte mit Haus- und Grundbesitz
  • 26,4 Prozent aller Rentnerhaushalte und 70 Prozent aller Pensionärshaushalte haben Haushalte mit Haus- und Grundbesitz.

Auch hier zeigt sich: Deutschland ist gespalten. Hier der Reichtum und Sorglosigkeit von 25 Prozent der Bürger – dort die Altersarmut und Ängste für den nächsten Tag.

Bruttogeldvermögen je mittl. Vermögensbereich Rentner - Pensionäre - Statistisches Bundesamt, Statistisches Jahrbuch 2015 Graph
#35 eigenes Schaubild der Daten aus: Bruttogeldvermögen je mittl. Vermögensbereich Rentner – Pensionäre – Statistisches Bundesamt, Statistisches Jahrbuch 2015 Graph

Nochmals ist an der Stelle zu sagen: nur 54 Prozent aller Rentnerhaushalte haben sich zu ihrem Geldvermögen geäußert und sind in diese Statistik eingeflossen – aus diesen Daten lässt sich nicht die oft gehörte verallgemeinernden Aussage ableiten: Rentner sind reich.

Weitere Untersuchungen folgen

 

1.3.2.2 Verschuldung Privathaushalte

“Weltweit versuchen Notenbanken, mit billigen Krediten die Wirtschaft anzukurbeln. In den USA ändert sich gerade die Lage, die Zinsen steigen. Das könnte schon bald zu einem Wirtschafts-Debakel führen, meint ein US-Finanzblogger. Die überschuldeten Haushalte könnten ihre Kredite nicht mehr bedienen“, schreibt FOCUS über die USA. Sie sagen, USA, das ist doch nicht Deutschland!

“Trotz sinkender Arbeitslosigkeit, steigender Löhne, niedriger Kreditzinsen und stabiler Konjunktur ist die Verschuldung privater Haushalte in Deutschland zum dritten Mal in Folge spürbar angestiegen. Nach Angaben des Inkassounternehmens Creditreform waren am 1. Oktober dieses Jahres bundesweit 6,8 Millionen volljährige Personen überschuldet. Das sind 131.000 mehr als zwölf Monate zuvor. Die Überschuldungsquote stieg erstmals seit 2008 wieder über die Zehn-Prozent-Marke auf 10,06 Prozent. Die durchschnittliche Überschuldung betrug knapp 35.000 Euro pro Person” schreibt die Berliner Zeitung. Nach den Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes gab es 2016 folgende Anzahl Mitbürger über 18 Jahren: 68.563.000. Die Verschuldungsquote beträgt 9,9 Prozent, nicht, wie in dem Artikel steht, 10,06 Prozent.

Die Verschuldungsquote der Privathaushalte beträgt rund 10 Prozent

Stimmt die in der Berliner Zeitung angegebene durchschnittliche Größenordnung an realer Verschuldung je Schuldner von 35.000 Euro, dann reden wir über einen Schuldenbetrag von 238 Milliarden Euro – in dem immer als besonders reich von den Medien genannten Deutschland. Wieviel sind 238 Milliarden Euro? Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 3.132 Milliarden Euro; die 238 Milliarden Euro sind 7,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukt. Sie können sich das immer noch nicht vorstellen? Vielleicht hilft diese Analogie weiter: 238 Milliarden Euro ist das, was in Gesamtdeutschland innerhalb von 27,7 Tagen produziert wird.

Glaubt irgend jemand, dass diese 6,8 Millionen volljährigen Personen für die Alterssicherung sparen können? Das ist die eine Frage; die andere ist: warum vergeben Banken usw. diese Kredite?

  • Weil man verkaufen will – jeder
  • Weil diese Art Wirtschaftssystem vom Verkauf lebt
  • Weil allerdings auch die Privatnachfrage rückgängig ist und
  • Weil die untere Kaste, die die der Armut angehören oder armutsnah sind, kein Geld hat, um dort, wo Mangel wirklich herrscht, die Bedarfe sich zu erfüllen.

Wir erleben die wirkliche Krise der sogenannten sozialen Marktwirtschaft – besser: Wir erleben die wirkliche Krise des liberalisierten Raubtierkapitalismus.

Verschuldung Privathaushalte in der westlichen Welt, auch in Deutschland, geht einher mit der Einkommensverteilung. Je mehr der Unsinn von schierem Sparen den Mitbürgern deutlich wird, je intensiver geht man den Verlockungen eines lustvollen und kaufbaren Lebens nach.

Die Lebenswirklichkeit:

  • es gibt immer mehr Niedriglöhner (die Stundenlohnerhöhungen werden von Preis- und insbesondere Abgabenerhöhungen aufgefressen)
  • Die Reallöhne in Deutschland steigen seit 25 Jahren kaum
  • Arbeitslose können gar nicht sparen – Arme von heute sind Altersarme von morgen
  • Nebentätigkeiten nehmen stark zu – Millionen haben zwei Jobs (zur Freude des Bundesfinanzministers)
  • Die neue Massen-Armut ist die Ursache der Krise in Europa
  • Das bescheidene Leben der einfachen Leute
  • Immer mehr Rentner arbeiten, um über die Runden zu kommen
  • 5,6 Millionen Deutsche betroffen – Altersarmut nimmt zu
  • Millionen Familien können sich keinen Urlaub leisten
  • Seniorendomizile in Deutschland können sich viele nicht mehr leisten
  • Private Überschuldung in Deutschland nimmt deutlich zu
  • Fast ein Viertel der Privathaushalte in Deutschland mit Konsumentenkreditverpflichtungen

Diese Meldungen aus dem Jahre 2016 ließen sich ohne Ende fortsetzen! Und das Dramatische ist die Überschrift in einer überregionalen Internetseite.

Steuern und Abgaben der Bürger gegen Unendlich

Man muss leider feststellen, dass die Belastungen der Bürger auch dazu führen, dass bei diesen verschuldeten Haushalten keine Altersvorsorge betrieben werden kann. Kräftig hilft der Staat mit, dass die Normalhaushalte auf keinen grünen Zweig kommen:

(wird laufend fortgesetzt)

MIT-Chef Linnemann im Interview “Wir müssen etwas für Geringverdiener tun … Ich finde, es muss jetzt Schluss sein mit Versprechungen im Wahlkampf zum Thema Rente”.

Es gibt auch in der CDU etliche Mitglieder, die tacheles reden können und inzwischen wollen. Sie wollen ebenfalls die Verantwortung für die nächsten Generationen spüren und wahrnehmen, Wolfgang Bosbach ist einer, dem man höchsten Respekt zollen sollte.

Zu der Verschuldung von Privathaushalten gehört auch die Habenseite der Privathaushalte.

Die Deutsche Bundesbank schreibt in ihrem Monatsbericht März 2016, 4 500 Haushalte wurden befragt. Daraus entstand nicht ein für Normalbürger lesbares Ergebnis, daraus entstanden Tabelle, die man erst einmal übersetzen muss (wird in den späteren Kapiteln gemacht):

Brutto- und Nettovermögen sowie Verschuldung gesamt - Deutsche Bundesbank Monatsbericht März 2016
#12 Brutto- und Nettovermögen sowie Verschuldung gesamt – Deutsche Bundesbank Monatsbericht März 2016

Man kann das Informationsprinzip der Politiker erkennen: Transparenz Null. Aber es kann ihnen niemand vorhalten, sie hätten nicht informiert!

Die wichtigsten Erkenntnisse aus der obigen Tabelle: kaum Nettovermögen haben

    • Haushalte der Ostregionen
    • Mieter
    • Alleinerziehende und m.E. Alleinlebende
    • Mitbürger unter 35 Jahren Alter
    • Arbeitslose m.E. Arbeiter
    • Mitbürger ohne Schulabschluss

Sie werden nun sagen: das wissen wir doch alles schon. Ja, das ist sicherlich richtig – aber entscheidend ist, unsere Politiker, die von Zahlen und Tabellen leben, kennen diese Zahlen auch und sie tun NICHTS. Das ist der Skandal!

Politischer Sachverhalt … arm sind das hat die Politik einzuleiten
Haushalte der Ostregionen Ehedem Bundeskanzler Helmut Kohl:

1990: “Durch eine gemeinsame Anstrengung wird es uns gelingen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Sachsen und Thüringen schon bald wieder in blühende Landschaften zu verwandeln, in denen es sich zu leben und zu arbeiten lohnt.“

1991: “Und ich bin mehr denn je davon überzeugt, dass wir in den nächsten drei bis vier Jahren in den neuen Bundesländern blühende Landschaften gestalten werden”.

In der Tat ist Ostdeutschland “aufgekauft” und abgewickelt worden. Dass das DDR- System nicht funktionieren konnte, dass die DDR 1990 unendlich marode und heruntergewirtschaftet war, das darf man nicht vergessen. Es sind jedoch zu wenige Betriebseinheiten in Ostdeutschland aufgebaut worden, während gleichzeitig Betriebseinheiten der DDR aus Konkurrenzgründen platt gemacht wurden (das ist Kapitalismus).

Wo war denn außer dem Kohl’schen Satz ein umfassendes Arbeitssicherungsprogramm? Wo war ein breit angelegtes Schulungsprogramm? Wo war ein “Industrie- Ansiedlungsprogramm Ostdeutschland”? Statt dessen wurden mit unserem “Solidarbeitrag” die Rathäuser, die Straßen davor, unendliche viele Kreisverkehre aufgebaut. Völlig falsche Prioritäten wurden gesetzt!

Mieter Wo bleibt ein Förderprogramm, zum Beispiel in staatlich unterstützten gemeinnützigen örtlichen Verbänden zur Förderung von Wohneigentum? Ehemalige Mieter zahlen ihren “Mietbeitrag” dann als Anteilsbeitrag.
Alleinerziehende und m.E. Alleinlebende Es ist beschämend, wie wenig der Staat für Familien mit Kindern macht; noch beschämender ist, dass Alleinerziehende noch weniger Unterstützung erfahren. Wo ist das Umdenken in der Kindererziehung, wie es Frankreich mit einer deutlich höheren Kinderquote vormacht: jedes Kind hat das Recht, einen ganztägigen Hort zu besuchen, so dass der/die Alleinerziehende arbeiten kann.
Mitbürger unter 35 Jahren Alter Wo bleibt die schulische Ausbildung “Lebensgestaltung”, bei der den Schülern Wege zur Lebensplanung aufgezeigt werden? Wo sind Förderprogramme zum Vermögensaufbau – und zwar solche Programme, an denen nicht nur Banken verdienen.
Arbeitslose m.E. Arbeiter 1. Arbeitslosen helfen und Zuwendungen kürzen, so dass Zwang zum Lernen und Arbeiten entsteht; Lernprogramme auflegen; Unternehmensvereinbarungen zur Einstellung von Arbeitslosen treffen

Zudem bezüglich Arbeitslosen: die hilflosen und blöden Seminare für Arbeitslose der BA müssen sofort gestoppt werden! Die betreuenden Mitarbeiter müssen erfolgsbeteiligt bezahlt werden!

2. Arbeiter benötigen ein Schulungsprogramm außerhalb der Unternehmen, beginnend mit persönlicher Talentanalyse, auf die ein individuelles Schulungsprogramm aufgebaut ist

Mitbürger ohne Schulabschluss wo bleibt das “Bildungsdeutschland” – bis auf die weltmeisterliche Sprechblase?

Mal ehrlich: die Spalte “das hat die Politik einzuleiten” wurde nicht von einer großen Fachkonferenz gestaltet, sie entstand mal eben in Minuten. Da mag der eine oder andere sicherlich sagen “ich wüßte da noch …” oder “ich würde die Priorität …”, das ist aber nicht ganz so bedeutend, dass man alles noch besser machen könnte. Aber die Politik hat eben Haushalte der Ostregionen, Mieter, Alleinerziehende und m.E. Alleinlebende, Mitbürger unter 35 Jahren Alter, Arbeitslose m.E. Arbeiter, Mitbürger ohne Schulabschluss nicht auf dem Schirm – und, das muss man allen diesen Damen und Herren sagen: zum Überfluss wählen die genau unsere heutigen untätigen “Volks”parteien, die nichts, rein gar nichts, für sie tun.

Weitere Erkenntnisse aus der Tabelle:

  • bezüglich des Nettovermögens sind Haupt-/Volksschule, Realschule fast gleichwertig; allein die Allgemeine Hochschulreife ist Garant für höheres Nettovermögen
  • das Nettovermögen von Nichterwerbstätigen entspricht in der Größenordnung fast dem Nettovermögen von Angestellten – das wird näher zu untersuchen sein.
  • im Alter von 55 bis 64 ist der Gipfel des Nettovermögens; das heißt, die Lebensplanung ist auf diese Altzersgruppe einzurichten
  • Paare ohne Kinder haben fast nur die Hälfte des Nettovermögens als Paare mit Kindern; damit zeigt sich, wie schlecht der Staat Paare mit Kindern fördert.

1.3.2.3 Alterung der Bevölkerung

Alterung der Bevölkerung in Deutschland ist eine Tatsache. Bereits seit Jahrzehnten reden wir darüber, dass zu wenige Kinder geboren werden. Die Antwort der Politik: Geldmittel. Was die Politik nach dem zweiten Weltkrieg versäumt hat, war das Umdenken des Wertes Kinder. Sicherlich trug Deutschland aus der Hitlerzeit eine familiäre Last mit sich: Kinder wurden vom Staat für die unmenschlichen Belange des Staates erzogen. Planetwissen.de beschreibt die Kindererziehung:

“Meine Pädagogik ist hart!” So formulierte Adolf Hitler seine Erziehungsideale. “Das Schwache muss weggehämmert werden. Es wird eine Jugend heranwachsen, vor der sich die Welt erschrecken wird. Eine gewalttätige, herrische, unerschrockene, grausame Jugend will ich …” Um diese Vorstellung von Pädagogik umzusetzen, wurden unter Hitler die Kindheit und die Jugend durchorganisiert und die Kinder von klein auf für den Kampf und für den Krieg erzogen.

Die Familien, deren Kinder zwangsweise in der HitlerJugend (HJ) und im Bund Deutscher Mädel (BDM) waren, erlebten, dass ihre Kinder zum Beispiel als Flakhelfer im Kriegseinsatz waren. Diese Familien sind, das ist nicht unverständlich, nach dem verlorerenen Krieg genau ins Gegenteil geschwenkt: unsere Kinder gehören uns. Und genau dieses Gefühl, dieser moralische Wertbegriff trägt uns heute noch, ist jedoch dem kapitalistischen System nicht zuträglich, weil Frauen als Arbeitskräfte ausfielen. Nun kam, welch Wunder, die Emanzipationsbewegung, in der Frauen nicht nur KKK (Kinder-Küche-Kirche) sahen, sondern ihre Selbstverwirklichung durch ihren Beruf hatten. Wo sollten da noch Kinder sein? Bei vielen Frauen entstand der innere Zwiespalt Kinder-Beruf. Und unsere Politik ist total ratlos, oder scheint ratlos.

Wir erleben daher die voraussichtliche Entwicklung, die die

Bevölkerungsentwicklung - Daten Statistisches Bundesamt 2016
Bevölkerungsentwicklung – Daten Statistisches Bundesamt 2016

Wir haben nicht das Problem Alterung der Gesellschaft, wir haben das Problem fehlende Kinderzeugung. Woher kommt diese Entwicklung?

  • blinde Emanzipation
  • blinder Eigennutz, ja massive Egozentrik
  • blinde Selbstbewusstseinslust
  • fehlende gesellschaftliche Verantwortung
  • fehlende Rahmenbegleitung bei gesellschaftlichen Veränderungen.

Wo ist zum Beispiel die Unternehmensverpflichtung, dass Unternehmen oder Unternehmenseinheiten mit (zum Beispiel) mehr als 200 Mitarbeitern Unternehmens- Kindergärten haben müssen. Und solche Unternehmen, die kleiner als 200 Mitarbeiter sind, haben sich lokal zur Förderung und Unterhaltung von einem Kindergarten zusammenzuschließen.

Was wir heute erleben: die wenigen Kinder sind eine gesamtgesellschaftliche Last! Sie müssten jedoch eine gesamtgesellschaftliche Pflicht werden, an der jeder, auch jede Unternehmenseinheit Anteil hat (und sich nicht nur argumentativ dahinter versteckt Steuern zu zahlen).

Und wenn wir nun in diesem Kontext das Thema “Alterssicherung” sehen, dann wird es total dunkel: das Rentensystem ist als Umverteilungssystem aufgebaut. Was in die linke Hosentasche durch Rentenversicherungszahlungen (Arbeitnehmer und Arbeitgeber) rein kommt, zahlt die rechte Tasche an die Rentenempfänger aus. Dieses Prinzip funktionierte zu einer Zeit, als wir hohe wirtschaftliche Wachstumsraten hatten. Dieses Prinzip funktioniert nicht in einem Wirtschaftssystem, in dem die Wachstumsraten die Größenordnung von normalen jährlichen Rationalisierungsprogrammen der Unternehmen haben. Die ehemalige Idee der SPD, Maschinensteuer, war doch verdammt gut: immer mehr Produkte werden von Robotern produziert und gleichzeitig Menschen in den Betrieben reduziert (Kündigung oder Nichtersetzen der Fluktuation). Beispiel (Deutsche Wirtschafts Nachrichten):

Adidas produziert künftig wieder in Deutschland – allerdings ohne Arbeitsplätze zu schaffen: In Ansbach baut das Unternehmen dazu eine Roboter-Fabrik für Schuhe, die weitgehend ohne menschliche Mitarbeiter auskommen soll.

oder

Innovative Automatisierungslösung – Verkettete Roboter produzieren Eingangswellen.

Diese Beispiele ließen sich ad infinitum fortführen. Ich selber hatte auch als Firmenleiter eine Teilautomatisierung mit Robotern praktiziert: sicher-kein Urlaub-keine Pausen-ständig optimale Qualität-schneller als Menschen. Ein solches System kommt mit wenigsten Mitarbeitern aus. Firmen reduzieren ihre Kosten.

Wie ist aber ein Sicherungsystem, wie ist ein Staat mit bürgerlichen Anforderungen aufrecht erhaltbar, das von immer weniger Beitragszahlern ein über Jahrzehnte sicheres Versorgungssystem gewährleisten muss, wenn einzelne Mitglieder der Gesellschaft ausscheren oder gar drohen Deutschland zu verlassen, wenn die Regierung nicht solche Schritte unternimmt, die ihnen als Unternehmen (geringen) Schaden verursachen könnte.

Unsere Politiker basteln anstelle systematisch und analytisch zu planen und ihre Planungen zu realisieren! Wären unsere Politiker in einem Unternehmen, es wäre schon längst pleite! Man könnte nach den vielen Jahren Politik- Überblick sagen: wir haben ein politisches System zum Erhalt des Kapitalismus – nicht mehr aber auch nicht weniger. Der Bürger ist ein Funktionsbaustein in diesem System – nicht mehr aber auch nicht weniger.

Schon zu Adenauers Zeiten haben die Macher des heutigen Renten- Umverteilungssystems erkannt, es hält bis vielleicht zum Jahre 2000. Warum wurde nicht schon ab 1970 daran gearbeitet?

Wie dramatisch unser Rentensystem sich entwickelt, das sagen uns Politiker nicht! Betrachten wir einmal die jährlichen Kosten der Bundesversicherungsanstalt: 158 Milliarden je Jahr werden aufgewandt. Zur Systemgerechtigkeit gehört, dass zumindest der Inflationsausgleich jährlich der Rente zugerechnet wird. Aber hier beginnt das nächste Problem: bisher haben Politiker immer die vom Statistischen Bundesamt ermittelten Preissteigerungsrate, das ist die Preisveränderung in einem von diesem Amt selber festgelegten und sich laufend verändernden Warenkorb, als Basis ihres politischen Handeln genommen. Man weiß jedoch

  1. schlimme Manipulationsmöglichkeiten bei einem Warenkorb, der sich laufend verändert
  2. der Rentner- Warenkorb enthält mit Sicherheit nicht alle die Güter, die im allgemeinen Warenkorb des Statistischen Bundesamtes zu finden sind – beispielsweise brauchen Rentner kaum Technik (Computer, Fahrräder und ähnliche technische Ausrüstungsgegenstände).

Es ist zu empfehlen, dass bei Rentnern mit einer Preissteigerungsrate von 5 Prozent anstelle der allgemeinen politisch befohlenen 2 Prozent zu rechnen ist. Was ergibt sich dadurch für die Bundesversicherungsanstalt? Schauen Sie diese dramatische Grafik an:

Eigene Berechnung: Aufwändungen für das Rentensystem bei Inflationsausgleich
#13 Eigene Berechnung: Aufwändungen für das Rentensystem bei Inflationsausgleich

Sehen Sie? In Worten: nach 50 Jahren, also im Jahre 2065, muss die Bundesversicherungsanstalt jährlich rund 1,7 Billionen Euro auszahlen! Sie werden nun sagen: ‘na und, das gesamte Geldgefüge geht doch mit diesem Betrag nach oben, so dass die Relation Preise – Einkommen erhalten bleibt, mit anderen Worten: wir müssen uns eigentlich nur an größere Zahlen gewöhnen‘.

Dieses Argument muss hinterfragt werden und wird in folgenden Spezialkapiteln untersucht werden.

1.3.2.4 Alterssicherung und Wirtschaftssystem

Unser Wirtschaftssystem muss die Balance zwischen weltwirtschaftlichen Erfordernissen und sozialem Ausgleich erfüllen, um nicht zu einer gesellschaftspolitischen Gefahr zu werden. Die „soziale Marktwirtschaft“ sollte diesen Spagat schaffen, in der auch die Sicherung der Beschäftigten möglich sein sollte. Nur, man sei sich bewusst, nicht das System macht etwas, Menschen machen es. Und Menschen haben aus der deutschen Gesellschaftsordnung eine Unternehmerrepublik gemacht. Der weltwirtschaftliche Sieg des kleinen Deutschland hat die Balance sich opfern lassen. ABER:

“Endlichkeit des Wachstums” ist ein Unwort für Wirtschaftspolitiker, weil Wirtschaftswachstum der Treiber unserer fast geheiligten gesellschaftlichen Philosophie, dem Kapitaismus, schlechthin ist. Seitens der volkswirtschaftlichen Wissenschaft wurde bisher keine Lösung angeboten, die aufzeigt, wie eine Gesellschaft, wie ein Wirtschafts- und Finanzsystem mit nur sehr geringem Wachstum, beispielsweise mit einer Wachstumsrate von 1%, überleben kann. Wir werden in diesem Kapitel und seinen Unterkapiteln

  • Gefahren des Wirtschaftssystems durch Sättigung
  • Gefahren des Wirtschaftssystems durch Überschuldung
  • Gefahren des Wirtschaftssystems durch Umweltzerstörung
  • Gefahren des Wirtschaftssystems durch politische Instabilität
  • Gefahren des Wirtschaftssystems durch Technologie

erkennen, welche Gefahren für die Stabilität unseres Wirtschaftssystems drohen. In einer erweiterten Gesamtschau wurde mit dem Verfahren “Qualtifizierung qualitativer Daten”, QQD ®, folgende Gefahrenpotentiale für die Stabilität der Zukunft abgeschätzt:

  1. Alterung der Bevölkerung
  2. Fehler / Unfähigkeit der Politiker
  3. Gefahren des Wirtschaftssystems durch allgemeine Kriminalität
  4. Gefahren des Wirtschaftssystems durch Beendigung Bargeld
  5. Gefahren des Wirtschaftssystems durch gesellschaftliche Instabilität
  6. Gefahren des Wirtschaftssystems durch Sättigung
  7. Gefahren des Wirtschaftssystems durch Technologie
  8. Gefahren des Wirtschaftssystems durch Überschuldung
  9. Gefahren des Wirtschaftssystems durch Umweltzerstörung
  10. Inflation/Teuerung
  11. Irrungen
  12. Staat konfisziert Vermögen
  13. Staatsverschuldung
  14. Verschuldung Privathaushalte

Das Ergebnis, das heißt, die Prioritätenfolge ergibt sich in dem Verfahren durch einen Vergleich jeweils zweier Gefahrenpotentiale. Daas Ergebnis:

  • Die Wahrscheinlichkeit, dass die 1. Priorität heißt, Staat konfisziert Vermögen liegt bei 9,9%
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass die 2. Priorität heißt, Inflation/Teuerung liegt bei 9,9%
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass die 3. Priorität heißt, Gefahren des Wirtschaftssystems durch Sättigung liegt bei 9,4%
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass die 4. Priorität heißt, Verschuldung Privathaushalte liegt bei 9,4%
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass die 5. Priorität heißt, Fehler / Unfähigkeit der Politiker liegt bei 9,4%
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass die 6. Priorität heißt, Staatsverschuldung liegt bei 7,2%
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass die 7. Priorität heißt, Gefahren des Wirtschaftssystems durch Technologie liegt bei 7,2%
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass die 8. Priorität heißt, Gefahren des Wirtschaftssystems durch Überschuldung liegt bei 7,2%
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass die 9. Priorität heißt, Irrungen bezüglich Lösungen liegt bei 7,2%
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass die 10. Priorität heißt, Gefahren des Wirtschaftssystems durch gesellschaftliche Instabilität liegt bei 5,8%
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass die 11. Priorität heißt, Gefahren des Wirtschaftssystems durch allgemeine Kriminalität liegt bei 5,4%
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass die 12. Priorität heißt, Alterung der Bevölkerung liegt bei 4,5%
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass die 13. Priorität heißt, Gefahren des Wirtschaftssystems durch Beendigung Bargeld liegt bei 4,0%
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass die 14. Priorität heißt, Gefahren des Wirtschaftssystems durch Umweltzerstörung liegt bei 3,6%

Staat konfisziert Vermögen und Inflation/Teuerung stehen ganz oben bei der Gefahreneinschätzung für eine positive Zukunft der Privathaushalte.

Das Konfiszieren von Vermögen wird in Deutschland überaus feinsinnig betrieben und wir haben uns fast daran gewöhnt “abgezockt” zu werden. Fast niemand der Bevölkerung würde einen Politiker oder eine Partei deswegen tatkräftig durch Nichtwahl kritisieren, dass die Bürger wo nur möglich zur Ader gelassen werden.

Warum eigentlich werden die Bürger derart zur Ader gelassen? Weil – aller Propaganda zum Trotz – das Wirtschaftswachstum nicht ausreicht UND die Politik Unternehmer nicht belasten wollen; Argument: eine Belastung wirkt sich auf dem Weltmarkt negativ aus und verringert Verkaufschancen. Mit verringerten Verkaufschancen sind Arbeitsplätze in Deutschland oder gar der Standort Deutschland in Gefahr. Diese Weltwirtschaftsordnung macht alle westlichen Volkswirtschaften zu Unternehmerwirtschaften. Natürlich muss der Staat auf das Bruttoinlandsprodukt schauen und daher ist das Wirtschaftswachstum eine besonders zu beachtende Größe:

eigene Berechnung aus Statistisches Bundesamt, Fachserie 18, Reihe 1.5, 2015, Seite 14
#14 eigene Berechnung aus Statistisches Bundesamt, Fachserie 18, Reihe 1.5, 2015, Seite 14

Die Ausschläge und auch die Extremwerte im BIP vor 1970 waren wesentlich höher, weil die Zerstörung im Kriege den Neuaufbau Deutschlands erforderlich machte. Eigentlich wurde durch die Zerstörung Deutschlands der Grundstein für einen heutigen industriedominanten Staat gelegt! ABER: irgendwann ist ein solcher Aufbau abgeschlossen; die Globalisierung und später die Osterweiterung der EU sollten neben den strategischen (geopolitischen) Segnungen auch Expansionsausgleiche ermöglichen. Es ist zu natürlich, dass das BIP durch den Wandel der Erweiterungsinvestitionen zu Ersatzinvestitionen (geschäftlich und auch privat) einem unteren Grenzwert zustrebt. Man sieht, dass dieser Grenzwert (es ist realiter keine Gerade, die die Entwicklung zeigt, sondern vielmehr eine asymptotische Kurve) bei etwa + 2,5 Prozent liegt.

Verfügbarkeit von Arbeitsstellen bei immer schwächeren Wachstumsraten ist DIE wirtschaftspolitische Herausforderung, die insbesondere bei dem Systemwandel von Handarbeit zur Kopfarbeit auch sehr gut bildungspolitisch geleistet werden muss; Ob der Systemwandel evolutionstheoretisch überhaupt möglich ist, das ist völlig offen. Kein realistisch denkender Mensch wird zustimmen, dass Intelligenz unendlich und bei jedem verfügbar ist, so dass sich die Frage ergibt, entwickelt sich unser Arbeitssystem weg von dem potenziell Möglichen;

Förderung des Wirtschaftswachstums ist in der westlichen Welt zunehmend dadurch entstanden, dass das Wirtschaftswachstum seit 30 Jahren sich laufend abschwächt; Wirtschaftswachstum kommt durch Bedarfssättigung nach Waren und Dienstleistungen. Wo jedoch Bedarfe nicht bestehen, müssen teilweise dirigistische Maßnahmen, die philosophisch begründet werden, Neubedarfe entstehen lassen; Beispiele: Glühlampenverbot, Klimawandel und Maßnahmen daraus.

Was ist die Konsequenz einer dauerhaft geringen Wachstumsquote der Wirtschaft?

Das Okunsche “Gesetz”

Aus Wikipedia folgende Erklärung: Das Okunsche “Gesetz” (auch Okuns “Gesetz”) beschreibt die Korrelation zwischen Produktionswachstum und Arbeitslosigkeit in einer Volkswirtschaft, die erstmals von Arthur Melvin Okun (1928–1980) anhand von Wirtschaftsdaten aus den USA untersucht wurde. Die Hauptaussage des “Gesetz” es besteht darin, dass ein über eine bestimmte Rate hinausgehendes Wachstum, normales Produktionswachstum oder Beschäftigungsschwelle genannt, mit einem Rückgang der Arbeitslosenquote einhergeht. Ist das Wirtschaftswachstum niedriger als das normale Produktionswachstum, steigt die Arbeitslosenquote.
Eine Anmerkung zum Okunschen “Gesetz” sei gestattet: in allen Veröffentlichungen wird das Phänomen, das Okunsche “Gesetz”, geschrieben das Okunsche Gesetz, also ohne die Anführungsstriche bei Gesetz. Warum werden hier die Anführungsstriche gemacht? Aus meiner Sicht ist die Benennung Okunsches “Gesetz” eine verbale Entgleisung, weil begrifflich unterstellt wird, es gäbe eine fixe Gesetzmäßigkeit zwischen Wirtschaftswachstum und Arbeitslosenentwicklung. Realiter ist es aber so, dass man eine Korrelationsanalyse zwischen einer Datenreihe Wirtschaftswachstum und Arbeitslosenentwicklung erstellt hat und voraussetzte, dass

  1. in allen Volkswirtschaften dieser fixe Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Arbeitslosenentwicklung bestünde,
  2. es einen linearen Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Arbeitslosenentwicklung gäbe (Anmerkung: der Korrelationskoeffizient ~0,7 , siehe unten, deutet bereits darauf hin, dass der Zusammenhang nicht unendlich groß ist)  und
  3. Wirtschaftswachstum und Arbeitslosenentwicklung Primärdaten wären (Anmerkung: in dem Kapitel “Gefahren des Wirtschaftssystems durch Technologie” wird der Einsatz der Robotertechnik diskutiert, lesenswert ist in dem Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Robotertechnik eine Analyse von PriceWaterhouseCoopers (PWC) “Ein Drittel aller Arbeitsplätze sind durch Roboter bedroht”).

Also, von Gesetz kann man wirklich nicht sprechen, daher hier die nicht allgemein übliche Schreibweise Okunsches “Gesetz”.

“Zusammen mit der Phillips-Kurve und der Gesamtnachfrage-Funktion beschreibt das Okunsche “Gesetz” die Wechselwirkung zwischen den volkswirtschaftlichen Faktoren Produktionswachstum, Geldmengenwachstum und Arbeitslosigkeit” (Wikipedia).

Es wurde eine Gleichung für die USA gefunden, die für den Zeitraum 1961 bis 2007 die Arbeitskräfteentwicklung sehr gut beschreibt und wahrscheinlich auch für alle westlichen Staaten anwendbar ist, es sei denn, Regierungen würden durch Sondermaßnahmen den Arbeitsmarkt (sozialistisch) steuern. In der folgenden Gleichung sind folgende Parameter:

ut Arbeitslosenquote des Jahres t
u(t-1) Arbeitslosenquote des Jahres vor dem Jahr t
gyt Wirtschaftswachstum des Jahres t

Die Gleichung lautet: ut-u(t-1)=-0,36*(gyt-3,29%)

Wikipedia zeigt auf, wie diese Gleichung realiter sich darstellt:

Quelle: Wikipedia

Man sieht an dem Schnittpunkt der Geraden mit der X- Achse (Wirtschaftswachstum), dass erst ab einem Wirtschaftswachstum von mehr als 3,29 % eine wirkliche Absenkung der Arbeitslosenquote erfolgt. In diesem Chart kann man auch den Korrelationskoeffizienten R² erkennen: ~ 0,7; das bedeutet, dass der Zusammenhang zwischen dem Wirtschaftswachstum und der Arbeitslosenquote 70 Prozent ist. Das ist in der Statistik ein recht guter Zusammenhang, der nachweist, dass diese gefundene Gleichung recht gut die Situation darstellt, wenngleich nicht perfekt.

Wie passt diese Okunsche Theorie zu Deutschland?

Wenn man die Arbeitslosenraten-Veränderung und das Wirtschaftswachstums-Veränderung in Deutschland in der Zeit 1996 bis 2016 ermittelt, dann ergibt sich ein etwas anderes Bild:

Veränderung Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit Deutschland 1996 bis 2016, Daten STATISTICA, eigene Berechnung, Skalierung wie bei Prof. Dr. W. Lorenz (siehe unten)

Die Gleichung wurde berechnet: DeltaArblos=0,000249-0,417257*BIP.

Als Korrelationskoeffizient ergibt sich R²=-10,57% , nichts, was sehr große Zuverlässigkeit auszeichnet. Der negative Korrelationskoeffizient erklärt sich daraus, dass mit höherem Wirtschaftswachstum die Arbeitslosigkeit zurück geht (Gegenläufigkeit).

Während für den Zeitraum von Prof. Lorenz ab ~ 3 Prozent Wirtschaftswachstum eine Reduzierung der Arbeitslosigkeit beginnt, beginnt für den Zeitraum 1996 bis 2016 ~ 0,5 Prozent Wirtschaftswachstum eine Reduzierung der Arbeitslosigkeit; das heißt, der Arbeitsmarkt reagiert derzeit (es wird unterstellt, dass die Betrachtung des Zeitraums 1996 bis 2016, Einfluss HARTZ IV, mittelfristig wirkt) sehr viel früher aber auch weniger sensibel auf Veränderungen des Wirtschaftswachstums.

Schauen wir uns die Jahresentwickung an:

Quotient der Veränderung Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit Deutschland 1996 bis 2016, Daten STATISTICA, eigene Berechnung

Wir erkennen an dem Schaubild, dass wir 4 Ausreißerjahre hatten; die übrigen Werte liegen relativ dicht um 0 Prozent (Mittelwert -0,11).

Erklärung für die Unterschiede zwischen Okun und der Berechnung: jedes Unternehmen hat gegenüber dem Management die Forderung, jährliche Rationalisierungen durchzuführen, um die Personalkosten nicht stückproportional zu haben. Durch Rationalisierungen werden Wachstumseffekte weniger personalintensiv. Der Mittelwert des Wirtschaftswachstums von 1996 bis 2016 betrug absolut 1,38 Prozent je Jahr ( Median 1,70 Prozent je Jahr), der Mittelwert der jährlichen Veränderung betrug 0,09 Prozent je Jahr. Wenn Unternehmen eine jährliche Rationalisierung von 1,38 Prozent beschäftigungswirksam durchführen, dann ergibt sich genau diese flache Geradensteigung, also kaum ein Effekt. Hinzu kommt sicherlich, dass die Arbeitnehmer- Schutzrechte in Deutschland kurzfristige Personalveränderungen schwerlich zulassen – im Unterschied zu den USA; dieser arbeitsrechtliche Sachverhalt wird auch deutlich in der Beschäftigungsstreuung 1996 bis 2016 von 0,8 Prozent je Jahr.

Wie passt diese Okunsche Theorie zu dieser Zeit – beginnendes 21. Jhd?

Für die Beantwortung dieser Frage muss man einen kleinen Ausflug in die Wissenschaft der Statistik machen (siehe auch Kapitel Statistik): Wer, wie Okun, derartige Gesetzmäßigkeiten meint erkannt zu haben, der betreibt einen gewaltigen Fehler:

  • Gesetzmäßigkeiten sind zeitunabhängig, wäre eine Gesetzmäßigkeit zeitabhängig, dann wäre eine Beschreibung nicht mehr als eine temopräre Analyse
  • Unbewusst implizieren wir, dass das Okunsche “Gesetz” eine fortlaufende Gültigkeit hat; wir betonieren quasi die Marke 3 Prozent als break even ein, ein katastophaler Fehler in der Systematik der Prognostik
  • Bei Prognosen über einen Betrachtungszeitraum hinaus muss, das sagt die Wissenschaft der Statistik, gewährleistet sein, dass die Daten (der Grundgesamtheit) oder die Treiber der Daten (Sachverhalte) dieselben sind, wie sie für den Betrachtungszeitraum herrschten. Methodisch ist es schon unzulässig, von US- Daten auf Deutsche Daten zu schließen (implizit macht man es); methodisch ist es ebenso unzulässig, für den Betrachtungszeitraum 1971 bsi 2001 auf 2016 zu schließen. Warum ist es methodisch unzulässig? Weil sich u.a. die rechtlichen Arbeitsmarktverhältnisse grundsätzlich geändert haben, weil der Mechanisierungsanteil sich grundsätzlich verändert hat, weil sich Arbeits- und Urlaubszeiten grundsätzlich verändert haben, weil die Krankheitsrate sich grundsätzlich verändert hat …

Ich empfehle jedem Okun- Gläubigen sich folgendes Szenario vorzustellen: Jede Arbeitskraft in Deutschland wird durch einen Roboter ersetzt, jede! Was meinen Sie, wie sich die Beschäftigungsrate mit der BIP- Veränderung verändert? Gar nicht! Vielleicht hatte Professor Biedenkopf dieses Szenario vor Augen, als er entsetzten Parteimitgliedern seinen Standpunkt aufzeigte “daß es keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Beschäftigungsvolumen gibt“, Zitat aus DIE ZEIT von 1986. Vielleicht hatte Professor Biedenkopf seinen entsetzten Parteimitgliedern nicht vorgeworfen, dass das Okunsche “Gesetz” eine Pseudokorrelation ist, ein Sachverhalt, der in der wissenschaftlichen Statistik bekannt ist.

Welche Konsequenz erschließt sich daraus für das Wirtschaftssystem?

  1. Ohne ein hohes Wirtschaftswachstum (mehr als 0,41 % je Jahr entsprechend 0,417257*BIP ) steigt die Arbeitslosenquote in der heutigen Zeit
  2. Mit steigender Arbeitslosenquote in der heutigen Zeit steigt die gesellschaftliche Belastung durch unser soziales Sicherungssystem
  3. Bei einer personalbezogenen Industrierationalisierung in der mittleren Größenordnung des Wirtschaftswachstums ergibt sich natürlich keine Abhängigkeit zwischen Wirtschaftswachstum und Arbeitslosenrate.

Welche Konsequenz erschließt sich daraus für das Rentensystem?

  1. Das Rentensystem kann nicht mehr durch den Staat unterstützt werden
  2. Der Staat wird Wege finden müssen, Transferzahlungen zu reduzieren oder gar zu vermeiden
  3. Der Staat wird Wege finden müssen, die Renten- Auszahlbeträge durch das soziale Sicherungssystem einzugrenzen.

Welche Konsequenz erschließt sich daraus für das Gesellschaftssystem?

  1. Das Vertrauen in das Rentensystem wird fortlaufend geschwächt
  2. Das Vertrauen in das Wirtschaftssystem wird fortlaufend geschwächt
  3. Es entsteht Widerstand gegen das politische System schlechthin.

Das Wirtschaftslexikon Gabler schreibt zum Okunschen “Gesetz”: “Dieser Zusammenhang [Anmerkung: zwischen Wirtschaftswachstum und der Arbeitslosenquote] ist im Gegensatz zu seiner Bezeichnung kein ökonomisches “Gesetz”, sondern eine empirisch beobachtete Regelmäßigkeit, die kurzfristig stabil ist, langfristig allerdings Änderungen unterworfen ist. Auch kann der Zusammenhang zwischen Volkswirtschaften mit unterschiedlichen Arbeitsmarktstrukturen variieren. Der Einfluss der Arbeitslosigkeit auf die gesamtwirtschaftliche Produktion entsteht durch die i.d.R. geringeren Einkommen der Arbeitslosen, die entsprechend weniger ausgeben. Folglich wird besonders der private Verbrauch belastet.” Dieser Hinweis ist absolut richtig, weil die Konstanten, -0,36 und 3,29%, die Situation der USA- Jahre 1961 bis 2007, sowohl wirtschaftlich als auch politisch, darstellen.

Man sage jedoch nicht, dass das Okunsche “Gesetz” für Deutschland nicht anwendbar wäre (wie oben bereits angedeutet):

Prof. Dr. W. Lorenz, Hochschule Harz, 38855 Wernigerode, Friedrichstr. 57-59, Tel. (03943) 659-208, wlorenz @ hs-harz.de, zwischen den Wachstumsraten der Größen BIP, Erwerbstätige, Produktivität und Arbeitszeit besteht ein funktionaler (definitorischer) Zusammenhang

Wir erkennen an den von Prof. Lorenz gefundenen Koeffizienten, dass

  • ab einem Wirtschaftswachstum von etwa 3% positive Arbeitsmarkteffekte eintreten
  • unterhalb einem Wirtschaftswachstum von etwa 3% eine Zunahme der Arbeitslosigkeit entsteht.

Es ist insbesondere zu berücksichtigen, dass in dem von Prof. Lorenz betrachteten Zeitraum die neue Arbeitsmarktpolitik (Agenda 2010, Schröder) sich noch nicht in der Statistik auswirkte. Daher sind die Abweichungen zum Betrachtungszeitraum 1996 bis 2016 zu verstehen.

Es ist beachtlich, dass die Zahlen von Prof. Lorenz mit denen von Okun vergleichbar sind. Bedauerlich ist, dass Lorenz keinen Korrelationskoeffizienten für seine Gleichung angegeben hat; vermutlich wird sein Korrelationskoeffizient nur unbedeutend von dem von Okun abweichen, also auch etwa bei 70 Prozent liegen. Lorenz hebt aber in seinen Ausführungen ausdrücklich hervor, dass die Okunschen Koeffizienten je nach Betrachtungszeitraum schwanken; das zeigt sich auch an der Darstellung 1996 bis 2016.

Wirtschaftswachstum und Arbeitslosenquote

Wenn nun Okun und Lorenz festgestellt haben, dass sich ein guter Zusammenhang darstellen lässt, wenn nun beide feststellen, dass ab einem Wirtschaftswachstum von etwa 3 Prozent ein positiver Arbeitsmarkteffekt durch verringerte Arbeitslosenquote zeigt, dann ist dieser Hinweis schon recht gut

aber

man sollte berücksichtigen, dass die Arbeitslosenquote um so mehr zu einer umkämpften politischen Größe wird, je gravierender soziale Probleme in der Gesellschaft entstehen. Walter J. Williams, “Walter J. ‘John’ Williams was born in 1949. He received an A.B. in Economics, cum laude, from Dartmouth College in 1971, and was awarded a M.B.A. from Dartmouth’s Amos Tuck School of Business Administration in 1972, where he was named an Edward Tuck Scholar. During his career as a consulting economist, John has worked with individuals as well as Fortune 500 companies“, ermittelt auf eigene Weise die US- Arbeitsmarktstatistik:

Link: The ShadowStats Alternate Unemployment Rate for February 2017

Williams zeigt sehr deutlich auf, dass zwischen der von Williams ermittelten Arbeitslosenrate von 22,7 Prozent und der offiziellen Arbeitslosenrate von 5 Prozent ein erhebliches Gap besteht. Ich nenne es politisches Gap; es ist zu vermuten, dass auch in Deutschland solche Unterschiede realiter bestehen.

Für eine seriöse Berechnung der Okunschen Koeffizienten sind derartige statistische Differenzen unzumutbar, so dass eine Aussage über den Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Arbeitslosenquote nicht unkritisch und nur fehlerbehaftet herstellbar ist.

Was bleibt übrig von dem Okunschen “Gesetz”? Zumindest die Aussage, dass erst ab einem höheren Wirtschaftswachstum der Arbeitsmarkt und damit die arbeitende Bevölkerung in der heutigen Zeit profitiert.

Wir sind immer noch in dem Kapitel “Alterssicherung und Wirtschaftssystem” und der Bundeshaushalt der Bundesrepublik Deutschland zeigt, dass erhebliche Transferleistungen in das Rentensystem erforderlich sind. DIE ZEIT schreibt 2014 “In den Industriestaaten lebt der größte Teil der Menschen ab 65 Jahren von staatlichen Transferleistungen, zu denen auch die gesetzliche Rente zählt. Vor allem für den ärmeren Teil der Bevölkerung ist das die Haupteinnahmequelle, wie die Infografik zeigt, die das Statistikportal Statista auf Basis von Zahlen der OECD für ZEIT ONLINE erstellt hat. Insgesamt machen in den OECD-Ländern die Transferleistungen 59 Prozent des Einkommens der über 65-Jährigen aus”.

Woher kommen diese Transferleistungen? Sie kommen aus einem funktionierenden Wirtschaftssystem, genauer, sie werden gezahlt von privaten und juristischen Personen, die in diesem Wirtschafts- und Gesellschaftssystem leben. Also, das darf nicht vergessen werden, so trivial es sich anhört: ein gut  funktionierendes Wirtschaftssystem ist das Fundament eines sozialen Gesellschaftssystems. Viel zu sehr gehen wir alle davon aus, dass dieses Wirtschafts- und Gesellschaftssystem gut funktioniert – nicht nur heute, sondern auch zukünftig. Viel zu sehr gehen wir alle davon aus, dass das, was wir heute in all seinen Ausprägungen erleben auch morgen in all seinen Ausprägungen so sein wird.

Viel zu sehr gehen wir alle davon aus, dass sich nichts ändert und alles stabil bleibt. Das ist jedoch der Kardinalfehler, den Politiker so sehr lieben! Bürger, die unkritisch sind, die die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Risiken nicht sehen, sind höchst willkommen bei den Politikern, weil genau diese Gruppe keine sehr differenzierten und ungemütlichen Fragen stellt. Genau diese Gruppe macht es den Politikern höchst leicht.

Wie zuvor bereits geschrieben, es sind Risiken in dieser real existierenden Welt:

  • Gefahren des Wirtschaftssystems durch Sättigung
  • Gefahren des Wirtschaftssystems durch Überschuldung
  • Gefahren des Wirtschaftssystems durch Umweltzerstörung
  • Gefahren des Wirtschaftssystems durch politische Instabilität
  • Gefahren des Wirtschaftssystems durch Technologie.

Und diese Risiken werden wir uns in den nächsten Kapiteln anschauen. Noch einen Hinweis zu der Benennung “Risiken”. Eine Risikobetrachtung ist nicht destruktiv, nicht zerstörerisch, eine Risikobetrachtung ermöglicht Chancen, Chancen frühzeitig zu erkennen und neue Wege zu erdenken. Ja, ich weiß, das Gegenargument heißt: “warum jetzt”? Antwort: mit jedem Jahrzent wird unsere Welt immer komplexer, so dass es keine einfachen Zusammenhänge ‘hier ist ein Ereignis und das erzeugt jenes Ergebnis’ nicht mehr gibt:

eigene Darstellung: jeder Punkt repräsentiert ein real existierendes Ereignis, das eine unsichere Reihe von Ergebnissen nach sich zieht

Wenn die von vielen verteufelten 68er, jene also, die 1968 jung und geistig fit waren, etwas der Gesellschaft Wichtiges hatte vermitteln wollen, so dieses: alles hängt mit allem zusammen. Das Problem dieser Erkenntnis ist nur, kein Mensch, kein Computer wird mit dieser komplexen Interdependenz fertig werden – wir scheitern an der Vielfalt. Und wenn wir zudem berücksichtigen, dass der Zusammenhang zwischen Ereignis und Ergebnis nicht mit einer Wahrscheinlichkeit von 1,0 versehen ist, so zum Beispiel bei Okun 0,7, dann wird einem bewusst, wie unscharf wir in der Lage sind, die Zukunft vorherzusagen, abzubilden. Also nun im Folgenden die Differenzierungen, die unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem bedrohen und damit auch die Alterssicherung in Gefahr bringen:

1.3.2.4.1 Gefahren des Wirtschaftssystems durch Sättigung
1.3.2.4.2 Gefahren des Wirtschaftssystems durch Überschuldung
1.3.2.4.3 Gefahren des Wirtschaftssystems durch Umweltzerstörung
1.3.2.4.4 Gefahren des Wirtschaftssystems durch politische Instabilität
1.3.2.4.5 Gefahren des Wirtschaftssystems durch Technologie

1.3.2.4.1 Gefahren des Wirtschaftssystems durch Sättigung

(daran wird gearbeitet)

Es ist eine triviale Erkenntnis: Wohlstand ergibt sich durch

  • private Nachfrage (Privatkonsum) oder
  • fremde Nachfrage (Export – Güterverkehr über die Landesgrenze).

Privatkonsum und Export generieren Arbeit. Die Summe der Arbeit ergibt das Wirtschaftssystem. Arbeit generiert

  • Arbeitsplätze
    • Arbeitsplätze generieren Beschäftigung
      • Beschäftigung generiert Einkommen
        • Einkommen generiert Privatkonsum
          • Privatkonsum generiert Arbeit
            • Arbeit generiert neue Arbeitsplätze
  • direkte und indirekte Investitionen aller Art
    • Investitionen generieren neue Arbeit
      • neue Arbeit generiert Arbeitsplätze
        • Arbeitsplätze generieren Beschäftigung
          • Beschäftigung generiert Einkommen
            • Einkommen generiert Privatkonsum
              • Privatkonsum generiert Arbeit
                • Arbeit generiert neue Arbeitsplätze

Eine wunderschöne Kaskade, würde sie stimmen. Ja was stimmt denn an diesem Perpetuum Mobile nicht? Die Voraussetzung für Nachfrage ist der Bedarf. Oft genug tun wir so, als wäre der Bedarf unendlich!

Weil die Politik diese Kaskade kennt, wird Nachfrage beziehungsweise Bedarf sehr genau beobachtet: das Statistische Bundesamt, eine Abteilung des Bundesinnenministeriums, betreibt diese Statistiken [merkwürdig, dass die Planstelle 2100 keinen Vorgesetzten hat und keine juristische Bezeichnung besitzt. Aber durch die Mitteilung “Bun­desin­nen­mi­nis­ter er­nennt neu­en
Prä­si­den­ten des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes” kann man vermuten, dass das Statistische Bundesamt dem Bundesinnenministerium untergeordnet ist. Wenn das Statistische Bundesamt nicht einmal im Organigramm des Bundesinnenministeriums auftaucht, dann wird es ganz komisch. Nicht wenige bezeichnen das Statistische Bundesamt als eine Propagandaabteilung der Regierung.]

Egal – das Statistische Bundesamt betreibt durch Befragungen von Haushalten (Privathaushaltsstatistik) Untersuchungen über den Ausstattungsgrad von Haushalten in einer Datenbank, die den Namen GENESIS hat. Inhalte:

Code Inhalt
1 Gebiet, Bevölkerung, Arbeitsmarkt, Wahlen
11 Gebiet
12 Bevölkerung
13 Arbeitsmarkt
14 Wahlen
2 Bildung, Sozialleistungen, Gesundheit, Recht
21 Bildung und Kultur, Forschung und Entwicklung
22 Öffentliche Sozialleistungen
23 Gesundheitswesen
24 Rechtspflege
3 Wohnen, Umwelt
31 Gebäude und Wohnen
32 Umwelt
33 Flächennutzung
4 Wirtschaftsbereiche
41 Land- und Forstwirtschaft, Fischerei
42 Verarb. Gewerbe, Bergbau, Gew. v. Steinen u. Erden
43 Energie- und Wasserversorgung
44 Baugewerbe
45 Handel und Instandhaltung, Gastgewerbe, Tourismus
46 Transport und Verkehr
47 Finanz- und andere Dienstleistungen
48 Wirtschaftsbereichsübergreifende Ergebnisse
49 Andere Wirtschaftsbereiche
5 Außenhandel, Unternehmen, Handwerk
51 Außenhandel
52 Unternehmen und Arbeitsstätten
53 Handwerk und handwerksähnliches Gewerbe
6 Preise, Verdienste, Einkommen und Verbrauch
61 Preise
62 Verdienste, Arbeitskosten
63 Einkommen und Ausgaben privater Haushalte
7 Öffentliche Finanzen, Steuern, Personal
71 Öffentliche Finanzen
73 Steuern
74 Personal im öffentlichen Dienst
8 Gesamtrechnungen
81 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen des Bundes
82 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder
85 Umweltökonomische Gesamtrechnungen (UGR)
9 Nationale und internationale Indikatorensysteme

Und unter Ausstattungsgrad privater Haushalte findet sich:

CodeSortierung: aufsteigendSortierung: absteigend Inhalt
63111-0001 Ausstattung privater Haushalte (Laufende Wirtschaftsrechnungen): Deutschland, Stichtag, Gebrauchsgüter
63111-0002 Ausstattung privater Haushalte (Laufende Wirtschaftsrechnungen): Deutschland, Stichtag, Gebrauchsgüter, Haushaltstyp
63111-0003 Ausstattung privater Haushalte (Laufende Wirtschaftsrechnungen): Deutschland, Stichtag, Gebrauchsgüter, Haushaltsnettoeinkommensklassen
63111-0004 Ausstattung privater Haushalte (Laufende Wirtschaftsrechnungen): Deutschland, Stichtag, Gebrauchsgüter, Soziale Stellung d. Haupteinkommensbeziehers
63111-0005 Ausstattung privater Haushalte (Laufende Wirtschaftsrechnungen): Früheres Bundesgebiet/Neue Länder, Stichtag, Gebrauchsgüter
63111-0006 Ausstattung privater Haushalte (Laufende Wirtschaftsrechn.): Früheres Bundesgebiet/Neue Länder,Stichtag (bis 01.01.2014), Gebrauchsgüter, Haushaltstyp
63111-0007 Ausstattung privater Haushalte (Laufende Wirtschaftsrechn.): Früheres Bundesgebiet/Neue Länder,Stichtag (bis 01.01.2014), Gebrauchsgüter, Haushaltsnettoeinkommensklassen
63111-0008 Ausstattung privater Haushalte (Laufende Wirtschaftsrechn.): Früheres Bundesgebiet/Neue Länder,Stichtag (bis 01.01.2014), Gebrauchsgüter,Soziale Stellung des Haupteinkommensbeziehers
63211-0001 Ausstattungsgrad je 100 Haushalte (EVS): Deutschland, Stichtag, Gebrauchsgüter
63211-0002 Ausstattungsgrad je 100 Haushalte (EVS): Deutschland, Stichtag, Gebrauchsgüter, Haushaltsgröße
63211-0005 Ausstattungsgrad je 100 Haushalte (EVS): Früheres Bundesgebiet/Neue Länder, Stichtag, Gebrauchsgüter
63211-0006 Ausstattungsgrad je 100 Haushalte (EVS): Früheres Bundesgebiet/Neue Länder, Stichtag, Gebrauchsgüter, Haushaltsgröße

In der Tabelle 63211-0001 finden sich nach “Werteabruf” die Ausstattungsgrade einzelner Güter im Fünfjahresrhythmus (alle fünf Jahre werden die Haushalte befragt). Für das Jahr 2013 beispielsweise ergibt sich:

Gegenstand Prozent vorhanden
Personenkraftwagen 77,1
Personenkraftwagen fabrikneu gekauft 32,9
Personenkraftwagen gebraucht gekauft 49,4
Personenkraftwagen geleast 4,9
Krafträder 11,6
Motorrad, Motorroller
Kleinkraftrad (Moped, Mofa, Mokick)
Fahrrad 80,2
Fernsehgerät 95,1
(Farb-)Fernsehgerät
Schwarzweiß-Fernsehgerät
Flachbildfernseher (LCD, Plasma) 67,1
DVD-Player/Recorder 70,8
Videorecorder
Camcorder (Videokamera) 18,8
Camcorder (Videokamera) analog 8
Camcorder (Videokamera) digital 12,4
Schmalfilmkamera
Projektionsapparat
Projektionsapparat für Dia
Projektionsapparat für Schmalfilm
Fotoapparat 84,1
Spiegelreflexkamera
Kleinbildsucherkamera
Pocket-Kamera
Fotoapparat analog 34,8
Fotoapparat digital 73,3
Übrige Kameras
Radiorecorder/Stereorundfunkgerät
Plattenspieler
Kassettenrecorder
Radiorecorder
Tonbandgerät
Tonbandgerät, Kassetten- und Radiorecorder
Stereo-Anlage
Stereo-Anlage nur mit Plattenspieler
Stereo-Anlage nur mit Kassettengerät
Stereo-Anlage mit Plattenspieler u. Kassettengerät
Stereorundfunkgerät
Rundfunkgerät
Phonokombination mit Fernsehgerät
Phonokombination mit Farbfernsehgerät
Phonokombination ohne Fernsehgerät
Sonstige Phonokombination
Satellitenempfangsanlage 44,6
Kabelanschluss 47,1
DVB-T-Gerät (Decoder) 18,1
Pay-TV-Decoder/Receiver 17,7
CD-Player
CD-Recorder
CD-Player/CD-Recorder (auch im PC) 84,9
MP3-Player 45,3
MiniDisc-Player/Recorder
Spielekonsole 27,8
Personalcomputer 85,2
PC stationär 53,3
PC mobil (Notebook, Laptop, Palmtop) 65,2
PC mit CD-ROM Laufwerk
PC ohne CD-ROM Laufwerk
PC-Drucker (auch im Kombigerät) 73,3
Modem für Datenübertragung
Internetanschluss, -zugang 80,2
ISDN-Anschluss
Telefon 99,8
Telefon stationär (auch schnurlos) 90,5
Telefon mobil (Autotelefon, Handy) 92,7
Anrufbeantworter
Telefaxgerät 23,8
Navigationssystem 46,3
Kühlschrank (auch Gefrier- und Kühlkombination) 99,7
Gefrierschrank, Gefriertruhe (Einzelgeräte) 50,5
Kühl-, Gefrierkombination
Geschirrspülmaschine 67,3
Mikrowellengerät 71,1
Bügelmaschine
Waschmaschine 94,5
Waschmaschine mit eingebauter Schleuder, Automat
Waschmaschine ohne eingebauter Schleuder
Wäscheschleuder
Wäschetrockner 39,1
Elektroherd 94
Grillgerät
Nähmaschine
Nähmaschine (elektrisch)
Nähmaschine (mechanisch)
Staubsauger, Klopfsauger
Küchenmaschine
Mixgerät
Kaffeemaschine

Dort, wo kein Wert steht, wurde entweder nicht gefragt (z.B. wurden die Haushalte nicht nach: ‘haben Sie eine Kaffeemaschine’ befragt?) oder man geht von einem Vorhandensein von ~ 100% aus. Im Folgenden der Ausschnitt aus der Tabelle:

Gegenstand Prozent vorhanden
Telefon 99,8
Kühlschrank (auch Gefrier- und Kühlkombination) 99,7
Fernsehgerät 95,1
Waschmaschine 94,5
Elektroherd 94
Telefon mobil (Autotelefon, Handy) 92,7
Telefon stationär (auch schnurlos) 90,5
Personalcomputer 85,2
CD-Player/CD-Recorder (auch im PC) 84,9
Fotoapparat 84,1
Fahrrad 80,2
Internetanschluss, -zugang 80,2
Personenkraftwagen 77,1
Fotoapparat digital 73,3
PC-Drucker (auch im Kombigerät) 73,3
Mikrowellengerät 71,1
DVD-Player/Recorder 70,8
Geschirrspülmaschine 67,3
Flachbildfernseher (LCD, Plasma) 67,1
PC mobil (Notebook, Laptop, Palmtop) 65,2
PC stationär 53,3
Gefrierschrank, Gefriertruhe (Einzelgeräte) 50,5
Personenkraftwagen gebraucht gekauft 49,4
Kabelanschluss 47,1
Navigationssystem 46,3
MP3-Player 45,3
Satellitenempfangsanlage 44,6
Wäschetrockner 39,1
Fotoapparat analog 34,8
Personenkraftwagen fabrikneu gekauft 32,9
Spielekonsole 27,8
Telefaxgerät 23,8
Camcorder (Videokamera) 18,8
DVB-T-Gerät (Decoder) 18,1
Pay-TV-Decoder/Receiver 17,7
Camcorder (Videokamera) digital 12,4
Krafträder 11,6
Camcorder (Videokamera) analog 8
Personenkraftwagen geleast 4,9

Um es deutlich zu sagen, als Beispiel: wenn ein Personalcomputer einen Ausstattungsgrad von 85,2 Prozent oder eine Waschmaschine einen Ausstattungsgrad von 94,5 Prozent hat, wer würde für die restlichen 5,5 Prozent in Deutschland eine Fabrik bauen und Arbeitsplätze schaffen, wissend, dass die 100 Prozent aufgrund vieler Einflussfaktoren nicht erreichbar sind (jedoch im Ausland dieser Ausstattungsgrad weit von dem Deutscher Privathaushalte entfernt ist)?

Und genau dann greift die Systematik, die bereits aufgezeigt war:

Privatkonsum und Export generieren Arbeit. Fehlende Nachfragen generieren keine Arbeit, keine Arbeit generiert keine Investitionen:

  • keine Arbeitsplätze
    • keine Arbeitsplätze generieren keine Beschäftigung
      • keine Beschäftigung generiert kein Einkommen
        • kein Einkommen generiert keinen Privatkonsum
          • kein Privatkonsum generiert keine Arbeit
            • keine Arbeit generiert keine neuen Arbeitsplätze
  • direkte und indirekte Investitionen aller Art
    • keine Investitionen generieren keine neue Arbeit
      • keine neue Arbeit generiert keine Arbeitsplätze
        • keine Arbeitsplätze generieren keine Beschäftigung
          • keine Beschäftigung generiert kein Einkommen
            • kein Einkommen generiert keinen Privatkonsum
              • kein Privatkonsum generiert keine Arbeit
                • keine Arbeit generiert keine neuen Arbeitsplätze

In aller Härte, das ist so – bis auf eine Kleinigkeit: zum Leben brauchen wir ein Minimum. Unsere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung hat dafür gesorgt, dass – auch durch Transferleistungen – fast alle überleben können, sie erhalten teilweise hohe Gelder, aus dem Wirtschafts- und Gesellschaftssystem. Solidarität ist das Stichwort.

  • Aber auch hier ist ein Problem: zum Abdecken des Lebensnotwendigen, einschließlich Ersatzbeschaffungen, beaucht man keine 40 Millionen arbeitende Menschen!
  • Die Schere zwischen arm und reich (oben und unten) hat bewirkt, dass
    – die Kaste der Armen immer größer wird und
    – die Kaste der Reichen kaum noch zunimmt und
    – die Kaste Mittelstand fast total aufgeracht wurde mit folgenden Konsequenzen:

    • Arme sind so arm, dass sie sich kaum etwas leisten können, sie fallen als wichtige Teilnehmer der Privatnachfrage fast vollständig aus,
    • Reiche haben die Chance schon in den zurückliegenden Jahren genutzt und sich alles Erdenkliche gekauft, auch sie fallen als wichtige Teilnehmer der Privatnachfrage fast vollständig aus
    • Mittelständler haben zunehmend Angst um ihre Zukunft; sie agieren überaus vorsichtig und sparen eher, als dass sie etwas an (überflüssigem) Konsumbedarf ausgeben wollen.

Woher soll also die Nachfrage kommen? In den USA sehen wir, dass sich zunehmend die Privathaushalte verschulden und was mit den Schuldenpaketen der Banken passiert und was sich daraus entwickelt, das kennen wir von der Krise “Lehman Brothers”. Die dauerhafte Lösung kann nicht sein, dass die gesamte Gesellschaft die Kaste der Armen dauersubventioniert. Kann die Gesellschaft die Dauersobventionierung betreiben? Im Propagandafernsehen wird immer davon berichtet, Deutschland sei ein so reiches Land (und man hofft, dass dabei Otto Normalverbraucher sich angesprochen fühlt):

Das bleibt übrig bei den Privathaushalten im Durchschnitt (Musterjahr 2013)

Private Einnahmen (Bruttoeinkommen aus unselbstständiger Arbeit, darunter: der Haupteinkommensbezieher/-innen, der Ehe- bzw Lebenspartner/-innen, Bruttoeinkommen aus selbstständiger Arbeit, Einnahmen aus Vermögen, darunter: aus Vermietung und Verpachtung, unterstellte Mietzahlungen für ETW u.Ä., Einkommen aus öffentlichen Transferzahlungen, darunter: (Brutto) Renten der gesetzlichen Rentenversicherung, (Brutto) Pensionen, (Brutto) Renten der Zusatzversorgung, des öffentlichen Dienstes, Renten der gesetzlichen Unfallversicherung, Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld II (Hartz IV), Sozialgeld, Kurzarbeitergeld und laufende Übertragungen der Arbeitsförderung, Kindergeld, Kinderzuschlag, Mutterschaftsgeld, Wohngeld, Sozialhilfe, Elterngeld, Landeserziehungsgeld, Betreuungsgeld, BAföG, Beihilfen im öffentlichen Dienst, Pflegegeld, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Einkommen aus nichtöffentlichen Transferzahlungen, darunter: (Brutto) Werks- und Betriebsrenten, Leistungen aus privaten Versicherungen, darunter Erstattungen und Leistungen privater, Krankenversicherungen, Unterstützung von privaten Haushalten, Einnahmen aus Untervermietung) für das Jahr 2013 im Durchschnitt 4.086 Euro.

Private Konsumausgaben (Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren, Bekleidung und Schuhe, Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung, Innenausstattungen, Haushaltsgeräte und, -gegenstände, Gesundheitspflege, Verkehr, Post- und Telekommunikation, Freizeit, Unterhaltung und Kultur, Bildungswesen, Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen, andere Waren und Dienstleistungen) für das Jahr 2013 im Durchschnitt 2.448 Euro.

Andere Ausgaben Privathaushalte (sonstige Steuern, darunter Kraftfahrzeugsteuer, freiwillige Beiträge zur gesetzlichen, Rentenversicherung (auch VBL), Beiträge freiwillig gesetzlich Versicherter zur Krankenversicherung, Versicherungsbeiträge, darunter: Beiträge für private Krankenversicherung, Beiträge für zusätzliche Kranken- und Pflegeversicherung, Beiträge für Kfz-Versicherungen, sonstige Übertragungen und Ausgaben, darunter Geldspenden, Tilgung und Verzinsung von Krediten5), darunter:, Zinsen für Baudarlehen u.Ä., Zinsen für Konsumentenkredite, Ausgaben für die Bildung von Sachvermögen, Ausgaben für die Bildung von Geldvermögen) für das Jahr 2013 im Durchschnitt 1.675 Euro.

Zur besseren Übersicht die Tabelle:

Statistisches Bundesamt, Fachserie 15, Heft 4, EVS 2013, Seite 19/20, monatlich
2003 2008 2013
Haushaltsbruttoeinkommen 3.561 3.707 4.086
Haushaltsnettoeinkommen 2.833 2.914 3.132
Abgabenquote 20,44% 21,39% 23,35%
Private Konsumausgaben
nicht kürzungsfähige Ausgaben 1.512 1.746 1.674
Lebenshaltung 2.177 2.245 2.448
Gesamtausgaben 3.689 3.991 4.122

Mit Verwunderung nehmen wir zur Kenntnis, dass Privathaushalte auch in Deutschland sich zunehmend verschulden (müssen); beachten Sie Gesamtausgaben, die aus dem Nettoeinkommen bezahlt werden müssen.

Mit Verwunderung nehmen wir auch zur Kenntnis, dass der Staat sich immer mächtiger bei den Privathaushalten bedient. Woher sollte er sonst seine Einnahmen generieren?

Das Ergebnis auch hier:

nicht kürzungsfähige Ausgaben als Anteil vom Haushaltsnettoeinkommen
2003 2008 2013
nicht kürzungsfähige Ausgaben 53% 60% 53%

Bei einem Anteil von mehr als 50 Prozent, der vom Haushaltsnettoeinkommen gezahlt werden muss, bleiben für die Ausgaben für das Leben weniger als 50 Prozent übrig. Woher soll also die private Nachfrage kommen? Wir haben gesehen, aus dem relativem Sättigungsgrad an Gütern in den Haushalten generiert sich kein Wirtschaftswachstum, aus dem frei verfügbaren Nettoeinkommen generiert sich kein Wirtschaftswachstum. Woher soll das Wirtschaftswachstum eigentlich kommen? Nur aus dem Export? Aus den nicht vorhandenen Kindern in den Familien?

Die EU- Erweiterung sorgt für Wirtschaftswachstum

Das ist sicherlich eine Position, die zum Wirtschaftswachstum beiträgt, aber nicht nur:

  • Schwellenländer und sehr wenig entwickelte Länder strömen in die EU. Sie sind nicht allein Abnehmer für in den Kernstaaten produzierte Waren und erhöhen damit den Exportanteil, ein zweiter wichtiger Grund besteht
  • Schwellenländer und sehr wenig entwickelte Länder haben ein geringes Lohnkostenniveau und eignen sich hervorragend zu Investitionen oder Auftragsbearbeitungen (“verlängerte Werkbank”) aus den hochindustrialisierten Ländern der EU. Somit tragen die Schwellenländer und sehr wenig entwickelte Länder dazu bei, dass die hochindustrialisierten Ländern der EU auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig bleiben.

Ergibt sich durch EU- Erweiterungen wirklich ein Schub an Wirtschaftswachstum? Es konnte bisher noch keine Möglichkeit gefunden werden, das zu quantifizieren. Zudem konnte bisher nicht aufgezeigt werden, dass die rechtliche Möglichkeit des freien Aufenthaltes in der EU von Bürgern aus den Schwellenländern und sehr wenig entwickelten Länder so genutzt wird, dass sich dadurch ein Schub an Wirtschaftswachstum einstellt. Mit diesem Gedankengang ist eine andere Variante deutlich: Schub an Wirtschaftswachstum durch Zuzug.

Produkt- und Verfahrensverbote der EU sorgen für Wirtschaftswachstum

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Flüchtlinge sorgen für Wirtschaftswachstum

Wenn die EU die Direktive herausgegeben hat, in den nächsten Jahren sollen 30 Millionen Flüchtlinge in die EU strömen, dann werden nur Leichtgläubige (davon gibt es zu viele in Deutschland) der Überzeugung sein, dass die Aufnahme von Flüchtlingen ein humanitärer Aspekt ist. Flüchtlingen eine neue Heimat zu geben, das ist Bruttoinlandsprodukt! Womit kann man rechnen, idealerweise? Es soll folgende Annahme gelten: an Wohnungsaustattung wird in der ersten Generation (~ 50 Jahre) 20 Prozent der allgemeinen Wohnungsaustattung investiert.

Das Statistische Bundesamt liefert einige Zahlen (Link). Aus der Versicherungswirtschaft sind für die folgende Berechnung auch Zahlen bekannt (Link). Es ergibt sich folgende Tabelle mit ihren Berechnungen:

Versicherer Durchschnittswert 650 Euro/m²
Erstattungsanteil 20%
gesamt- Wohnungsfläche 2015 3.795.000.000
Anzahl Wohneinheiten 41.446.000
durchschnittl. Wohnungsgröße 91,56 m² je Wohneinheit
erste Generation Abweichung 20%
Ausstattungwert je Wohnung 59.517,20 Euro

Daraus folgt: jede Flüchtlingsfamilie generiert in der ersten Generation von 50 Jahren rund 60.000 Euro Wohungsinvestition. Dazu kommt eine Reinvestitionsquote von 100 Prozent für 50 Jahre. Also kann man mit rund 120.000 Euro je 50 Jahre für den Wohnungsbestand je Flüchtlingsfamilie rechnen. Schauen wir uns doch die gesamte Tabelle mit ihren komplexen Zusammenhämngen an:

Versicherer Durchschnittswert 650 Euro/m²
Erstattungsanteil 20%
gesamt- Wohnungsfläche 2015 3.795.000.000
Anzahl Wohneinheiten 41.446.000
durchschnittl. Wohnungsgröße 91,56 m² je Wohneinheit
erste Generation Abweichung 20%
Ausstattungwert je Wohnung 59.517,20 Euro
Reinvestition je 50 Jahre 100%
Reinvestition je 50 Jahre 59.517,20 Euro
Instandhaltungsanteil % 5%
Instandhaltungsanteil 2.975,86
Gesamtinvest Wohnung 122.010,27 Euro
Jahresanteil je Wohnung 2.440,21 Euro je Jahr
Private Konsumausgaben % von normal 50%
Private Konsumausgaben 24.732,00 Euro je Jahr
Anzahl Flüchtlinge 3.000.000
Bruttoinlandsprodukt- Anteil 74.196.000.000 Euro je Jahr
BIP gesamt 3.132.000.000.000
Anteil Flüchtlinge 2,4%

Bei 3 Mio Flüchtlingen, die sich in Deutschland ständig niederlassen, erhöht sich das Bruttoinlandsprodukt um 2,4 Prozent. Diese 2,4 Prozent können idealerweise beschäftigungswirksam werden.

1.3.2.4.3 Gefahren des Wirtschaftssystems durch Umweltzerstörung

(Dieser Abschnitt ist in der Entwicklung)

Es klingt lächerlich: wir leben in einer Natur, wir existieren durch die Natur, wir überleben durch Erhalt der Natur. Leben und Sterben ist der ewige Kreislauf. Diese Erkenntnis hat nichts zutun mit Spiritismus: es spricht Physik und Biologie. Die Natur, alle Elemente dieser Erde, werden laufend verbraucht, von immer mehr Menschen, von immer stärkerem Drang nach einer vermeintlichen Höherwertigkeit des Lebens. Und dabei vergisst die Menschheit, dass die real existierende Welt ein unendliches Wachstum nicht kennt. Dieses unendliche Wachstum wird jedoch erforderlich, wenn fortgesetzt immer mehr Menschen immer mehr vermeintliche Höherwertigkeit anstreben.

Sollten Sie an dieser Stelle sagen, das ist doch eine triviale Erkenntnis, dann frage ich Sie: was haben Sie, Sie persönlich, daran getan, dieses unendliche Wachstum, diesen Drang nach immer mehr, nach immer schöner, nach immer höher zu unterbrechen? Ihre Erkenntnis ist sicherlich da, aber kein Mitbürger auf dieser Erde möchte auf das Errechte oder zu Erreichende verzichten! Das ist Fakt. Wir tun so, als wäre diese Welt unerschöpflich. “Du kannst alles schaffen, wovon du träumst“, “die Kunst der Selbsthypnose”, ein Buch der Illusionen und der langfristigen Selbstzerstörung – Egoismus pur – aber diese Philosophie ist Bestandteil der westlichen Kultur, die im Kleinen Element der USA- Denke ist: Vom Tellerwäscher zum Millionär. Die westliche Denke arbeitet daran, dass diese Denke erhalten bleibt, ist sie doch Bestandteil der Mächte in der westlichen Kultur. Immer mehr, nach immer schöner, nach immer höher, immer positiv und lächeln, grinsend und gedankenlos gehen wir durchs Leben.

# Die Endlichkeit der Perfektion – eigene Erkenntnisse aus “Höhere Konstruktionslehre”, Technische Universität Darmstadt

Immer mehr, immer schöner, immer höher – das heißt, wir wollen immer mehr. Aber wir stellen zunehmend fest, dass die großen Erfindungen mit einer großen Nutzungsbreite Jahrhunderte früher geschaffen wurden. Heute sind wir in einer Zeitperiode, in der (natürlich) nicht mehr viel Zugewinn besteht. Dampf- und Elektrokraft, das waren die gewaltigen Entdeckungen, Erfindungen … und nun? Ein Tablet nach dem anderen mit winzigen Verbesserungen werden marktschreierisch angeboten. Peanuts! Aber leider Peanuts, die uns diese Überlebensfähigkeit auf dieser Erde sichern.

Immer mehr, immer schöner, immer höher – das heißt, wir dürfen dieses (westliche) System nicht verlassen, wir dürfen den Kapitalismus nicht aufgeben, weil mit der Gegenposition von immer mehr, immer schöner, immer höher ein Verrat an diesem System, an dieser Existenz, ausgeübt wird. Frau Dr. Merkel, Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, hat es richtig aber sicherlich nicht in dieser Weise gesagt: “Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt”; ja, das ist richtig, weil wir in dem Drang nach immer mehr, immer schöner, immer höher so viel unserer Natur vernichten, dass die Existenz auf diesem Planeten als endlich erscheint.

Was ist aber die Gegenposition? Nicht immer mehr, nicht immer schöner, nicht immer höher, das heißt, unsere Arbeitsplätze sind nicht nur in Gefahr, sie werden dem “nicht mehr weiter so” geopfert werden müssen. Ende mit dem eigenen Auto, Ende mit Urlaub weltweit, Ende mit Saus und Braus, Ende mit Überfluss, Ende mit ausufernder Medizin, Ende mit immer älter werden, Ende mit dieser Internetseite … Rückbesinnung ist die neue Heilslehre: was heißt Leben?
Unseren Politikern ist sehr bewusst, was diese Lebensoption “Magerkost” gerade in den Generationen des Umbruchs bedeutet: die Mehrheit der Menschen, insbesondere die, die für immer mehr, immer schöner, immer höher unter teilweise hohem körperlichen Einsatz gestritten haben, werden sich nicht einfach verabschieden! Unseren Politikern ist sehr bewusst, dass Bürgerkriege drohen: ‘ihr habt uns Freiheit und Wohlstand versprochen und nun erinnert Ihr Euch nicht mehr daran’, das wird gefragt werden.

Wir haben für diesen Wohlstand sehr viel aufgegeben, wir haben Wälder zerstört, Meere vergiftet, Luft ungenießbar gemacht, wir haben Sozialstrukturen beschädigt und sind fast dabei, wenige Menschen zum Überleben der Mehrheit zu opfern. Und eines dieser Schreckensszenarien heißt Umweltzerstörung. Umweltzerstörung durch die Industrie, durch Industrieprodukte, die uns gleichzeitig über Arbeitsplätze das Überleben und damit den Erwerb dessen, was uns schädigt, ermöglichen. Hart gesagt: wir produzieren Arsen zum späteren Verbrauch.

Man sollte nicht so dumm sein zu glauben, es gäbe den sauberen Fortschritt – graduell vielleicht, mehr aber nicht!

Und das ist die Gegenposition:

Ich werde sicherlich mit dieser Position Widerstand hervorrufen: das Weltklima- Thema ist KEIN Thema zur Vermeidung von schädlichen Gasen oder zum Umschwung in der Energiefrage, das Weltklima- Thema wurde mit schönen Worten erfunden, um der schwächelnden Weltkonjunktur auf die Sprünge zu helfen und Wachstumsraten zu erzeugen, die jenseits der Inflationsrate sind.Es gibt eine Internetseite, die die Weltklimakatastrophe als eine von CO2- Sekten erfundene Story bezeichnen (das kennzeichnet die heutige Zeit: fehlende Argumente beider Seiten werden durch hetzerische Denunzierungen ersetzt).
Ich wiederhole: Unseren Politikern ist sehr bewusst, was diese Lebensoption “Magerkost” gerade in den Generationen des Umbruchs bedeutet: die Mehrheit der Menschen, insbesondere die, die für immer mehr, immer schöner, immer höher unter teilweise hohem körperlichen Einsatz gestritten haben, werden sich nicht einfach verabschieden! Unseren Politikern ist sehr bewusst, dass Bürgerkriege drohen. Und dazu haben unsere Politiker ein probates Mittel erfunden: die Anbetung einer Lebensgefahr. Sieben Meter hohes Wasser wird Millionen Quadratkilometer überschwemmen, wird Ackerfläche unnutzbar machen, wird Hunger bedeuten: UMWELTKATASTROPHE – DER RETTER DES KAPITALISMUS!

eigene Berechnung aus Statistisches Bundesamt, Fachserie 18, Reihe 1.5, 2015, Seite 14 – Sie erkennen, das Wirtschaftswachstum sinkt ständig

Das sind Fakten, darum kommt niemand herum: das Wirtschaftswachstum sinkt ständig. Und mit dem Sinken des Wirtschaftswachstums ist ALLES gefährdet:

  • Arbeitsplätze
  • Wohlstand
  • Lebenssicherheit
  • Rentenbezüge
  • Sozialsystem
  • Politiksystem

alles steht zur Disposition, wenn das Wirtschaftswachstum unter 1,5 Prozent gerät.

  • Wo kaum noch Glühlampen gekauft wurden, Fabriken mussten geschlossen und nach Asien zum Beispiel transferiert werden, wurden plötzlich neue Produkte mit neuen Fabrikanlagen geschaffen: Energiesparlampen, LED Birnen.
  • Wo kaum noch Staubsauger gekauft wurden, Fabriken mussten geschlossen und nach Asien zum Beispiel transferiert werden, wurden plötzlich neue Produkte mit neuen Fabrikanlagen geschaffen: energiesparende Staubsauger wurden befohlen.
  • Wo ein relativer Entwicklungsstillstand bei Fahrzeugmotoren war, insbesondere bei Diesel- Antrieben, wird nun der Dieselantrieb verdammt, Fabriken müssen geschlossen werden, Billionen Euro teure Fabrikanlagen müssen verschrottet werden: Elektroantriebe heißt der Befehl.

Warum, das haben sich lange einige Mitbürger gefragt: weil die Wirtschaftsentwicklung derart niedrig geworden ist, dass nicht nur das Wirtschafts- sondern auch das Politiksystem zerstört wird. Da unsere Führer das nicht wollen, werden diese Technologie- Erneuerungen befohlen, sie bringen neue Fabriken, Fabrikanlagen und die wiederum erhalten Arbeitsplätze.

Wir leben also gerade in der Zeit der UMWELTKATASTROPHENSEKTE mit dem Ziel Arbeitsplätze zu erhalten oder zu schaffen.

Was wäre die Alternative, würde das Weltklima- Thema nicht erfunden worden sein? Unser aller Lebensstandard würde drastisch absinken; es könnten Zeiten anbrechen, die schon einmal in dem MEW- Band “Die Lage der arbeitenden Klasse in England” beschrieben wurde. Wenn man so will, es geht um nicht mehr und nicht weniger als um den Bestand des Kapitalismus.

 

1.3.2.4.4 Gefahren des Wirtschaftssystems durch gesellschaftliche Instabilität

Wir sollten berücksichtigen, dass für ältere Menschen jegliche Stabilität llebenswichtig ist:

  • finanzielle Stabilität
  • politische Stabilität
  • partnerschaftliche Stabilität
  • zwischenmenschliche Stabilität
  • gesellschaftliche Stabilität

um die wichtigsten Bereiche zu nennen. Was vielen gerade jungen Mitbürgern gar nicht so sehr bewusst ist: jeder in dieser Gesellschaft hat ein individuelles Recht auf ein würdevolles Leben, damit auch ein Recht darauf, diese Maslow’sche Bedürfnispyramide zu er-leben:

eigenes Schaubild auf der Basis der Maslow’schen Bedürfnispyramide

und damit auch politische Sicherheitsbedürfnisse für sich zu beanspruchen. Wenn man in der Zeitung die Überschriften liest (eine Auswahl, die laufend ergänzt wird):

Datum: 1.5.2017 (alles nur an einem Tag)

  • Autos in Wedding brennen
  • Mercedes in Reinickendorf ausgebrannt
  • Und noch ein Mercedes…
  • Gruppe verprügelt Mann (39) mit Eisenstange und Pflasterstein
  • Mutter in Prien vor den Augen ihrer Kinder erstochen
  • Was ändert sich bei Rückgabe von Online-Einkäufen
  • Wedding, Reinickendorf, Mitte – Autobrände: Feuerwehr muss mehrfach ausrücken – Kripo ermittelt
  • Fünf Berliner standen auf der Todesliste von Soldat Franco A.
  • Soll Berlin Privatimmobilien kaufen, um Mieter vor Spekulanten zu schützen
  • Illegales Autorennen in Prenzlauer Berg – dann Flucht vor Polizei
  • Unbekannte schießen um sich – ein Schwerverletzter
  • Grapscher-Gruppe belästigt Frau an S-Bahn und schlägt Helfer
  • Charlottenburg Männer bei Schießerei in Kantstraße verletzt
  • Nie wieder Miete – Kommunismus statt Eigentum“ – Linke protestieren vor 1. Mai gegen steigende Mieten in Berlin
  • Kaputte Fenster, aufgebrochene Türen: Deutschland ist ein Eldorado für Einbrecher

wie soll sich der ältere Mitbürger zufrieden und sicher fühlen? Man hat zunehmend den Eindruck: jeder kämpft gegen jeden

  • Jung gegen Alt
  • Links gegen Rechts
  • Arm gegen Reich
  • Unwissende gegen Wissende
  • Kriminelle gegen Normalbürger

ist das die Gesellschaftsordnung, die ein beruhigendes Lebensende erwarten lässt? Die Schauspielerin Silvana Heißenberg äußerte unlängst in einem Interview ihre fürchterliche Überzeugung: “Wir haben inzwischen ein gleichgeschaltetes Blockparteien-System, wie in der ehemaligen DDR, welches voll und ganz nach der Pfeife einer einzigen Person, nämlich Oberbefehlshaberin Merkel tanzt. Vor diesem Hintergrund finde ich es sehr verwunderlich, das die volksnahe AfD nicht noch mehr Erfolg bei Wahlen hat bzw. hatte.” Was soll, Frau Heißenberg hat recht mit diesen Äußerungen, für die Bürger dabei herauskommen? Ruhe? Zufriedenheit? Lebensglück? Nein, dieses gleichgeschaltete Blockparteien-System zerstört dieses Wirtschafts- und sogar Gesellschaftssystem.

Auch das ist System- Wahrheit: gesperrt! Schauen Sie sich dennoch diese Inhalte auf Youtube an.

1.3.2.5 Globalisierung

Globalisierung sollte den Unternehmen Freiräume ermöglichen, so dass auf den Unternehmens- Heimatmärkten eine gesündere Unternehmensstruktur entsteht und damit Arbeitsstellen gesichert werden. Dass Globalisierung, aber auch die Ausweitung Europas nach Osten, in einen Bereich sehr geringer Wirtschaftskraft dazu führte, dass Handarbeit ausgegliedert wurde, weil die Lohnarbeit in anderen Nationen günstiger zu haben ist, muss hinsichtlich der Konsequenzen, Systemwandel von Handarbeit zur Kopfarbeit, erwähnt werden.

Die USA spüren die Auswirkungen der Globalisierung äußerst heftig: Millionen Arbeitsplätze sind nach Mexiko und Asien ausgewandert. Es wurden von Unternehmen in den Staaten Werke aufgebaut oder Zuliefererbetriebe in Mexiko, Südamerika und Asien gefunden, die wegen geringerer Kosten eine Produktion in den USA hinfällig machten – Werke oder Werksteile wurden in den USA geschlossen. Bezogen auf unser Thema “Alterssicherung” war die Konsequenz für Beschäftigte eine Kette des Niedergangs:

1. Schließung des Produktionsbereichs
2. Bestenfalls: Angebot einer Ausweich- Arbeitsstelle, schlechtestenfalls (normal): Kündigung, Arbeitslosigkeit
3. Wenn Ausweich- Arbeitsstelle, dann oft schlechter qualifizierte Arbeit mit deutlich geringeren Stundenlöhnen
4. Wenn Kündigung, Arbeitslosigkeit, dann Arbeitssuche; oft schlechter qualifizierte Arbeit (Supermarkt – Regale auffüllen) mit deutlich geringeren Stundenlöhnen

mit folgenden Konsequenzen für den Betroffenen Mitarbeiter:

5. Geringerer Stundenlohn => geringere persönliche Nachfrage oder Käufe auf Kredite, geringere Rückstellungen für das Alter
6. Geringere Nachfrage => Veralterung Haushaltsgüter, sozialer Abstieg
7. Geringere Rückstellungen für das Alter => Arbeitsnotwendigkeit im Alter (Hinzuverdienst) meist jedoch Leben auf niedrigerem Level (Altersarmut)

mit folgenden Konsequenzen für Unternehmen:

8. Geringere persönlicher Nachfrage => Absenkung des Umsatzvolumens auf dem Heimatmarkt (in der Globalisierung existiert eigentlich kein Heimatmarkt, weil der Erdball “Heimat” ist
9. Absenkung des Umsatzvolumens auf dem Heimatmarkt => Entlassungen zunächst bei den direkten Mitarbeitern, Streichen von Aufträgen bei heimischen Zulieferern, Personalreduzierungen bei den indirekt Beschäftigten (Hilfsbetriebe, Angestelltenbereich)
10. Entlassungen => strategische Unternehmensverlagerungen; Kernbereiche verbleiben auf dem “Heimat”markt, mehr nicht

mit folgenden Konsequenzen für den Staat:

11. Absenkung des Umsatzvolumens auf dem Heimatmarkt => geringere Staatseinnahmen => höhere Fremdfinanzierung des Staates (Anleihen)
12. Geringere Staatseinnahmen => höhere Fremdfinanzierung (Verschuldung) des Staates (Anleihen)
13. Höhere Fremdfinanzierung des Staates (Anleihen) => höhere Zinskosten bei gleichzeitig geringeren Staatseinnahmen
14. Unternehmens- Ausgliederungen, Restriktionen bei Sozialkosten => innerpolitische Unruhen drohen, Zweifel am Kapitalismus.

Die wirklichen Probleme der Globalisierung liegen viel tiefer:

  • Jede Hochtechnologie- Volkswirtschaft verkauft Hochtechnologie an Volkswirtschaften mit niederem Technologiegrad und geringerem Lebenshaltungsniveau. Dadurch entsteht jährlich vermehrte Produktionskapazität in Schwellenländern und wenig entwickelten Ländern.
    • Schwellenländer und wenig entwickelten Staaten wollen eingekaufte Produktionskapazität nutzbringend für deren Staaten einsetzen (Nutzungsgrad steigern)
      • den Nutzungsgrad zu steigern funktioniert dadurch, dass Staaten gute Rahmenbedingungen zu Industrieansiedlungen erlassen, so dass Unternehmen gern sich dort ansiedeln
  • so kommt es, dass inzwischen der Konkurrenzkampf über Unternehmens- Rahmenbedingungen zwischen den globalen Staaten eingesetzt hat. So zum Beispiel schrieb unlängst n-tv “Vorteil für deutsche Firmen – Indien beschließt gewaltige Steuerreform”. Industrieansiedlungen sind nie neutral – es gibt bei diesem harten Spiel Gewinner und Verlierer. Langfristig Verlierer sind eindeutig jene Gesellschaften mit hohem Lebensstandard.

Man kann Globalisierung mit einer Schlangengrube vergleichen: es überlebt derjenige, der am Stärksten oder am Trickreichsten ist – was manchmal sich als gegensätzlich herausstellt.

1.3.2.5.1 Globalisierung, die letzte Lösung des verhungernden Kapitalismus

Man sieht die vorgeblichen Segnungen der Globalisierung können gravierende Folgen haben und eine Prozesskette in Bewegung bringen, die bis zum letzten Bürger durchreicht. Momentan (2016) leben wir in einer Phase der Niedrigverzinsung, weil

a) die geringere persönliche Nachfrage nach Gütern (!) die Staatseinnahmen senken
b) das Zinseszinssystem bei hoher Verschuldung Staaten in den Bankrott treibt
c) der Kapitalismus als wirtschaftspolitisches System gegenüber konkurrierenden politischen Systemen überleben soll.

Wenn Müntefering dieser Tage lauthals verkündet, “die Agenda sichere die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. So gelte es vielmehr, sie auch auf andere Länder der EU zu übertragen”, dann wird deutlich, wer die vorgeblich blühende Landschaften in Deutschland zahlt: der normale Arbeitnehmer mit total unangemessen niedrigem Einkommen. Wer industrieerfahen ist, wird nachvollziehen können, wovon hier die Rede ist: eine internationale Wettbewerbsfähigkeit hat vier wesentliche Parameter:

  1. die richtigen Produkte für die jeweiligen Kundenbedürfnisse
  2. die richtigen Produkte in der richtigen Qualität
  3. die richtigen Produkte zu für den Kunden bezahlbaren Preisen
  4. für die richtigen Produkte den richtigen Service.
  • Im 21. Jahrhundert können sehr sehr viele Staaten die richtigen Produkte für die jeweiligen Kundenbedürfnisse entwickeln; die Wissenschaft ist so transparent, dass fast jeder fast alles kann
  • Im 21. Jahrhundert können sehr sehr viele Staaten die richtigen Produkte in der richtigen Qualität herstellen; die Produktionsqualität ist so transparent, dass fast jeder fast alles kann
  • Die richtigen Produkte zu für den Kunden bezahlbaren Preisen, das muss sehr deutlich untersucht werden und dazu muss man in die Kalkulation von Produkten einsteigen. Wesentliche Kalkulationselemente sind:a) Materialpreis
    Der Materialpreis wird an den weltweiten Börsen festgelegt; eine Tonne Stahl kostet in erster Näherung in Indien so viel wie in Deutschland, sofern keine Zusatzkosten durch etliche Handelsstufen bestehen.
    b) Personalkosten
    Die Personalkosten sind das Zünglein an der Waage der Kalkulation. Die Personalkosten repräsentieren in erster Linie den Lebensstandard des jeweiligen Landes/der jeweiligen Region. Ich habe selber in China ein Unternehmen analysiert, das einen Vollkosten- Stundensatz von 0,27 Eurocent hatte (in Deutschland sind es rund 30 Euro, also rund 100 mal mehr).
    c) Finanzkosten
    Die Personalkostendifferenz ist entscheidend für den Finanzeinsatz. In hochentwickelten Industriestrukturen müssen die relativ (!) hohen Personalkosten durch eine verstärkte Mechanisierung/Automatisierung aufgefangen werden (Stückkostenrechnung). Was also an Effizienzgewinn durch Automatisierung bei relativer Personalkostensenkung je produzierter Einheit erzielt wird, wird teilweise durch die erhöhten Finanzkosten kompensiert.
    Anders gesagt: die Personalkosten- Differenzen fördern die stetig steigende Vormacht des Finanzsektors.
    d) Umfeldkosten
    Infrastruktur, alle Energiekosten, alle Gemeinkosten des Staates müssen aufgebracht werden; dazu werden Steuern und Abgaben erhoben, die um so höher sind, je komplexer eine Gesellschaftsstruktur gewachsen ist.

Was leitet sich für Unternehmen daraus ab? Es müssen die Personalkosten so niedrig wie möglich gehalten werden (bei gleichzeitiger Hochtechnologisierung), um am Markt global bestehen zu können. Genau das hat Gerhard Schröder im Jahre 2000 erkannt und die Agenda 2020 installiert. Mit der Agenda 2020 sind dann auch die Löhne deutlich relativ heruntergefahren worden. Der SPIEGEL schreibt im Jahre 2010: “Ein großer Teil der Beschäftigten verfügt heute über eine geringere Kaufkraft als vor 20 Jahren. Das geht aus einer Untersuchung der Gehälter in den 100 häufigsten Berufen hervor. Die Einbußen im Vergleich zu 1990 liegen bei bis zu 50 Prozent.” Im Jahre 2016 hat sich dieser Trend erhalten. Die FAZ schreibt: “Die rückläufige Lohn- und Gehaltsentwicklung ist damit die Kehrseite des erfreulichen Beschäftigungssaldos Deutschlands” – und in diesem Satz wird nicht nur deutlich, dass der Verlierer der Globalisierung die Arbeitnehmer sind, in diesem Satz wird deutlich, woran es in der Öffentlichkeit krankt: an Wissen. Man redet von einem “erfreulichen Beschäftigungssaldo Deutschlands” und vergißt bewusst zu erwähnen, dass dieses erfreuliche Beschäftigungssaldo Deutschlands bezahlt wurde durch – ja – Sklavenarbeit, weil das System so weiterlaufen muss.

1.3.2.5.2 Europazentralisierung, die vorletzte Lösung des verhungernden Kapitalismus

Wie sehr der Kapitalismus am Ende ist, kann man an den derzeitigen Überlegungen sehen, die dahin gehen, dass selbst bei Kleinsparern hohe Negativzinsen anfallen; die herrschende Politik will die Bürger gedanklich führen: es hat keinen Zweck zu sparen, wer spart, der verarmt sich. Besser ist Produkte zu kaufen, dann habt Ihr im Leben auch etwas davon. Dass das Vorsorgesparen dem Ziel des Erhaltes des Kapitalismus geopfert wird, sollte einem bewusst werden.

Die Presse.com schreibt über ein Zitat von Angela Merkel im deutschen Bundestag: “„Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt.“ Es gibt derzeit wohl keinen Satz, der den Menschen mehr auf die Nerven geht als dieser. Wie, fragen sich die Millionen Bezieher schmaler Gehälter oder Pensionen, sollen wir über unsere Verhältnisse gelebt haben – vielleicht, indem wir uns einmal jährlich zwei Wochen Urlaub all-inclusive geleistet haben oder alle paar Jahre eine neue Waschmaschine, wenn es die alte nicht mehr gemacht hat? Und das soll „über unsere Verhältnisse leben“ sein?”
Nein, das ist nicht der Punkt, dass wir alle paar Jahre eine neue Waschmaschine kauften. Der Punkt ist, dass der Ausstattungsgrad der Privathaushalte mit für den Bürger als nützlich und die Lebensqualität steigernde Produkte so hoch ist, dass wir von einer Marktsättigung sprechen müssen. Eine Marktsättigung generiert lediglich Ersatzinvestitionen, keine Neuinvestitionen! Daher kann man das Zitat von Angela Merkel „Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt“ als Zwischenergebnis des Standes des Kapitalismus auffassen.

Auch die politischen Stellen in Brüssel wissen, dass die alte Form – Produktion auf dem Heimatmarkt – sich dem Ende zuneigt. Daher hatte die EU eine Empfehlung herausgegeben, die Produktionswirtschaft soll langfristig in eine Dienstleistungswirtschaft umgebaut werden. Anders gesagt: wer heute an einer CNC- Produktionsmaschine steht, soll morgen in einem Reisebüro Reisen verkaufen. Statistiken zeigen, wir sind auf dem besten Wege, uns gegenseitig heiße Luft zu verkaufen!

Eine weitere EU- Strategie wird laufend fortbetrieben: die Erweiterungen zum Osten sind nicht allein geostrategisch begründet,

  • sie dienen in der ersten Phase dazu, dass die hochentwickelten Länder Europas eine billige verlängerte Werkbank haben; es ist abschätzbar, dass dieser Zeitraum etwa 50 Jahre braucht, bis die technologisch rückständigen Länder/Regionen aufgeholt haben
  • sie dienen in der zweiten Phase dazu, dass die Bevölkerung auf den Lebensstandard der hochentwickelten Länder Europas kommen solle und damit eine gewaltige Güterabsatzmenge zu erwarten ist.

1.3.2.6 Alterssicherung und Finanz- und Geldsystem

Finanzsystem – Raum des Irrealen – eigentlich orientierte sich das Finanzsystem an den realen Wirtschaftsprozessen. Die Endlichkeit des Wirtschaftswachstums machte es erforderlich, die recht große Branche neu zu gestalten: es entwickelte sich eine Finanzwelt, die aus sich selber heraus Mittel schafft, weil Menschen aus den realen Wirtschaftsprozessen gierig genug waren, um selbst die größten Spekulationen zu unterstützen. Es wurden Finanz“produkte“ größter Komplexität geschaffen und damit eine Klugheit vorgetäuscht, die die Gier antrieb. Auf dem Gebiet des Wirtschaftswachstums wurden bewusst und mit politischer Segnung Risiken eingegangen, die immer wieder das gesamte Finanzsystem zum Zusammensturz führen (siehe Lehmann Brothers). Dass der Zusammensturz eines Finanzsystems der Alterssicherung unzuträglich ist, muss nicht erwähnt werden;

Geldsystem – Raum des Vergänglichen – würde man das Geldsystem nicht bereits haben, es müsste erfunden werden: es ist ein System, bei dem eine jede Ware oder Dienstleistung einer Rangordnungszahl, genannt Wert, zugeordnet wird. Das Geldsystem ist von zwei Seiten in Gefahr: einerseits durch das Zinseszinssystem, andererseits durch das Verschuldungssystem privater und öffentlicher Haushalte. Wir haben in den letzten 100 Jahren bereits mehrfach den Zusammenbruch des Geldsystems erlebt: Währungsreformen. Dass Währungsreformen der Alterssicherung unzuträglich sind, muss nicht erwähnt werden;

Währungsreformen – Währungsreformen sind solche, bei denen eine Währungsbezeichnung, zum Beispiel Reichsmark, in eine andere, zum Beispiel DM, überführt wird und dabei durch das Tauschverhältnis Geld „verloren“ geht. Auch, wenn es eine riesige Kampagne mit in der medialen Öffentlichkeit sehr bekannten Personen gab, die diesen Eindruck aus den Köpfen der Bürger wegwischen wollten, auch der Übergang von der DM zum Euro war eine Währungsreform, die durch europolitische Philosophien begründet wurde.

1.3.2.7 Alterssicherung und Staat

Staatsverschuldung wird bezüglich der Bewertung der Größenordnung der Verschuldung in Beziehung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) gesehen; eine bis 60 prozentige Verschuldung wird als problemlos für das Rating eines Staates gesehen; Verschuldungen jenseits von 100 Prozent werden insbesondere dann als kritisch gesehen, wenn keine ausreichend starke Wirtschaft dahinter steht. Es hat in der Historie etliche Staatszusammenbrüche gegeben, weil Staaten eine so hohe Verschuldung aufwiesen, dass sie ihre Schulden nicht haben zurückzahlen können. Warum hat die Staatsverschuldung etwas mit der Alterssicherung zu tun? Versicherungen sind gesetzlich gezwungen, einen bestimmten Anteil als sehr sicher geltenden Wertpapiere im Sicherungbestand zu halten; Staats- Schuldenpapiere, gleich welchem Rating des Staates, gelten als sicher. So müssen Versicherungen zum Zeitpunkt, in dem dieses Buch geschrieben wird, sogar Staats- Schuldenpapiere kaufen, wenn sie für den Kauf keine Zinsen bekommen sondern sogar Geld dafür bezahlen, dass sie diese Staats- Schuldenpapiere kaufen. Versicherungen können damit so hohe Verluste machen, dass sie garantierte Zinsen (zum Ausgleich der Teuerung) nicht zahlen können. Dass ein solches Verfahren der Alterssicherung unzuträglich ist, muss nicht erwähnt werden;

Politische Kontinuität und Verlässlichkeit ist unabdingbar, wenn man einen Alterssicherung- Zeitraum von 30 bis 50 Jahren betrachtet. Wenn die deutsche Bundeskanzlerin sagt, dass die heutige Demokratie nicht auf ewig garantiert sei und man berücksichtigt, dass je nach politischem System mit dem Vermögen sehr restriktiv umgegangen wird, dann kann man sehr wohl nur wünschen, dass politische Kontinuität und Verlässlichkeit die Alterssicherung schützt;

Sozialsystem, Armutspflaster des Kapitalismus – wenn alle Stricke reißen, wenn das Lebensschicksal oder auch die individuelle Lebensweise kein ausreichendes Überleben möglich macht, dann wirkt (bisher) das Sozialsystem Deutschlands. Dieses wirkt tatsächlich von der Jugend bis zum Tode. Kritisch wird es jedoch, wenn sich eine Gesellschaft in einem Wirtschaftsumbruch befindet, von Handarbeit zur Kopfarbeit und dabei vielleicht Millionen Mitbürger bei zu schnellem Wandel „durch den Rost der Lebenswirklichkeit“ fallen und auf Leistungen des Sozialsystems zurückgreifen müssen; an Alterssicherung ist dabei überhaupt nicht zu denken;

1.3.2.8 Das politische Irrenhaus

Die Regierung, die natürlich wiedergewählt werden will, hat ein grandioses Lügengebäude um das Thema Alterssicherung/Rente aufgebaut:

  • das Statistische Bundesamt schneidert nach sozialistischem Wissen und Gebräuchen die Zahlen für Preissteigerungen so, wie der Dienstvorgesetzte, das Bundesinnenministerium, es braucht
  • die BundesAnstalt Deutsche Rentenversicherung muss wegen der rechentechnische Nachprüfbarkeit die korrekten IST- Zahlen aufzeigen – keine Zahl ist sicherer als die der Deutschen Rentenversicherung
  • Wenn es jedoch an das Zahlenwerk der Bundesagentur für Arbeit geht, dann kann hinter fast jeder Zahl ein Fragezeichen gemacht werden: sozialistische Statistik- Auftragsarbeit
  • Noch dramatischer sieht es aus, wenn von den Regierenden Bevölkerungserhebungen an private Unternehmen beauftragt werden, die dann in einem sozialistischen Tatendrang (es herrscht nicht mehr die Zeit, als noch von „Planübererfüllung“ in der DDR die Rede war) die positiven Seiten in goldenem Licht erscheinen lassen, während die abgrundtiefen Täler in dem Strudel der Propaganda versinken.

Ein Beispiel aus der jüngeren Zeit. Am 3. März 2015 schreibt die viel gelesene Zeitung WELT: „Wohlhabende Senioren – Noch nie ging es den Rentnern so gut wie heute“ während die „Rentenversicherung in Zahlen 2015“ der Deutschen Rentenversicherung folgende Tabelle auf Seite 39 veröffentlicht:

Deutsche Rentenversicherung 2015, pdf, Seite 39
# 6 Deutsche Rentenversicherung 2015, pdf, Seite 39

und wenige Seiten weiter findet sich

# 7 Deutsche Rentenversicherung 2015, pdf, Seite 51
# 7 Deutsche Rentenversicherung 2015, pdf, Seite 51

Es ist sicher und niemand kann es angesichts der Zahlen leugnen: eines ist sicher: die Armutsrente!

Gebetsmühlenartig predigen die Sozialpolitiker aller Volksparteien, dass man doch viel getan habe … und es allen Rentnern auch angesichts der neuerlichen Rentensteigerung gut gehe. Aber das Problem wirkliche wird immer deutlicher: die Bürger glauben dem Geschwätz der Politiker nicht mehr; sie glauben auch nicht den sogenannten Experten, die zumeist aus der neoliberalen Ecke kommen; sie glauben auch nicht mehr den vielen Presseorganen, die an der informationellen Nabelschnur der Volksparteien und der Regierung hängen; sie entwickeln zunehmend ein eigenes Bewusstsein über Oppositionsparteien, zum Beispiel über die „Alternative für Deutschland“ (AfD). Die zunehmenden Wahlerfolge sind auf das Lügengerüst der Volksparteien und der Regierung zurückzuführen.

Klar ist jedoch, das Rentensystem heute funktioniert nicht mehr; Eine der wesentlichen Ursachen ist der permanente Zwang der Unternehmen zur jährlichen Produktivitätssteigerung. Dass dabei Personal abgebaut wird, wird auch mit Hilfe der Regierungsstatistik verschleiert: es werden nur die Anzahl Arbeitsstellen gezählt und veröffentlicht, nicht die Qualität, nicht die Begrenztheit.

So jedoch wird das soziale Sicherungssystem der Rente vor die Wand gefahren. Notwendig wäre eine totale Überarbeitung, zum Beispiel

  • Einzahlergruppen erhöhen
  • Maschinensteuer einführen
  • Progressive Beitragskurve einführen
  • Beendigung der Beitragsbemessungsgrenze.

1.3.2.9 Alterssicherung und Inflation/Teuerung – Kaufkraft

Inflation und Teuerungs(rate)

Begriffsunterscheidungen – es gibt etliche Wissenschaftler, die Inflation und Teuerungs(rate) streng voneinander getrennt wissen wollen. In der Öffentlichkeit wird oft Inflation und Teuerung gleichgesetzt. Im Rahmen der Alterssicherung spielt Teuerung eine überaus dominante Rolle und wird medial sehr gern nicht behandelt, weil das Sparen, wie hier in diesem Buch gezeigt wird, total unsinnig wird, wenn es für die reale (!) Teuerung keinen entsprechenden Zinsausgleich gibt. Keine Statistik ist mehr kritisiert und in Zweifel gezogen als die Teuerungsraten; in späteren detaillierteren Abschnitten werden wir sehen, was bei der Nullinflation wirklich herauskommt!

Politik, Teuerung und Illusionsmaschine – machen wir uns nichts vor: die Politik lebt von Illusionserzeugung, von Lebensvisionen, die uns die jeweilige Politik näher bringen. Keine Partei in Deutschland hat jemals die verfolgte Philosophie veröffentlicht, weil sofort bei Veränderung der Gewichte Gegner, denen etwas droht weggenommen zu werden, auf den Plan gerufen werden. Es ist bittere Tatsache: allein Bürger haben keine Lobby. Und diese Nichtlobby kann auch nicht die Teuerung im Alter, die uns die Altersarmut und Verzweiflung bringt, beklagen. Statt dessen wird machtvoll die Illusionsmaschine bemüht und im schlimmsten Falle jegliche Denunzierung über jene vollzogen, die diese wunderschöne Illusionsmaschine zerstören wollen.

Zur pseudowissenschaftlichen Illusionserzeugung gehört, dass die Regierenden auch die Basis der Illusionsmaschine herstellen: das Statistische Bundesamt. Fast nirgends wird mit derart pseudowissenschaftlichen Argumenten die Realität verkehrt; man spricht von “Harmonisierten Verbraucherpreise”, “Turnusmäßige Überarbeitung des Verbraucherpreisindex”, … . Der schlimmste Begriff, der jemals gefunden wurde, der auch über dem Fernsehsender RTL weite Verbreitung fand, war “gefühlte Inflation”.

“Gefühlte Inflation”

Es schreibt das Statistische Bundesamt: “Die Inflationsrate bezieht sich auf alle Konsumausgaben. Sie ist ein Mittelwert, in den die Preisentwicklung für alle Ausgaben der privaten Haushalte entsprechend ihres jeweiligen Anteils am gesamten Haushaltsbudget eines durchschnittlichen Haushalts in Deutschland eingehen. Starke Preissteigerungen werden durch moderate Steigerungen oder zum Teil auch Preissenkungen ausgeglichen.
Untersuchungen haben gezeigt, dass für unser „Preisgefühl“ vor allem häufig gekaufte Waren und Dienstleistungen wichtig sind. Preissteigerungen bei diesen Gütern sind den Konsumenten stärker präsent als Preisänderungen bei selteneren Anschaffungen. In den letzten Jahren sind die Preise für häufig gekaufte Güter wie Nahrungsmittel und Kraftstoffe überdurchschnittlich stark angestiegen. Dadurch kann die subjektiv wahrgenommene Inflation höher erscheinen als die vom Statistischen Bundesamt berechnete Teuerungsrate. Es zeigt sich auch, dass der Preisanstieg bei den Verbrauchsgütern, zu denen neben Strom oder Gas eben auch die Nahrungsmittel und Kraftstoffe gehören, seit Einführung des Euro-Bargelds mit 35 % deutlich höher liegt als in den fast zehn Jahren davor mit 17 %.
Aber selbst wenn die durchschnittliche Inflationsrate in der Euro-Bargeldzeit mit 1,6 % relativ niedrig liegt – auch kleine Teuerungsraten hinterlassen merkliche Spuren im Konsumbudget. Denn für die wirtschaftliche Situation der privaten Haushalte spielen nicht nur die häufiger gekauften Verbrauchsgüter, sondern alle privaten Konsumausgaben eine wichtige Rolle.”

Wortreich wird also erklärt, das unser Gefühl über die Beobachtung unseres leeren Geldbeutels siegt. Es wird von “Untersuchungen haben gezeigt, dass für unser Preisgefühl” gesprochen, während für fast jeden Mitbürger nicht das Preisgefühl eines Produktes entscheidend ist zu sagen, wir haben eine hohe Teuerung, sondern – und das ist wirklich der Maßstab – wir haben ein bestimmtes Kaufverhalten für unsere täglichen Bedarfe und spätestens an dem, was am Monatsende im Geldbeutel noch übrig ist, entsteht das Teuerungsgefühl:

Big Mac Index – vs StatBuAmt, eigene Darstellung der veröffentlichten Daten

Zur erforderlichen Erklärung: was ist der “Big Mac Index”? “Der Big Mac ist ein einfacher Indikator [Hinweis: aus den Preisen des Big Mac, eines Cheeseburgers von McDonald’s] für die Kaufkraft einer Währung, da es ihn fast überall auf der Welt in standardisierter Größe, Zusammensetzung und Qualität gibt und deshalb davon ausgegangen wird, dass ein gleiches Gut überall denselben Wert hat”, schreibt Wikipedia. Man kann den Big Mac Preis für einen Währungsvergleich nutzen, man kann aber auch den Big Mac Preis der einzelnen Jahre für die Ermittlung der Preissteigerungsraten nutzen. Da dieses Produkt in standardisierter Größe, Zusammensetzung und Qualität hergestellt wird, gehen alle von diesem herstellenden Unternehmen unbeeinflussbaren Kosten ist den Preis ein. Es gibt etliche wissenschaftliche Untersuchungen, die belegen, dass der Big Mac Index die Preissteigerungsraten besser abbildet.

Mittelt man nun die Daten des Big Mac Index mit denen des statistischen Bundesamtes, so ergibt sich folgendes Bild:

Big Mac Index und StatBuAmt Daten gemittelt

Wichtig ist für die Jahre 1992 bis 2017: für die Daten des Big Mac Index ergibt sich eine Preissteigerung von 2,30 % je Jahr, für die Daten des Statistischen Bundesamtes ergibt sich eine Preissteigerung von 1,75 % je Jahr. Als gemittelter Wert der Preissteigerungsrate ergibt sich 1,98 % je Jahr – fast identisch mit der politischen Zielgröße von 2,00 % je Jahr.

Nun kann man sagen, 0,56 % Differenz spielt doch keine große Rolle. Nehmen wir einmal an, eine Familie hat 2.000 Euro im Monat zur Verfügung. Am Monatsende würde bei 0,56 % Differenz dieser Familie ein Zehner fehlen. Herr Ackermann würde sagen “Peanuts”, manche würden sich fragen, wo sollen wir den Zehner (den Hunderter im Jahr) einsparen?

“In den zehn Jahren vor der Euro-Bargeldeinführung sind die Verbraucherpreise mit jährlich durchschnittlich + 2,2 % gegenüber dem Vorjahr stärker angestiegen als in den fast zehn Jahren danach. Allerdings waren Anfang der 1990er Jahre im Zuge der deutschen Wiedervereinigung besonders starke Preisanstiege zu beobachten”, schreibt das Statistische Bundesamt. Nimmt man also die 2,2 % Preissteigerungsrate und vergleicht diese mit der Rate nach der deutschen Wiedervereinigung von 1,98 %, dann ist die Aussage des Statistischen Bundesamtes durchaus richtig, dass im Zuge der deutschen Wiedervereinigung besonders starke Preisanstiege zu beobachten waren.

Warum diese langen Ausführungen? Weil die 1,98 % mittlere Preissteigerung ENTSCHEIDEND für Rentner sind. Bürger sparen oft ihr ganzes Leben und wollen am Ende der Berufszeit das Ersparte dafür verwenden, das, was sie durch Einkommensverluste bei Renteneintritt nicht mehr im Geldbeutel haben, über das Ersparte auszugleichen. Oft jedoch vergessen Bürger und Rentner die 1,98 % mittlere Preissteigerung. Jährlich wird das Leben 1,98 % – nicht eine gefühlte Preissteigerung, sondern eine reale Preissteigerung. Anders gesagt: Jährlich wird das Ersparte 1,98 % weniger Wert!

Wertverluste des Ersparten durch 1,98% Preissteigerung je Jahr, eigene Darstellung

Nehmen wir also an, jemand habe bis zum Jahre 2016 60.000 Euro als Ausgleich zum Einkommens- Fehlbetrag gespart. Bis zum Jahre 2045 (eine willkürlich gewählte Zahl) ergibt sich, dass diese 60.000 nur noch 34.246,56 Euro wert sind. Das ist eine reichlich theoretische Betrachtung – die Wirklichkeit sieht doch so aus, dass in der Rentenzeit eine bestimmte Summe (hier sind die Bürger sicherlich auch findisch, die Ausgaben zu reduzieren) fehlt, sagen wir einmal 920 Euro je Monat ist der sogenannte Deckungsfehlbetrag. Wie sieht diese Ersparnisbedingung aus (die 920 Euro je Monat erhöhen sich jeweils um 1,98 %; woher diese 920 Euro – 2.000 Euro nimmt diese Familie je Monat ein; nach Willen der Regierenden soll man 47% von Einkommen als Rente haben):

Erspartes reduziert sich durch Einkommens- Fehldeckung
unter Berücksichtigung der Preissteigerungsrate 1,98 % und monatliche Entnahme um 920 Euro bei 0 % Zinsen

Beispiel: Diese Familie hat 60.000 Euro für ihr Alter gespart, im Jahre 2045 bleibt gerade einmal Geld für eine Beerdigung übrig. Eine Simulation machte es deutlich: wer monatlich 1606,00 Euro zusätzlich zur Rente ausgeben muss, der hat im Jahre 2045 NULL übrig. Sagen Sie nicht, dass diese 1606,00 Euro Fehldeckung unsinnig ist anzunehmen! Stellen Sie sich vor, Sie haben die “normale” Fehldeckung von 920 Euro je Monat und Sie werden ein Pflegefall für eine Pflegeeinrichtung (ich wünsche es niemandem angesichts erschreckender Berichte), dann können Sie mit der Differenz 1606 – 920 = 686 Euro je Monat NICHTS machen! Die Pflege muss die Familie, der Ehepartner, übernehmen.

1,98 % – eine feste Größe für Jahrzehnte?

Schauen wir uns doch einmal an, was die Wirtschafts- und Finanzpolitik derzeit betreibt: eine Reparaturmaßnahme nach der anderen, damit nicht alles aus dem Ruder läuft:

  • eine ausreichende Wirtschaftsentwicklung sichert Arbeitsplätze, sichere Arbeitsplätze sichern Sparmöglichkeiten, sichere Sparmöglichkeiten sichern private Nachfrage, gesicherte private Nachfrage ergibt ausreichende Wirtschaftsentwicklung – und dieser Kreislauf ist in höchster Gefahr!
  • eine ausreichende Wirtschaftsentwicklung sichert Staatseinkommen, gesichertes Staatseinkommen sichert Restriktion der Verschuldung, gesicherte Restriktion der Verschuldung sichert Währungsstabilität, gesicherte Währungsstabilität sichert Preisstabilität – und dieser Kreislauf ist in höchster Gefahr!

Sagen, vertrauen Sie nicht, dass unsere Politiker alles schon richten werden (dafür sind sie eigentlich ja da):

Von Jashuah – Own work by uploader, data from Statistisches Jahrbuch des Deutschen Reichs

Ob Goldpreis oder Seifenpreis – das ist egal! Im Extremfalle, Deutschland hat es in der jüngsten Geschichte zweimal erlebt, explodieren die Preise:

Teuerung bei Hyperinflation Deutschland – Quelle: http://www.digizeitschriften.de/dms/toc/?PPN=PPN514401303

Innerhalb nur weniger Monate ergab sich nach den Daten des Statistischen Jahrbuches für das Deutsche Reich eine Inflation von 13.166 % (dreizehntausend Prozent). Das wird durch kaum eine Geldsicherungsmaßnahme auffangbar sein. Die Seite “Inflation in Deutschland von 1914 bis 1923″ schreibt: “Durch die Inflation kam es in Deutschland zu einer bis dato nicht vorstellbaren Umverteilung von Vermögenswerten. Tugenden wie Arbeit, Sparsamkeit und Ehrlichkeit führten in die Verarmung und degradierten die Lohn-, Gehalts- und Rentenempfänger zu Bittstellern herab, die zur Ernährung ihrer Familien Armenküchen aufsuchen mussten. Im Gegensatz dazu konnte eine geringe Anzahl an Großunternehmern, Devisenspekulanten und Warenschieber schnell zu Reichtum gelangen. Dieser wurde offen zur Schau gestellt und in Luxusprodukte investiert. Diese Neureichen kauften alles auf, derer sie habhaft werden konnten. So wechselten Edelmetalle, Schmuck, Gemälde, Porzellan, Gebrauchsgegenstände, Wohnungseinrichtungen, Grundstücke, Häuser, Fabriken den Eigentümer und vergrößerten zunehmend die soziale Ungleichheit.”

Was lernen wir daraus, dass vielen “normalen” Mitbürgern in der Inflation das Sparvermögen wie Schnee in der Sommersonne zerfließt? Das Sparen in Geld ist die schlechteste Art langfristig vorzusorgen. Wenn es heißt die “Neureichen kauften alles auf, derer sie habhaft werden konnten”, dann heißt das, die (Neu)reichen haben das, was wie Schnee in der Sommersonne zerfließt gegen das, was nicht zerfließt, getauscht: Edelmetalle, Schmuck, Gemälde, Porzellan, Gebrauchsgegenstände, Wohnungseinrichtungen, Grundstücke, Häuser, Fabriken sind harte Gegenstände, die sogar in der Inflation an Wert steigen, allerdings kaum überproportional zu den Preisen. Man macht damit keine Gewinne, man macht damit nur keine Verluste!

1,98 % Teuerungsrate ist somit überhaupt keine Zukunftsgarantie – leider. Und der ratlose Leser fragt sich nun: ‘nenne mir doch mal eine Größenordnung, auf die ich mich einstellen kann’. Wer an dieser Stelle eine Zahl nennt, den heiße ich unseriös! Was man aber aus der Hyperinflation lernen kann:

  1. Schaffen Sie ein Vorratslager an Lebensmitteln und Alkohol an – zumindest 3 Monate
  2. Beobachten Sie die Preisentwicklung, die Ihnen aus IHREM Haushalt bekannt ist; stellen Sie eine Preiszunahme von mehr als 3 % in einem Monat fest, dann kaufen Sie zusätzlich 6 Monate hinzu (Nudeln, Reis … Dosen- Lebensmittel). Beträgt die Preiszunahme mehr als 10 % in einem Monat, kaufen Sie zusätzlich 12 Monate hinzu (Nudeln, Reis … Dosen- Lebensmittel) – egal, wohin Sie das stapeln.
  3. Barvermögen bei einer allgemeinen Preiszunahme mehr als 10 % in einem Monat,  müssen um eine andere Vermögensart umgetauscht werden – siehe unten – (sinnvoll: minimale 3 Monatsausgaben im Bestand halten).

Was lernen wir aus den Währungsreformen?

Wenn der Staat, aus welchem Grunde immer, in wirtschaftliche Schwierigekeiten gerät, dann besteht für das Vermögen für Zukunftssicherung höchste Gefahr! Aus welchem Grunde immer heißt:

  • Ursache Kriegskosten
  • Ursache Zusammenbruch der Wirtschaft
  • Ursache politische Instabilität
  • Ursache Verweigerung der privaten Nachfrage
  • Ursache Zinszahlungen nicht mehr entrichtbar
  • Ursache Terrorismus

Es gibt keine Ursache, die entfernt genug liegen kann, so dass eine Währungsreform, wahrscheinlich samstags oder feiertags ausgerufen, angeordnet wird. Beispielsweise keimt seit ein paar Jahren immer mächtiger auf, dass Russland und China (PRC) einen Block gegen die USA bilden. Dazu wird ein Gegenpol BRICS gebildet, dazu wird immer mehr Gold von den Zentralbanken zugekauft, dazu werden internationale Handelsabkommen nicht mehr in der Devise Dollar abgeschlossen, dazu wurde ein neuer Gold- Handelsstandort gegründet, dazu werden in Milliardengröße US- Staatsanleihen abgestoßen. Mir fällt dazu nur eine Gegenmaßnahme ein: Goldbesitzverbot in allen westlichen Staaten – in Verbindung mit massiven Leerverkäufen in NY. Diese Komplexität macht insgesamt das Vorsorgesparen sehr schwierig – und wer behauptet, eine Formel zu haben, dem würde ich nicht vertrauen!

Also muss die Formel für Vorsorgesparen heißen: langfristige Vorsorgebeträge sind in Werterhaltendem anzulegen.

Keine Formel ohne Ausnahmen: Die Welt schreibt “Wer glaubt, mit einer Immobilie sein Vermögen auf der sicheren Seite zu haben, der irrt. Der Staat hat viel Erfahrung darin, Hausbesitzer zu schröpfen … Zusätzlich gab es von 1924 bis 1942 auf Länderebene eine „Hauszinssteuer“, um Vermögensgewinne durch Währungsreform und Hyperinflation abzuschöpfen. Sie galt für alle Immobilienkäufe vor Juli 1918 … Auch die Währungsreform im Juni 1948 führte schließlich zum Erfolg. Die alte Reichsmark konnte im Verhältnis 10:1 in die D-Mark umgetauscht werden … Jeder, der also versuchte, durch Immobilieneigentum sich aus dem absehbaren Finanzkollaps des Zweiten Weltkrieges zu entziehen, wurde ab 1948 die wahre Rechnung präsentiert – er musste einen 90-prozentigen Wertverlust hinnehmen und damit Westdeutschland finanzieren.”

Keine Formel ohne Ausnahmen: Wer meint, mit Gold einen sicheren Hafen gefunden zu haben, der täuscht sich: “Ein Goldverbot bedeutet ein privates Handels- und Besitzverbot für das Edelmetall Gold. Hierbei legt eine Regierung gesetzlich fest, dass privater Goldbesitz an staatlichen Annahmestellen abgegeben und gegen Landeswährung eingetauscht werden muss.” Goldverbot – ist das realistisch?
Erstens: wer hunderttausende Immobilienbesitzer schröpft, der wird auch 5000 Goldbesitzer schröpfen!
Zweitens: Verbote und Beschränkungen des privaten Gold- und Silberbesitzes gab es in der Geschichte in allen Gesellschaftssystemen, angefangen von der klassischen Antike über die mittelalterlich-feudale Gesellschaft bis zu den sozialistischen Staaten und Entwicklungsländern der Neuzeit. Es gab sie nicht nur in totalitären Diktaturen, sondern auch in demokratischen Ländern. Goldverbote sind zeit- und systemunabhängig.

Es wird oft von Goldfanatikern negiert, dass der Zugriff des Staates auf das Vermögen Einzelner eine Rettung ist, das System zu erhalten: “Auf dem Höhepunkt der deutschen Inflation von 1914 bis 1923 erließ die Reichsregierung eine ganze Reihe von Gesetzen und Verordnungen, die in erster Linie eine Unterbindung der Spekulation mit Valuten und eine (zwangsweise) Erfassung sowie Einziehung von Edelmetallen und Devisen im Inland sowie von Vermögenswerten im Ausland zum Ziel hatte … Am 6. März 1933 verbot Präsident Franklin D. Roosevelt den Banken während der angeordneten Bankfeiertage die Auszahlung von Gold und den Handel mit Devisen. Am 5. April 1933 unterzeichnete der Präsident die Executive Order 6102, wonach der private Goldbesitz ab dem 1. Mai 1933 in den USA verboten wurde … Um den Goldabfluss aus den USA zu stoppen, dehnte Präsident Dwight D. Eisenhower am 14. Januar 1961 mit der Executive Order 10905 das bisher auf das Inland beschränkt gewesene Verbot des privaten Goldbesitzes auf die von US-Bürgern im Ausland unterhaltenen Goldbestände aus“. “In den USA war der Goldbesitz für Privatpersonen von 1933 bis 1970 verboten. Von der Fed gab es damals ein Zwangsumtauschangebot. Wer dieses nicht annahm, der musste damit rechnen, dass er beobachtet und streng bestraft wurde, wenn er Gold im privaten Besitz hielt.

Mit anderen Worten

  1. für Vorsorge ist langfristig nichts so unsicher wie Währungsdevisen
  2. für andere Arten der Vermögensrücklage erfindet der Staat immer neue Zwangsmaßnahmen, um diese Vermögensrücklage einzuziehen
  3. für Vorsorge ist langfristig Gold in Form von Barren oder Münzen zu bedenken, dass Gold schon sehr oft vom Staat konfisziert wurde
  4. eine Anlageform, die maximale Vermögenskonzetration je m³ beinhaltet, ist besonders sinnvoll, weil es durchaus vorkommen kann, dass dieses Vermögen von dem Vermögensbesitzer vergessen werden kann, insbesondere dann, wenn über den Kauf des Vorsorgevermögens kein Dokument existiert.
  5. Bill Holter, ehemaliger Anlageberater, stellt seine Meinung in einem Interview dar, die ich voll teile und die bereits an einigen Stellen dieser Veröffentlichung aufgezeigt wurde: “Jim und ich raten den Leuten zu “GOTS” (get out of the system – steigen Sie aus dem System aus). Das heißt – werden sie ihr eigener Banker/Verwalter. Halten sie so wenig Geld wie möglich im Bankensystem. Bewahren sie Vermögen in Gold und Silber außerhalb der Banken, entweder im persönlichen Bestand oder in Nicht-Banken-Verwahrung. Wenn sie Aktien haben, dann verlangen sie lieber Zertifikate, anstatt sich darauf zu verlassen, dass der Broker nicht pleitegeht.”
    Ich ergänze es: vertrauen Sie niemals einem Bankangestellten! Er will nur Ihr Bestes, nämlich Ihr Bargeld.

1.3.2.10 Armutsgefährdung und Armut

In diesem Abschnitt geht es darum

  1. zu wissen, wie Durchschnittszahlen berechnet werden (wir alle werden oft in Zeitungs- oder Wortbeiträgen mit dem Wort “Durchschnitt” konfrontiert) und
  2. wer aus der arbeitenden Bevölkerung ist armutsgefährdet beziehungsweise arm.

Wikipedia schreibt zum Thema Armutsgefährdung: Als armutsgefährdet gilt eine Person, die mit weniger als 60 % des mittleren Einkommens (Median) der Gesamtbevölkerung auskommen muss. Diese Einkommensgrenze wird als Armutsgefährdungsschwelle bezeichnet. Es handelt sich um eine relative Einkommensarmut.

An dieser Stelle ein kleiner Ausblick in die Systematik der Statistik zur Klärung des Begriffes Mittelwert – Median

Eine sehr wichtige Maßzahl bei allen Beurteilungen ist der Mittelwert. Wir sind es gewohnt, eine Zahl mit dem Mittelwert zu vergleichen.

Angenommenes Beispiel: ich bin 175 cm groß. Die durchschnittliche Körpergröße deutscher Männer ist 180 cm. Ich schließe daraus: ich bin bezüglich der Körpergröße kleiner als der Durchschnitt deutscher Männer. Ähnliche vergleiche kann man bei

  • persönlichem Vermögen
  • Haushaltseinkommen
  • Kinderzahl

machen. Immer geht es darum, dass eine bestehende Zahl mit einer Durchschnittszahl verglichen wird. Das Problem für Statistiker ist jedoch, wie wird die Durchschnittszahl berechnet? Es gibt den arithmetischen Durchschnitt (Summe aller Zahlen geteilt durch die Anzahl der Zahlen), es gibt den Median (der mittlere Wert einer sortierten Reihenfolge von Zahlen).

Die Berechnung zum Beispiel des mittleren Einkommens als Maßstab für die Berechnung der Armutsgefährdung mittels Median ist richtig, weil der (arithmetische) Mittelwert nach den Statistikvorgaben einer Normalverteilung

Normalverteilung - von StefanPohl - Eigenes Werk, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=31516368
#36 Normalverteilung – von StefanPohl – Eigenes Werk, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=31516368

entsprechen muss. Wir wissen aber, dass das Einkommen nicht normalverteilt ist. Eine nicht symmetrische Verteilung ist eine schiefe Verteilung (so sagen Statistiker):

Schiefe Verteilung - Von Chrischi - Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9020667
#37 Schiefe Verteilung – Von Chrischi – Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9020667

Erwin Ebermann schreibt: “Bei der linksschiefen Verteilung (negative skew) liegt der höchste Punkt der Verteilung rechts (d.h. hier befindet sich der Großteil der Einträge), während nach links ein langgezogener Abfall eintritt (d.h. es treten dort selten verwendete Extremwerte auf). In linksschiefen Verteilungen ist der Median größer als das arithmetische Mittel.”

Erwin Ebermann, Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Wenn nicht anders angegeben, steht diese Website unter einer Creative Commons 2.0 Lizenz http://www.univie.ac.at/ksa/elearning
#38 Erwin Ebermann, Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Wenn nicht anders angegeben, steht diese Website unter einer Creative Commons 2.0 Lizenz http://www.univie.ac.at/ksa/elearning

Da also die Einkommensverteilung (nicht nur in Deutschland) nicht normalverteilt ist sondern eine schiefe Verteilung aufweist, ist der verteilungsunabhängige Kennwert Median als „Mittelwert“ im wahrsten Sinne des Wortes der richtige statistische Parameter: es werden alle Einkommen auf- oder absteigend sortiert, der in der Lagereihenfolge mittlere Wert ist der Median.
Beispiel (wieviel Bargeld- Scheine haben im Durchschnitt 5 Personen im Portemonnaie) :

Bargeld in Euro Bargeld in Euro (sortiert)
120 50
50 120
260 260
550 550
1405 1405

Der Median ist 260 Euro. Der arithmetische Mittelwert ist 477 Euro.

Würde man die Untersuchung bei 6 Personen betreiben, ergibt sich folgendes Bild:

Bargeld in Euro Bargeld in Euro (sortiert)
1710 50
120 120
50 260
260 550
550 1405
1405 1710

Der Median ist 405 Euro. Der arithmetische Mittelwert ist 682,50 Euro.
Warum wird der Median anders berechnet als bei 5 Personen (Merkmalsgruppen)? Da eine gerade Anzahl Daten (Personen) aufgelistet sind, gibt es nicht den in der Reihenfolge mittleren Wert, sondern es gibt die zwei mittleren Werte, hier, 260 Euro und 550 Euro. Für den Median werden diese beiden Werte addiert, also 810 Euro und dann durch 2 geteilt, also 405 Euro.
Man sieht also, dass Statistiken nur dann ein wirkliches Bild abgeben, wenn die Gesetze der Statistik beachtet werden; andernfalls kann bei Nichtbeachtung der Gesetze der Statistik mit einer Scheinobjektiven Darstellung von Zahlen manipuliert werden.
Zurück zu den 60 % des mittleren Einkommens: Es ist völlig unwichtig, welche Größenordnung eine einzelne Person verdient. Wichtig ist das Haushalts- Nettoeinkommen. Man kann aber nicht die einfachen Einkommensdaten nehmen, um zum Haushalts- Nettoeinkommen zu kommen, um das zu berechnen, bis es sogenannte Haushaltsbefragungen durchgeführt; diese führen dann zu dem mittleren Einkommen.

Wer nun hofft, eine aktuelle Statistik über Haushalts- Nettoeinkommen leicht zu finden, dem sei gesagt, dass selbst das Statistische Jahrbuch 2015 des Statistischen Bundesamtes nur Daten bis 2012 aufzeigt. Die Internetseite STATISTICA hat eine Analyse veröffentlicht „Nettoeinkommen und verfügbares Nettoeinkommen privater Haushalte in Deutschland nach sozialer Stellung in Euro“ nach der das Nettoeinkommen privater Haushalte in Deutschland durchschnittlich 2.706 Euro/Monat beträgt, das verfügbare Nettoeinkommen privater Haushalte in Deutschland jedoch nur bei 1.345 Euro/Monat liegt.

Wie ist die Differenzierung Nettoeinkommen und verfügbare Nettoeinkommen zu erklären? Auf das Bruttoeinkommen (von wem auch immer, Rentner ausgenommen – die zahlen einen Sondersteuerbetrag) müssen Steuern und Abgaben geleistet werden:

  • Lohnsteuer
  • Solidaritätszuschlag
  • Kirchensteuer
  • 9,35% Rentenversicherung
  • 8,4 % Krankenversicherungsbeitrag
  • 1,175% Pflegeversicherung
  • 1,5% Arbeitslosenversicherung

Wenn alles durch die zahlende Stelle entrichtet und vom Bruttoeinkommen abgezogen wurde, kommt der Auszahlbetrag auf das Konto; diesen Auszahlbetrag nennt man Nettoeinkommen. Erfährt man durch Untersuchungen von privaten Haushalten, wie deren Kosten sind, beispielweise

  • Wohnung Inventar und Ausstattung, Ersatzinvestitionen
  • Sonderinventar
  • Auto
  • Miete
  • Strom
  • Telefon + Internet
  • Fernsehen
  • Handys, Tablets
  • GEZ
  • sonst Ausgaben (Taschengeld)
  • Restaurant
  • Urlaubsvorlage
  • Arzt, Krankenhaus, Rehabilitation, Medikamente

und berechnet den Durchschnitt der Kosten je Haushalt und zieht diesen Durchschnitt von dem Nettoeinkommen ab, so ergibt sich das verfügbare Nettoeinkommen.

STATISTCA spricht zwar von lebensnotwendigen Kosten und zählt auf Miete, Lebensmittel usw., was aber bedeutet „lebensnotwendig“?

Wie kritisch solche Statistiken sind, verdeutlicht die Internetseite geld.de, indem dort geschrieben wird „In Deutschland ermittelt das Statistische Bundesamt regelmäßig, wie viel Geld ein Privathaushalt als sogenanntes Existenzminimum zum normalen Leben braucht, wobei dieses nicht real für die Mindest-Lebens-Erhaltung die Kosten widerspiegelt. Die von der Bundesbehörde ermittelten Ergebnisse spiegelt ein jeweiliger Regelsatz für Erwachsene für die Leistungen nach Hartz IV wieder. Dies ist jedoch eine in erster Linie politische Kostenermittlung, die zahlreiche notwendige Bedürfnisse der Menschen unberücksichtigt lässt.“

Nochmals: die Ermittlung lebensnotwendiger Kosten ist eine politische Größenordnung. Warum eine politische Größenordnung? Macht man sich klar, dass 2011 7,5 Millionen Mitbürger Sozialtransfers brauchten, unterstellt man, dass die Berechnung lebensnotwendiger Kosten je Monat um 100 Euro zu gering angesetzt sind, dann müssen jährlich 9 Milliarden Euro zusätzlich vom Staatshaushalt gezahlt werden; bei einem Staatshaushalt der Bundesrepublik Deutschland mit 316,9 Milliarden Euro sind „nur“ 2,85 Prozent; ein Finanzminister muss aber mit Kommastellen rechnen, so dass Mehrkosten von 9 Milliarden Euro je Jahr beträchtlich wären.

Was macht die Politik? Die Berechnung lebensnotwendiger Kosten wird dirigistisch angepasst, indem das, was lebensnotwendig ist sehr restriktiv definiert wird; beachten Sie: das Statistische Bundesamt ist eine Bundesbehörde und keine unabhängige Einheit, die dem Bundesinnenministerium untersteht – das wiederum heißt, das Statistische Bundesamt nimmt Weisungen des Bundesinnenministeriums entgegen und hat denen zu folgen.

Systemtreue Zeitungen und Verlage vernebeln die Problematik Armut zudem:
Es wird neben „Armut“ von einem weiteren Begriff geschrieben „relative Armut“. Damit soll aufgezeigt werden, dass durch die 60 Prozent Regel für den Betroffenen ja „nur“ die Einkommensrelation zum mittleren Einkommen wichtig ist. Eine besondere Hinterhältigkeit schreibt die ZEITIn Deutschland gilt per Definition als arm, wer als Single weniger als rund 900 Euro netto verdient, bei einer vierköpfigen Familie liegt die Grenze je nach Rechnung zwischen 1.870 und 2.450 Euro netto. Das ist natürlich wenig Geld. Aber zur Wahrheit gehört auch, dass wir den Kreis der von Armut bedrohten weit fassen – nicht zuletzt im Vergleich mit weniger wohlhabenden Ländern.“

Warum ist diese Argumentation hinterhältig? Wer die Kostensituation Deutschlands mit der in weniger wohlhabenden Ländern als Vergleichsmaßstab ansieht, der betreibt schlimme Propaganda: als ich als Unternehmensberater in Ostchina war, kostete das Kilogramm Kartoffeln rund 2 Eurocent; der ausgezahlte Stundenlohn betrug 0,2 Euro (1 Kilogramm Kartoffeln kosteten in China somit 10 % des Stundenlohns; Stundenlohn in Deutschland beträgt z.B. 12 Euro – 1 Kilogramm Kartoffeln kosten 2,50 Euro – 1 Kilogramm Kartoffeln kosteten in Deutschland somit 20,8 % des Stundenlohns, also relativ das Doppelte).

Fazit: Wer aufrichtig ist, müsste als Faktor die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten Deutschland zu weniger wohlhabenden Ländern hinzurechnen! Alles andere ist böswillige Propaganda, die durch den hinterlistigen Zusatz „Damit wir uns nicht falsch verstehen: Es geht mir nicht darum, die Armut kleinzureden“ sich nicht verbessert – natürlich will der Autor die Armut kleinreden.

Kommen wir zurück auf die STATISTICA – Daten, wir sind ja hier immer noch in dem Abschnitt „Armutsgefährdung und Armut“: Nettoeinkommen privater Haushalte in Deutschland 2.706 Euro/Monat, das verfügbare Nettoeinkommen privater Haushalte in Deutschland liegt jedoch nur bei 1.345 Euro/Monat. Zur Berechnung der Armutsgrenze wird jedoch 2.706 Euro/Monat als Basis angesetzt, so dass bei 1.623,60 Euro/Monat die Grenze ist.

Für eine Einzelperson ergibt sich, wie DIE TAFEL.DE schreibt „Die Armutsgrenze bezieht sich in diesem Fall auf statistische Zahlenwerte, meistens das durchschnittliche Einkommen. In der Europäischen Union gelten Personen als arm, die monatlich weniger als 60 Prozent des nationalen Mittelwerts verdienen. In Deutschland sind das ca. 930 Euro.“

Aber ehrlich: solche Betrachtungen über „arm“ oder „nicht arm“ sind theoretischer Natur! Viel wichtiger ist, sich einmal anzuschauen, wie die Armutsgefährdung in Deutschland aussieht – nur dann kommt man der Bedeutung für Renten und Armutsgefährdung näher:

Betroffenheit von Armut in Deutschland nach Bildungs- und Beschäftigungsmerkmalen - Private Haushalte – Einkommen, Ausgaben, Ausstattung Auszug aus dem Datenreport 2013, Seite 176
#21 Betroffenheit von Armut in Deutschland nach Bildungs- und Beschäftigungsmerkmalen – Private Haushalte – Einkommen, Ausgaben, Ausstattung Auszug aus dem Datenreport 2013, Seite 176

und hier sehen Sie die Armutsgefährdungsquote in Abhängigkeit von Haushaltsmerkmalen:

Betroffenheit von Armut in Deutschland nach Bildungs- und Beschäftigungsmerkmalen - Private Haushalte – Einkommen, Ausgaben, Ausstattung Auszug aus dem Datenreport 2013, Seite 172 - 2
#22 Betroffenheit von Armut in Deutschland nach Bildungs- und Beschäftigungsmerkmalen – Private Haushalte – Einkommen, Ausgaben, Ausstattung Auszug aus dem Datenreport 2013, Seite 172 – 2

Das sind die Beschäftigtenzahlen, Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder” im Auftrag der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder:

Erwerbstätige in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland 2008 bis 4. Vierteljahr 2015 Berechnungsstand: Februar 2016, Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder” im Auftrag der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder
# 8 Erwerbstätige in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland 2008 bis 4. Vierteljahr 2015 Berechnungsstand: Februar 2016, Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder” im Auftrag der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder

Wie teilen sich diese Erwerbstätigen bezüglich der Armutsquote auf:

Armut in Deutschland nach Bildungs- und Beschäftigungsmerkmalen (Einkommen < 0,6 Medianeinkommen) - eigene Berechnung Basis off. Daten
#9 Armut in Deutschland nach Bildungs- und Beschäftigungsmerkmalen (Einkommen < 0,6 Medianeinkommen) – eigene Berechnung Basis off. Daten

Rund 2,9 Millionen Personen aus der arbeitenden Bevölkerung mit Arbeitsvertrag zählen heute bereits zu den Armen. Und wenn sie dann in den Ruhestand gehen, dann darf doch niemand glauben, ihnen gehe es besser! Die Armen von heute sind die Altersarmen von morgen! Eine weitere Zahl soll nicht verschwiegen werden: bei 34,21 Millionen Beschäftigten und 2,9 Millionen beschäftigten Armen haben wir unter den Beschäftigten eine Armutsquote von 8,48 Prozent. 8,48 Prozent aller Erwerbstätigen sind damit arm, obwohl sie einer Beschäftigung nachgehen. Das Handelsblatt schreibt zudem über den Niedriglohnsektor, dass es 2011 4,6 Millionen Niedriglöhner gibt. Ursula von der Leyen wird in dem Beitrag vom 30.10.2011 zitiert „Die Frage ist nicht mehr, ob wir einen Mindestlohn haben werden, sondern wie man die richtige Höhe aushandelt“. Damit zeigt sich eine fürchterliche Parteienkongruenz zwischen den sogenannten Volksparteien CDU und SPD: der Niedriglohnbereich (ob 8,00 Euro je Stunde oder welcher auch immer, das ist unwichtig) ist ein MUSS für diese deutsche Volkswirtschaft. 4,6 Millionen Niedriglöhner, das sind 13,47 Prozent der arbeitenden Bevölkerung, sind die Armen von heute, sind die Altersarmen von morgen.

Wie brutal Zahlen vermutlich geschönt werden, fast ist man geneigt, ein sozialistisches Prinzip der DDR wird angewandt, kann man bei der Frankfurter Allgemeinen nachlesen:

“Arbeitsagentur korrigiert Statistik Zahl der Niedriglöhner seit Jahren überschätzt”

Da fällt plötzlich irgendjemandem ein, die Datenbanken könnten falsch interpretiert worden sein und es ist sicherlich nicht falsch, denkt jemand daran, was vor Jahrzehnten im Osten Deutschlands üblich war:

"Wir haben unseren Plan übererfüllt" - https://pixabay.com/de/deutsch-demokratischen-republik-700256/
#10 “Wir haben unseren Plan übererfüllt” – https://pixabay.com/de/deutsch-demokratischen-republik-700256/

1.3.2.12 Alterssicherung und Anlagearten

Unlängst saß ich mit lockeren Bekannten und Freunden zusammen und als wir über Alterssicherung und Anlagearten sprachen, war für einen aus der Runde alles klar: “Grundstücke kaufen, mehr musst du nicht machen”, brüllte er in die Runde und schaute allwissend jeden grinsend an. Den Hinweis “Grundstückkosten” und Zwangsabgaben bei einer möglichen Währungsreform ließ er nicht gelten. Es ist gut, wenn man alles absolut weiß. Solche Menschen schlafen immer gut!

Tatsächlich wird über Anlagearten gesprochen ohne Ende:

  • Geldkonto, Sparkonto
  • Geld unter dem Kopfkissen
  • Versicherungsunternehmen
  • Immobilien, Grundstücke
  • Metalle, Edelmetalle
  • Unternehmens- oder Staatsanleihen
  • Aktien
  • Fonds
  • Zertifikate
  • Optionsscheine
  • CFD

… und als nächstes beginnt das Thema Auswahl, wenn man sich für eine Anlageart entschieden hat: welche Aktie kaufe ich wann – oder sollte man besser in einen Aktienfonds investieren – wenn Letzteres, Fonds mit Aktien in Deutschland – Europa – Welt – Emerging Markets … das alles ist derartig komplex geworden, dass man als jemand, der sich nicht lange damit beschäftigen kann, verzeifelt nach einem Berater umschaut. Und dann beginnt das nächste Problem: wer berät fair?

Meine Mutter bat mich einmal vor vielen Jahren, für sie 10.000 Euro SICHER anzulegen. Wir sind dann zu einer Bank gefahren und haben uns beraten lassen. Wir haben gemeinsam gesagt: SICHERHEIT. 10 Jahre später waren 40 Prozent unseres Geldes futsch! Danke, Bankberater!

 

1.4 Alterssicherung und internationale Politik

Durch die Wirtschaftsverflechtungen der Staaten der Welt, durch die politischen und wirtschaftlichen gegenseitigen Abhängigkeiten ist kein Land für sich genommen auf dem Pfade der eigenen unabhängigen Glückseligkeit. Das war die Geburt der Globalisierung, der man im Sinne der Philosophie Weltliberalität sämtliche Freiräume einräumte. Der sehr profunde Joachim Jahnke veröffentlichte 2006 bereits das Buch “Falsch globalisiert: Schlaglichter auf die herrschende Wirtschaftskonzeption“, in dem er auf die konzeptionelle Einseitigkeit der Globalisierung mit unübersehbaren Schänden für die Gesellschaftsordnungen hinwies. Wie Welt mit fast unendlich divergierenden Lebenshaltungs-, Einkommens-, Vermögensniveaus sollte funktionsfähig alle Gesellschaften beglücken, vorgeblich sollte niemand der Verlierer sein.

Die wirkliche Ursache der Globalisierung war nicht die Welt zu beglücken, die wirkliche Ursache war der gewachsene Standard in den sogenannten hochentwickelten Staaten:

  • die Optimierung der Technologie führte dazu, es war auch ein Marketinginstrument, dass Produkte immer langlebiger wurden. Konsequenz: die Reinvestition an Funktionsgegenständen wurde immer langfristiger. Mit einer langfristigen Reinvestitionsquote sank das erforderliche Produktionsvolumen der Unternehmen und damit sank die Anzahl erforderlicher Arbeitsstellen.
  • Die Produktionstechnologie wandelte sich nach dem zweiten Weltkriege zu  automatisierten Prozessen. Dieser Trend ist nicht aus dem Nichts entstanden oder ist nicht allein die Konsequenz des Kapitalismus gewesen, es ist insbesondere erforderlich gewesen, weil durch die Globalisierung die Produktionsstückkosten im direkten Vergleich waren. Eine Fabrik in einem Hochlohnland mit einem Vollkosten- Stundensatz für Arbeiter von 3000 Eurocent musste bei Produktion gleicher Funktionsgegenstände in einem Niedriglohnland mit einem Vollkosten- Stundensatz für Arbeiter von 27 Eurocent bei nur leicht höheren Kosten (Kompensation der Logistikkosten) arbeiten. Wie sollte das gehen, ohne Entfall der Menschenkaft? Konsequenz: für die Produktion von Funktionsgegenständen wurden immer weniger Menschen gebraucht. Da dieser Trend jedoch sozial- und stabilitätspolitische Probleme nach sich zog, wurde produziert, was das Zeug hielt. Dennoch war der Trend weg von Produktionsgesellschaften – hin zu Dienstleistungsgesellschaften nicht aufzuhalten.
  • Etliche Länder wurden als “lange Werkbänke” der hochindustrialisierten Länder bezeichnet. Statistiken der Deutschen Bundesbank über direkte deutsche Auslandsinvestitionen zeigen, dass Billionen Euro inzwischen weltweit investiert sind. Berücksichtigt man, dass je Arbeitsplatz (im Dreischichtbetrieb sind es dann 3,3 Mitarbeiter) etwa 100.000 Euro Investitionskosten erforderlich sind, verschwinden je 1 Billionen Auslandsinvestitionen 33.000 Arbeitsplätze. Ganze Indusstriezweige sind beispielsweise aus Deutschland verschwunden: die Textilindustrie, die Lederwarenindustrie, die Weiße Ware … das sind alles Opfer der Übersättigung einerseits und der Globalisierung andererseits.
  • Fragt man sich, die Wirtschaftsgeschichte bedenkend, was ist denn die Ursache dafür, dass plötzlich Innovation an Funktionsgegenständen fehlen, dass den Ingenieuren nicht mehr viel Neues einfällt, dann muss man leider feststellen, dass unberücksichtigt bleibt, dass jede technologische Entwicklung einen asymptotischen Stillstand hat. So bleibt eigentlich der Industrie nicht viel anderes übrig als bullshit zu optimieren: die Puppe fürs Kind, die sprechen kann und deren Dialoge an big mother übertragen werden, um dort die Dialoge noch mehr zu optimieren. Ist das eine Zukunft der Gesellschaft? Nein. Das wissen auch die Politiker.

Und daher gibt es eine Lösung: das Horrorszenario “Welt- Klimakatastrophe”, in dessen Folge kein Stein auf dem anderen bleibt. Das Leben wird neu erfunden, die Innovation an Funktionsgegenständen muss vollkommen neu gestaltet werden; dass es nun keine Glühbirnen der alten Sorte mehr gibt, ist nur eine Petitesse dessen, was an Innovationsumfang auf die Weltbevölkerung zukommt. Es wartet auf uns die Industrielle Revolution II. Keine Lebensbereich, kein Funktionsgegenstand, nichts bleibt wie es war. Ökologie ist die Heilslehre des Überlebens des Kapitalismus, bis auch dieser Weg ausgelutscht ist. Dann, das ist zu befürchten, wird es die Industrielle Revolution III mit einem neuen Leitmotiv geben.

Was heißt “Welt- Klimakatastrophe”? Alles, was mit dem Thema Energieverbrauch und -erzeugung, Verbrennungsprozesse direkt oder indirekt zusammenhängt (alles hängt mit allem zusammen), steht derzeit auf dem härtesten Prüfstand, Beipiele aus einem von der Regierung gestützten Projekt:

  • Wärmerückgewinnung
  • Ventilatorsysteme
  • Hocheffiziente Motoren und Steuerungen
  • Pumpenregelung
  • Druckluft
  • Dampferzeugung
  • Betrieb und Wartung von Filtern und anderen Technologien zur
  • Emissionsminderung
  • Kühlraumoptimierung
  • Prozessleittechnik
  • Energiemanagement
  • Optimierung der Vakuumpumpen
  • Beleuchtung
  • KESSELHAUSOPTIMIERUNG
  • Regelung Verbrennungsluftgebläse
  • KRAFT WÄRME KOPPLUNG (KWK)
  • Brennstoffzellen (fuel cell)
  • Solare Klimatisierung
  • Thermochemische Speicher
  • Langzeitwärmespeicher
  • Walzloses Stahlwerk
  • Gießen dünnwandiger, blechartiger Bauteile
  • Druckaufgeladene Kraftwerke auf Kohlebasis

In schönen Folien verbreitet die Bundesregierung ihre ergänzenden Gebäudemaßnahmen, um der Immobilienwirtschaft neuen Schwung zu verleihen (Link).

So sind gewaltige Branchen entstanden:

  1. die Windenergie- Industrie
  2. die Solarenergie- Industrie
  3. die Hochsee- Erzeugungsindustrie
  4. Energetische Haussanierung
  5. Niedrigenergie- Neubauten
  6. Recycling atomarer Anlagen

und die begleitenden direkten und indirekten Industriezweige, die als Zulieferer dieser Branchen dienen. Kaum wird es in Analysen erwähnt, dass die Automobilindustrie bei der Verteufelung der Verbrennungsmaschinen vor einer gewaltigen Revolution steht:

  1. die Batterieindustrie
  2. die Elektromotorenindustrie
  3. der Abbau der Verbrennungskraft- Motorenproduktion einschließlich der Zuliefererteile
  4. Recycling- Industrie für Windkraftanlagen (Haltbarkeit 20 Jahre).

Und die nächste Revolution, nach der gewaltigen Katastrophe Erdölsubstitution, steht bereits vor der Tür: der automatische (autonome) Fahrbetrieb durch Straßen-/Fahrzeugtechnologie. Wenn wir uns vorstellen, dass in allen Straßen Induktive Stränge eingeführt werden, die sowohl richtungsbestimmend als auch energieführend sind (induktive Aufladung während des Fahrbetriebs), dann wird mit der nächsten Schimäre “Sicherheit auf den Straßen” der nächste Schub kommen.

Die “Welt- Klimakatastrophe” hat einen Touch Sektenhaftes an sich; wer nicht mitmacht, wird als Idiot oder Kurzsichtiger oder Dumm, im schlimmsten Falle kommt die NAZI- Keule oder die SPD- Pack- Denunzierung, beiseite gedrückt. Natürlich werden unser politischen Führer niemals wagen zu gestehen, dass dieses Thema nur ein Ziel hat: die Wirtschaft und damit die Arbeitsplätze am Leben zu erhalten. Es ist zu befürchten, dass diese Planung kein Nullsummenspiel sein wird! Wir erleben es ja schon seit mehr als 30 Jahren: Verlierer werden diejenigen sein, die am unteren Ende der Ausbildung oder des Vermögens oder der Gesellschaft oder der Lobbylosigkeit sind.

Was in Deutschland geschieht, passiert in fast allen westlichen Ländern. Großer Treiber ist die UN mit ihrer UN-Klimakonferenz. Man wird vielleicht nicht mehr lange warten müssen, bis ein Welt- Großprojekt beginnt: alle Küsten der Welt werden mit einem hohen Deich ausgestattet. Nur zur Vorstellung über die Dimension: die spiezifische Zahl zur Abschätzung der erforderlichen Deichfläche geht über die Küstenlänge pro km² Staatsfläche; nimmt man diese mit nur 1 m je km² Landfläche an, berechnet über die Welt- Landfläche von 510.100.000 km² die Küstenlänge, so ergeben sich 1/2 Milliarde Kilometer Küstenlänge. Für eine Deichhöhe von 10 Metern ergibt sich ein Deichvolumen von etwa 2,55 Millionen Kubikkilometer. Dies entspricht einem Würfel mit einer Kantenlänge von 136 Kilometer.

Ob es dazu kommen wird – wer weiß. Scientology konnte bisher alles bei den Mitgleidern durchsetzen. Nicht viel anders ist es in der Sekte der “Welt- Klimakatastrophen- Scientologen”. Sagen Sie nicht, der Autor spinnt mit seinem hier dargestellten Szenario … nichts heute ist mehr undenkbar.

1.4.1 Alterssicherung und Geopolitik

Sie sagen “Alterssicherung und Geopolitik” haben nichts miteinander zu tun? Wir erleben gerade das Drama schlechthin auf vielen Ebenen:

  • Flüchtlingspolitik und Kostenexplosion bei Krankenkassen
  • Ukraine
  • Syrien/Türkei (Naher Osten)
  • Afghanistan
  • Afrika.

Deutschland spielt sich als Weltretter auf und es wundert, dass immer wieder Abermillionen oder Milliarden freigemacht werden, nicht zu denen flließen, die diese Gelder gegeben haben: Bürger, Unternehmer. Ein bisschen scheinen wir die Rolle der USA zu übernehmen. Das macht mir ehrlich gesagt Angst.

Sehr deutlich gesagt: eine Bundesregierung, die eigene Bürger vernachlüssigt, die Cent- Almosen unter größtem medialen Getöse in Großmannssucht verteilt aber andererseits Milliarden rausschmeißt, um diese Welt zu retten, der hat für mich die Existenzberechtigung verloren, das deutsche Volk zu vertreten. Wie wurde übrigens die Spendabilität der Bundesregierung auch kommentiert? “Steuererleichterungen: Da bleibt kaum etwas übrig“. Das Geld wird geopolitisch gebraucht! Für Bürger ist nichts übrig.

1.4.2 Alterssicherung und Wirtschaftsliberalität

Gut, als diese Zeilen begonnen wurden, war Trump noch nicht Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Man muss feststellen, dass nun zu Beginn des Jahres 2017 eine neue Ära in der Entwicklungsgeschichte der Welt besteht. Unter dem Leitmotiv “Amerika zuerst” wird die gesamte US- Politik umgebaut:

  1. Trump erkennt die Gefahren des Islam und will durch Einreiserestriktionen die USA schützen
  2. Trump hat als US- Bürger und Unternehmer oft genug erlebt, dass die USA immer mehr eine verarmte und total verschuldete Schicht hat; die private Nachfrage nach Gütern wird überwiegend mit Krediten getätigt – eine höchst gefährliche Situation; Trump hat dafür die Liberalität als Schuldigen ausgemacht und schottet die USA ab.

Die FAZ titelte zusammenfassend: “Deutschland droht ein „Horrorszenario“ durch die Handelspolitik des neuen amerikanischen Präsidenten, sagt Ifo-Chef Clemenst Fuest. Einer seiner Kollegen fügt düster hinzu: Die liberale Weltordnung wird in Frage gestellt.“ Warum droht Deutschland ein „Horrorszenario“? Weil der Arbeitsmarkt, weil die gesamte Industriepolitik auf Export ausgerichtet ist. Mit Stärkung der Exportfähigkeit der USA wird Deutschland Einschnitte im Export hinnehmen müssen. Mit der Trump’schen Strategie, ausländische US- Investitionen in die USA zurückzuführen, sind ein Teil der 600.000 Arbeitsplätze amerikanischer Unternehmen in Deutschland in Gefahr. Mit der Steigerung der Zinssätze aufgrund höherer Staatsschulden der USA zum Zwecke der Investitionen in die USA Infrastruktur wird weltweit das Zinsniveau nach oben gehen; verschuldete Staaten werden für ihre Kredite letztlich so viel zahlen, dass deren Existenz in Gefahr ist (der IWF verkündete bereits, dass die Griechenland- Kredite bsi 2070 laufen sollten); auch Deutschland wird für die ca. 3 Billionen Euro Schulden tief in die Tasche greifen müssen.

Es zeigt sich ein weiteres Faktum: die deutsche Exportleistung ist nur deshalb möglich geworden, weil die SPD und nachfolgend auch die CDU die Masseneinkommen auf dem Niveau von 1991. Das Statistische Bundesamt schreibt: “Im Jahr 2007 lag das Arbeitnehmerentgelt in der Summe bei 1 181,0 Mrd. Euro und damit um gut 39 % höher als im Jahr 1991 (847,0 Mrd. Euro). Die Unternehmens- und Vermögenseinkommen
haben sich in diesem Zeitraum mit + 86 % auf 643,2 Mrd. Euro im Jahr 2007 (1991: 345,6 Mrd. Euro) deutlich stärker erhöht”. Was aber helfen 39%, wenn die Teuerungsrate 1991 bis 2007, also innerhalb von 16 Jahren,  um 27,62946443% insgesamt angestiegen istMarkus M. Grabka und Jan Goebel schreiben in einer Darlegung: “Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte in Deutschland sind von 1991 bis 2014 real, also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung, um zwölf Prozent gestiegen [Hinweis: legt am die veröffentlichten Teuerungsraten zugrunde, ergibt sich zwischen 1991 und 2014 eine gesamte Teuerung von 34,90751588%]. Das zeigt die vorliegende Studie, die auf Daten der Längsschnittstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) basiert. Die Entwicklung verlief jedoch je nach Einkommensgruppe sehr unterschiedlich: Während die mittleren Einkommen um mehr als acht Prozent stiegen, legten die höchsten Einkommen um bis zu 26 Prozent zu. Die unteren Einkommen gingen hingegen real zurück. Folglich hat die Einkommensungleichheit insgesamt zugenommen”.

Die unteren Einkommen haben die Prosperität der Exportnation Deutschland mit unzureichenden Einkommenszuwächsen bezahlt; diese haben allein ermöglicht, dass Deutschland überaus kostengünstig auf dem Weltmarkt sich ausbreiten konnte. Dass die unteren Einkommen auch gleichzeitig in die Altersarmut rutschen, dass diese Gesellschaft sich nicht schämt, diese soziale Ungerechtigkeit, deren Ausgang korrupte Gewerkschaftspolitik hat, auszugleichen, das ist das nachhaltige Drama, das sich unter anderem auch durch stetig steigende politische Instabilität bemerkbar machen wird.

1.4.3 Die Kise aller Krisen – der Kapitalismus

Die deutsche Bundeskanzlerin, Frau Dr. Merkel, sagte 2008 in ihrer Neujahrsansprache: “Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt
Denn die weltweite Krise berührt auch Deutschland. Finanzielle Exzesse ohne soziales Verantwortungsbewusstsein, das Verlieren von Maß und Mitte mancher Banker und Manager – wahrlich nicht aller, aber mancher – das hat die Welt in diese Krise geführt. Die Welt hat über ihre Verhältnisse gelebt.” Meine Randbemerkung dazu: die deutsche Bundeskanzlerin hat aus meiner Sicht diesen großen Erfolg, weil sie Themen auch richtig ansprechen kann, durchaus gefühlvoll und nachvollziehbar, hoffend, dass die Bürger darauf vertrauen, sie werde es schon richten, was sie erkenntnisschwanger sagt.

Ja, Frau Dr. Merkel hat recht zu sagen “Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt”:

  • wer auf der Sonnenseite des Lebens steht, der konnte und kann sich alles erlauben; jene maximal 10 Prozent der Bevölkerung können aus dem Vollen schöpfen, sie haben in ihren Haushalten jeden Luxus, alle Unnötigkeiten – sie brauchen nichts und wissen kaum, mit ihrem Geldvermögen wohin
  • wer nicht auf der Sonnenseite des Lebens steht, zu den 23 Prozent der Geringverdiener zählt (das wird leider heute in der Propagandarepublik immer mehr “vergessen”), der wird sich nichts leisten können, der wird zunehmend in die Verschuldung getrieben, der wird keinen Anteil daran haben, was die Politiker gern herbeisehnen, die Wirtschaftsentwicklung jenseits der 2 Prozent. Der Geringverdiener hat seine Pflicht getan, Deutschland mit Niedriglöhnen zum Exportweltmeister zu führen. Geringverdiener tritt ab (heißt es auf Bühnen).

Dieses System des Westens hat 90 von 100 Verlierern gezeugt. Dieses System kann nicht “soziale Marktwirtschaft” genannt werden, weil die Realität eine andere ist. Und jene Millionen, die in Rente gehen, die gerade in Rente gegangen sind, sind genau die Verlierer. Es ist und bleibt unverständlich, warum die Bürger genau jene wählen, die sie verarmen lassen.

Fast resignierend muss man feststellen: diese Wirtschafts- und Gesellschaftskonzeption kann es niemandem recht machen, kann niemals gerecht sein.

Die EZB- Politik vernichtet den Lebenslohn der deutschen Bürger

Matthias Weik und Marc Friedrich schreiben: “Heute wird der belohnt, der Schulden macht und der bestraft, der gesund wirtschaftet. Die Bundesrepublik Deutschland, aber auch einige Konzerne, wie beispielsweise Henkel und Sanofi, verdienen Geld mit Schulden machen. Das ist weder sinnvoll noch nachhaltig! Die EZB enteignet mit ihrer wahnwitzigen Notenbankpolitik die Sparer, sorgt für immer höhere Bankgebühren, beraubt junge Menschen der Altersvorsorge, zerstört solide wirtschaftende Banken (Volksbanken, Spar- und Bausparkassen), zerstört Pensions- und Krankenkassen.”

Liegt es dran, dass, die die EZB immer wieder behauptet, die Inflationsrate zu niedrig ist und man versuche, diese durch finanzpolitische Maßnahmen auf den Zielwert von 2 Prozent zu bringen? Die ZEIT schreibt: “Seit März versuchen die Währungshüter, die Konjunktur und den Preisauftrieb zusätzlich mit einem gewaltigen Kaufprogramm anzuschieben: Monatlich bis zu 60 Milliarden Euro können in Staatsanleihen und andere Vermögenswerte investiert werden, insgesamt 1,1 Billionen Euro mindestens bis September 2016. Bis zum 16. Oktober hatte die EZB in diesem Rahmen allein Staatsanleihen im Gesamtvolumen von knapp 371 Milliarden Euro erworben.”

UNSINN, die Konjunktur und den Preisauftrieb anschieben! Welcher Elfenbeitrumwissenschaftler hat jemals die Weisheit von 2 Prozent als Ewigkeits- Kenngröße für Inflation herausgebracht? NIEMAND, der vernünftig wäre! Solche Festlegungen, 2%, sind unzulässig. Es wird weiter unsinnig gedoktort. Egmond Haid schreibt gerade, April 2017, finanzen100.de “Sprott ist der Überzeugung, dass wegen des schwachen Wirtschaftswachstums der USA seit dem Anfang des Jahrtausends …”. Das Wirtschaftswachstum ist überall in den hochentwickelten Staaten gering. Die Theorie, dass staatliche Ausgaben im Falle fehlender privater Nachfragen die Wirtschaft ankurbeln sollen, diese Theorie ist überholt, weil sich die private Nachfrage an zwei substanzielle Voraussetzungen orientiert:

  1. Es muss ein Nachfragebedarf vorhanden sein UND
  2. Es muss für die Nachfrage das Kapital vorhanden sein.

Die Haushalte, die keinen Nachfragebedarf sehen, die werden durch nichts in der Welt, auch nicht mittels “Helikoptergeld” Produkte für den täglichen Bedarf kaufen. Diese Haushalte werden auch keine Produkte kaufen, deren Betrieb und Unterhatung sie mittelfristig nicht bezahlen können. Was Haid, den ich für einen der wichtigsten Finanzanalytiker halte, aufzeigt, ist das, was in allen hochindustrialisierten Ländern geschieht, auch und gerade in Deutschland.

Aber was ist es dann, dass von ALLEN Seiten die Bürger zum Konsum gezwungen werden sollen? Die EZB steht vor zwei Problemen:

  1. die Staatsverschuldung einiger EU- Staaten ist so hoch, dass diese sich nicht mehr Zinszahlungen leisten können; woran liegt es, dass die Staatsverschuldung aus dem Ruder läuft? Der Aufwand zum Erhalt und Betrieb eines Staates ist im Vergleich zu den Einnahmen zu hoch – und immer mehr Bürger stellen fest, dass der Staat Raubbau betreibt. Die EZB Maßnahme, zwangsweise die Zinssätze zu drücken, ist die letzte Möglichkeit, dass die verschuldeten Staaten NOCH überleben können, bevor sie den Bankrott anmelden müssen und das künstliche Staatensystem Europa zerfällt.
  2. Wie oben bereits gesagt, kann trotz aller Propaganda die Konjunktur nicht laufen, weil die “oben” alles haben, weil die “unten” keine Mittel zur blühenden Konjunktur haben. Die EZB kann machen, was sie will, nichts wird sich ändern. Wer nichts hat, der wird nichts konsumieren.

Professor Gunter Schnabl, Leiter des Instituts für Wirtschaftspolitik an der Universität Leipzig, schrieb im FOKUS über die Geldpolitik der EZB: “Das billige Geld lähmt das Wachstum, weil die Banken das kostenlose Geld der Zentralbanken zu geringen Zinsen an die Unternehmen weiterreichen. Die Unternehmen nützen die ersparten Kosten, um höhere Gewinne auszuweisen. Anstrengungen durch Innovation und Effizienzsteigerungen die Gewinne hochzuhalten, unterbleiben hingegen immer mehr. Das dämpft sowohl die Produktivitätsgewinne als auch das Wachstum. Da die Produktivitätsgewinne Grundlage für reale Lohnerhöhungen sind, steigen auch Löhne und Preise nicht.” Den Gewerkschaften ist es egal, woher Gewinne kommen, Gewerkschaften werden insbesondere (vorgeblich) unter der Maßgabe der Preissteigerungen und Patrtizipation an der Gewinnsituation (woher auch immer) Einkommenszuwächse fordern, das ist der kleine Fehler in der Argumentation von Professor Gunter Schnabl.

Die EZB ist ein Konstrukt, das auch von unserer Bundesregierung, also von CDU und SPD unterstützt wird; diese beiden Parteien waren daran beteiligt, dass die EZB ein juristisch gottähnliches Konstrukt wurde: von niemandem beeinflusst darf die EZB machen, was sie will. Der König der EZB, derzeit Mario Draghi, wird zudem in seiner Politik von genau den Ländern gestützt, die auf seine Wohltaten angewiesen sind, der Südschiene Europas, insbesondere von seinem Heimatland Italien. Wohltaten zu Lasten der deutschen Mitbürger. Inzwischen ist die EZB sogar einer der größten Substanzvernichter Europas, vielleicht der Welt: Pensionssicherungsvereine, Versicherungen, Bausparkassen werden zu Maßnahmen getrieben, die deutschen Mitbürgern richtig viel Geld kosten: Multimilliarden.

Und unser Staat, das heißt CDU und SPD machen fleißig mit, obschon sie oft genug das Gegenteil behaupten: “Das Thema kocht gerade hoch: Die EU-Banken können seit Anfang 2016 geschätzte 2.000 Milliarden Euro deutsches Sparer-Vermögen als Sicherheit betrachten”, das schreibt EPOCH TIMES am 26. January 2016. Ursache: Schäuble gab vor einem Jahr deutsche Sparguthaben zur Euro-Sicherung frei.

Und unser Staat, das heißt CDU und SPD machen fleißig mit, indem sie diejenigen nicht schützen, die des Schutzes bedürfen. Nicht nur werden, wie zuvor geschrieben, Geldmittel geraubt, die Schutzbedürftigen werden nicht vor dem ausufernden Kapitalismus in Schutz genommen: “Durchschnittlich 27,2 Prozent ihres Einkommens geben Deutsche für die Miete aus. Bei Rentnern und Alleinerziehenden ist es allerdings deutlich mehr: Jeder dritte Senior zahlt mehr als ein Drittel seines Einkommens an den Vermieter“, schreibt FOCUS. Der deutsche Staat, also die, die wir Bürger wählten, machen NUTZLOSE Gesetze, wie die Mietpreisbremse, über die das Regionalfernsehen hr schreibt: “Von wegen Wuchermieten stoppen. Die Mietpreisbremse läuft in Frankfurt völlig ins Leere, die Dummen sind die Mieter. “mex” ist unterwegs in Frankfurt am Main. Nirgendwo anders in Deutschland ist das Wohnen so teuer wie hier.”

Man muss es deutlich sagen: wir stehen aller Wahrscheinlichkeit nach vor dem Ende einer 70 jährigen Erfolgsgeschichte des Kapitalismus:

  • ein in den 60er Jahren breiter Mittelstand hatte sich viele Dinge anschaffen können, die das Leben leichter und angenehmer machen, brauchen jedoch kaum Ausrüstungsgegenstände für ihr Zuhause,
  • ein seit Generationen aufgebautes Vermögen, Reiche, haben mehr als genug und wissen in dem Überfluss nicht wohin mit dem Geld, brauchen jedoch kaum Ausrüstungsgegenstände für ihr Zuhause,
  • ein in den 80er Jahren beginnender Armutsstand siecht vor sich hin und sieht einer Altersarmut ins Auge, kann jedoch sich kaum etwas leisten für Zuhause, weil schlichtweg kein Geld vorhanden ist.

Man muss es sehr deutlich sagen: das Ende des Kapitalismus ist davon geprägt, dass die Gesellschaft sich in zwei Klassen gespaltet hat, die der Reichen und die der Verarmten. Und nicht nur die am Tropf der SPD hängenden Gewerkschaften machen böse Mine zum noch böseren Endspiel in der Unternehmerrepublik Deutschland.

Die EZB macht deutsche Tarifpolitik

Die EZB schreibt in ihrem Monatsbericht 1/2017: “Wie diese Daten [Wirtschaftsbedingungen und Tarifvereinbarungen in 25 EU-Mitgliedstaaten im Zeitraum von 2010 bis 2013] zeigen, verlief die Entwicklung der befragten Firmen in dem – von der Staatsschuldenkrise geprägten – Betrachtungszeitraum sehr unterschiedlich. Während 44 % der Unternehmen eine rückläufige Nachfrage verzeichneten, berichteten 32 % von Nachfragesteigerungen. Bei den von einem Rückgang betroffenen Firmen wurden deutlich häufiger Stellen abgebaut oder Löhne gekürzt: So ging die Beschäftigung in 43 % dieser Unternehmen zurück, und 14 % senkten die Basislöhne. In Anbetracht des Ausmaßes des Nachfragerückgangs und des Beschäftigungsabbaus scheint der verhältnismäßig geringe Prozentsatz der Lohnsenkungen auf eine abwärtsgerichtete Rigidität der Nominallöhne hinzudeuten. In der Tat gab fast ein Viertel aller Befragten an, die Nominallöhne eingefroren zu haben. Nullrunden sind ebenfalls ein deutlicher Hinweis auf eine Abwärtsrigidität der Löhne, denn sie lassen darauf schließen, dass die Unternehmen mögliche Spannungen im Zusammenhang mit Lohnkürzungen vermeiden wollen, auch wenn diese aufgrund der Wirtschaftslage gerechtfertigt wären.”

Es wird in diesem Bericht darauf hingewiesen, dass Lohnsenkungen (Abwärtsrigidität der Löhne) ein probates Mittel bei Nachfragerückgang ist. Im weiteren Verlauf wird aufgezeigt, dass den Lohnsenkungen die Tarifbindung entgegen steht und es wird eine Übersicht angezeigt, die darstellt welchen Tarifbindungsanteil die jeweiligen Länder im Einflussbereich der EU haben:

Quelle EZB 1/2017, Seite 34

Wir erkennen, dass genau jene Staaten, die einen besonders hohen Tarifbindungsanteil haben, Italien, Spanien, Frankreich genau die Staaten sind, die immer wieder genannt werden, wenn es um die Höhe der Staatsverschuldung geht. Aber ist ein solcher Bezug überhaupt richtig? Gibt es eine Korrelation zwischen Höhe der Tarifbindung und Höhe der Staatsverschuldung? Oder wird hier ein anderes Ziel der EZB verfolgt?

Wenn es im Verlauf der EZB- Analyse heißt: “Aus wirtschaftspolitischer Sicht scheint die Tarifbindung zu abwärtsgerichteten Lohnrigiditäten beizutragen, die wiederum den Beschäftigungsabbau in Rezessionsphasen verstärken können”, dann wird die Stuerungsfunktion deutlich. Die Tarifbindungen führen zu Beschäftigungsabbau oder zu Einstellungs- Vorsicht, das ist die Botschaft – und damit ist klar, was die EZB will: den Abbau gewerkschaftlicher Stärke: “Dementsprechend können sich zusätzliche Reformen in diese Richtung für die Euro-Länder als nutzbringend erweisen und Beschäftigungsverluste während eines künftigen Abschwungs möglicherweise verringern.” Es wird also von der EZB klar aufgefordert, die Macht der Gewerkschaften einzudämmen.

Zusammenfassend kann man sagen: Die EZB raubt mit Wissen und Billigung deutsche Bürger aus. Indem die Bundesregierung niemals aufhörte zu predigen: spart für euer Alter, macht sie sich zu Helfershelfern derer, die deutsche Bürger ausrauben. Die deutsche Bundesregierung müsste es wissen, dass das EZB Konzept, Inflation steigern, Wirtschaftswachstum befeuern, nicht funktioniert – nirgends!

Die Rettung der Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, die Rettung des Kapitalismus, führt zu irrwitzigen Ideen; Mitte 2016 schreibt der Berliner Tagesspiegel: “Lässt Japan als erstes Land Geld vom Himmel regnen?” und verbreitet den Unsinn “Helikoptergeld ist ein Konzept, bei dem die Notenbank Geld verschenkt, um die Inflation anzuheizen”. Die gesamte Presse erfüllt nicht ihre Pflicht der kritischen Begleitung der politischen Entscheidungen und Entwicklungen: es geht nur darum, dass der Konsum unzureichend ist mit der Folge, dass Arbeitsplätze dauerhaft in Gefahr sind, mit der weiteren Folge, dass schlimmste soziale Verwerfungen entstehen, mit dem Höhepunkt der Folgeentwicklung, dass politische Instabillitäten fast zwangsläufig sind.

Weil vielen Mitbürgern aber auch Experten bewusst ist, dass gegen die Gesellschaft- und Wirtschaftsentwicklung kein bekanntes Kraut gewachsen ist, sind auf der anderen Seite zur Abfederung sozialer Probleme auch irrwitzige Wege aufgezeigt worden:

Der neue Heilsbringer heißt “Bedingungsloses Grundeinkommen”.

Insbesondere die links tendierenden Parteien, LINKE und GRÜNE, überschlagen sich mit Wohltaten:

Eine irrwitzige Größenordung erwarten die Traumtänzer Linke und Grüne: 1000 Euro / Monat * 12 Monate / Jahr * 82 Millionen =  984 Milliarden Euro je Jahr an Kosten, steigend mit der Preissteigerungsrate! Wie diese Summe aufgebracht werden soll, das hat bisher noch niemand nachvollziehbar vorgerechnet.

Helmut Pelzer analysiert im März 2007: “Die Kosten für ein BGE berechnen sich am einfachsten durch Multiplikation der Zahl der BGE-Empfänger mit dem an jeden zu zahlenden BGE-Betrag. Bei 82 Mio. Einwohnern in Deutschland und einem BGE von beispielsweise 800 € mtl., so sind das 787 Mrd. € / Jahr. Genehmigt man den 16 Mio. Kindern bis 18 Jahre nur die Hälfte, sind es noch 710 Mrd. €. Diesen Betrag sollen alle bekommen, unabhängig von ihrem sonstigen Einkommen (Lohn, Gehalt, Vermögenserträge etc.), somit auch Großverdiener, Einkommensmillionäre. Das ist Unsinn, wenn man nicht sagt, woher das viele Geld kommen soll. Die Streichung aller bisherigen Sozialtransfers reicht bei Weitem nicht, um ein BGE für alle in dieser Größenordnung zu finanzieren, auch wenn das manche behaupten.” Zur Finanzierung bedenkt Pelzer

  • „Sozialabgabe“ aller Bürger aus ihren Bruttoeinkommen
  • Flat Tax Tarif von 25 % bei der Einkommensteuer
  • das Transfergrenzen-Modell

ein von der arbeitenden Bevölkerung tragbares Modell wird auch von Pelzer nicht dargestellt. Unter Berücksichtigung, dass in diesen Jahren bereits 1.000 Euro und nicht mehr 800, wie bei Pelzer, gefordert wird, wird das BGE unrealistisch. Es ist nicht geeignet, das kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell zu retten.

Aber für die Zeit von zwei Jahren testet Finnland das bedingungslose Grundeinkommen: “2000 ausgewählte Arbeitslose zwischen 25 und 58 Jahren erhalten seit Jahresbeginn ein bedingungsloses Grundeinkommen von 560 Euro monatlich”, schreibt FOCUS. Dieser Betrag ist weit weg von dem Betrag, der von LINKEN oder GRÜNEN mit ungefähr 1.000 Euro moantlich gefordert wird. Die 560 Euro je Monat sind unter der Rahmenbedigung des Mindestarbeitslosengeld in Finnland, 500 Tagen wird nur gezahlt, 60 % des Bruttolohns zu bewerten. Sind Arbeitslose nicht Mitglieder der Arbeitslosenkassen, die von den Gewerkschaften unterhalten werden, zahlt der Staat eine Arbeitslosenhilfe, die die Grundkosten der Lebenshaltung deckt.

Geschäftsführer und höhere Beamte herausgerechnet ergibt sich für Finnland ein durchschnittlicher Bruttolohn von 2134,125 Euro/Monat; damit erhalten Arbeitslose, die Mitglieder der Arbeitslosenkassen, die von den Gewerkschaften unterhalten werden, 0,6 * 2134,125 Euro/Monat + 560 Euro je Monat = 1840,475 Euro je Monat. In einem Gerichtsurteil liest man: “Die Lebenshaltungskosten seien entsprechend der Lebenserfahrung mit einem Betrag pro Person und Monat von € 750,00 zu schätzen”. Man fragt sich natürlich unter den Rahmenbedingungen: warum sollte jemand bei einem aufwandslosen Einkommen von 1.840 Euro arbeiten, wenn die Lebenshaltungskosten 750 Euro betragen?

In dem FOCUS- Artikel wird auf ein grundsätzliches Problem der modernen Arbeitswelt hingewiesen: “Mit der fortschreitenden Digitalisierung wird ein immer größerer Teil der Wertschöpfung nicht mehr von den Menschen erzeugt. Damit zerfällt das bislang klassische Erwerbs- und Steuerkonzept auf das die modernen Gesellschaften aufgebaut sind.” Man sollte es etwas genereller sagen: Mit der fortschreitenden Automatisierung wird ein immer größerer Teil der Wertschöpfung nicht mehr von den Menschen erzeugt. Damit zerfällt das bislang klassische Erwerbs- und Steuerkonzept auf das die modernen Gesellschaften aufgebaut sind.

Die Kise aller Krisen wird damit nicht nur eine Kapitalismuskrise, diese Krise ist eine Krise, die durch die technologische Fortentwicklung hervorgerufen wurde. Und auch das wissen die Politiker bestens: “Mein Vater hat schon in den 60gern gesagt: “Wenn die Industrialisierung so weiter geht, müssen wir eine Maschinensteuer erheben.” Nun haben die ganzen Erleichterungen, die die Wirtschaft bekommen hat, in keinster Weise zu den dafür versprochenen Arbeitsplätzen geführt. Muss man die Wirtschaft jetzt nicht endlich konkret FORDERN”, diese Frage wurde in einem TAGESSPIEGEL- Chat gefragt. Die WELT schreibt 2010 “Früher waren es die Dampfmaschine und die Eisenbahn, die vielen Menschen Furcht einflößte und sie um ihre Arbeit bangen ließ. Jetzt sind es Roboter und Computer, die menschliche Arbeit ersetzen … schließlich forderte die SPD sogar eine Maschinensteuer. Das war Mitte der 80er-Jahre, als bei Arbeitnehmern die Angst vor Robotern und Computern grassierte. Zuvor, 1982, hatte der „Club of Rome“ in einem Bericht zu „Chancen und Gefahren der Mikroelektronik“ gewarnt, die Computertechnik werde zu einer beispiellosen Massenarbeitslosigkeit führen.”

Es soll doch niemand sagen, er wusste es nicht. Und alle Rettungsmittel zum Systemerhalt waren falsch: verschwunden ist beispielsweise der ehemalige EU- Kommissionenplan, aus den europäischen Industriegesellschaften Dienstleistungsgesellschaften zu machen. Längst hat die Wissenschaft nachgewiesen (US- Universitäten), dass dieser Umbau in den Staatsruin führt.

Der Kaptalismus ist ein Untier, das sich im Extremfalle selber auffrisst

Eine hervorragende Gesamtschau der wirtschaftpolitischen Wirrungen hat die vom Mainstream unabhängige Zeitung “Epoch Times” in drei Folgen aufgezeigt.

Die Welt im Zangengriff der Milliardäre Teil 1

Die Welt im Zangengriff der Milliardäre Teil 2

Die Welt im Zangengriff der Milliardäre Teil 3

Kernaussagen der vom Autor Wolfgang Effenberger erstellten Analyse mit höchst umfangreichen Links sind

  • Multimilliardäre haben sich auf einer eingängigen Philosophie, die jedoch nur zum Selbstzweck kreiert wurde, ein weltweites Netzwerk “sozialer” Internetplattformen, die einzig und allein den Zweck haben, sektenähnlich Menschen für ihre Ideen zu begeistern
  • Multimilliardäre haben ein Unternehmer- Netzwerk weltweit aufgebaut mit dem Ziel, aus der keynesianische Wirtschaftstheorie, der unendlichen Angebotsvielfalt, zu beenden und Branchenmonopole aufzubauen; das weiter gesteckte Ziel ist, durch Quasimonopole Menschen abhängig zu machen
  • Multimilliardäre haben ein Medien- Netzwerk weltweit aufgebaut mit dem Ziel, dass tagtäglich eine einseitige Propaganda auf die Bürger einschlägt, um ihre Köpfe umzupolen, sich auf ihre Denke auszurichten.

Effenberger stellt schonungslos dar, dass die Unternehmerwelt sich die Gesellschaften zu Untertanen gemacht hat und die Politik vermutlich gewarnt hat, dass diese eine Unternehmerpolitik betreiben sollten, weil sonst das Medien- Netzwerk sie fertig machen würde. Wie tief verwurzelt diese Strategie ist, beschreibt Effenberger:

“Das Prinzip der Milliardärsgruppe um Trump: „Was gut für General Motors ist, ist gut für die USA, wenn General Motors in den USA produziert und in den USA Steuern zahlt.“ (6) Dagegen reduziert sich das Credo der durch Obama und Clinton vertretenen internationalen Milliardärsgruppe auf: „Was gut für General Motors ist, ist gut für die USA“. Diese Politik hat dazu geführt, dass in den USA fast 50 Millionen Bürger von Lebensmittelmarken leben, die Infrastruktur vor dem Kollaps steht und viele Industriearbeiter keine Perspektive mehr haben.”

„Was gut für General Motors ist, ist gut für die USA“ – die Konsequenz ist, dass Unternehmer vom politischen System hofiert werden, dass Recht und Gesetze sich in erster Linie nach Unternehmen richten. Kann man nun verstehen, was einige kritische Mitbürger über Deutschland sagen, dass Unternehmer selber Gesetze schreiben?

Zu den Kritiken, die Trump verteufeln, sagt Effenberger: “Trump gehört nicht zur Kaste der Berufspolitiker”. Und ich erweitere: Trump gehört zu der zahlenmäßig geringen Kaste Unternehmer, die noch eine Verantwortung gegenüber der Mehrzahl der Bürger haben, insbesondere gegenüber Bürgern, die vom Obama, Soros, Bill Gates, Warren Buffett, Larry Ellison, Jeff Bezos, Charles Koch, David Koch, Mark Zuckerberg, Michael Bloomberg, Jim Walton, Larry Page, Sergey Brin, Alice Walton, Samuel Robson Walton, Christy Walton, Sheldon Adelson zurückgelassen wurden.

Was ist das Resümee dieser Diskussion, die Kise aller Krisen – der Kapitalismus, für die Senioren? Es hat sich eine Machtelite in der EU breit gemacht, die sich die Unangreifbarkeit angelegt hat und sich diese Unangreifbarkeit sogar gesetzlich bestätigen lässt. Ich sage: es liegt an unserem Selbstbewusstsein, dass Politiker uns Bürger so am Nasenring durch die Arena unseres Lebens führen können. Sie fragen, was man denn tun könnte oder sollte?

Man sollte eine außerparlamentarische, demokratische Bürgervereinigung gründen, die sich auf die Fahnen geschrieben hat:

Wenn Ihr Politiker unser Leben weiter zerstört, dann wählen wir Euch nicht mehr!

Wir müssten uns nur einig sein und wir müssten Wichtiges vom Unwichtigen unterscheiden und das Wichtige nur verfolgen: die Zerstörung unseres Lebensabends durch Zerstörung unserer Altersvorsorge!

2. Alterssicherung und Lebenssicherheit – Details

Während in dem Kapitel 1 eine Einleitung und ein Überblick in die sehr komplexe Thematik “Alterssicherung” gegeben wurde, sollen im Kapitel 2 Details näher beleuchtet werden.

Es ist nicht unbillig von uns Bürgern zu fordern, dass wir eine zeitliche Planbarkeit haben müssen. Wer heute 65 Jahre alt ist, der könnte “morgen” 90 Jahre sein; die 25 Jahre bis zum Lebensalter 90 müssen planbar sein.

Planbarkeit ist Sicherheit!

Aber wenn man von hoch gebildeten und sehr klugen Leuten den Satz liest “Ich habe die Welt nie komplizierter erlebt als heute“, dann beginnt man zu verstehen, dass, wie DIE ZEIT schreibt, bei vielen Mitbürgern eine Rückbesinnung mit der Erkenntnis stattfindet: “Der Lärm des Alltags lenkt uns vom Wesentlichen ab … Zum Beispiel hab ich die Zeitung aufgeschlagen oder den Fernseher angestellt und gedacht: Ogottogottogott, was ist hier bloß los?” In der Tat ist die heutige Meldungsflut kaum noch zu beherrschen und wenn man über Planbarkeit nachdenkt, dann wird es noch schlimmer: der (von anderen oder selbsternannte) Experte sagt “ja, so geht’s”, der nächste Experte sagt “Nein, so geht’s nicht”. “Ich habe die Welt nie komplizierter erlebt als heute” bedeutet auch, dass wir uns immer mehr von der Planbarkeit des Lebens verabschieden müssen. Die berühmten Imponderabilien, die Unwägbarkeiten des Lebens, die Etnscheidungsstrukturen nicht mehr deutlich geradeaus gestalten lassen, die Teilzielerreichungen oft unmöglich machen – werden diese Imponderabilien letztlich nur noch Frustrierte hinter sich lassen?

Gegen diese Frustration kommt der Professor Gigerenzer, der verdeutlicht, wir haben unser Bauchgefühl verlassen, auf das wir uns eigentlich viel mehr stützen sollten. Ja, Gigerenzer hat recht: wir leben heute in einer Zeit, in der ALLES mittels Zahlen, Daten, Fakten erklärt, erdacht und erplant wird, um hinterher festzustellen, es hat doch nicht so geklappt. Warum ist das so? Warum täuschen uns Zahlen, Daten, Fakten oft?

Planbarkeit hat ja immer ein bestimmtes Ziel, beispielsweise Beibehaltung des Vermögens. Oft versuchen wir aus den berühmten Zahlen, Daten, Fakten Möglichkeiten zur Beibehaltung des Vermögens abzuleiten und wir vergessen, dass es ja eigentlich keinen wirklichen Zusammenhang zwischen den Zahlen, Daten, Fakten  und der Beibehaltung des Vermögens gibt – Statistiker sprechen von Pseudo-/Scheinkorrelation. Oft auch belügen wir uns höchst gern: wir wollen bewiesen wissen, was wir eigentlich an Absichten oder Zielen haben; dabei bleibt die Wahrheit oft auf der Strecke.

In dem Kapitel 2 sollen einige Themen angesprochen werden, die gerade kritisch für die Planbarkeit unseres Lebens sind.

Sturktur
Struktur

2.1 Persönliche, individuelle Stabilität

Auch die individuelle Stabilität hat viele Facetten:

Privatleben

  • man muss mit den täglichen Verwerfungen im Leben klar kommen
  • das Leben selber nimmt an Komplexität zu – damit muss man zurecht kommen
  • unser Leben in der Familie und Partnerschaft sind oft mehr als belastet, spielt sich doch der gesellschaftliche Kampf und Krampf im kleinsten Bereich der Gesellschaft, in der Familie, hier ab
  • und wir sollten doch nicht so tun, als würden sämtliche Verwerfungen oder Probleme spurlos an uns vorbei gehen: unsere Gesundheit, die physische und psychische, wird belastet und an einem individuellen Punkt ist der Tag erreicht, an dem der berühmte Tropfen das Faß zum Überlaufen bringt
  • und dann zudem noch das Thema soziale Kontakte; wer belastet ist, wer krank ist, der braucht mehr denn je soziale Kontakte; wenn die beeinträchtigt sind, dann beginnt ein Wechselspiel mit der psychischen Gesundheit
  • Vielen Mitbürgern ist die persönliche Freiheit unendlich viel Wert; sie ermöglicht die Wahrung der Individualität; wo aber diese persönliche Freiheit fehlt oder stark eingeschränkt ist, beginnen auch hier Probleme.

Und das Privatleben strahlt ins Berufsleben ab. Wir sollten doch nicht glauben, dass wir, sobald wir die Türe zum Arbeitsplatz öffnen, sämtliche Instabilitäten weggeblasen sind.

Berufsleben

  • Im Beruf findet die tägliche Auseinandersetzung mit den Werten, die man in der Erziehung erfahren hat, statt
  • Es ist der tägliche Kampf um das Bestehen der Anforderungen am Arbeitsplatz; und dieses Bestehen sichert soziale Standards, sichert auch grundsätzlich persönliche Freiheit, sichert auch soziale Kontakte – wo dieses Bestehen gefährdet ist, beginnen die schlimmsten Probleme
  • Es ist nicht nur der Leistungskampf, es ist auch das, was zur Familie bereits gesagt wurde: der Arbeitsplatz ist ein Spiegelbild der Gesellschaft – nur noch brutaler; es muss der tägliche Kampf der Philosophien gelöst werden: einerseits Höchstleistung, andererseits sozialkompetentes Miteinander
  • Ganz dramarisch wird es, wenn durch Kündigungen Ausfallzeiten entstehen: nicht nur eine weitere Bewerbung leidet darunter, auch die Rentenversicherung kappt potenzielle Bezüge.

2.3 Altersvorsorge planen

Der Autor wurde fast ausgelacht, wenn er als Dreißigjähriger erzählte, dass er sich Gedanken um die Altersvorsorge macht. Man genießt das Leben, man genießt heute und wer sich Gedanken für einen Fall macht, der in dreißig oder mehr Jahren eintritt, der gilt allgemein als Spinner. Mit dem Lebensalter von dreißig war, auf der Erfahrung der elterlichen Familien basierend, vermeintlich “klar”, dass zwischen dem Alter von 63 und 90 (das war tatsächlich so aus dem Bauch heraus bewusst geworden) man Geld zum Leben braucht.

Es war auch klar, dass die Rente, die Großeltern mütterlicherseits waren damals bereits 82 und bezogen Altersrente, nicht reichen könnte. Der Großvater hatte eine Bandweberei und stand noch im hohen Alter täglich an den Webstühlen, um zur staatlichen Rente noch etwas hinzu zu verdienen. Sollte das der Lohn für ein langes Arbeitsleben gewesen sein? Besonders kritisch war für den Großvater, ein Textilingenieur, als sein Betrieb gekündigt wurde und er vor der Frage stand umziehen zu müssen. Durch die Diskussionen wurde offenbar, dass die Einnahmen aus der Bandweberei für das Leben im Alter gebraucht wurden. Sie, die 1893 geboren wurden, stellten plötzlich fest, dass die politischen Wirrungen ihnen das Leben einen Streich gespielt hatte und sie nicht hatten sorgfältig und frühzeitig genug vorsorgen können.

Die Eltern väterlicherseits besaßen vor dem zweiten Weltkrieg eine Fabrik zur Herstellung von Möbeln, die jedoch den britischen Bomben zum Opfer fiel. Sie standen vor dem Nichts, versuchten, aus den geborgenen Maschinen und Gerätschaften wieder eine Tischlerei aufzubauen und nutzten das Vermögen, um an einem anderen Ort weiterzumachen. Und den Rest gab ihnen die Währungsreform. 10:1 hieß es letztlich. Und Zwangshypotheken. Löhne, Renten, Pensionen, Pachten und Mieten liefen im Kurs 1:1 weiter; man verlor 90 Prozent und musste 1:1 zahlen. 1948 fing man also wieder bei Null an. Die Eltern väterlicherseits hatten 1944 bereits so viel Geld erspart, dass sie sich ein Mehrfamilien- Wohnhaus hatten kaufen wollen. Dieser Kauf war für 1947 geplant, konnte aber nicht vollzogen werden, weil die Währungsreform einen fürchterlichen Strich durch dieses Vorhaben machte; das, was als Altersvorsorge gedacht war, fiel der Währungsreform zum Opfer. USA und Großbritannien, die die Währungsreform vorgedacht hatten, vollführten nach der Bombardierung den zweiten Schlag gegen die deutsche Bevölkerung durch die Währungsreform, die in Wikipedia begründet wurde mit “die Reform zielte darauf ab, kurzfristig den Geldüberhang zu beseitigen und langfristig die Grundlage für eine funktionsfähige Marktwirtschaft aufzubauen.” Heute sage ich: man kann alles schönreden – das ist die Aufgabe der Politiker.

Diese familiären Erfahrungen im Kopf waren dem Dreißigjährigen genug sich zu sagen: so machst du es nicht. Rückblickend ist es schon komisch, dass der zweite Weg von ‘so machst du es nicht’, nämlich gedankenlos sich ein schönes Leben zu machen, ‘nach mit die Sindflut’ war ein nicht unbekanntes Leitmotiv (oder sollte man sagen Leidmotiv), überhaupt nicht in Betracht gezogen wurde. Wirkte hier, dass die Großeltern den Eltern Prinzipien aus der Kaiserzeit während der Erziehung mit auf den Weg gaben und die Eltern abgeschwächt diese Prinzipien aus der Kaiserzeit weitergaben?

Jedenfalls war klar, ‘so machst du es nicht’ musste anders angegangen werden:

  • Geld sparen
  • für das Alter vorsorgen
  • Schritt für Schritt sich auf das Alter vorzubereiten.

Als Dreißigjähriger war nicht klar, wie viel braucht man denn eigentlich für das Alter? Also begann sparen, was geht. Ein paar Jahre später kamen dann die Gedanken nach Inflation, die das Geld vernichtet, also auch das Geld, das man mühsam zurücklegt. Zu dem Zeitpunkt gab es noch nicht den Computer und ein Tabellenkalkulationsprogramm, mit dem man schnell mal eben die Kaufkraft für die folgenden Jahre unter Berücksichtigung der Verzinsung sich klarmachen konnte. Und mit welcher Inflationsrate sollte man rechnen?

Er sehr viel später war klar: wie bereits in dem Artikel 1.3.2.9 Alterssicherung und Inflation/Teuerung – Kaufkraft geschrieben “1,98 % Teuerungsrate ist somit überhaupt keine Zukunftsgarantie – leider”. Es ist zudem unabwendbar, dass die zunehmende Staatsverschuldung einmal zu einer neuen Währungsreform wird; natürlich wird man diesen Begriff vermeiden – auch die Umstellung von DM zu Euro war realiter eine Währungsreform. So könnte die nächste Währungsreform eine Umstellung zum N€, einem Neuen Euro, werden.

Heute kann man leicht sagen: Wer Altersvorsorge betrieben hat, der wird – in welcher Form auch immer – Vermögen als Alterssicherung zurückgelegt/betrieben haben. Grundsätzlich ist dieses zurückgelegte Vermögen dafür gedacht, dass die Fehldeckung Summe Einkommen zu den gesamten Ausgaben lebenslang gedeckt werden sollte. In diesem Konzept sind einige Probleme enthalten:

  • für wieviele Lebensjahre sollten wir rechnen?
  • was sind unsere gesamten Ausgaben?
  • welche Preissteigerung für unsere gesamten Ausgaben sollten wir annehmen?
  • welche Entwicklung (Steigerungsraten) werden unsere Einkommen haben?
  • welche Kosteneinsparungspotenziale werden wir erzielen können (muten wir uns zu)?

Folgeartikel: “2.3.1 Für wieviele Lebensjahre sollten wir rechnen” (Link)

2.3.1 Für wieviele Lebensjahre sollten wir rechnen

Es seien deutliche Warnungen vor diesem Kapitel ausgesprochen:

  1. Wer sensibel ist, wer Ängste hat oder schnell bekommt, der sollte dieses Kapitel nicht lesen.
  2. Folgende Ausführungen sind nicht medizinisch zu verstehen und es wird keine Gewähr für die folgenden Berechnungen gegeben.
  3. Indirekt heißt die Überschrift: wann sterben wir. Niemand kann das zuverlässig sagen. Sterbetafeln oder -statistiken können individuelle Vorhersagen nicht widerspiegeln.
  4. Die Frage nach dem eigenen Sterbealter ist mehr als kritisch und vielleicht sogar psychisch belastend. Wir tendieren dazu, uns emotional darum herumzudrücken; wer sagt zum Beispiel emotionslos, jetzt bin ich 60 Jahre alt; ich habe also noch 32 Jahre. Daher nochmals: Wer sensibel ist, wer Ängste hat oder schnell bekommt, der sollte dieses Kapitel nicht lesen.

Wie könnte man vorgehen, um seine Lebenszeit abzuschätzen?

In einer aktuellen Studie untersuchte das Marktforschungsinstitut Forsa, von welcher Lebenserwartung die Bürger hierzulande ausgehen. Die Mehrheit der Befragten gaben Werte an, die deutlich unter dem statistischen Lebensalter, das Männer und Frauen der aktuellen Generation im Durchschnitt in Deutschland tatsächlich erreichen werden, lagen”, schreibt VERMA Bert Lux Versicherungsmakler GmbH. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) geht bei Männern von einem statistischen Lebensalter von 84,7 Jahren, bei Frauen von einem statistischen Lebensalter von 88,7 Jahren aus.

Das Deutsche Institut für Altersvorsorge hat eine Methode entwickelt, um die Lebenserwartung zu schätzen. Dafür werden Geschlecht, Alter und 6 „Lifestyle-Faktoren“ ausgewertet. Als Ergebnis kommt beispielsweise folgendes Schaubild heraus:

Abschätzung des Rest- Lebensalters

Es gibt auch einen Lebenserwartungsrechner (Link), mit dem man durch ein paar Eingaben eine Abschätzung vornehmen lassen kann. Testperson: Während bei gleichen Eingaben das Deutsche Institut für Altersvorsorge eine Restlebensdauer von 7,1 Jahren angab, ermittelte abfragen.de eine Restlebensdauer von 3 Jahren.

Der Autor rechnet anders:

Ob solche Lebenserwartungszahlen, die sehr individuell sind und mit Sicherheit mehr als nur 6 Lifestyle-Faktoren umfassen, richtig und sinnvoll sind, das einzuschätzen ist einem jeden überlassen; immerhin haben seriösen Einschätzungen durch derartige Systeme ihre Basis in statistischen Sterberaten. Sie könnten auch individuell vorgehen (Testperson):

  • Nehmen Sie von Ihren Eltern die Person, die Ihrem Lebenswandel (Rauchen und Alkoholkonsum sind wichtig) am ehesten entspricht, beispielsweise die Mutter
  • Betrachten Sie die Großeltern der gewählten elterlichen Person und wählen Sie die Person aus, die Ihrem Lebenswandel (Rauchen und Alkohol sind wichtig) am ehesten entspricht, beispielsweise die Großmutter

Nun fragen Sie sich nach den Sterbedaten:

  • beispielsweise Tod der Großmutter mit 95,
  • beispielsweise Tod der Mutter mit 94.

Zunächst können Sie ja den Durchschnittswert von Mutter und Großmutter feststellen: 94,5 Lebensjahre. Nun kommt der Einfluss Mann/Frau hinzu. Wir wissen ja aus den Versicherungsdaten, dass die durchschnittliche Lebensdauer einer Frau ca. 4 Jahre mehr als die des Mannes ist.

Sind Sie, der Sie eine Lebenserwartung ermitteln wollen, eine Frau (Mutter und Großmutter sind Frauen), dann können Sie den Mittelwert der Lebensdauern als Ihr Erwartungsjahr nehmen.

Sind Sie, der Sie eine Lebenserwartung ermitteln wollen, ein Mann (Mutter und Großmutter sind Frauen), dann können Sie von dem Mittelwert der Lebensdauern 4 Jahre abziehen, um Ihr Erwartungsjahr haben. Sind die Vergleichseltern Männer, dann können Sie deren Durchschnittswert ohne Änderung übernehmen.

Hier die Testperson: 94,5 Jahre – 4 Jahre = 91,5 Jahre.

Die Person, die heute 60 Jahre als ist, wird also noch 31,5 Jahre leben dürfen. Bei Eintritt in die Rente mit 67 Lebensjahren sind also 24,5 Jahre Fehldeckung bei dieser Person zu planen und zu leisten.

Anmerkung: Das Deutsche Institut für Altersvorsorge hat herausgegeben, dass die Lebenserwartung zwischen 76,8 und 81,2 Jahren liegt. Wenn die familiären Erfahrungen auf 91,5 Jahre hinauslaufen, dann besteht zwischen den statistischen Daten des Deutschen Institutes für Altersvorsorge und den familiären Erfahrungen ein gewaltiger Unterschied.

Da in diesem Hauptkapitel eine Musterrechnung schrittweise und nachvollziehbar durchgeführt werden soll, geht man also von einer Lebenserwartung von 91,5 Jahre und einer Rentendauer von 91,5-67=24,5 Jahren aus.

Folgeartikel “2.3.3 Welche Preissteigerung für unsere gesamten Ausgaben” (Link)

2.3.2 Was sind unsere gesamten Ausgaben?

Wenn wir uns gedacht haben, wir betreiben unsere Altersvorsorge, damit wir im Alter genügend finanzielle Mittel haben, um unsere Lebensqualität zu sichern, dann treten einige wichtige Fragen auf:

  1. Mit welchen Ausgaben rechnen wir?
  2. Welche möglichen Ereignisse sind sinnvoll zu planen?
  3. Was haeißt für uns “Lebensqualität”? Ist das, was wir mit 40, 50 oder 60 als Lebensqualität feststellen, mit 70 oder 80 auch noch dasselbe?
  4. Wenn sich Lebensqualität im Laufe der Lebenszeit verändert, welchen Einfluss hat das auf die zu planenden Ausgaben?

Im Kapitel 2.3.1 wurde ja bereits festgestellt, dass die Lebensdauer 91,5 Jahre mit einer Rentendauer von 91,5 – 67 = 24,5 Jahre zu planen ist. Klar ist, mit zunehmendem Alter steigt die Gebrechlichkeit – bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger deutlich.

Mit welchen Einnahmen und Ausgaben rechnen wir (Beispielrechnung für Mittelstand, Zufallszahlen)?

Download (PDF, 25KB)

Diese Musterfamilie aus dem Mittelstand (Zufasszahlen, die überprüft wurden, damit hier keine unsinnige Auflistung zustande kommt) hat also derzeit eine monatliche Fehldeckung von 1.512,58 Euro! Das ist eine Jahres- Fehldeckung von -18.150,96 Euro.

Man sei sich bewusst, dass diese Fehldeckung Jahr für Jahr ansteigt. Einzige Chance (bei der vernichtenden Politik der Bundesregierung): Einsparungen!

Mit welchen Einnahmen und Ausgaben rechnen wir (Beispielrechnung für Arme, Zufallszahlen)?

Download (PDF, 25KB)

Diese Musterfamilie aus der Armutskaste (Zufasszahlen, die überprüft wurden, damit hier keine unsinnige Auflistung zustande kommt) hat also derzeit eine monatliche Fehldeckung von 688,95 Euro! Das ist eine Jahres- Fehldeckung von -8.267,36 Euro. Dazu würde die Bundesregierung sagen können, dass Armut doch relativ ist und im Vergleich mit dem Mittelstand komfortabler ist.

Man sei sich bewusst, dass diese Fehldeckung Jahr für Jahr ansteigt. Es besteht für die Armutskaste keine Chance der  Einsparungen! Wer arm ist, bleibt arm!

2.3.3 Welche Preissteigerung für unsere gesamten Ausgaben

Preissteigerung – ein Wirrwarr an Begriffen wird politisch gefördert; Inflation, Headline Inflation, Kerninflation, Kerninflationsrate 2, Gefühlte Inflation, Preissteigerung, Lebenshaltungskosten Index, Verbraucherpreisindex, Harmonisierte Verbraucherpreisindizes, Teuerungsrate und im Zusammenhang damit auch Hedonische Preisbereinigung – diese verwirrenden Begriffe finden sich für das, was eigentlich nur den Bürger mit seinem Geldbeutel spürt: er muss mehr bezahlen für dieselbe Leistung. Die begriffliche Verwirrung ist politisch gewollt, weil es doch furchtbar ist, wenn Mitbürger qualifiziert mitreden und eigenständige Positionierungen einnehmen können. Was uns Bürger interessiert ist ein Index, der das tägliche Leben mit all seinen Hauptkosten abbildet.

Das Statistische Bundesamt erläutert in einem Monatsbericht mit dem Titel “Statistisches Bundesamt, Verbraucherpreise, 2017” folgendes: “Der Verbraucherpreisindex für Deutschland misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte für Konsumzwecke kaufen. Darunter fallen zum Beispiel Nahrungsmittel, Bekleidung und Kraftfahrzeuge ebenso wie Mieten, Reinigungsdienstleistungen oder Reparaturen. Nach dem Inlandskonzept werden alle Ausgaben berücksichtigt, die in Deutschland getätigt werden, das heißt neben den Ausgaben von beispielsweise Single-Haushalten, Ehepaaren, Familien oder Rentnerehepaaren auch die Ausgaben ausländischer Touristinnen und Touristen. Die Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet.”

Schaut man in die Daten Statistisches Bundesamt, Verbraucherpreise, dann liest man zum Beispiel für das Jahr 2001:
2001 JD 87,4
2002 JD 88,6

und wer nun rechnet, der findet, dass von 2000 auf 2001 die Verbraucherpreise um 1,98% und von 2001 auf 2002 die Verbraucherpreise um 1,37% gestiegen sind. Spätestens hier müssten bei jedem die Alarmglocken klingeln:

  • über welche Verbraucherpreise redet das Statistische Bundesamt?
  • woher kennt das Statistische Bundesamt das Verbrauchsverhalten der Familie Meier?
  • woher weiß das Statistische Bundesamt, wo Familie Meier einkauft beziehungsweise welche Einkaufsstrategie Familie Meier hat?
  • woher weiß das Statistische Bundesamt, ob Familie Meier die Stromkosten durch Anbieterwechsel gesenkt hat?

All das weiß das Statistische Bundesamt nicht! Was aber das Statistische Bundesamt weiß, das ist die Erkenntnis aus Haushaltsbefragungen, die mit großem Jahreszeitsprung erhoben  werden (Microzensus). Eine solche bundesweite Befragung kann aber nicht individuelle Besonderheiten abdecken. Welche Fehleranteile finden sich durch die Haushaltsbefragungen?

1. Fehlerinhalt: qualitative Ausgabenbestandteile des Haushaltes

Naiverweise könnte man nun darauf kommen und sagen: um meine Preissteigerung zur langfristigen Lebenshaltung zu berücksichtigen, nehme ich einfach den Verbraucherpreisindex für Deutschland des Statistischen Bundesamtes Deutschland und dann habe ich alles, was ich will. Weit gefehlt: auf telefonische Rücksprache beim Statistischen Bundesamt wurde mitgeteilt, dass diese Kennzahl nicht dazu gedacht ist, die Kostensteigerung eines Individualhaushaltes abzudecken. Natürlich kann das Statistische Bundesamt die Mietsteigerungen Ihrer Wohnung, die im Villenviertel von München liegt, genauso wenig abdecken, wie die Mietwohnung in einem sozial schwachen Wohngebiet mit Wohnungen des Sozialen Wohnungsbaus; wer dann in die Preissteigerungsrate von 2016 mit 0,47% schaut und weiß, dass seine Mieterhöhung zu einer Kostensteigerung von 18% führte, der ist total verwirrt. Natürlich kann das Statistische Bundesamt die Mobilitätskosten nicht für Ihren konkreten abbilden Haushalt abbilden, weil das Statistische Bundesamt nicht wissen kann, dass Sie gar kein Auto haben und Ihre Wege mit dem Öffentlichen Nahverkehr erledigen.

Auch kann das Statistische Bundesamt nicht wissen, dass Sie als sehr alter Rentner sich gar nicht an einen PC oder an das Internet trauen, Sie also diese Kosten(steigerungen) gar nicht haben.

2. Fehlerinhalt: quantative Ausgabenbestandteile des Haushaltes

Auch kann das Statistische Bundesamt nicht wissen, dass Sie täglich bei einem Luxusrestaurant mit einer deutlich abweichenden Preissteigerungsrate zu Mittag und Abend essen.

Ja wie rechnet denn das Statistische Bundesamt? Das Statistische Bundesamt definiert einen Warenkorb, dessen Inhalt sich vorgeblich an den Ausgabenpositionen der Haushalte orientiert.

Also, auch der Warenkorb berücksichtigt nicht IHR speziellen Ausgabeverhalten. Das Statistische Bundesamt kennt die Schwachstelle und hat eine persönliche Berechnung der Preissteigerung ermöglicht:

persönlicher Preissteigerungsrechner – StatBuAmt, klicken Sie auf das Bild und Sie kommen zu dieser Seite des Statistischen Bundesamtes

Wenn Sie also Ihre individuelle Preissteigerungsrate ausrechnen wollen, ist eine umfangreiche Datenerhebung über Monate oder gar über Jahre (bei langlebigen Gütern) erforderlich; außerdem müssen Sie die prozentualen Kostenanteile händisch ausrechnen – alles nicht einfach. Alternativ können Sie natürlich auch die Anteile abschätzen und dann über die Schieberegler einstellen; Tipp: die Position “Rest” sollte möglichst klein sein. Würden Sie sich dieser Mühe unterziehen, dann bekommen Sie ihre individuelle Preissteigerungsrate, die jedoch nur für den Zeitraum gilt, für den Sie die persönliche Datenerhebung betrieben haben.

Es ist halbwegs realistisch, mit einer Preissteigerungsrate (Währungsreform o.ä. unberücksichtigt) von 2,00 % bis 2,30 % je Jahr zu rechnen. Worst case: 2,5 %.

Nehmen wir an, die Zahl aus der Beispielsrechnung des mittelständischen Haushaltes, die monatlichen Kosten betragen 5.709,03 Euro.

Wie entwickeln sich diese 5.709,03 Euro unter Berücksichtigung der Preissteigerungsrate von 2,3 %?

Jahr Kosten
2017 4.756,53 Euro/Monat
2018 4.865,93 Euro/Monat
2019 4.977,85 Euro/Monat
2020 5.092,34 Euro/Monat
2021 5.209,46 Euro/Monat
2022 5.329,28 Euro/Monat
2023 5.451,85 Euro/Monat
2024 5.577,24 Euro/Monat
2025 5.705,52 Euro/Monat
2026 5.836,75 Euro/Monat
2027 5.970,99 Euro/Monat
2028 6.108,33 Euro/Monat
2029 6.248,82 Euro/Monat
2030 6.392,54 Euro/Monat
2031 6.539,57 Euro/Monat
2032 6.689,98 Euro/Monat
2033 6.843,85 Euro/Monat
2034 7.001,26 Euro/Monat
2035 7.162,29 Euro/Monat
2036 7.327,02 Euro/Monat
2037 7.495,54 Euro/Monat
2038 7.667,94 Euro/Monat
2039 7.844,30 Euro/Monat
2040 8.024,72 Euro/Monat
2041 8.209,29 Euro/Monat
2042 8.398,10 Euro/Monat
2043 8.591,26 Euro/Monat
2044 8.788,86 Euro/Monat
2045 8.991,00 Euro/Monat
2046 9.197,79 Euro/Monat
2047 9.409,34 Euro/Monat
2048 9.625,76 Euro/Monat
2049 9.847,15 Euro/Monat

Sie können also sehen, dass sich innerhalb von etwa 30 Jahren die monatlichen Kosten fast verdoppeln. Wachsen die Einkommen nicht mit den Ausgaben, dann kann keine Familie so viel für das Alter zurückgeegt haben, dass sie Ausgaben wie zu Beginn der Rente haben.

2.4 Sicherheit der Mittel zur Altersvorsorge

Fragen wir uns doch einfach nur: warum soll Altersvorsorge betrieben werden? Altersvorsorge dient der finanziellen Sicherstellung für den letzten Lebensabschnitt, weil sicher ist, dass das staatliche Sozialsystem bestenfalls das Lebensminimum sichern kann. Würde man Positionen für das soziale Befinden darstellen, könnte man wieder auf Maslow zurückgehen:

Versorgung der Bedürfnisse – eigenes Schaubild auf der Basis der Maslow’schen Bedürfnispyramide

Das soziale Sicherungssystem kann bestenfalls die Grundbedürfnisse befriedigen. die meisten Sicherheitsbedürfnisse, soziale Bedürfnisse, Ich Bedürfnisse oder Selbstverwirklichungsbedürfnisse werden durch den Staat nicht abdeckbar sein.

Damit wird wird deutlich: um dem Leben im Alter eine Qualität zu geben, ist zwingend finanzielle Vorsorge zu treffen. Damit gerade auch im höheren Alter die finanzielle Vorsorge greifen kann ist an die Vorsorge der Maßstab der Sicherheit der finanziellen Vorsorge anzulegen: wie sicher ist, wenn ich meine Vorsorge durch xyz betreibe, eine typische Frage, die sich jeder stellen sollte.

Um es deutlich zu sagen: eine jede Vorsorgeart hat Risiken! Nichts auf dieser Welt ist risikolos. Wer vorgaukelt, es gäbe keine Risiken, der betrügt bewusst. Über welche Vorsorgearten sollte nachgedacht werden?

  1. Sparmittel (Ersparte Geldmittel)
  2. Anlageart Wertpapiere (Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Anleihen, Pfand- und Kommunalbriefe, Wandelschuldverschreibungen, Fonds, Derivate, grauer Kapitalmarkt)
  3. Anlageart Immobilien
  4. Anlageart Edelmetalle
  5. Anlageart Mobilien (Kunst, Wertsachen)

Jede Anlageart hat ihre speziellen Bewertungen und Risiken, worauf im Einzelnen noch eingegangen werden soll.

An dieser Stelle nochmals zu sagen: Die Veröffentlichungen auf dieser Internetseite “alterssicherung.org” stellen keine individuelle oder allgemeine Wertpapier-, Vermögens- oder Anlageberatung.  Die Veröffentlichungen auf dieser Internetseite “alterssicherung.org” sollen nicht Empfehlungen zum Erwerb (in welcher Form auch immer), zum Kauf bzw. zur Zeichnung eines betreffenden Wertpapiers,  sonstigen Finanzinstruments oder einer anderen Anlageart zur Altersvorsorge darstellen. Die Veröffentlichungen auf dieser Internetseite “alterssicherung.org” geben allgemein die Auffassung des diese Internetseite Erstellenden dar.

Unternehmen Sie nichts aufgrund hier gemachter Darlegungen!

2.4.4 Anlageart Edelmetalle

Die Anlageart Edelmetalle erfasst alle Edelmetalle (Abkürzung: EM), die sich grundsätzlich zur Alterssicherung eignen:

  • Gold
  • Silber
  • Platin

sind die am häuftigsten genannten Edelmetalle zur Vermögenssicherung. Der Autor dieser Internetseite erlebt auf EM- Internetseiten regelrecht sektenartiges Beschwören. Illusionäre Gewinnpotenziale werden genauso genannt wie unablässige Beschwörungsformeln zur Anlage in EM.

Gold

Am 14.04.2017 veröffentlichte Eugen Weinberg von der Commerzbank, EM Spezialist, ein ernüchterndes Bild zum Edelmetall Gold: “Der Goldpreis führt meist kein Eigenleben, eigentlich ist Gold ein Derivat auf das Geschehen auf den Finanzmärkten. Der Goldpreis ist dabei genauso wie die Aktien- und Bondmärkte von den gleichen geopolitischen, finanzmarktrelevanten und wirtschaftlichen Faktoren abhängig. Da wären also die Geldpolitik der Notenbanken, Inflation, Risikoaufschläge oder aktuelle Entwicklungen in der Wirtschaft … Seinen Status als Krisenwährung hat Gold also auf jeden Fall inne.” Zu ergänzen wäre, dass der Goldpreis ebenso von politischen Faktoren abhängig ist.

Weinberg betont in diesem Artikel, dass

  1. Gold ein klares Anlageinstrument ist
  2. Gold nicht als Industriemetall angesehen werden sollte (Thema: Wirtschaftsentwicklung und Goldpreis)
  3. Goldpreis Produktionskosten- unabhängig ist (in vielen Foren wird auf die Risikobegrenztheit des Goldpreises wegen der minimalen Produktionskosten hingewiesen)
  4. Goldpreis eine klare Funktion der Gold- Nachfrage ist (Zusatz später)

Zu dem Argument von Weinberg, dass der Goldpreis eine klare Funktion der Gold- Nachfrage ist: es bestehen seit etlichen Jahren Hinweise darauf, teilweise auch klare Rechtsverstöße, dass der Goldpreis manipuliert wird. Das ist keine Verschwörungstheorie, das ist Fakt. Focus schrieb Mitte 2014 einen Artikel “Notenbanken im Verdacht – Von wegen sichere Krisenwährung – So wird der Goldpreis manipuliert” in dem Folker Hellmeyer, Chefvolkswirt bei der Bremer Landesbank, zitiert wird „Die Manipulation des Goldpreises ist für die Notenbanken ein opportunes Mittel geworden … Der Goldpreis ist ein Krisenbarometer. Notenbanken haben kein Interesse an Krisenstimmungen.“ Argumentativ wird fast alles getan, um gegen den Goldbesitz zu wettern: Sicherheitsrisiko bezüglich Diebstahl, keine Zinsen, Goldbesitzverbot und Zwangsumtausch … Die Politik sieht nicht gern, dass Privatleute physisch Gold besitzen, weil die darauf nur mittels schlimmster Restriktionen keinen Zugriff hat.

Steve St. Angelo weist in einer sehr guten Analyse mit dem Titel “Warum die Zentralbanken den Goldmarkt manipulieren mussten” darauf hin, dass Zentralbanken und der IWF am Markt eingreifen mussten, um das Finanzsystem nicht explodieren zu lassen. Das Argument von Angelo, dass das Ende der Kopplung des US-Dollars an Gold diese Manipulationen erforderlich machte, kann ich nicht akzeptieren, weil wir bei dem Zeitpunkt Ende der Goldbindung 1971, also vor bald 50 Jahren, sprechen. Aus meiner Sicht ist es HEUTE erforderlich den Goldpreis an den Börsen zu beeinflussen, weil es das Papiergold gibt. Angelo sagt selber in einem weiter unten zitierten Artikel, die “Gesamtmenge des an den neun Börsen gehandelten Papiergoldes erreichte im Jahr 2016 243.000 Tonnen”. Unterstellt man, dass es genauso viele Short wie Lang- Positionen an der Börse gibt, dann reden wir immer noch von 112.500 Tonnen Long- Positionen. 112.500 Tonnen Papiergold würde der Goldproduktion von 40,5 Jahren entsprechen und Call (Long)- Derivatebesitzer (Gold-Futures) können die physische Lieferung von Gold verlagen. Wo sollen 112.500 Tonnen, 40,5 Jahre Produktionsvolumen, physisches Gold herkommen? Würde das Papiergold in physisches Gold auf breiter Front umgetauscht, das wäre das Ende des Finanzmarktes! Aus den Gründen, und nur aus diesen Gründen, ist es erforderlich (weil es Goldderivate gibt), dass der Goldpreis an der NY- Börse manipuliert wird. Angelo nennt die Summe an Goldverkäufen zur Manipulation des Goldpreises: 50 Mio Unzen (jede Unze ist ~ 30 Gramm); das klingt nach viel … aber 50 Mio Unzen sind ~ 1,5 Mio Tonnen Gold.

Wikipedia Von Jashuah – Own work by uploader, data from World Gold Council, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=22490853

Woher will Angelo 1,5 Mio Tonnen physisches Gold nehmen, wenn weltweit nur zehntausende Tonnen existieren? Da stimmt etwas in der Argumentation von Angelo nicht. Dass physisches Gold auf den Markt geworfen wurde, um den Goldpreis zu drücken, das ist unbestritten; dass es Institutionen gab und gibt, die nichts anderes machen als zu bewirken, dass sie die Kontrolle über den Goldpreis an der Börse nicht verlieren, das ist unbestritten. Dass es Dimensionen von 1,5 Millionen Tonnen Gold annimmt, das ist mehr als fraglich.

Wenn Weinberg in dem oben genannten Artikel betont, dass Gold- Nachfrage der Auslöser der Goldpreisentwicklung sei, dann widerspricht Hellmeyer dieser Meinung substanziell: nach Hellmeyer ist der Gold- Deritatemarkt das hauptsächlich den Preis beeinflussende Instrument. Dieses ist wiederum davon besonders abhängig, welche Sicherungsleistungen an der NY- Börse für die Ausübung von Gold- Deritaten gefordert werden; ein Absenken der Sicherungsleistungen fördert die Ausübung von  Gold- Deritaten.

Hinzu kommen Preisschwankungen durch institutionelle Nutzung von Computer- Kauf- und Verkaufprogrammen. Mycrosekunden entscheiden über Gewinn oder Verlust von Milliarden Währungseinheiten.

Der “brave” Anleger für die Alterssicherung steht diesen großen Einflussmöglichkeiten hilflos gegenüber: Steve St. Angelo schreibt auf den goldseiten.de “Wie drückt man den physischen Goldpreis? Das ist ziemlich leicht: Man bewirft ihn einfach mit 10 Billionen Papierdollar. Der weltweite Handel mit Papiergold hat im Jahr 2016 nicht nur einen neuen Rekord erreicht, er übertraf das Vorjahr sogar um fast 50% … Die Gesamtmenge des an den neun Börsen gehandelten Papiergoldes erreichte im Jahr 2016 243.000 Tonnen.” Nun sollte man wissen, dass je Jahr rund 3.000 Tonnen Gold gefördert werden; 243.000 Tonnen Papiergold würde der Goldproduktion von 81 Jahren entsprechen – das aber ist das Handelsvolumen an den weltweiten Zockerbörsen. Die Frage von Angelo “Die Frage ist also, was am physischen Goldmarkt passieren würde, wenn ein kleiner Prozentsatz der aufgeputschten Trader anstelle von den Millionen an den Börsen gehandelten Kontrakten physisches Gold kaufen würde” ist reichlich naiv: niemand würde die Goldproduktion von 81 Jahren in einem Jahr kaufen (können). Man kann genau daran sehen, dass Gold zu einem Roulette- Einsatz verkommen ist und damit ist der Goldpreis höchst unsicher.

Wenn wir hier aber über Alterssicherung mittels Goldanlage reden, dann muss deutlich gesagt werden, eine Alterssicherung, die im Bedarfsfalle nicht oder zu weig vorhanden ist, ist eine höchst unseriöse.

Meine persönliche Gold- Risikobewertung: 4. *)

*) Bewertung i.W.

1      sehr geringes Risiko, Retun fast sicher
2     geringes Risiko, Retun mit kleinen Abschlägen fast sicher
3     geringes Risiko, Retun mit etwas mehr als kleinen Abschlägen fast sicher
4     mittleres Risiko, Retun mit etwas größeren Abschlägen fast sicher
5     mittleres Risiko, Retun mit größeren Abschlägen fast sicher
6     mittleres Risiko, Retun mit größeren Abschlägen fast sicher
7     sehr hohes Risiko, große Verluste fast sicher
8     sehr hohes Risiko, sehr große Verluste fast sicher
9     sehr hohes Risiko, Totalverlust fast sicher
10   sehr hohes Risiko, Totalverlust sicher

3.2 Der Lebenstag der Alten

Professor Rohmert, Technische Universität Darmstadt, zeigte in seiner Vorlesung “Arbeitswissenschaft” auf, welche persönlichen Eigenschaften mit dem Alter sich ändern. Demnach gehört Aktivität und Neugier eher in das jüngere Menschenalter, während Gelassen- und Besonnenheit eher in dem älteren Menschenalter zu finden sind. Wir dürfen nicht vergessen, dass jeder Mitbürger in der heutigen Informations- Überflusszeit, in der Südamerika oder Asien gerade mal einen clickweit entfernt sind, bombardiert wird. Schauen Sie sich einmal beispielweise an, welche Tagesthemen aufgezeigt werden:

Beispiel https://philosophia-perennis.com/

  • Berlin: Muslime wollen nicht mehr in der Nähe von „Ungläubigen“ beerdigt werden
  • Berliner Halbmarathon: Allahu Akbar-Journalist Lejeune verbrennt Solidaritäts-Shirt für Deniz Yücel
  • Warum wir unsere Kreuze wieder aufstellen müssen
  • Fachtagung in Hamburg: Mediziner warnt vor Einfuhr exotischer Pilzinfektionen durch Migranten
  • Neun konkrete Forderungen für einen katholischen Dialog mit den Muslimen
    Imad Karim rät Björn Höcke aus AfD auszutreten
  • Toleranter dank Tofu?
    Berlin: Jüdischer Junge verlässt Schule nach Mobbing durch muslimische Schüler
  • SPD – oder: Dem schändlichen Treiben Einhalt gebieten
  • „Unsere Toten“ – Compact gedenkt der Opfer der Multikulti-Politik
  • Ungarischer Erzbischof Marfi: Migration als Waffe zur totalen Islamisierung Europas
  • Warum die Massenmigration nach Europa sofort gestoppt werden muss und kann
  • „Das Grauen“ – das neueste Werk vom Erfolgsautor Ramin Peymani
  • „Als Moslem bin ich schockiert über die Liberalen und Linken“
  • Pim Fortuyn: Dekadenz und Freiheit gegen den Islam verteidigt
  • SPD: Menschen, die dem Islam kritisch gegenüberstehen, haben in Partei keine Chancen mehr
  • Esoterische Parallelwelt – Vom Elend der Genderideologie
  • Transsexuelle: Brandgefährlich für Queeriban und Genderideologen
  • Islam in Deutschland – Die Karte des Schreckens
  • Homo-Hass bei muslimischen Flüchtlingen: Brecht endlich das Schweigen!
  • Es kommt nicht mal mehr die Polizei
  • Der schwarze Islam: extremistisch, gewalttätig und nekrophil
  • „Mohammed war ein guter Mann“ – Islamisierung im katholischen Religionsunterricht
  • „Allahu Akbar“-Rufe in Peine: Flüchtlinge zetteln Massenschlägerei an
    Berliner Kita: Muslimische Eltern protestieren gegen homosexuellen Erzieher
  • Bremen: Identitärer Protest gegen ver.di
  • Neue Richtlinie des Presserats: Bei Straftaten soll die Nationalität „in der Regel“ nicht genannt werden
  • Junge Tunesier: Mit Kunst und Selbstironie gegen den religiösen Faschismus
  • Ganz schön belämmert: Das unwürdige Spiel der Gesinnungsdemokratie
  • Wahlmanipulation im Saarland?
  • Saarland-Wahl: Schulz-Effekt verpufft, Grüne raus, AfD drin
  • Wahl im Saarland: Merkel will nun auf einmal doch Schutz der Außengrenzen …
  • Rutland / USA: Refugees welcome-Bürgermeister abgewählt
  • Was ist eigentlich konservativ?
  • Prognose Frankreich-Wahl: Merkel-Fan Emmanuel Macron wird Präsident
  • Wochenrückblick: Nicolaus Fest über London, Erdogan und das Versagen der Politik
  • Milo Yiannopoulos ist zurück
  • „Tichys Einblick“ über Kölner Kardinal Woelki: „Mit Verlaub, Sie sind ein A …“
  • Leipziger Buchmesse: Luther als Prophet der Deutschen
  • 100.000 Kita-Plätze für Migranten und „Flüchtlinge“
  • Die 120 wichtigsten Fakten zur Ideologie des Islam
  • Wahl-O-Matrix: Wie wird das Saarland am Sonntag wählen?
  • Demokratie muss auch Meinungen aushalten, die keine Regierungsmehrheiten haben!
  • Gefährder mit deutschem Pass nicht abschiebbar: „Islamexperte“ warnt vor größerem Terror bei Abschiebung
  • A Cure for Wellness – Ein Heilmittel gegen Wellness
  • Gewerkschaft ver.di bläst zur Treibjagd gegen „Rechtspopulisten“ und AfD-Mitglieder
  • SWR: Zahl der Straftaten von Migranten drastisch angestiegen, Gefängnisse am Limit
  • Britische Polizei: Name des London-Attentäters ist Khalid Masood
  • Alles wird gut: Messermann von London hatte britischen Pass!
  • Was wird sich nach London ändern? Nichts!
  • „Stabbing“: Warum 2017 schon jetzt das „Jahr der langen Messer“ ist
  • Linkspopulisten heizen Ressentiments Deutscher gegen Polen an
  • Sadiq Khan, Bürgermeister von London: Terrorangriffe gehören zum Leben in einer Großstadt
  • Dunja Hayali in der „Jungen Freiheit“: Die AfD tut der Demokratie gut
  • War London-Attentäter bekannter muslimischer Geistlicher?
  • London erschüttert vom Terror
  • Die Moralkeule der Gutmenschen
  • Erdogan: „Bald wird kein Europäer mehr auf den Straßen sicher sein!“
  • Fachmann zu Anti-Trump-Künstlern: „Öfter mal das Maul halten!“
  • Warum das Schreiben von Flüchtlingen in Anführungszeichen richtig ist
  • Schluss mit dem Doppelpass-Irrsinn!
  • Geert Wilders: Gutes Vorbild für alle islamkritischen Parteien
  • Lebensschützer in Lebensgefahr – oder: Die linke „Kultur des Todes“
  • Sexuelle Gewalt an Jungs: Afghanische „Kultur“ in Schweden und Deutschland!
  • Anschlag auf Sikh-Tempel: Tatmotiv war Hass auf nicht-muslimische Religionen
  • „ZEIT“: Kein Bindestrich? Voll AfD-mäßig!
  • Messerstecherei: Wut bei den Bürgern von Dessau über Freilassung der Syrer
  • Die Kultur des Verrats – oder: warum Abgrenzung nach rechts nicht funktioniert
  • Vom Dummie zum Dhimmi: Freiheit oder Islam
  • Dessau: Messerattacke in Einkaufszentrum
  • Grüner Blackout: Warum die Energiewende nicht funktionieren kann
  • Kultursuizid in der ältesten Stadt Deutschlands
  • Reflexionen am Abend: Anne, Martin-Martin und der Populus
  • Jüdischer Buchautor Tuvia Tenenbom: „Akif Pirinçci wird in Deutschland viel Unrecht angetan!“
  • Rotgrüner Erdoganismus: Heiko Maas‘ und Renate Künasts Angriff auf Meinungs- und Pressefreiheit
  • Will Steinmeier als Bundespräsident so unbequem werden wie die Grünen es gerne sein möchten?
  • Staatsanwaltschaft Dresden lässt brutale S-Bahnschubser wieder laufen
  • Paris: Flughafen-Angreifer war von Polizei gesuchter Islamist
  • Bildungspläne: Warum der Staat nicht zur Akzeptanz erziehen darf
  • Massenimmigration in Europa – ganz normal?
  • Wahl-O-Matrix: Wie die Deutschen derzeit wählen würden
  • David Berger im pip news – Videogespräch
  • Berlin soll noch abschiebefreier werden
  • Weiblich, 43, Single, kinderlos, selber schuld
  • Eklat bei Merkels Trump-Besuch
  • Grün vor Hass
    „Reporter ohne Grenzen“ schlagen Alarm: Höchste Gefahr für Presse- und Meinungsfreiheit in Deutschland
  • So träumt die Deutsche Bahn von der Zukunft Deutschlands
  • US-Präsident Donald Trump verweigert Bundeskanzlerin Merkel den Handschlag
  • Erfolglos: Homosexuelle in CDU wollten Lesung von Birgit Kelle verhindern
  • Erdogans Religionsführer will mehr Massenvernichtungswaffen für die Türkei
  • Völkerwanderung – die letzten Tage von Europa?
  • Breitscheidplatz: Islamisten am Ort des Berliner LKW-Terroranschlags
  • Niederländischer Wahlsieger Rutte: War Durchgreifen gegen Türkei nur ein Wahlkampf-Trick?
  • Niederlande: Warum Geert Wilders der eigentliche Wahlsieger ist
  • Hoher Imam: „Flüchtlingskrise dient ausschließlich der Islamisierung“
  • Köln kämpft mit Bierdeckeln gegen die Nazis
  • Polizeipräsident von Rosenheim: Extreme Zunahme an Straftaten
  • Niederlande-Wahl: Mark Rutte liegt nach ersten Prognosen deutlich vorne
  • Nach Insolvenz: Kölner Anti-AfD-CSD soll mit Steuergeldern künstlich am Leben gehalten werden
  • Berlin: „Antifa“ stiehlt Daten und verwüstet Geschäftsstelle der Lucke-Partei LKR
  • Erdogans Traum von Deutschland: Heute türkische Exklaven, morgen Teil des großosmanischen Reichs
  • Maas immer maßloser: Neue Etappe im Kampf gegen die Meinungsfreiheit in Deutschland
  • Lauwarm will keiner – Printmagazin „Männer“ leise weggestorben
  • Terror in Deutschland: So erklären sich die zahlreichen „psychischen Störungen“
  • Drohbrief gegen Veranstalter einer Buchlesung mit Thilo Sarrazin
  • Papst Franziskus: Der Unbarmherzige
  • Der gekränkte Mann am Bosporus und die Dummdreistigkeit von Massenmenschen
  • Wird sich Merkel auf Großveranstaltung bei Deutschen entschuldigen?
  • Noch gefährlicher als Pegida und AfD
  • Schweden: Afghanen-Gangs vergewaltigen immer öfter minderjährige Jungs
  • Bundestagswahl 2017: Verantwortliche für Terror in Deutschland stoppen!
  • Berlin: Muslime wollen nicht mehr in der Nähe von “Ungläubigen” beerdigt werden

Das konnte man auf nur einer Internetseite als Überschriften lesen. Medien ergehen sich in Überschriften. Und was nimmt der ältere Mitbürger mit? “Alles nur Scheiße”, das denkt er nicht nur, das sagt er auch. Der Lebenstag der Alten ist vollgestopft mit Themen, die er fast gar nicht mehr überblicken kann. Und dann soll er auch noch eine Einschätzung betreiben, eine politische Wertebestimmung durchführen, die Bedeutung für sein Leben finden?

Schauen Sie sich die Kirchen sonntags an, warum sind gerade die Alten da zu finden?

  • sie suchen nach dem, was sie im Alltag nicht finden können: Besinnung, Sicherheit, Ruhe
  • sie suchen nach dem, was sie im Alltag nicht finden können: die Vorbereitung auf das Leben nach dem Leben (das Wort ÜberLeben bekommt eine neue Bedeutung)
  • sie suchen nach dem, was sie im Alltag nicht finden können: die Gemeinschaft derer, die nicht immer nur streiten.

Wir leben in einer Wertewelt, in der die Alten nur eine Last sind, in der die Alten nach potentiellen Gewinnen betrachtet werden. Industrie und Junge, das ist Trumpf. Selbst die Institution Kirche hat sich von einer humanen Wertewelt verabschiedet und betrachtet die Alten bestenfalls als Einnahmequelle für Beerdigungen. Ist es ein Wunder, dass sich die Alten (sicherlich nicht alle) in ihre Lebenswelt zurückziehen, alles vereinfachen, um zu (über)leben?

Wie kommt es, dass diese Wertewelt, sie wird geformt von Menschen, sich nur um Wirtschaft kümmert? Klar, “der Rubel muss rollen”. “Ohne Mos nix los”. Die Betrachtung von Extremen macht deutlich, in welcher Welt wir heute leben: planet-wissen.de schreibt zum Beispiel: “Die Zoé leben in kleinen Dorfgemeinschaften, die mehrere Tagesmärsche voneinander entfernt sind. Die Dörfer selbst bestehen aus mehreren offenen Hütten, Hängematten dienen als Schlafstätten. Die Zoé leben von der Jagd, von Früchten, Honig und vor allem vom Maniok, den sie anbauen. Als “Medikamente” dienen Heilpflanzen, über die die Zoé große Kenntnisse besitzen. An Werkzeugen haben sie nur das zur Verfügung, was sie traditionell selbst herstellen – Steinbeile, Steinschleudern, Pfeil und Bogen. Für den Haushalt werden Keramikgefäße angefertigt. Ungewöhnlich ist die soziale Organisation: Ein Mann darf mehrere Frauen heiraten, ebenso darf eine Frau mehrere Ehemänner haben. Die Familie hat eine gemeinsame Hütte, Kinder werden ebenfalls gemeinsam großgezogen. Und grundsätzlich gilt bei den Zoé: Alle sind gleich. Niemand besitzt mehr als der andere. Stirbt einer aus der Gemeinschaft, wird er mit seinen wenigen Habseligkeiten begraben.” Eine solche Beschreibung ist Lichtjahre entfernt von der Gesellschaft, in der wir meinen unser Lebensglück zu finden, in der jedes Bisschen juristisch fein reglementiert ist, in der Streitkultur zu einem Wertebegriff geworden ist, in der die körperliche Auseinandersetzung um das Haben zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist.

Ist das hier und heute eine Welt, in der die Alten sich wohlfühlen? Die Alten haben ihre Pflicht und Schuldigkeit getan, diese Gesellschaft so aufzubauen – und fertig, ab damit zur Einäscherung. So sehr die Alten diesen Gedanken versuchen zu verscheuchen, er ist da: “ich hoffe, bald holt mich der liebe Gott ab”; das ist der Wunsch, in die Leichtigkeit des Nichts zu fliehen. Welche eine dreckige Wertewelt haben wir doch und keiner schreit auf, weil der Aufschrei ein Systemverrat ist. Und so bleibt, was noch auf dieser Welt begrenzt bleiben MUSS:

# 2: Internetseite pixabay.de

War das die Welt, die wir uns erträumt haben?

10 Konzept “Altersgerechte Republik”

Es ist Tatsache, dass Menschen immer älter werden. Es ist Tatsache und nur innerhalb von Generationen zu ändern, dass die Fertilität immer weiter abnimmt und daher eine Alterung eintritt.

Das ist eine Überraschung für mich: ich habe die Zahlen über die Bevölkerungs- Vorausberechnung des Statistischen Bundesamtes genommen und habe die nach den Altersgruppen 0 … 65 und 65 + geordnet. Da es in der Presse heißt, die Bevölkerung wird immer älter und wir älteren Mitbürger fast an die Wand gestellt werden, wir uns fast schon schuldig fühlen überhaupt zu leben, wir den Eindruck haben, dass die ungünstige gesellschaftliche Entwicklung an uns liegt, ist folgendes Schaubild fast schon dramatisch hinsichtlich der Aussagekraft:
Die Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen für die Altersgruppen 0 bis 65 und 65 + (eigene Berechnung):
Bevölkerungsentwicklung StatBuAmt.xlsx
Bevölkerungsentwicklung StatBuAmt
Dieses Bild zeigt,
  1. bis 2030 die Generation 65+ von heute 19 Mio auf 22 Mio, also um 15,7% anwachsen wird und
  2. dass die Summe der 65 + Bürger ab dem Jahr 2030 relativ stabil ist, rund 22 Mio und
  3. dass aber das wirkliche Problem ist, dass die Frauen zu wenige Kinder bekommen!
Hier kommt das Problem jung/alt in ganzer Härte auf den Tisch. Die chinesische Regierung, ich lebte 8 Monate in Ostchina, hatte bereits lange reagiert; im Westen war nur die Einkind- Stategie bekannt; Tatsache ist, dass in ländlichen Gebieten auch ein zweites Kind akzeptiert war. Nun hat die chinesische Regierung die Einkind- Stategie verworfen, weil auch sie genau diese hier aufgezeigte Problematik erkannt hat.
Meine Gedanken gehen in eine weitere Richtung: Wenn wir rund 22 Mio 65+ Bürger haben, warum können wir nicht eine Politik machen, die alte Menschen nicht als unnötig ansieht, sondern wir fordern das Konzept „Altersgerechte Republik“ Ansätze dazu habe ich in Australien kennengelernt.
Ich bin aber noch nicht so weit, dass ich viel mehr veröffentlichen kann; ein Lösungsweg führt in die Irre: immer höhere Rentenzahlungen.
Eine gedankliche Richtung geht dahin, dass man durch den Staat die Altersbereiche Wohnen/Leben/Medizin/Versorgung als gemeinnützig aufbaut und fördert. Diese Entwicklung geht weg von immer höherer Rente, hin zu kostenreduziertem Leben
  • Mehrgenerationenhäuser als Gemeinnützige Wohnhaus – GmbH (gGmbH); Prinzip: Mietkauf
  • Essensversorgung als lokale Gemeinnützige Lebensmittel – GmbH (gGmbH)
  • Medizinversorgung als lokale Gemeinnützige Medizin – GmbH (gGmbH)
  • Wasser/Stromversorgung als lokale Gemeinnützige Wasser/Strom – GmbH (gGmbH)

Um ein solches oder andere weniger marktwirtschaftliche Projekte zu realisieren, bedarf es des politischen Willens und politischer Parteien. Welche Partei würde sich für eine solche Lösung stark machen? Braucht man eine neue RENTNER- Partei?

20. Anlage, Hinweise

Dieser Abschnitt wird auch die Rechtsprechung bei Veröffentlichungen, insbesondere von Bildern, berücksichtigen, dass bei Bildern Fotograf und Quelle genannt wird.

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Dürfen Bilder von Pixabay auf Facebook und in anderen sozialen Netzwerken verwendet werden?
Ja, die Bilder dürfen auf sozialen Netzwerken eingesetzt werden. Lese mehr darüber in unserem Blog.”

Nummer Kapitel Fotograf Quelle
 Header  BookBabe  https://pixabay.com/de/gro%C3%9Feltern-liebe-verheiratet-1054311/
#1  1.2.2 hardcopy, Bevölkerung nach Altersgruppen Statistisches Jahrbuch 2015, Statistisches Bundesamt,pdf, Seite 31
#2  1.0 hardcopy, Bevölkerung nach Altersgruppen Datenreport 2015, Statistisches Bundesamt,pdf, Seite 25
#3  1.3 Gerald https://pixabay.com/de/pflegebed%C3%BCrftige-demenz-frau-alt-100345/
#4  1.0  hardcopy aus pdf  R+V Versicherung, jährliche Umfrage 2016, https://www.ruv.de/presse/aengste-der-deutschen
#5  1.0  hardcopy aus pdf  R+V Versicherung, jährliche Umfrage 2016, https://www.ruv.de/presse/aengste-der-deutschen
#6  1.3.2  hardcopy aus pdf  Deutsche Rentenversicherung 2015, pdf, Seite 39
#7  1.3.2  hardcopy aus pdf  Deutsche Rentenversicherung 2015, pdf, Seite 51
#8  1.3.2 hardcopy aus EXCEL; Daten aus nebenstehendem pdf Erwerbstätige in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland 2008 bis 4. Vierteljahr 2015 Berechnungsstand: Februar 2016, Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder” im Auftrag der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, Seite 10
#9  1.3.2 hardcopy aus EXCEL; Daten aus nebenstehendem pdf Private Haushalte – Einkommen, Ausgaben, Ausstattung Auszug aus dem Datenreport 2013, Seite 176
#10  1.3.2  Foto von omeloc  https://pixabay.com/de/deutsch-demokratischen-republik-700256/
#11  1.3.2  Hardcopy Deutsche Bundesbank Monatsbericht März 2016
#12  1.3.2  Hardcopy Deutsche Bundesbank Monatsbericht März 2016
#13  1.3.2 Eigene Berechnung der Ausgaben durch Inflationsentwicklung; Basis Deutsche Rentenversicherung Bund,Rentenversicherung in Zeitreihen Statistik der Deutschen Rentenversicherung, Oktober 2015
 #14 1.3.2 eigene Berechnung Statistisches Bundesamt, Fachserie 18, Reihe 1.5, 2015, Seite 14
 #15 1.3.2 eigene Berechnung Eigene Darstellung: Bargeldvermögen in deutschen Haushalten im Jahr 2013
Statistisches Bundesamt, Fachserie 15, Heft 2, EVS 2013, Seite 20
 #16 1.3.2 eigene Berechnung Eigene Darstellung: Bargeldvermögen in deutschen Haushalten im Jahr 2013
Statistisches Bundesamt, Fachserie 15, Heft 2, EVS 2013, Seite 20
 #17 1.3.2 eigene Berechnung Statistisches Bundesamt, Fachserie 15, Heft 2, EVS 2013, Seite 21
 #18 1.3.2 eigene Berechnung Geld-, Immobilienvermögen und Schulden privater Haushalte am 1.1.2013, Fachserie 15 Heft 2, Seite 25, Artikelnummer: 2152602139004
 #19 1.3.2 eigene Berechnung Geld-, Immobilienvermögen und Schulden privater Haushalte am 1.1.2013, Fachserie 15 Heft 2, Seite 29, Artikelnummer: 2152602139004
 #20 1.3.2 eigene Berechnung Einkommens- und Verbrauchsstichprobe, Statistisches Bundesamt, Fachserie 15, Heft 4, EVS 2013, Seite 153 – EVS_EinnahmenAusgabenprivaterHaushalte2152604139004 – Bruttoeinkommen
 #21 1.3.2 eigene Berechnung Einkommens- und Verbrauchsstichprobe, Statistisches Bundesamt, Fachserie 15, Heft 4, EVS 2013, Seite 153 – EVS_EinnahmenAusgabenprivaterHaushalte2152604139004 – Bruttoeinkommen
#21 1.3.2 Hardcopy aus pdf Betroffenheit von Armut in Deutschland nach Bildungs- und Beschäftigungsmerkmalen – Private Haushalte – Einkommen, Ausgaben, Ausstattung Auszug aus dem Datenreport 2013, Seite 172
#22 1.3.2 Hardcopy aus pdf Betroffenheit von Armut in Deutschland nach Bildungs- und Beschäftigungsmerkmalen – Private Haushalte – Einkommen, Ausgaben, Ausstattung Auszug aus dem Datenreport 2013, Seite 172 – 2
#23 1.0 Bedürfnispyramide – eigenes Schaubild
#24 1.1 Bundesarchiv Bild 183-H29659, Wikipedia Bildarchive
#25 1.1 im eigenen Besitz: Künstlerin Ruth Weidenfeld/Schwelm
#26 1.3 26 eigene Darstellung – Übersicht
#27 1.2.1.1 Bild aus dem Artikel: https://deutsch.rt.com/inland/38110-arbeitslosenzahl-atypische-jobs-auf-hochsten/
#28 1.3.1 eigene Darstellung: Überlappung der Bedürfnisebenen
#29 1.3.2.1.2 Rentenversicherung in Zahlen 2015 – Statistik der Deutschen Originaldokument Rentenversicherung, Stand: 12. Juni 2015, Seite 38 und 39, alte Bundesländer
#30 1.3.2.1.2 Rentenversicherung in Zahlen 2015 – Statistik der Deutschen Originaldokument Rentenversicherung, Stand: 12. Juni 2015, Seite 38 und 39, neue Bundesländer
#31 1.3.2.1.2 Ausschnitt zur eigenen Berechnung aus: Rentenversicherung in Zahlen 2016 – Deutsche Rentenversicherung – Rentenschichtung nach monatlichem Zahlbetrag am 31.12.2014, alte Bundesländer
#32 1.3.2.1.2 Rentenversicherung in Zahlen 2016 – Deutsche Rentenversicherung – Rentenschichtung nach monatlichem Zahlbetrag am 31.12.2014, alte Bundesländer – Graph
#33 1.3.2.1.2 Eigene Darstellung zur Verteilung der Zahlbeträge aus: Rentenversicherung in Zahlen 2015 – Statistik der Deutschen Rentenversicherung, Stand: 12. Juni 2015, Seite 38 und 39
#34 1.3.2.1.2 eigene Tabelle zur weiteren Berechnung aus: Geld-, Immobilienvermögen und Schulden privater Haushalte Rentner-Pensionäre am 1.1.2013 – Statistisches Bundesamt, Statistisches Jahrbuch 2015
#35 1.3.2.1.2 eigenes Schaubild der Daten aus: Bruttogeldvermögen je mittl. Vermögensbereich Rentner – Pensionäre – Statistisches Bundesamt, Statistisches Jahrbuch 2015 Graph
#36 1.3.2.10 Link Normalverteilung – von StefanPohl – Eigenes Werk, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=31516368
#37 1.3.2.10 Link Schiefe Verteilung – Von Chrischi – Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9020667
#38 1.3.2.10 Link Erwin Ebermann, Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Wenn nicht anders angegeben, steht diese Website unter einer Creative Commons 2.0 Lizenz http://www.univie.ac.at/ksa/elearning
#39 1.3.2.1.2 eigene Berechnung: Rentenversicherung in Zahlen 2016 – BND_BR_611330_00, am 31.12.2015, Seiten 34 bis 37 Rentenzahlbeträge der laufenden Renten – Männer / Frauen
#40 1.3.2.1.2 eigene Berechnung: Rentenversicherung in Zahlen 2016 – BND_BR_611330_00, am 31.12.2015, Seiten 34 bis 37 Rentenzahlbeträge der laufenden Renten – Männer – Frauen im Vergleich
#41 1.3.2.1.1 Eigene Berechnung, basierend auf Daten aus: http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/tv-kritik-hart-aber-fair-beim-geld-ist-sich-jeder-selbst-der-naechste/14730398.html
#42 1.3.2.1.1 Datenreport 2015 Stat BuAmt, Seite 171 – Bruttoeinkommen, eigene Berechnung Private Konsumausgaben nach Nettoeinkommensklassen 2012

 

21. Impressum

1.

Diese Webseite dient ausschließlich persönlichen Zwecken. Es wird auf dieser Internetseite kein unternehmerisches bzw. geschäftsmäßiges Handeln vollzogen. Der Betreiber dieser Internetseite verdient nichts mit diesen Veröffentlichungen.

Der Betreiber dieser Internetseite oder sonstige Personen im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung übernehmen die Haftung für Schäden, die im Zusammenhang mit der Verwendung dieses Dokuments oder seines Inhaltes entstehen.

2.

Die Bundesregierung erließ einen Gesetzentwurf der Sozialdemokraten, der die Mitbürger einschüchtern soll, sich öffentlich deutlich zu äußern. Es wird geschrieben:

“Bundesminister Heiko Maas hat heute einen Gesetzentwurf zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken vorgestellt. Der Gesetzentwurf zielt darauf, Hasskriminalität und strafbare Falschnachrichten auf den Plattformen sozialer Netzwerke wirksamer zu bekämpfen. Der Gesetzentwurf setzt verbindliche Standards für ein wirksames und transparentes Beschwerdemanagement und verpflichtet die Betreiber sozialer Netzwerke vierteljährlich über den Umgang mit Beschwerden über strafrechtlich relevante Inhalte öffentlich zu berichten. Bei Verstößen drohen den sozialen Netzwerken empfindliche Bußgelder.

„Die Meinungsfreiheit schützt in einer lebendigen Demokratie auch abstoßende und hässliche Äußerungen. Aber: Die Meinungsfreiheit endet da, wo das Strafrecht beginnt. Für strafbare Hetze und Verleumdung darf in den sozialen Netzwerken genauso wenig Platz sein, wie auf der Straße. ”

Wer auf dieser Seite Hetze, Verleumdung oder Volksverhetzung feststellt, der schreibe bitte an unten stehende Adresse.

3.

Auch, wenn § 5 TMG besagt, dass für eine Webseite, die ausschließlich persönlichen Zwecken dient, kein Impressum erforderlich ist, wird hier der von dem Betreiber empfundenen Minimalpflicht entsprochen:

Impressum

Meinem Provider, all incl., ist meine Adresse bekannt
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Besucher dieser Internetseite verpflichten sich, diese folgenden Bestimmungen zu beachten:

Angaben gemäß § 5 TMG

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Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß §27a Umsatzsteuergesetz: keine
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Haftungsausschluss:

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