2.8 Sicher ist nichts!

Was suchen ältere Menschen?

Vielen Politikern ist inzwischen völlig unklar, was die älteren Mitmenschen wirklich suchen oder brauchen. Sie sind abgehoben, sehen das Große, das Ganze und erleben, dass das Wichtige, der Finanzsektor, alle anderen Bedürfnisse überdeckt.

Unlängst war ich mit der FDP zuwege; ich habe angeregt, man müsse mehr mit Senioren tun – wenn es schon heißt, dass die Gesellschaft überaltere, dann soll man auch Senioren mehr in die politische Verantwortung nehmen. Jaja, sagte man und verwies auf irgendeine Gruppierung, die in den letzten Hinterzimmern alle Jubeljahre mal haust. So geht nicht nur die FDP, so gehen alle Parteien mit älteren Mitmenschen um: sie sind lästiges Übel der Gesellschaft, kosten zu viel und erzeugen zu wenig private Nachfrage am Bruttoinlandsprodukt (BIP).

Lassen Sie uns nochmals auf die Bedürfnispyramide schauen:

Versorgung der Bedürfnisse – eigenes Schaubild auf der Basis der Maslow’schen Bedürfnispyramide
  1. Sie, die Älteren, suchen Wohlbefinden, physisches und psychisches Wohlbefinden – sie wollen das reale Gefühl haben, in dieser Gesellschaft ernst genommen zu werden, sie wollen sich nicht abgeschoben fühlen, sie wollen Emotionales erleben (dürfen).
  2. Sie suchen Sicherheit, physische Sicherheit, psychische Sicherheit, materielle Sicherheit – und das real. Die Älteren sich die andauernden Betrügereien der Politiker leid: “gefühlte Unsicherheit” wird argumentiert, “gefühlte Armut” wird argumentiert; das Wort “gefühlt” unterstellt Betrug des Empfindens.
  3. Sie suchen, wie es in der Pyramide steht, Liebe, Freundschaft, Zugehörugkeit zu einer sozialen Gruppe, Gerechtigkeitsgefühl, kulturelle Stabilität – Dinge, die immer mehr verloren gehen.

Das sind die Prioritäten der Alten.

 

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