2. Alterssicherung und Lebenssicherheit – Details

Während in dem Kapitel 1 eine Einleitung und ein Überblick in die sehr komplexe Thematik “Alterssicherung” gegeben wurde, sollen im Kapitel 2 Details näher beleuchtet werden.

Es ist nicht unbillig von uns Bürgern zu fordern, dass wir eine zeitliche Planbarkeit haben müssen. Wer heute 65 Jahre alt ist, der könnte “morgen” 90 Jahre sein; die 25 Jahre bis zum Lebensalter 90 müssen planbar sein.

Planbarkeit ist Sicherheit!

Aber wenn man von hoch gebildeten und sehr klugen Leuten den Satz liest “Ich habe die Welt nie komplizierter erlebt als heute“, dann beginnt man zu verstehen, dass, wie DIE ZEIT schreibt, bei vielen Mitbürgern eine Rückbesinnung mit der Erkenntnis stattfindet: “Der Lärm des Alltags lenkt uns vom Wesentlichen ab … Zum Beispiel hab ich die Zeitung aufgeschlagen oder den Fernseher angestellt und gedacht: Ogottogottogott, was ist hier bloß los?” In der Tat ist die heutige Meldungsflut kaum noch zu beherrschen und wenn man über Planbarkeit nachdenkt, dann wird es noch schlimmer: der (von anderen oder selbsternannte) Experte sagt “ja, so geht’s”, der nächste Experte sagt “Nein, so geht’s nicht”. “Ich habe die Welt nie komplizierter erlebt als heute” bedeutet auch, dass wir uns immer mehr von der Planbarkeit des Lebens verabschieden müssen. Die berühmten Imponderabilien, die Unwägbarkeiten des Lebens, die Etnscheidungsstrukturen nicht mehr deutlich geradeaus gestalten lassen, die Teilzielerreichungen oft unmöglich machen – werden diese Imponderabilien letztlich nur noch Frustrierte hinter sich lassen?

Gegen diese Frustration kommt der Professor Gigerenzer, der verdeutlicht, wir haben unser Bauchgefühl verlassen, auf das wir uns eigentlich viel mehr stützen sollten. Ja, Gigerenzer hat recht: wir leben heute in einer Zeit, in der ALLES mittels Zahlen, Daten, Fakten erklärt, erdacht und erplant wird, um hinterher festzustellen, es hat doch nicht so geklappt. Warum ist das so? Warum täuschen uns Zahlen, Daten, Fakten oft?

Planbarkeit hat ja immer ein bestimmtes Ziel, beispielsweise Beibehaltung des Vermögens. Oft versuchen wir aus den berühmten Zahlen, Daten, Fakten Möglichkeiten zur Beibehaltung des Vermögens abzuleiten und wir vergessen, dass es ja eigentlich keinen wirklichen Zusammenhang zwischen den Zahlen, Daten, Fakten  und der Beibehaltung des Vermögens gibt – Statistiker sprechen von Pseudo-/Scheinkorrelation. Oft auch belügen wir uns höchst gern: wir wollen bewiesen wissen, was wir eigentlich an Absichten oder Zielen haben; dabei bleibt die Wahrheit oft auf der Strecke.

In dem Kapitel 2 sollen einige Themen angesprochen werden, die gerade kritisch für die Planbarkeit unseres Lebens sind.

Sturktur
Struktur

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

einloggen/anmelden *