1.4.3 Die Kise aller Krisen – der Kapitalismus

Die deutsche Bundeskanzlerin, Frau Dr. Merkel, sagte 2008 in ihrer Neujahrsansprache: “Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt
Denn die weltweite Krise berührt auch Deutschland. Finanzielle Exzesse ohne soziales Verantwortungsbewusstsein, das Verlieren von Maß und Mitte mancher Banker und Manager – wahrlich nicht aller, aber mancher – das hat die Welt in diese Krise geführt. Die Welt hat über ihre Verhältnisse gelebt.” Meine Randbemerkung dazu: die deutsche Bundeskanzlerin hat aus meiner Sicht diesen großen Erfolg, weil sie Themen auch richtig ansprechen kann, durchaus gefühlvoll und nachvollziehbar, hoffend, dass die Bürger darauf vertrauen, sie werde es schon richten, was sie erkenntnisschwanger sagt.

Ja, Frau Dr. Merkel hat recht zu sagen “Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt”:

  • wer auf der Sonnenseite des Lebens steht, der konnte und kann sich alles erlauben; jene maximal 10 Prozent der Bevölkerung können aus dem Vollen schöpfen, sie haben in ihren Haushalten jeden Luxus, alle Unnötigkeiten – sie brauchen nichts und wissen kaum, mit ihrem Geldvermögen wohin
  • wer nicht auf der Sonnenseite des Lebens steht, zu den 23 Prozent der Geringverdiener zählt (das wird leider heute in der Propagandarepublik immer mehr “vergessen”), der wird sich nichts leisten können, der wird zunehmend in die Verschuldung getrieben, der wird keinen Anteil daran haben, was die Politiker gern herbeisehnen, die Wirtschaftsentwicklung jenseits der 2 Prozent. Der Geringverdiener hat seine Pflicht getan, Deutschland mit Niedriglöhnen zum Exportweltmeister zu führen. Geringverdiener tritt ab (heißt es auf Bühnen).

Dieses System des Westens hat 90 von 100 Verlierern gezeugt. Dieses System kann nicht “soziale Marktwirtschaft” genannt werden, weil die Realität eine andere ist. Und jene Millionen, die in Rente gehen, die gerade in Rente gegangen sind, sind genau die Verlierer. Es ist und bleibt unverständlich, warum die Bürger genau jene wählen, die sie verarmen lassen.

Fast resignierend muss man feststellen: diese Wirtschafts- und Gesellschaftskonzeption kann es niemandem recht machen, kann niemals gerecht sein.

Die EZB- Politik vernichtet den Lebenslohn der deutschen Bürger

Matthias Weik und Marc Friedrich schreiben: “Heute wird der belohnt, der Schulden macht und der bestraft, der gesund wirtschaftet. Die Bundesrepublik Deutschland, aber auch einige Konzerne, wie beispielsweise Henkel und Sanofi, verdienen Geld mit Schulden machen. Das ist weder sinnvoll noch nachhaltig! Die EZB enteignet mit ihrer wahnwitzigen Notenbankpolitik die Sparer, sorgt für immer höhere Bankgebühren, beraubt junge Menschen der Altersvorsorge, zerstört solide wirtschaftende Banken (Volksbanken, Spar- und Bausparkassen), zerstört Pensions- und Krankenkassen.”

Liegt es dran, dass, die die EZB immer wieder behauptet, die Inflationsrate zu niedrig ist und man versuche, diese durch finanzpolitische Maßnahmen auf den Zielwert von 2 Prozent zu bringen? Die ZEIT schreibt: “Seit März versuchen die Währungshüter, die Konjunktur und den Preisauftrieb zusätzlich mit einem gewaltigen Kaufprogramm anzuschieben: Monatlich bis zu 60 Milliarden Euro können in Staatsanleihen und andere Vermögenswerte investiert werden, insgesamt 1,1 Billionen Euro mindestens bis September 2016. Bis zum 16. Oktober hatte die EZB in diesem Rahmen allein Staatsanleihen im Gesamtvolumen von knapp 371 Milliarden Euro erworben.”

UNSINN, die Konjunktur und den Preisauftrieb anschieben! Welcher Elfenbeitrumwissenschaftler hat jemals die Weisheit von 2 Prozent als Ewigkeits- Kenngröße für Inflation herausgebracht? NIEMAND, der vernünftig wäre! Solche Festlegungen, 2%, sind unzulässig. Es wird weiter unsinnig gedoktort. Egmond Haid schreibt gerade, April 2017, finanzen100.de “Sprott ist der Überzeugung, dass wegen des schwachen Wirtschaftswachstums der USA seit dem Anfang des Jahrtausends …”. Das Wirtschaftswachstum ist überall in den hochentwickelten Staaten gering. Die Theorie, dass staatliche Ausgaben im Falle fehlender privater Nachfragen die Wirtschaft ankurbeln sollen, diese Theorie ist überholt, weil sich die private Nachfrage an zwei substanzielle Voraussetzungen orientiert:

  1. Es muss ein Nachfragebedarf vorhanden sein UND
  2. Es muss für die Nachfrage das Kapital vorhanden sein.

Die Haushalte, die keinen Nachfragebedarf sehen, die werden durch nichts in der Welt, auch nicht mittels “Helikoptergeld” Produkte für den täglichen Bedarf kaufen. Diese Haushalte werden auch keine Produkte kaufen, deren Betrieb und Unterhatung sie mittelfristig nicht bezahlen können. Was Haid, den ich für einen der wichtigsten Finanzanalytiker halte, aufzeigt, ist das, was in allen hochindustrialisierten Ländern geschieht, auch und gerade in Deutschland.

Aber was ist es dann, dass von ALLEN Seiten die Bürger zum Konsum gezwungen werden sollen? Die EZB steht vor zwei Problemen:

  1. die Staatsverschuldung einiger EU- Staaten ist so hoch, dass diese sich nicht mehr Zinszahlungen leisten können; woran liegt es, dass die Staatsverschuldung aus dem Ruder läuft? Der Aufwand zum Erhalt und Betrieb eines Staates ist im Vergleich zu den Einnahmen zu hoch – und immer mehr Bürger stellen fest, dass der Staat Raubbau betreibt. Die EZB Maßnahme, zwangsweise die Zinssätze zu drücken, ist die letzte Möglichkeit, dass die verschuldeten Staaten NOCH überleben können, bevor sie den Bankrott anmelden müssen und das künstliche Staatensystem Europa zerfällt.
  2. Wie oben bereits gesagt, kann trotz aller Propaganda die Konjunktur nicht laufen, weil die “oben” alles haben, weil die “unten” keine Mittel zur blühenden Konjunktur haben. Die EZB kann machen, was sie will, nichts wird sich ändern. Wer nichts hat, der wird nichts konsumieren.

Professor Gunter Schnabl, Leiter des Instituts für Wirtschaftspolitik an der Universität Leipzig, schrieb im FOKUS über die Geldpolitik der EZB: “Das billige Geld lähmt das Wachstum, weil die Banken das kostenlose Geld der Zentralbanken zu geringen Zinsen an die Unternehmen weiterreichen. Die Unternehmen nützen die ersparten Kosten, um höhere Gewinne auszuweisen. Anstrengungen durch Innovation und Effizienzsteigerungen die Gewinne hochzuhalten, unterbleiben hingegen immer mehr. Das dämpft sowohl die Produktivitätsgewinne als auch das Wachstum. Da die Produktivitätsgewinne Grundlage für reale Lohnerhöhungen sind, steigen auch Löhne und Preise nicht.” Den Gewerkschaften ist es egal, woher Gewinne kommen, Gewerkschaften werden insbesondere (vorgeblich) unter der Maßgabe der Preissteigerungen und Patrtizipation an der Gewinnsituation (woher auch immer) Einkommenszuwächse fordern, das ist der kleine Fehler in der Argumentation von Professor Gunter Schnabl.

Die EZB ist ein Konstrukt, das auch von unserer Bundesregierung, also von CDU und SPD unterstützt wird; diese beiden Parteien waren daran beteiligt, dass die EZB ein juristisch gottähnliches Konstrukt wurde: von niemandem beeinflusst darf die EZB machen, was sie will. Der König der EZB, derzeit Mario Draghi, wird zudem in seiner Politik von genau den Ländern gestützt, die auf seine Wohltaten angewiesen sind, der Südschiene Europas, insbesondere von seinem Heimatland Italien. Wohltaten zu Lasten der deutschen Mitbürger. Inzwischen ist die EZB sogar einer der größten Substanzvernichter Europas, vielleicht der Welt: Pensionssicherungsvereine, Versicherungen, Bausparkassen werden zu Maßnahmen getrieben, die deutschen Mitbürgern richtig viel Geld kosten: Multimilliarden.

Und unser Staat, das heißt CDU und SPD machen fleißig mit, obschon sie oft genug das Gegenteil behaupten: “Das Thema kocht gerade hoch: Die EU-Banken können seit Anfang 2016 geschätzte 2.000 Milliarden Euro deutsches Sparer-Vermögen als Sicherheit betrachten”, das schreibt EPOCH TIMES am 26. January 2016. Ursache: Schäuble gab vor einem Jahr deutsche Sparguthaben zur Euro-Sicherung frei.

Und unser Staat, das heißt CDU und SPD machen fleißig mit, indem sie diejenigen nicht schützen, die des Schutzes bedürfen. Nicht nur werden, wie zuvor geschrieben, Geldmittel geraubt, die Schutzbedürftigen werden nicht vor dem ausufernden Kapitalismus in Schutz genommen: “Durchschnittlich 27,2 Prozent ihres Einkommens geben Deutsche für die Miete aus. Bei Rentnern und Alleinerziehenden ist es allerdings deutlich mehr: Jeder dritte Senior zahlt mehr als ein Drittel seines Einkommens an den Vermieter“, schreibt FOCUS. Der deutsche Staat, also die, die wir Bürger wählten, machen NUTZLOSE Gesetze, wie die Mietpreisbremse, über die das Regionalfernsehen hr schreibt: “Von wegen Wuchermieten stoppen. Die Mietpreisbremse läuft in Frankfurt völlig ins Leere, die Dummen sind die Mieter. “mex” ist unterwegs in Frankfurt am Main. Nirgendwo anders in Deutschland ist das Wohnen so teuer wie hier.”

Man muss es deutlich sagen: wir stehen aller Wahrscheinlichkeit nach vor dem Ende einer 70 jährigen Erfolgsgeschichte des Kapitalismus:

  • ein in den 60er Jahren breiter Mittelstand hatte sich viele Dinge anschaffen können, die das Leben leichter und angenehmer machen, brauchen jedoch kaum Ausrüstungsgegenstände für ihr Zuhause,
  • ein seit Generationen aufgebautes Vermögen, Reiche, haben mehr als genug und wissen in dem Überfluss nicht wohin mit dem Geld, brauchen jedoch kaum Ausrüstungsgegenstände für ihr Zuhause,
  • ein in den 80er Jahren beginnender Armutsstand siecht vor sich hin und sieht einer Altersarmut ins Auge, kann jedoch sich kaum etwas leisten für Zuhause, weil schlichtweg kein Geld vorhanden ist.

Man muss es sehr deutlich sagen: das Ende des Kapitalismus ist davon geprägt, dass die Gesellschaft sich in zwei Klassen gespaltet hat, die der Reichen und die der Verarmten. Und nicht nur die am Tropf der SPD hängenden Gewerkschaften machen böse Mine zum noch böseren Endspiel in der Unternehmerrepublik Deutschland.

Die EZB macht deutsche Tarifpolitik

Die EZB schreibt in ihrem Monatsbericht 1/2017: “Wie diese Daten [Wirtschaftsbedingungen und Tarifvereinbarungen in 25 EU-Mitgliedstaaten im Zeitraum von 2010 bis 2013] zeigen, verlief die Entwicklung der befragten Firmen in dem – von der Staatsschuldenkrise geprägten – Betrachtungszeitraum sehr unterschiedlich. Während 44 % der Unternehmen eine rückläufige Nachfrage verzeichneten, berichteten 32 % von Nachfragesteigerungen. Bei den von einem Rückgang betroffenen Firmen wurden deutlich häufiger Stellen abgebaut oder Löhne gekürzt: So ging die Beschäftigung in 43 % dieser Unternehmen zurück, und 14 % senkten die Basislöhne. In Anbetracht des Ausmaßes des Nachfragerückgangs und des Beschäftigungsabbaus scheint der verhältnismäßig geringe Prozentsatz der Lohnsenkungen auf eine abwärtsgerichtete Rigidität der Nominallöhne hinzudeuten. In der Tat gab fast ein Viertel aller Befragten an, die Nominallöhne eingefroren zu haben. Nullrunden sind ebenfalls ein deutlicher Hinweis auf eine Abwärtsrigidität der Löhne, denn sie lassen darauf schließen, dass die Unternehmen mögliche Spannungen im Zusammenhang mit Lohnkürzungen vermeiden wollen, auch wenn diese aufgrund der Wirtschaftslage gerechtfertigt wären.”

Es wird in diesem Bericht darauf hingewiesen, dass Lohnsenkungen (Abwärtsrigidität der Löhne) ein probates Mittel bei Nachfragerückgang ist. Im weiteren Verlauf wird aufgezeigt, dass den Lohnsenkungen die Tarifbindung entgegen steht und es wird eine Übersicht angezeigt, die darstellt welchen Tarifbindungsanteil die jeweiligen Länder im Einflussbereich der EU haben:

Quelle EZB 1/2017, Seite 34

Wir erkennen, dass genau jene Staaten, die einen besonders hohen Tarifbindungsanteil haben, Italien, Spanien, Frankreich genau die Staaten sind, die immer wieder genannt werden, wenn es um die Höhe der Staatsverschuldung geht. Aber ist ein solcher Bezug überhaupt richtig? Gibt es eine Korrelation zwischen Höhe der Tarifbindung und Höhe der Staatsverschuldung? Oder wird hier ein anderes Ziel der EZB verfolgt?

Wenn es im Verlauf der EZB- Analyse heißt: “Aus wirtschaftspolitischer Sicht scheint die Tarifbindung zu abwärtsgerichteten Lohnrigiditäten beizutragen, die wiederum den Beschäftigungsabbau in Rezessionsphasen verstärken können”, dann wird die Stuerungsfunktion deutlich. Die Tarifbindungen führen zu Beschäftigungsabbau oder zu Einstellungs- Vorsicht, das ist die Botschaft – und damit ist klar, was die EZB will: den Abbau gewerkschaftlicher Stärke: “Dementsprechend können sich zusätzliche Reformen in diese Richtung für die Euro-Länder als nutzbringend erweisen und Beschäftigungsverluste während eines künftigen Abschwungs möglicherweise verringern.” Es wird also von der EZB klar aufgefordert, die Macht der Gewerkschaften einzudämmen.

Zusammenfassend kann man sagen: Die EZB raubt mit Wissen und Billigung deutsche Bürger aus. Indem die Bundesregierung niemals aufhörte zu predigen: spart für euer Alter, macht sie sich zu Helfershelfern derer, die deutsche Bürger ausrauben. Die deutsche Bundesregierung müsste es wissen, dass das EZB Konzept, Inflation steigern, Wirtschaftswachstum befeuern, nicht funktioniert – nirgends!

Die Rettung der Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, die Rettung des Kapitalismus, führt zu irrwitzigen Ideen; Mitte 2016 schreibt der Berliner Tagesspiegel: “Lässt Japan als erstes Land Geld vom Himmel regnen?” und verbreitet den Unsinn “Helikoptergeld ist ein Konzept, bei dem die Notenbank Geld verschenkt, um die Inflation anzuheizen”. Die gesamte Presse erfüllt nicht ihre Pflicht der kritischen Begleitung der politischen Entscheidungen und Entwicklungen: es geht nur darum, dass der Konsum unzureichend ist mit der Folge, dass Arbeitsplätze dauerhaft in Gefahr sind, mit der weiteren Folge, dass schlimmste soziale Verwerfungen entstehen, mit dem Höhepunkt der Folgeentwicklung, dass politische Instabillitäten fast zwangsläufig sind.

Weil vielen Mitbürgern aber auch Experten bewusst ist, dass gegen die Gesellschaft- und Wirtschaftsentwicklung kein bekanntes Kraut gewachsen ist, sind auf der anderen Seite zur Abfederung sozialer Probleme auch irrwitzige Wege aufgezeigt worden:

Der neue Heilsbringer heißt “Bedingungsloses Grundeinkommen”.

Insbesondere die links tendierenden Parteien, LINKE und GRÜNE, überschlagen sich mit Wohltaten:

Eine irrwitzige Größenordung erwarten die Traumtänzer Linke und Grüne: 1000 Euro / Monat * 12 Monate / Jahr * 82 Millionen =  984 Milliarden Euro je Jahr an Kosten, steigend mit der Preissteigerungsrate! Wie diese Summe aufgebracht werden soll, das hat bisher noch niemand nachvollziehbar vorgerechnet.

Helmut Pelzer analysiert im März 2007: “Die Kosten für ein BGE berechnen sich am einfachsten durch Multiplikation der Zahl der BGE-Empfänger mit dem an jeden zu zahlenden BGE-Betrag. Bei 82 Mio. Einwohnern in Deutschland und einem BGE von beispielsweise 800 € mtl., so sind das 787 Mrd. € / Jahr. Genehmigt man den 16 Mio. Kindern bis 18 Jahre nur die Hälfte, sind es noch 710 Mrd. €. Diesen Betrag sollen alle bekommen, unabhängig von ihrem sonstigen Einkommen (Lohn, Gehalt, Vermögenserträge etc.), somit auch Großverdiener, Einkommensmillionäre. Das ist Unsinn, wenn man nicht sagt, woher das viele Geld kommen soll. Die Streichung aller bisherigen Sozialtransfers reicht bei Weitem nicht, um ein BGE für alle in dieser Größenordnung zu finanzieren, auch wenn das manche behaupten.” Zur Finanzierung bedenkt Pelzer

  • „Sozialabgabe“ aller Bürger aus ihren Bruttoeinkommen
  • Flat Tax Tarif von 25 % bei der Einkommensteuer
  • das Transfergrenzen-Modell

ein von der arbeitenden Bevölkerung tragbares Modell wird auch von Pelzer nicht dargestellt. Unter Berücksichtigung, dass in diesen Jahren bereits 1.000 Euro und nicht mehr 800, wie bei Pelzer, gefordert wird, wird das BGE unrealistisch. Es ist nicht geeignet, das kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell zu retten.

Aber für die Zeit von zwei Jahren testet Finnland das bedingungslose Grundeinkommen: “2000 ausgewählte Arbeitslose zwischen 25 und 58 Jahren erhalten seit Jahresbeginn ein bedingungsloses Grundeinkommen von 560 Euro monatlich”, schreibt FOCUS. Dieser Betrag ist weit weg von dem Betrag, der von LINKEN oder GRÜNEN mit ungefähr 1.000 Euro moantlich gefordert wird. Die 560 Euro je Monat sind unter der Rahmenbedigung des Mindestarbeitslosengeld in Finnland, 500 Tagen wird nur gezahlt, 60 % des Bruttolohns zu bewerten. Sind Arbeitslose nicht Mitglieder der Arbeitslosenkassen, die von den Gewerkschaften unterhalten werden, zahlt der Staat eine Arbeitslosenhilfe, die die Grundkosten der Lebenshaltung deckt.

Geschäftsführer und höhere Beamte herausgerechnet ergibt sich für Finnland ein durchschnittlicher Bruttolohn von 2134,125 Euro/Monat; damit erhalten Arbeitslose, die Mitglieder der Arbeitslosenkassen, die von den Gewerkschaften unterhalten werden, 0,6 * 2134,125 Euro/Monat + 560 Euro je Monat = 1840,475 Euro je Monat. In einem Gerichtsurteil liest man: “Die Lebenshaltungskosten seien entsprechend der Lebenserfahrung mit einem Betrag pro Person und Monat von € 750,00 zu schätzen”. Man fragt sich natürlich unter den Rahmenbedingungen: warum sollte jemand bei einem aufwandslosen Einkommen von 1.840 Euro arbeiten, wenn die Lebenshaltungskosten 750 Euro betragen?

In dem FOCUS- Artikel wird auf ein grundsätzliches Problem der modernen Arbeitswelt hingewiesen: “Mit der fortschreitenden Digitalisierung wird ein immer größerer Teil der Wertschöpfung nicht mehr von den Menschen erzeugt. Damit zerfällt das bislang klassische Erwerbs- und Steuerkonzept auf das die modernen Gesellschaften aufgebaut sind.” Man sollte es etwas genereller sagen: Mit der fortschreitenden Automatisierung wird ein immer größerer Teil der Wertschöpfung nicht mehr von den Menschen erzeugt. Damit zerfällt das bislang klassische Erwerbs- und Steuerkonzept auf das die modernen Gesellschaften aufgebaut sind.

Die Kise aller Krisen wird damit nicht nur eine Kapitalismuskrise, diese Krise ist eine Krise, die durch die technologische Fortentwicklung hervorgerufen wurde. Und auch das wissen die Politiker bestens: “Mein Vater hat schon in den 60gern gesagt: “Wenn die Industrialisierung so weiter geht, müssen wir eine Maschinensteuer erheben.” Nun haben die ganzen Erleichterungen, die die Wirtschaft bekommen hat, in keinster Weise zu den dafür versprochenen Arbeitsplätzen geführt. Muss man die Wirtschaft jetzt nicht endlich konkret FORDERN”, diese Frage wurde in einem TAGESSPIEGEL- Chat gefragt. Die WELT schreibt 2010 “Früher waren es die Dampfmaschine und die Eisenbahn, die vielen Menschen Furcht einflößte und sie um ihre Arbeit bangen ließ. Jetzt sind es Roboter und Computer, die menschliche Arbeit ersetzen … schließlich forderte die SPD sogar eine Maschinensteuer. Das war Mitte der 80er-Jahre, als bei Arbeitnehmern die Angst vor Robotern und Computern grassierte. Zuvor, 1982, hatte der „Club of Rome“ in einem Bericht zu „Chancen und Gefahren der Mikroelektronik“ gewarnt, die Computertechnik werde zu einer beispiellosen Massenarbeitslosigkeit führen.”

Es soll doch niemand sagen, er wusste es nicht. Und alle Rettungsmittel zum Systemerhalt waren falsch: verschwunden ist beispielsweise der ehemalige EU- Kommissionenplan, aus den europäischen Industriegesellschaften Dienstleistungsgesellschaften zu machen. Längst hat die Wissenschaft nachgewiesen (US- Universitäten), dass dieser Umbau in den Staatsruin führt.

Der Kaptalismus ist ein Untier, das sich im Extremfalle selber auffrisst

Eine hervorragende Gesamtschau der wirtschaftpolitischen Wirrungen hat die vom Mainstream unabhängige Zeitung “Epoch Times” in drei Folgen aufgezeigt.

Die Welt im Zangengriff der Milliardäre Teil 1

Die Welt im Zangengriff der Milliardäre Teil 2

Die Welt im Zangengriff der Milliardäre Teil 3

Kernaussagen der vom Autor Wolfgang Effenberger erstellten Analyse mit höchst umfangreichen Links sind

  • Multimilliardäre haben sich auf einer eingängigen Philosophie, die jedoch nur zum Selbstzweck kreiert wurde, ein weltweites Netzwerk “sozialer” Internetplattformen, die einzig und allein den Zweck haben, sektenähnlich Menschen für ihre Ideen zu begeistern
  • Multimilliardäre haben ein Unternehmer- Netzwerk weltweit aufgebaut mit dem Ziel, aus der keynesianische Wirtschaftstheorie, der unendlichen Angebotsvielfalt, zu beenden und Branchenmonopole aufzubauen; das weiter gesteckte Ziel ist, durch Quasimonopole Menschen abhängig zu machen
  • Multimilliardäre haben ein Medien- Netzwerk weltweit aufgebaut mit dem Ziel, dass tagtäglich eine einseitige Propaganda auf die Bürger einschlägt, um ihre Köpfe umzupolen, sich auf ihre Denke auszurichten.

Effenberger stellt schonungslos dar, dass die Unternehmerwelt sich die Gesellschaften zu Untertanen gemacht hat und die Politik vermutlich gewarnt hat, dass diese eine Unternehmerpolitik betreiben sollten, weil sonst das Medien- Netzwerk sie fertig machen würde. Wie tief verwurzelt diese Strategie ist, beschreibt Effenberger:

“Das Prinzip der Milliardärsgruppe um Trump: „Was gut für General Motors ist, ist gut für die USA, wenn General Motors in den USA produziert und in den USA Steuern zahlt.“ (6) Dagegen reduziert sich das Credo der durch Obama und Clinton vertretenen internationalen Milliardärsgruppe auf: „Was gut für General Motors ist, ist gut für die USA“. Diese Politik hat dazu geführt, dass in den USA fast 50 Millionen Bürger von Lebensmittelmarken leben, die Infrastruktur vor dem Kollaps steht und viele Industriearbeiter keine Perspektive mehr haben.”

„Was gut für General Motors ist, ist gut für die USA“ – die Konsequenz ist, dass Unternehmer vom politischen System hofiert werden, dass Recht und Gesetze sich in erster Linie nach Unternehmen richten. Kann man nun verstehen, was einige kritische Mitbürger über Deutschland sagen, dass Unternehmer selber Gesetze schreiben?

Zu den Kritiken, die Trump verteufeln, sagt Effenberger: “Trump gehört nicht zur Kaste der Berufspolitiker”. Und ich erweitere: Trump gehört zu der zahlenmäßig geringen Kaste Unternehmer, die noch eine Verantwortung gegenüber der Mehrzahl der Bürger haben, insbesondere gegenüber Bürgern, die vom Obama, Soros, Bill Gates, Warren Buffett, Larry Ellison, Jeff Bezos, Charles Koch, David Koch, Mark Zuckerberg, Michael Bloomberg, Jim Walton, Larry Page, Sergey Brin, Alice Walton, Samuel Robson Walton, Christy Walton, Sheldon Adelson zurückgelassen wurden.

Was ist das Resümee dieser Diskussion, die Kise aller Krisen – der Kapitalismus, für die Senioren? Es hat sich eine Machtelite in der EU breit gemacht, die sich die Unangreifbarkeit angelegt hat und sich diese Unangreifbarkeit sogar gesetzlich bestätigen lässt. Ich sage: es liegt an unserem Selbstbewusstsein, dass Politiker uns Bürger so am Nasenring durch die Arena unseres Lebens führen können. Sie fragen, was man denn tun könnte oder sollte?

Man sollte eine außerparlamentarische, demokratische Bürgervereinigung gründen, die sich auf die Fahnen geschrieben hat:

Wenn Ihr Politiker unser Leben weiter zerstört, dann wählen wir Euch nicht mehr!

Wir müssten uns nur einig sein und wir müssten Wichtiges vom Unwichtigen unterscheiden und das Wichtige nur verfolgen: die Zerstörung unseres Lebensabends durch Zerstörung unserer Altersvorsorge!

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