1.3.2.4.1 Gefahren des Wirtschaftssystems durch Sättigung

(daran wird gearbeitet)

Es ist eine triviale Erkenntnis: Wohlstand ergibt sich durch

  • private Nachfrage (Privatkonsum) oder
  • fremde Nachfrage (Export – Güterverkehr über die Landesgrenze).

Privatkonsum und Export generieren Arbeit. Die Summe der Arbeit ergibt das Wirtschaftssystem. Arbeit generiert

  • Arbeitsplätze
    • Arbeitsplätze generieren Beschäftigung
      • Beschäftigung generiert Einkommen
        • Einkommen generiert Privatkonsum
          • Privatkonsum generiert Arbeit
            • Arbeit generiert neue Arbeitsplätze
  • direkte und indirekte Investitionen aller Art
    • Investitionen generieren neue Arbeit
      • neue Arbeit generiert Arbeitsplätze
        • Arbeitsplätze generieren Beschäftigung
          • Beschäftigung generiert Einkommen
            • Einkommen generiert Privatkonsum
              • Privatkonsum generiert Arbeit
                • Arbeit generiert neue Arbeitsplätze

Eine wunderschöne Kaskade, würde sie stimmen. Ja was stimmt denn an diesem Perpetuum Mobile nicht? Die Voraussetzung für Nachfrage ist der Bedarf. Oft genug tun wir so, als wäre der Bedarf unendlich!

Weil die Politik diese Kaskade kennt, wird Nachfrage beziehungsweise Bedarf sehr genau beobachtet: das Statistische Bundesamt, eine Abteilung des Bundesinnenministeriums, betreibt diese Statistiken [merkwürdig, dass die Planstelle 2100 keinen Vorgesetzten hat und keine juristische Bezeichnung besitzt. Aber durch die Mitteilung “Bun­desin­nen­mi­nis­ter er­nennt neu­en
Prä­si­den­ten des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes” kann man vermuten, dass das Statistische Bundesamt dem Bundesinnenministerium untergeordnet ist. Wenn das Statistische Bundesamt nicht einmal im Organigramm des Bundesinnenministeriums auftaucht, dann wird es ganz komisch. Nicht wenige bezeichnen das Statistische Bundesamt als eine Propagandaabteilung der Regierung.]

Egal – das Statistische Bundesamt betreibt durch Befragungen von Haushalten (Privathaushaltsstatistik) Untersuchungen über den Ausstattungsgrad von Haushalten in einer Datenbank, die den Namen GENESIS hat. Inhalte:

Code Inhalt
1 Gebiet, Bevölkerung, Arbeitsmarkt, Wahlen
11 Gebiet
12 Bevölkerung
13 Arbeitsmarkt
14 Wahlen
2 Bildung, Sozialleistungen, Gesundheit, Recht
21 Bildung und Kultur, Forschung und Entwicklung
22 Öffentliche Sozialleistungen
23 Gesundheitswesen
24 Rechtspflege
3 Wohnen, Umwelt
31 Gebäude und Wohnen
32 Umwelt
33 Flächennutzung
4 Wirtschaftsbereiche
41 Land- und Forstwirtschaft, Fischerei
42 Verarb. Gewerbe, Bergbau, Gew. v. Steinen u. Erden
43 Energie- und Wasserversorgung
44 Baugewerbe
45 Handel und Instandhaltung, Gastgewerbe, Tourismus
46 Transport und Verkehr
47 Finanz- und andere Dienstleistungen
48 Wirtschaftsbereichsübergreifende Ergebnisse
49 Andere Wirtschaftsbereiche
5 Außenhandel, Unternehmen, Handwerk
51 Außenhandel
52 Unternehmen und Arbeitsstätten
53 Handwerk und handwerksähnliches Gewerbe
6 Preise, Verdienste, Einkommen und Verbrauch
61 Preise
62 Verdienste, Arbeitskosten
63 Einkommen und Ausgaben privater Haushalte
7 Öffentliche Finanzen, Steuern, Personal
71 Öffentliche Finanzen
73 Steuern
74 Personal im öffentlichen Dienst
8 Gesamtrechnungen
81 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen des Bundes
82 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder
85 Umweltökonomische Gesamtrechnungen (UGR)
9 Nationale und internationale Indikatorensysteme

Und unter Ausstattungsgrad privater Haushalte findet sich:

CodeSortierung: aufsteigendSortierung: absteigend Inhalt
63111-0001 Ausstattung privater Haushalte (Laufende Wirtschaftsrechnungen): Deutschland, Stichtag, Gebrauchsgüter
63111-0002 Ausstattung privater Haushalte (Laufende Wirtschaftsrechnungen): Deutschland, Stichtag, Gebrauchsgüter, Haushaltstyp
63111-0003 Ausstattung privater Haushalte (Laufende Wirtschaftsrechnungen): Deutschland, Stichtag, Gebrauchsgüter, Haushaltsnettoeinkommensklassen
63111-0004 Ausstattung privater Haushalte (Laufende Wirtschaftsrechnungen): Deutschland, Stichtag, Gebrauchsgüter, Soziale Stellung d. Haupteinkommensbeziehers
63111-0005 Ausstattung privater Haushalte (Laufende Wirtschaftsrechnungen): Früheres Bundesgebiet/Neue Länder, Stichtag, Gebrauchsgüter
63111-0006 Ausstattung privater Haushalte (Laufende Wirtschaftsrechn.): Früheres Bundesgebiet/Neue Länder,Stichtag (bis 01.01.2014), Gebrauchsgüter, Haushaltstyp
63111-0007 Ausstattung privater Haushalte (Laufende Wirtschaftsrechn.): Früheres Bundesgebiet/Neue Länder,Stichtag (bis 01.01.2014), Gebrauchsgüter, Haushaltsnettoeinkommensklassen
63111-0008 Ausstattung privater Haushalte (Laufende Wirtschaftsrechn.): Früheres Bundesgebiet/Neue Länder,Stichtag (bis 01.01.2014), Gebrauchsgüter,Soziale Stellung des Haupteinkommensbeziehers
63211-0001 Ausstattungsgrad je 100 Haushalte (EVS): Deutschland, Stichtag, Gebrauchsgüter
63211-0002 Ausstattungsgrad je 100 Haushalte (EVS): Deutschland, Stichtag, Gebrauchsgüter, Haushaltsgröße
63211-0005 Ausstattungsgrad je 100 Haushalte (EVS): Früheres Bundesgebiet/Neue Länder, Stichtag, Gebrauchsgüter
63211-0006 Ausstattungsgrad je 100 Haushalte (EVS): Früheres Bundesgebiet/Neue Länder, Stichtag, Gebrauchsgüter, Haushaltsgröße

In der Tabelle 63211-0001 finden sich nach “Werteabruf” die Ausstattungsgrade einzelner Güter im Fünfjahresrhythmus (alle fünf Jahre werden die Haushalte befragt). Für das Jahr 2013 beispielsweise ergibt sich:

Gegenstand Prozent vorhanden
Personenkraftwagen 77,1
Personenkraftwagen fabrikneu gekauft 32,9
Personenkraftwagen gebraucht gekauft 49,4
Personenkraftwagen geleast 4,9
Krafträder 11,6
Motorrad, Motorroller
Kleinkraftrad (Moped, Mofa, Mokick)
Fahrrad 80,2
Fernsehgerät 95,1
(Farb-)Fernsehgerät
Schwarzweiß-Fernsehgerät
Flachbildfernseher (LCD, Plasma) 67,1
DVD-Player/Recorder 70,8
Videorecorder
Camcorder (Videokamera) 18,8
Camcorder (Videokamera) analog 8
Camcorder (Videokamera) digital 12,4
Schmalfilmkamera
Projektionsapparat
Projektionsapparat für Dia
Projektionsapparat für Schmalfilm
Fotoapparat 84,1
Spiegelreflexkamera
Kleinbildsucherkamera
Pocket-Kamera
Fotoapparat analog 34,8
Fotoapparat digital 73,3
Übrige Kameras
Radiorecorder/Stereorundfunkgerät
Plattenspieler
Kassettenrecorder
Radiorecorder
Tonbandgerät
Tonbandgerät, Kassetten- und Radiorecorder
Stereo-Anlage
Stereo-Anlage nur mit Plattenspieler
Stereo-Anlage nur mit Kassettengerät
Stereo-Anlage mit Plattenspieler u. Kassettengerät
Stereorundfunkgerät
Rundfunkgerät
Phonokombination mit Fernsehgerät
Phonokombination mit Farbfernsehgerät
Phonokombination ohne Fernsehgerät
Sonstige Phonokombination
Satellitenempfangsanlage 44,6
Kabelanschluss 47,1
DVB-T-Gerät (Decoder) 18,1
Pay-TV-Decoder/Receiver 17,7
CD-Player
CD-Recorder
CD-Player/CD-Recorder (auch im PC) 84,9
MP3-Player 45,3
MiniDisc-Player/Recorder
Spielekonsole 27,8
Personalcomputer 85,2
PC stationär 53,3
PC mobil (Notebook, Laptop, Palmtop) 65,2
PC mit CD-ROM Laufwerk
PC ohne CD-ROM Laufwerk
PC-Drucker (auch im Kombigerät) 73,3
Modem für Datenübertragung
Internetanschluss, -zugang 80,2
ISDN-Anschluss
Telefon 99,8
Telefon stationär (auch schnurlos) 90,5
Telefon mobil (Autotelefon, Handy) 92,7
Anrufbeantworter
Telefaxgerät 23,8
Navigationssystem 46,3
Kühlschrank (auch Gefrier- und Kühlkombination) 99,7
Gefrierschrank, Gefriertruhe (Einzelgeräte) 50,5
Kühl-, Gefrierkombination
Geschirrspülmaschine 67,3
Mikrowellengerät 71,1
Bügelmaschine
Waschmaschine 94,5
Waschmaschine mit eingebauter Schleuder, Automat
Waschmaschine ohne eingebauter Schleuder
Wäscheschleuder
Wäschetrockner 39,1
Elektroherd 94
Grillgerät
Nähmaschine
Nähmaschine (elektrisch)
Nähmaschine (mechanisch)
Staubsauger, Klopfsauger
Küchenmaschine
Mixgerät
Kaffeemaschine

Dort, wo kein Wert steht, wurde entweder nicht gefragt (z.B. wurden die Haushalte nicht nach: ‘haben Sie eine Kaffeemaschine’ befragt?) oder man geht von einem Vorhandensein von ~ 100% aus. Im Folgenden der Ausschnitt aus der Tabelle:

Gegenstand Prozent vorhanden
Telefon 99,8
Kühlschrank (auch Gefrier- und Kühlkombination) 99,7
Fernsehgerät 95,1
Waschmaschine 94,5
Elektroherd 94
Telefon mobil (Autotelefon, Handy) 92,7
Telefon stationär (auch schnurlos) 90,5
Personalcomputer 85,2
CD-Player/CD-Recorder (auch im PC) 84,9
Fotoapparat 84,1
Fahrrad 80,2
Internetanschluss, -zugang 80,2
Personenkraftwagen 77,1
Fotoapparat digital 73,3
PC-Drucker (auch im Kombigerät) 73,3
Mikrowellengerät 71,1
DVD-Player/Recorder 70,8
Geschirrspülmaschine 67,3
Flachbildfernseher (LCD, Plasma) 67,1
PC mobil (Notebook, Laptop, Palmtop) 65,2
PC stationär 53,3
Gefrierschrank, Gefriertruhe (Einzelgeräte) 50,5
Personenkraftwagen gebraucht gekauft 49,4
Kabelanschluss 47,1
Navigationssystem 46,3
MP3-Player 45,3
Satellitenempfangsanlage 44,6
Wäschetrockner 39,1
Fotoapparat analog 34,8
Personenkraftwagen fabrikneu gekauft 32,9
Spielekonsole 27,8
Telefaxgerät 23,8
Camcorder (Videokamera) 18,8
DVB-T-Gerät (Decoder) 18,1
Pay-TV-Decoder/Receiver 17,7
Camcorder (Videokamera) digital 12,4
Krafträder 11,6
Camcorder (Videokamera) analog 8
Personenkraftwagen geleast 4,9

Um es deutlich zu sagen, als Beispiel: wenn ein Personalcomputer einen Ausstattungsgrad von 85,2 Prozent oder eine Waschmaschine einen Ausstattungsgrad von 94,5 Prozent hat, wer würde für die restlichen 5,5 Prozent in Deutschland eine Fabrik bauen und Arbeitsplätze schaffen, wissend, dass die 100 Prozent aufgrund vieler Einflussfaktoren nicht erreichbar sind (jedoch im Ausland dieser Ausstattungsgrad weit von dem Deutscher Privathaushalte entfernt ist)?

Und genau dann greift die Systematik, die bereits aufgezeigt war:

Privatkonsum und Export generieren Arbeit. Fehlende Nachfragen generieren keine Arbeit, keine Arbeit generiert keine Investitionen:

  • keine Arbeitsplätze
    • keine Arbeitsplätze generieren keine Beschäftigung
      • keine Beschäftigung generiert kein Einkommen
        • kein Einkommen generiert keinen Privatkonsum
          • kein Privatkonsum generiert keine Arbeit
            • keine Arbeit generiert keine neuen Arbeitsplätze
  • direkte und indirekte Investitionen aller Art
    • keine Investitionen generieren keine neue Arbeit
      • keine neue Arbeit generiert keine Arbeitsplätze
        • keine Arbeitsplätze generieren keine Beschäftigung
          • keine Beschäftigung generiert kein Einkommen
            • kein Einkommen generiert keinen Privatkonsum
              • kein Privatkonsum generiert keine Arbeit
                • keine Arbeit generiert keine neuen Arbeitsplätze

In aller Härte, das ist so – bis auf eine Kleinigkeit: zum Leben brauchen wir ein Minimum. Unsere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung hat dafür gesorgt, dass – auch durch Transferleistungen – fast alle überleben können, sie erhalten teilweise hohe Gelder, aus dem Wirtschafts- und Gesellschaftssystem. Solidarität ist das Stichwort.

  • Aber auch hier ist ein Problem: zum Abdecken des Lebensnotwendigen, einschließlich Ersatzbeschaffungen, beaucht man keine 40 Millionen arbeitende Menschen!
  • Die Schere zwischen arm und reich (oben und unten) hat bewirkt, dass
    – die Kaste der Armen immer größer wird und
    – die Kaste der Reichen kaum noch zunimmt und
    – die Kaste Mittelstand fast total aufgeracht wurde mit folgenden Konsequenzen:

    • Arme sind so arm, dass sie sich kaum etwas leisten können, sie fallen als wichtige Teilnehmer der Privatnachfrage fast vollständig aus,
    • Reiche haben die Chance schon in den zurückliegenden Jahren genutzt und sich alles Erdenkliche gekauft, auch sie fallen als wichtige Teilnehmer der Privatnachfrage fast vollständig aus
    • Mittelständler haben zunehmend Angst um ihre Zukunft; sie agieren überaus vorsichtig und sparen eher, als dass sie etwas an (überflüssigem) Konsumbedarf ausgeben wollen.

Woher soll also die Nachfrage kommen? In den USA sehen wir, dass sich zunehmend die Privathaushalte verschulden und was mit den Schuldenpaketen der Banken passiert und was sich daraus entwickelt, das kennen wir von der Krise “Lehman Brothers”. Die dauerhafte Lösung kann nicht sein, dass die gesamte Gesellschaft die Kaste der Armen dauersubventioniert. Kann die Gesellschaft die Dauersobventionierung betreiben? Im Propagandafernsehen wird immer davon berichtet, Deutschland sei ein so reiches Land (und man hofft, dass dabei Otto Normalverbraucher sich angesprochen fühlt):

Das bleibt übrig bei den Privathaushalten im Durchschnitt (Musterjahr 2013)

Private Einnahmen (Bruttoeinkommen aus unselbstständiger Arbeit, darunter: der Haupteinkommensbezieher/-innen, der Ehe- bzw Lebenspartner/-innen, Bruttoeinkommen aus selbstständiger Arbeit, Einnahmen aus Vermögen, darunter: aus Vermietung und Verpachtung, unterstellte Mietzahlungen für ETW u.Ä., Einkommen aus öffentlichen Transferzahlungen, darunter: (Brutto) Renten der gesetzlichen Rentenversicherung, (Brutto) Pensionen, (Brutto) Renten der Zusatzversorgung, des öffentlichen Dienstes, Renten der gesetzlichen Unfallversicherung, Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld II (Hartz IV), Sozialgeld, Kurzarbeitergeld und laufende Übertragungen der Arbeitsförderung, Kindergeld, Kinderzuschlag, Mutterschaftsgeld, Wohngeld, Sozialhilfe, Elterngeld, Landeserziehungsgeld, Betreuungsgeld, BAföG, Beihilfen im öffentlichen Dienst, Pflegegeld, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Einkommen aus nichtöffentlichen Transferzahlungen, darunter: (Brutto) Werks- und Betriebsrenten, Leistungen aus privaten Versicherungen, darunter Erstattungen und Leistungen privater, Krankenversicherungen, Unterstützung von privaten Haushalten, Einnahmen aus Untervermietung) für das Jahr 2013 im Durchschnitt 4.086 Euro.

Private Konsumausgaben (Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren, Bekleidung und Schuhe, Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung, Innenausstattungen, Haushaltsgeräte und, -gegenstände, Gesundheitspflege, Verkehr, Post- und Telekommunikation, Freizeit, Unterhaltung und Kultur, Bildungswesen, Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen, andere Waren und Dienstleistungen) für das Jahr 2013 im Durchschnitt 2.448 Euro.

Andere Ausgaben Privathaushalte (sonstige Steuern, darunter Kraftfahrzeugsteuer, freiwillige Beiträge zur gesetzlichen, Rentenversicherung (auch VBL), Beiträge freiwillig gesetzlich Versicherter zur Krankenversicherung, Versicherungsbeiträge, darunter: Beiträge für private Krankenversicherung, Beiträge für zusätzliche Kranken- und Pflegeversicherung, Beiträge für Kfz-Versicherungen, sonstige Übertragungen und Ausgaben, darunter Geldspenden, Tilgung und Verzinsung von Krediten5), darunter:, Zinsen für Baudarlehen u.Ä., Zinsen für Konsumentenkredite, Ausgaben für die Bildung von Sachvermögen, Ausgaben für die Bildung von Geldvermögen) für das Jahr 2013 im Durchschnitt 1.675 Euro.

Zur besseren Übersicht die Tabelle:

Statistisches Bundesamt, Fachserie 15, Heft 4, EVS 2013, Seite 19/20, monatlich
2003 2008 2013
Haushaltsbruttoeinkommen 3.561 3.707 4.086
Haushaltsnettoeinkommen 2.833 2.914 3.132
Abgabenquote 20,44% 21,39% 23,35%
Private Konsumausgaben
nicht kürzungsfähige Ausgaben 1.512 1.746 1.674
Lebenshaltung 2.177 2.245 2.448
Gesamtausgaben 3.689 3.991 4.122

Mit Verwunderung nehmen wir zur Kenntnis, dass Privathaushalte auch in Deutschland sich zunehmend verschulden (müssen); beachten Sie Gesamtausgaben, die aus dem Nettoeinkommen bezahlt werden müssen.

Mit Verwunderung nehmen wir auch zur Kenntnis, dass der Staat sich immer mächtiger bei den Privathaushalten bedient. Woher sollte er sonst seine Einnahmen generieren?

Das Ergebnis auch hier:

nicht kürzungsfähige Ausgaben als Anteil vom Haushaltsnettoeinkommen
2003 2008 2013
nicht kürzungsfähige Ausgaben 53% 60% 53%

Bei einem Anteil von mehr als 50 Prozent, der vom Haushaltsnettoeinkommen gezahlt werden muss, bleiben für die Ausgaben für das Leben weniger als 50 Prozent übrig. Woher soll also die private Nachfrage kommen? Wir haben gesehen, aus dem relativem Sättigungsgrad an Gütern in den Haushalten generiert sich kein Wirtschaftswachstum, aus dem frei verfügbaren Nettoeinkommen generiert sich kein Wirtschaftswachstum. Woher soll das Wirtschaftswachstum eigentlich kommen? Nur aus dem Export? Aus den nicht vorhandenen Kindern in den Familien?

Die EU- Erweiterung sorgt für Wirtschaftswachstum

Das ist sicherlich eine Position, die zum Wirtschaftswachstum beiträgt, aber nicht nur:

  • Schwellenländer und sehr wenig entwickelte Länder strömen in die EU. Sie sind nicht allein Abnehmer für in den Kernstaaten produzierte Waren und erhöhen damit den Exportanteil, ein zweiter wichtiger Grund besteht
  • Schwellenländer und sehr wenig entwickelte Länder haben ein geringes Lohnkostenniveau und eignen sich hervorragend zu Investitionen oder Auftragsbearbeitungen (“verlängerte Werkbank”) aus den hochindustrialisierten Ländern der EU. Somit tragen die Schwellenländer und sehr wenig entwickelte Länder dazu bei, dass die hochindustrialisierten Ländern der EU auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig bleiben.

Ergibt sich durch EU- Erweiterungen wirklich ein Schub an Wirtschaftswachstum? Es konnte bisher noch keine Möglichkeit gefunden werden, das zu quantifizieren. Zudem konnte bisher nicht aufgezeigt werden, dass die rechtliche Möglichkeit des freien Aufenthaltes in der EU von Bürgern aus den Schwellenländern und sehr wenig entwickelten Länder so genutzt wird, dass sich dadurch ein Schub an Wirtschaftswachstum einstellt. Mit diesem Gedankengang ist eine andere Variante deutlich: Schub an Wirtschaftswachstum durch Zuzug.

Produkt- und Verfahrensverbote der EU sorgen für Wirtschaftswachstum

nn

Flüchtlinge sorgen für Wirtschaftswachstum

Wenn die EU die Direktive herausgegeben hat, in den nächsten Jahren sollen 30 Millionen Flüchtlinge in die EU strömen, dann werden nur Leichtgläubige (davon gibt es zu viele in Deutschland) der Überzeugung sein, dass die Aufnahme von Flüchtlingen ein humanitärer Aspekt ist. Flüchtlingen eine neue Heimat zu geben, das ist Bruttoinlandsprodukt! Womit kann man rechnen, idealerweise? Es soll folgende Annahme gelten: an Wohnungsaustattung wird in der ersten Generation (~ 50 Jahre) 20 Prozent der allgemeinen Wohnungsaustattung investiert.

Das Statistische Bundesamt liefert einige Zahlen (Link). Aus der Versicherungswirtschaft sind für die folgende Berechnung auch Zahlen bekannt (Link). Es ergibt sich folgende Tabelle mit ihren Berechnungen:

Versicherer Durchschnittswert 650 Euro/m²
Erstattungsanteil 20%
gesamt- Wohnungsfläche 2015 3.795.000.000
Anzahl Wohneinheiten 41.446.000
durchschnittl. Wohnungsgröße 91,56 m² je Wohneinheit
erste Generation Abweichung 20%
Ausstattungwert je Wohnung 59.517,20 Euro

Daraus folgt: jede Flüchtlingsfamilie generiert in der ersten Generation von 50 Jahren rund 60.000 Euro Wohungsinvestition. Dazu kommt eine Reinvestitionsquote von 100 Prozent für 50 Jahre. Also kann man mit rund 120.000 Euro je 50 Jahre für den Wohnungsbestand je Flüchtlingsfamilie rechnen. Schauen wir uns doch die gesamte Tabelle mit ihren komplexen Zusammenhämngen an:

Versicherer Durchschnittswert 650 Euro/m²
Erstattungsanteil 20%
gesamt- Wohnungsfläche 2015 3.795.000.000
Anzahl Wohneinheiten 41.446.000
durchschnittl. Wohnungsgröße 91,56 m² je Wohneinheit
erste Generation Abweichung 20%
Ausstattungwert je Wohnung 59.517,20 Euro
Reinvestition je 50 Jahre 100%
Reinvestition je 50 Jahre 59.517,20 Euro
Instandhaltungsanteil % 5%
Instandhaltungsanteil 2.975,86
Gesamtinvest Wohnung 122.010,27 Euro
Jahresanteil je Wohnung 2.440,21 Euro je Jahr
Private Konsumausgaben % von normal 50%
Private Konsumausgaben 24.732,00 Euro je Jahr
Anzahl Flüchtlinge 3.000.000
Bruttoinlandsprodukt- Anteil 74.196.000.000 Euro je Jahr
BIP gesamt 3.132.000.000.000
Anteil Flüchtlinge 2,4%

Bei 3 Mio Flüchtlingen, die sich in Deutschland ständig niederlassen, erhöht sich das Bruttoinlandsprodukt um 2,4 Prozent. Diese 2,4 Prozent können idealerweise beschäftigungswirksam werden.

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